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Studium und Wohnung.. Wie soll ich das schaffen?

Schallwelle

Neues Mitglied
Hallo ihr,

ich studiere seit Anfang Oktober Biologie knappe 100km von zuhause entfernt. Derzeit bin ich am Pendeln, doch aufgrund von Bahnstreiks und dem Ausbau der Bahnstrecke (Schienenersatzverkehr) kommt es momentan zu unglaublichen Verzögerungen, so dass ich teilweise am Tag 6Std. nur damit verbringe, zur Uni und wieder nach Hause zu kommen.

Eigentlich hatte ich vor, dass ich mir eine Wohnung suche. Ich stehe auf etlichen Wartelisten für Studentenheime, allerdings herrscht dort keine Aussicht auf einen Platz innerhalb des nächsten Semesters. Ich hatte mich allerdings sofort, als ich von dem Studienplatz wusste, in die Listen eingetragen.
Derzeit bin ich auf der Suche nach einer WG, die mich nehmen möchte, allerdings habe ich unglaublich viel Angst davor, weil ich mich selbst immer so stark unter Druck setze, dass Telefonate und Wohnungsbesichtigungen nicht so laufen, wie ich das möchte.
Sprich: ich verstelle mich unbewusst, allerdings nicht so, dass ich natürlich wirken würde.
Das hat mir schon einige Gespräche versaut.

Momentan fühle ich mich einfach nur noch dreckig, weil ich nichts auf die Reihe bekomme und mittlerweile wieder kurz davor bin, das Studium zu schmeißen, weil ich durch die Fahrerei und die Frustration durch die Wohnungssuche einfach am Ende meiner Kräfte bin.
Ich bin mit meiner Suche komplett auf mich allein gestellt, da meine Eltern der Meinung sind, dass sie mir dabei nicht helfen können. Ich fühle mich komplett im Stich gelassen, da ich auch Angst davor habe, dass ich bei der Suche irgendetwas falsch machen könnte.
 
Gibt es nicht vielleicht die Möglichkeit für einen Monat oder so (bis du in Ruhe ne Wohnung gefunden hast) mit dem Auto zur Uni zu pendeln?

Sei doch nicht so streng zu dir selbst, nicht alles klappt immer auf Anhieb. OK ich gebe zu, diese Fahrerei ist echt total fürn A****. Aber wg. dem Stress solltest du nicht gleich wieder aufgeben. Im Grunde geht es ja "nur" darum eine Bleibe zu finden. Mal darüber nachgedacht selbst eine WG zu gründen? Leute die eine suchen gibt es ja anscheinend genug.

Kopf hoch.

LG, J.
 
hey, ich kann des sehr gut nachvollziehen, habe im meinem jungen leben bestimmt schon an die 50 wg-besichtigungen hinter mir.
leg diese besichtigungen nicht so auf die goldwaage! mach dir nichts draus, du kennst die leute sowieso nicht, wenn sie dich nicht haben möchten kann das total viele gründe haben, aber es liegt wahrscheinlich gar nicht an deinem charakter. man braucht manchmal eben sehr lange um eine geeignete WG zu finden.
Und man lernt die leute bei den besichtigungsterminen sowieso nicht richtig kennen, das ist bei allen nur Fassade.
ich weiß wie frustrierend die wohnungssuche sein kann aber nimm das nicht persönlich! die menschen entscheiden nach lust und laune, du darfst da nichts drauf geben!

klar ist das jetzt total anstrengend immer zu pendeln aber deswegen solltest du dein studium nicht an den nagel hängen. das wäre doch wirklich sehr schade.
ich habe jetzt auch 4 monate eine wohnung gesucht ich weiß wie hart das sein kann 😉
 
Hey Schallwelle,

ich drück dich erstmal.. Wohnungssuche ist immer frustrierend und nervenaufreibend, außer man hat Glück und es klappt alles auf Anhieb, was aber definitiv nicht die Regel ist.

Falls du das noch nicht gemacht hast, würde ich dir raten, bei allen möglichen WG-Seiten ein Gesuch reinzustellen. Ich hatte das mal ohne jegliche Erwartung oder Hoffnung gemacht, doch siehe da, dadurch habe ich überraschenderweise meine jetzige Wohnung bekommen.

Ansonsten gibts unter deinen Kommilitonen sicher auch noch Leute, denen es geht wie dir und die auch nach einer WG suchen. Vielleicht findest du ja zufällig jemanden, der dir sympathisch ist und mit dem du dich zusammenschließen kannst.

Ich wünsch dir viel Erfolg!
 
@Juka
Mit dem Auto zu fahren, hatte ich mir anfangs auch mal überlegt, aber dazu bräuchte ich erstmal ein eigenes Auto, was mich unterm Strich fast teurer kommen würde, als ein Zimmer. Und da ich im Ausland studiere, zieht sich das mit dem Bafögantrag auch unglaublich. Da fehlen mir momentan einfach die Mittel

Eine eigene WG zu gründen hatte ich mir auch schon überlegt, aber da ich nicht so das Organisationstalent bin, hab ich meine Bedenken, dass einigermaßen reibungslos klappen kann. Ist ja auch wieder mit Kosten verbunden, außer ich hab wirklich das Glück einen Vermieter zu finden, der eine Wohnung extra als WG vermieten mag.
 
Hast Du schon mal probiert, Dir abseits von Wohnheimen und WGs ein Zimmer zu suchen? Grad in Universitätsstätten stellen sich private Vermieter oft auf Studenten ein und vermieten Zimmer zu - meist - erträglichen Preisen. Ich hatte seinerzeit mal erwogen, in Konstanz zu studieren und hätte da bei einer alten Dame Logis beziehen können. Sie hatte ein großes Haus und vermietete die Zimmer ausschließlich an Studenten. Das hatte sich dann zwar zerschlagen, weil doch nen andren Studienplatz angenommen hatte, aber möglich wär es gewesen.

Solche Angebote stehen oft auch am Schwarzen Brett in der Uni. Bei "privat" einzuziehen kann weniger stressig sein als in einer WG - kommt natürlich auf die Vermieter an😉

Auf jeden Fall gebe ich meinen Vorpostern recht: Wohnungssuche ist nervenaufreibend. Das geht enorm vielen Leuten so - du musst dich also kein bisschen als Versager fühlen, weils noch nicht geklappt hat.
 
Hallo, das gleiche Problem hat wohl jeder Student, wenn er in eine Stadt kommt, in der er sich nicht auskennt und niemanden richtig kennt. Ich habe im ersten Jahr im Studentenwohnheim gewohnt. Jede Uni oder FH hat ein Studentenwerk und da gibt es meißt hilfreiche Tips und Infos wie man an ein Zimmer im Wohnheim bekommt oder Adressen für private Zimmer. Jedenfalls habe ich nach dem ersten Jahr meine eigene WG gegründet und war super glücklich damit, dass ich das Hütlein auf hatte, so konnte ich unliebsame Untermieter schnell wieder los werden und nette Leute finden. Wohnungen findest du bei Marklern in deiner Stadt oder bei Wohnungssuchmaschinen. Viel Erfolg!!!
 

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