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Studium wechseln?

Hallo,
ich Studiere zur zeit in zweiten Semester Elektrotechnik an einer Hochschule, ich hab zwar gute Noten, aber trotzdem hab ich für mich irgendwie festgestellt das Elektrotechnik nicht mein Ding ist.
Es ist mir einfach viel zu wenig sag ich mal Tüftelei dabei, nun überlege ich ob ich nicht zur Technischen Informatik wechsle, da ich Elektrotechnik einfach nur noch öde finde oder mein Studiengang so ausrichte das ich später mit ein Masterstudiengang in Teilen der Informatik rein gehe.
Wir haben Programmieren als Modul und es macht mir echt Spaß, nur ich hab angst das ich jetzt wechsle und ich dann feststelle das mir das ganze im Grunde genau so wenig Spaß macht, so das ich 2Semester verschenkt habe, auch hab ich kein Bock in Physik und Elektrotechnik die Praktika zu wiederholen, wobei ich auch noch nicht weiß, ob ich mir das irgendwie anrechnen lassen kann.
Hat jemand ein guten Rat für mich?
Oder weis jemand wie weit Technische Informatik wenn man es Studiert, noch mit Tüftelei zu tun hat also sich z.B. Algorithmen aus denken.
 
Hallo Schall & Rausch,

schön, dass du den Weg ins Forum gefunden hast!

Ich kann dich gut verstehen, dass du etwas unsicher über deinen Studiengang bist. Manchmal entpuppt sich das gewünschte Studium nicht als das, was man sich am Anfang vorgestellt hatte. Du schreibst, dass dir Elektrotechnik nicht mehr soviel Spaß macht, dir die Tüftelei fehlt und du deswegen mit dem Gedanken spielt zu Technische Informatik zu wechseln, da dir das Programmieren an sich Spaß macht. Du hast aber Bedenken, ob dieser Wechsel so reibungslos von statten geht, wegen der Anerkennung der Praktika ect. und auch der Befürchtung, dass es dir doch nicht soviel Spaß machen wird. Vielleicht würde es dir helfen mit jemanden zu sprechen, der Technische Informatik studiert. Kennst du jemanden, der das tut? Wenn nicht, kannst du es dir vorstellen, jemanden z.B. nach einem Seminar/Vorlesung einfach anzusprechen und nach den Inhalten des Studiengangs zu fragen. Es ist immer gut, mit Studenten, die das Fach studieren persönlich zu sprechen. Am besten du suchst dir ältere Semester heraus, sie sind schon weiter und können mehr sagen als Studienanfänger.
Wäre es denkbar für dich, mit Professoren/Dozenten aus dem Bereich Technische Informatik zu sprechen? Sie sollten ebenfalls die Inhalte kennen.
Du schreibst ebenfalls, dass du nicht weißt, ob dir die Praktika ect. im neuen Studiengang angerechnet werden, habe ich dich richtig verstanden? Dafür wäre das Prüfungsamt bzw. die Studienberatung eine richtige Anlaufstelle (das ist an jeder Uni/FH unterschiedlich, aber das Prüfungsamt sollte dir auf jeden Fall weiterhelfen können). Sie können dir konkret sagen, was bei einem Studiengangswechsel beachten musst und was anrechenbar ist, was nicht. Kannst du dir vorstellen hinzugehen?
Ich selber kann dir leider in Bezug auf die konkreten Inhalte der Technischen Informatik nicht weiterhelfen, bin da Laie, aber ich hoffe, dass dir meine Antwort etwas weitergeholfen hat.
Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass sie du bald die Entscheidung für/gegen einen Wechsel treffen kannst und zufrieden weiterstudieren kannst! 🙂 Halte uns auf dem Laufenden. Viel Erfolg!
 
Hallo,
ich studiere Technische Informatik im 2. Semester an einer FH. Mir geht es ähnlich wie dir, ich habe den Studiengang gewählt, weil ich auch gerne programmiere und tüftel. Vorher habe ich zwei Semester Informatik an einer Uni studiert.

So schön sich die Beschreibung des Studienganges liest, so ernüchternd kann es auch schnell werden. Es ist sicherlich kein Bastelstudium - wobei ich behaupten möchte, dass du das in keinem Studiengang finden wirst.
Selbstverständlich gibt es Module in denen praktisch programmiert wird (z.B. C und C#/Java) und auch an Schaltnetzen wird "gebastelt" (Digitaltechnik). Letztendlich ist es jedoch nicht das, was viele sich anfangs darunter vorstellen. Elektrotechnik ist ein zentraler Bestandteil und da musst du somit auch in TI durch - gerade die, die von ET geflüchtet sind, stehen somit wieder vor dem gleichen Problem.

Ich will dir keinesfalls TI ausreden, du solltest nur nicht mit falschen Erwartungen rangehen. Es gibt in jedem Studiengang Fächer, durch die man einfach durch muss.
Ein Studium hat die Eigenschaft, dass vieles erstmal theoretischer Natur ist. Wer die reine Praxis will, ist mit einer Ausbildung besser bedient.

Nun ist es so, dass du beliebig viele Kommilitonen befragen kannst, du wirst die unterschiedlichsten Meinungen hören und bist danach nicht viel weiter. Hilfreich ist es eher, wenn du dich mal in die entsprechenden Vorlesungen des Studienganges setzt (nicht nur die, die dich interessieren!) und dir das mal vorab ansiehst.

Und selbst wenn dir das vom fachlichen Aspekt gefällt, hängt das Gelingen auch sehr stark von den jeweiligen Professoren ab.

Also erstmal das Modulhandbuch studieren, Vorlesungen besuchen und den Gedanken an ein Bastelstudium vergessen.

Ich persönlich bin mit dem mit fachlichen Wechsel zufrieden. Nur muss ich auch gerade mal wieder feststellen, dass einem durch schlechte Dozenten Steine in den Weg gelegt werden können, die einen schnell wieder zweifeln lassen.
 

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