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Studiumszeit mir bis jetzt versaut

S

Sunstark

Gast
Langer und wirrer Text, aber bitte lest ihn euch durch und helft mir!

Hallo Leute, habe hier im Forum Liebe schonmal einen Beitrag verfasst, in dem es um einen Jungen ging, von dem ich echt etwas wollte. Naja, habe mich mit ihm getroffen und nun ist mir aufgefallen, dass ich ihn eigentlich vor allem bewundere für seinen Lifestyle. Und damit ist mir auch aufgefallen, wie langweilig meine Studienzeit eigentlich ist.

Ich habe es die letzten Jahre einfach verpasst, Leute kennenzulernen, die wirklich cool drauf sind. Mit denen ich Spaß haben kann. Da denkt man sich halt, dass man sich diese Leute eben suchen muss.
Aber genau das habe ich aus vielen Gründen bis jetzt verpasst. Mein Hauptgrund ist mein Tick gewesen, nach außen hin zufrieden und beliebt zu wirken und der zweite Grund sind meine Minderwertigkeitskomplexe/ und meine nicht-das-tun-was-ich-will-Angewohnheit.

Das alles hat sich in den letzten Jahren so geäußert: ich habe mich hauptsächlich mit Leuten angefreundet, bei denen ich dachte: Die fühlen sich alleine, die können mich ertragen weil sie froh sind, überhaupt jemanden zu haben. Und naja, das ging ne zeitlang gut. Doch irgendwann habe ich angefangen, mich innerlich dafür zu schämen und außerdem merkte ich einfach, dass man mit diesen Leuten keinen Spaß haben kann... sie trinken keinen Alkohol, können keine Witze reißen und sind absolut unspontan.
Das hat sich auch auf mich ausgewirkt und da ich ein ohnehin sehr ungefestigter und unselbstbewusster Mensch bin, dachte ich irgendwann, ich sei ja auch so. Erst durch das Date habe ich gecheckt, dass ich nicht so bin und dass ich endlich ausbrechen will.
Naja, hab halt jetzt nur noch eineinhalb Semester.

Das Studium beginnt bei mir auch in den Hintergrund zu rücken. Bis jetzt dachte ich, auch durch Einfluss dieser Leute, dass man halt sein Zeug durchziehen muss und viel streben und alles muss. Aber so bin ich nicht. Ich habe es auch ohne viel Lernen immer geschafft und eigentlich bin ich null karrierefixiert und am liebsten würde ich einfach nur viel feiern und so. Ich dachte halt echt immer, das geht so nicht und ne gute Freundin von mir, von der ich dachte, oh ja die ist voll beliebt, weil sie halt im ersten Augenblick mit vielen Menschen kann, und deswegen ich auch sehr auf sie fokussiert war, vertritt eben auch diese Ansichten und wegen ihr hab ich aber echt viele andere Kontakte vernachlässigt wo sie meinte, ah die sind S**** und ach, die mag sie nicht... und dabei fand ich die nie S****, aber sie hat mich da so krass beeinflusst. Ihc als unsicherer Mensch, die auch dachte sie kriegt keine Freunde ab udn sollte sich zufrieden geben...

Und ich habe es einfach versäumt, Leute kennenzulernen, die ICH selbst interessant finde. Sowas gabs in meinem Leben immer nicht und ich habe es einfach bis jetzt nicht GECHECKT, dass man sich solche Leute suchen muss... Ich habe es nicht gecheckt!!! Und nun habe ich Angst, dass der Zug abgefahren ist. Weil es jetzt mittlerweile auch so ist, dass sich die Gruppen schon gebildet haben und naja...

Ich weiß gar nicht, was ich so tun soll... ich meine, ich weiß, ich könnte mich zum Beispiel mal ein mein Date anhängen und mal fragen, ob er mich mal irgendwo hin mitnimmt. Aber dann melden sich wieder meine Minderwertigkeitskomplexe zu Wort und schreien: Das wirkt klettenhaft, und du bist doch eh voll uninteressant...

Ach Gott, das ist auch so ein Problem. ich habe mich immer für uninteressant gehalten und alles. Dabei habe ich schon so oft von meinen Freundin meines Heimatortes gehört ich sei cool. Ich habe aber nie so wirklich gecheckt, wie sie das genau meinen und ich habe immer eine innere Scham gehabt.

Meine innere Scham weitet sich auf meine Selbstdarstellungsfähigkeiten aus. ich schäme mich meistens für Selbstdarstellung. Ich bin z.B. ein sehr hübsches Mädchen und eigentlich könnte ich ein gutes Profilbild von mir auf Studi stellen. Aber dafür würde ich mich schämen, weil ich denken würde: Die anderen könnten sich etwas dabei denken. Oder bei Studi Gruppen und den Zitaten: ich würde es am liebsten füllen mit allem, aber irgendwo ist da auch die Scham... die anderen denken: wen interessiert das?!

Und bei vielen Leuten ist es ja auch so, dass sie ihr Profil nicht aufpimpen us Datenschutzgründen, oder weil sies doof finden. Aber ich fänds eigentlich cool und ich würds halt eigentlich schon gern machen..

Ich verstehe alles so wenig. Ich bin eigentlich ein echt lustiger und spaßiger Mensch und die Leue, die mich kennen, schätzen das an mir. Nur im Studium jetzt ist alles untergegangen. Ich erlebe keine Parties, keine Spieleabende und Saufgelage mehr und... und ich bin selbst daran Schuld.


Wie ist das denn bei den Leuten, die an sowas generell nicht teilnehmen: Haben die keine Lust an sowas teilzunehmen oder hält sie auch eine innere Scham ab?

Eigentlich ist dieser lockere Lifestyle genau mein Ding und ich habs jetzt durchs Date auch gemerkt, wie eingefahren alles ist bei mir und... bei mir tickt weder ne biologische Uhr noch habe ich irgendwelche Zukunftängste... ich will glaube ich einfach nur leben. Aber wie stelle ich das an???

Alles zu Guter letzt noch mal eine ernst gemeinte Frage, worauf ich sehr gerne Antworten hätte:

Wenn ich jetzt Leute frage, zu denen ich sporadisch Kontakt hatte, wo ich mir denke, mit denen kann ich Spaß haben, bei denen ich aber nie Energie aufgewendet habe, sie weiter kennenzulernen, weil ich ja immer zufrieden und so wirken wollte: Ist es da normal, dass ich die jetzt mal so frage, ob sie was mit mir machen wollen? Oder ob sie mich mal irgendwo hin mitnehmen? Wie stellt ihr sowas an? Wie macht man das? Und wäre es komisch, wenn ich von heute auf morgen mein Studi Profil aufpimpe?

Oder denkt ihr, ich bilde mir nur phasenweise was ein? Weil Er mich gestern so faszinierte? Ach ja, beim Date war ich natürlich echt so bedacht darauf, bei ihm anzukommen, dass ich wohl genau das Gegenteil erreicht habe. Ich denke nicht, dass ich bei ihm nen bleibenden Eindruck hinterlassen konnte... deswegen auch son Ding: Wäre es peinlich, ihn noch öfters anzuschreiben??

Liebe Grüße und danke fürs Durchlesen.
Wie'n Kind: Ich.
 
und außerdem merkte ich einfach, dass man mit diesen Leuten keinen Spaß haben kann... sie trinken keinen Alkohol, können keine Witze reißen und sind absolut unspontan.

(...)

Das Studium beginnt bei mir auch in den Hintergrund zu rücken. Bis jetzt dachte ich, auch durch Einfluss dieser Leute, dass man halt sein Zeug durchziehen muss und viel streben und alles muss. Aber so bin ich nicht. Ich habe es auch ohne viel Lernen immer geschafft und eigentlich bin ich null karrierefixiert und am liebsten würde ich einfach nur viel feiern und so.

Wie jetzt... Du denkst ERNSTHAFT, Du hast Dir Deine Studienzeit versaut, weil Du statt Alk zu trinken und Party zu machen, lieber gelernt hast?! 😕

Umgekehrt wird ein Schuh draus - wenn Du bisher nur gesoffen und Party gemacht hättest, statt zu lernen - DANN hättest Du Dir die Studienzeit versaut!

Das Studium ist nicht dazu da, um hemmungslos zu feiern und zu saufen, sondern dient dazu, sich Wissen anzueignen, um später mal einen Beruf zu ergreifen, von dem man leben kann!
 
Oder denkt ihr, ich bilde mir nur phasenweise was ein? Weil Er mich gestern so faszinierte?

Ja.

Meinst Du ernsthaft Du kanst ohne gute Anstellung jede Woche groß feiern gehen? Mach dein Studium mit vernünftigen Leuten fertig und nicht mit solchen, die Bildung in den Hintergrund stellen. Präsentier Dich auf StudiVz, Facebook oder sonstigem SocialCrap so dar wie Du wirklich bist. Verstell Dich einfach nicht, dann bleibt das Problem, von Menschen umgeben zu sein die Dir garnicht liegen warscheinlich aus weil die keinen bock mehr auf Dich haben werden ;-)
 
Das Studium ist nicht dazu da, um hemmungslos zu feiern und zu saufen, sondern dient dazu, sich Wissen anzueignen, um später mal einen Beruf zu ergreifen, von dem man leben kann!
Studiumszeit ist aber auch Lebenszeit und sollte deswegen auch nicht zu 100% in Lernzeit ausarten. Solange man seinen eigenen Lernrhythmus findet und in Klausuren und Prüfungen dennoch voll da sein kann, spricht doch gar nichts dagegen, bis zum Umfallen zu feiern.

Sie möchte ihr Leben genießen, und ich frage mich, wann sie das sonst tun soll. In der Rente..? 🙂 Die Studienzeit kann die beste des Lebens sein, weil man mit Menschen, die die selben Interessen teilen, relativ verpflichtungslos Zeit verbringen kann. Deswegen kann ichs schon nachvollziehen, wenn sie das Gefühl hat, sie hätte es sich bis jetzt "versaut" (menschlich eben, nicht objektiv).
Was mich aber stutzig macht, Sunstark, ist die Sache, dass du von diesem Kerl offensichtlich so begeistert bist, dass ich schätze, du rutschst von einer Abhängigkeit (von deinen lernenden Freunden und der einen Freundin, von der du erzählt hast) in die nächste. Du redest zwar davon, dass das Menschen sind, die du selbst interessant findest etc, aber, nimm's mir nicht übel, gerade, wenn du sagst, du bist ein unsicherer und nicht selbstbewusster Mensch, denke ich, ein Großteil ist schlicht Bewunderung und tatsächlich eine Phase.

Meiner Meinung nach wäre dir ein gewisser "Durchhänger" im Studium durchaus gestattet; sowas hat doch jeder einmal und manchmal ist so etwas nötig, um sich wieder darauf zu besinnen, für was man eigentlich lernt. Die Voraussetzungen sind nur:
- Werd nicht so schlecht, dass du den Stoff später nicht mehr aufholen kannst oder dir die Noten komplett versaust. (Bitte nicht NULL karrierefixiert sein, das geht schief..)
- Sei du selbst. Geh feiern, wenn du feiern möchtest, pimp dein Profil auf, wenn du es möchtest, aber tu bitte nichts, nur um den "interessanten" Leuten zu gefallen. Das bringt dich im Endeffekt genau in die Situation, in der du gerade bist, und macht dich nur wieder unglücklich.

Wenn ich jetzt Leute frage, zu denen ich sporadisch Kontakt hatte, wo ich mir denke, mit denen kann ich Spaß haben, bei denen ich aber nie Energie aufgewendet habe, sie weiter kennenzulernen, weil ich ja immer zufrieden und so wirken wollte: Ist es da normal, dass ich die jetzt mal so frage, ob sie was mit mir machen wollen? Oder ob sie mich mal irgendwo hin mitnehmen? Wie stellt ihr sowas an? Wie macht man das?
Ich fände an so einer Frage wenig ungewöhnliches, vor allem, wenn du zu den Leuten durchaus Kontakt hast, wenn auch nur sporadisch.
Wie man sowas anstellt? "Hey, habt ihr heute Abend was vor?" 😉 Die "Magst du mitkommen?"-Frage kommt dann meistens von allein, es sei denn, sie wollen dich nicht dabeihaben.
 
S**** Mann, Studium is zum feiern da!
Und jetz zieh los und machs einfach, denk nicht lange drüber nach sondern mach einfach das, was dir spontan in den Sinn kommt!
Prost!
 
Hallo Sunstark!

Du bist unzufrieden mit Deiner Lebensweise und möchtest Dich ändern. Das kann man ja jederzeit. Erst recht mit 24. Angeblich weißt Du ja auch schon, dass der "lockere Lifestyle" die richtige Lebensart für Dich ist. Dazu gehört natürlich noch etwas "aufgepimpe"...

Also meines Erachtens solltest Du Dir mal klar darüber werden, was Dir wirklich wichtig ist im Leben. Wenn es denn der lockere Lifestyle, Partys und HappyTypen sein sollen, kannst Du noch heute damit anfangen und Deinen Spass haben.
 
Moin,

mir ist deine Selbstdarstellung etwas zu schwarz-weiß. Hier die stramm durchstudierende Schönheit, der die Leute, der Studienstoff und die Zukunft von alleine zufliegen (angeblich) - und da das schamhafte Blümchen, dass sich nichts traut weil es jemand missverstehen konnte...

Ich nehme dir weder das eine noch das andere ganz ab.

Ich denke, dass du dein Studium angesichts der recht nahe bevorstehenden Abschlusses auf jeden Fall gut zu Ende bringen solltest und nicht ausgerechnet jetzt meinst, voll auf die Kacke hauen zu müssen.

Es ist nichts dagegen zu sagen, dass du dein Leben sofort zu ändern beginnst weil du in diesem Moment merkst, dass etwas schief ist. Aber du solltest nun auch nicht von einem Extrem ins andere fallen. Man kann ja auch am WE mal Spaß haben und aus sich herauskommen, um in der Woche aber weiterhin für den Abschluss zu lernen.

Wegen der anderen Leute brauchst du dir keine Gedanken machen. Wenn du dich verändern willst solltest du es tun. Es ist dein Leben, nicht das der anderen! Entweder finden Leute es gut und ziehen mit, oder sie waren Wegbegeleiter deines bisherigen Lebensstils, fügen sich aber nicht in den neuen Stil ein und die Kontakte lösen sich. Daran ist nichts Böses und das sollte dich nicht aufhalten - so ist das Leben.

Was aber deine eigene Denksportaufgabe sein wird ist die Frage, warum du "Scham" gegenüber Dritten empfindest. Ich meine im Bezug auf Dinge, die eigentlich gar nicht peinlich sind, wo du nicht mal derartige Rückmeldungen bekommst, sondern wo du selber annimmst, dass andere in einer bestimmten Weise über dich denken KÖNNTEN.

Darüber solltest du nachdenken und dich fragen, warum es dir so wichtig ist, in einer bestimmten Weise wahrgenommen zu werden. Kleiner Startschubser: ist dein Selbstbewusstsein so klein, dass du nur gegenüber VERMEINTLICH hilfsbedürftigen Menschen glaubst "punkten" zu können? Warum suchst du dir nicht Menschen auf gleicher Augenhöhe und lebst mit denen anschließend ohne Vergleich (wer ist hilfsbedürftiger, hübscher, hässlicher usw.)?

Auch gegenüber einem Mann, den du kennen lernst: du gewinnst keinen Blumentopf wenn du dich anbiederst um zu gefallen. Eher wird es bemerkt und das ist dann ein Nachteil für dich, wie du ja erlebst. Wer will schon eine Frau, die sich dümmer / schlauer gibt als sie ist? Die sich also verstellt, nicht echt ist, und sich anbiedert?

Als Mann, der natürlich gerne hübsche Frauen anschaut würde' ich zu gerne nette Bilder von dir sehen. Dann hab' ich etwas zu gucken und du eine "Erlaubnis" dich zu präsentieren. Nur: dieses Spiel spiele ich nicht mit dir. 😉

Obendrein solltest du mal über Datenschutz nachdenken. Nicht, dass es ein grundsätzliches Problem wäre wenn Bilder oder Infos von dir im Netz zu sehen sind (bei vorzeigbaren Bildern). Oft gibt es dafür aber auch keinen Grund - und dann sollte man auch nicht ohne Not Dinge über sich preisgeben.

Ich vermute, dass du dich wegen geringen Selbstbewusstseins gerne öffentlich präsentieren möchtest um positive Feedbacks zu bekommen. Zugleich sagt dir ein kleines Männchen im Ohr aber, dass das eigentlich nicht richtig wäre weil man sich Respekt, Anerkennung, Bestätigung anders erarbeiten sollte... Was du Scham nennst, ist vielleicht nur eine Form von Vernunft, damit du aus mangelndem Selbstwertgefühl keine "Dummheiten" machst.
 
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