M
muln
Gast
Hallo liebe Forenmitglieder.
Ich hoffe auf einen guten Rat und bedanke mich im Voraus.
Zunächst möchte ich aber meine Situation beschreiben, auch wenn diese etwas länger ist:
Ich bin 25 Jahre alt und studiere derzeit Angewandte Mathematik an einer FH. Vor fünf Jahren beendete ich meine Ausbildung (Fachangestellter für Bürokommuniktation), machte meinen Zivildienst und eierte dann umher. Eine Feststellung kam nie zustande, bis auf eine Ausnahme, wo ich aber für ein viertel Jahr nur ausgenutzt wurde und eine Woche vor dem Ende der Probezeit gekündigt wurde. Anschließend war ich wieder arbeitslos und entschied mich, mein Fachabi nachzuholen. Der Abschluss erfolgte im letzten Jahr. Und hier fing alles an.
Während dieser Zeit lernte ich meine damalige Freundin kennen, zog nach weniger als einem viertel Jahr aus meiner beschaulichen Wohnung aus, und mit ihr in die Großstadt. Es verlief alles ganz gut, nur stellte ich nach und nach fest, dass sie mir meinen Freundeskreis verwehrte. Sie wollte nichts mit ihnen zu tun haben. Ich war teilweise so blind und hab es ohne nachzudenken akzeptiert. Das haben auch meine Freunde gespürt. Der Kontakt brach langsam ab.
Sie drängte mich, aus "Kostengründen" mein Auto zu verkaufen. Das war bis dato noch der einzige Zufluchtspunkt. Wenn es mir schlecht ging, stieg ich in mein Auto und fuhr einfach. Damit konnte ich mich abreagieren, natürlich ohne den Straßenverkehr zu gefährden. Das fehlt mir heute immer noch so sehr.
Kurz vor dem Ende der Schule stand die Frage nach der "richtigen" Studienwahl. Ich entschied mich. Meine damalige Freundin hingegen wusste nicht so recht was sie machen sollte und nach einem Streit und ihr Fernbleiben für eine Woche kam sie mit der Idee, sie wolle einen Auslandsaufenthalt machen, work and travel. Zunächst wusste ich nicht damit umzugehen. Aber nach einigen Gespräche konnte sie mich überzeugen, auch von der Tatsache, dass während dieser Zeit (knappe 6 Monate) die Wohnung allein hätte. Natürlich konnte ich selbige nicht allein halten, ein Auszug kam auch nicht in Frage da sie ja zurück kommen wollte. So zog ein Student bei mir ein, der sein Praktikumssemster hier machte. Ich unterstützte meine Exfreundin in finanziellen Belangen und lieh ihr Geld und materielle Dinge damit sie diesen Auslandsaufenthalt machen konnte. Nach ca. einem Monat, das Studium hatte seit ca. 8 Wochen angefangen, bestätigte sich mein Verdacht: sie trennte sich von mir.
Weiterhin sagte sie gleich, dass sie nicht die gedachte Dauer dort bleiben will, sondern noch viel länger. Heute vor einer Woche erfuhr ich, dass sie seit anderthalb Monaten schwanger ist.
Anfänglich waren meine Leistungen und meine Aufmerksamkeit in der FH durchaus ok, aber ich merkte wie sich etwas veränderte. Nebenbei ging und gehe ich arbeiten, da ich ansonsten nicht die Miete zahlen könnte, was sich natürlich auch auf die freie Zeit zum lernen etc bemerkbar macht. Die Wohnung wurde gekündigt, mein Untermieter zog wie ich Ende März aus. Ich hatte die ganze Wohnung am Hals, musste renovieren, Geld ausgeben und viel Zeit investieren. Ich lehnte Hilfe ab, ich wollte nicht das meine Freunde dabei sind. Das Studium litt und leidet nach wie vor darunter. Ich schaffe den Stoff nicht mehr.
Kommilitionen sind sehr eigen, Einzelgänger bishin zu verrückten Partytypen die ständig in den Vorlesungen stören. Ein Mädel jedoch war ganz ok, ich kam mit ihr gut aus bis zu dem Tag, andem sie mir auf meine normale Frage "ob ich ihre Unterlagen aus der letzten Veranstaltung mal kurz haben könne" ein klares "Nein." gab. Seitdem hab ich keinen Kontakt mehr zu ihr, sprich, ich bin auch einer von diesen Einzelgänger, völlig im Gegenteil wie ich noch vor zwei Jahren war.
Ich suchte Rat bei meiner Mutter (die selber Schwierigkeiten in ihrer Beziehung und mit der Arbeit hat), bei meinen Großeltern, bei "noch"-Freunden. Die häufigste Antwort war "Zieh das einfach durch.". Meine Mutter ging sogar soweit, dass sie mir ins Gesicht sagte, dass sie nicht stolz auf mich sei und das ich (obwohl sie nur mich als Kind hat) ihr Sorgenkind bin. Alles andere als ermutigend.
Mein Vater lebt mit seiner neuen Frau weiter weg, bekommt davon nichts mit. Zweimal haben wir im Jahr 2009 telefoniert. Er war und ist gegen das Studium, ich solle doch endlich Geld verdienen.
Vor zwei Wochen konnte ich einfach nicht mehr. Die neue Wohnung fällt mir auf den Kopf. Ich hatte einen Termin bei einem Psychologen vom Studentenwerk, anschließend bei meinem sehr guten Hausarzt, die sich beide meine Probleme anhörten. Ich wurde krank geschrieben und verpasse nur noch mehr Stoff in der FH.
Ich denke ernsthaft über den Abbruch des Studiums nach. Nur weiß ich nicht was dann machen soll.
Etwas anderes studieren? Da hab ich Angst dass es genauso wird.
Eine neue Ausbildung? Mit 25 sicherlich nicht einfach und aus meiner Erfahrung heraus, hab ich auch hierbei Angst, die Ausbildung nur für den Zweck des Betriebes zu machen und danach nicht übernommen zu werden.
Arbeit suchen? Zahlreiche Bewerbung verliefen im Sande. Der erlernte Beruf scheint keinem zu gefallen. Daher hab ich auch hier Angst am Ende wieder von Staat abhängig zu sein.
Bei der Agentur für Arbeit wollte ich gern einen Termin zur Beratung erhalten, leider wird dies nichts vor dem 31.5., der Tag an dem die Bewerbungsfristen für Altabiturienten an FH's endet. Nun steh ich da, weiß nicht was ich machen soll. Mein Kopf ist leer, ich kann mich nicht motivieren zu lernen, aufzuräumen oder sonst irgendwas zu machen. Mir fehlt mein Leben von früher. Und mir fehlen meine Eltern.
Ich hoffe auf einen guten Rat und bedanke mich im Voraus.
Zunächst möchte ich aber meine Situation beschreiben, auch wenn diese etwas länger ist:
Ich bin 25 Jahre alt und studiere derzeit Angewandte Mathematik an einer FH. Vor fünf Jahren beendete ich meine Ausbildung (Fachangestellter für Bürokommuniktation), machte meinen Zivildienst und eierte dann umher. Eine Feststellung kam nie zustande, bis auf eine Ausnahme, wo ich aber für ein viertel Jahr nur ausgenutzt wurde und eine Woche vor dem Ende der Probezeit gekündigt wurde. Anschließend war ich wieder arbeitslos und entschied mich, mein Fachabi nachzuholen. Der Abschluss erfolgte im letzten Jahr. Und hier fing alles an.
Während dieser Zeit lernte ich meine damalige Freundin kennen, zog nach weniger als einem viertel Jahr aus meiner beschaulichen Wohnung aus, und mit ihr in die Großstadt. Es verlief alles ganz gut, nur stellte ich nach und nach fest, dass sie mir meinen Freundeskreis verwehrte. Sie wollte nichts mit ihnen zu tun haben. Ich war teilweise so blind und hab es ohne nachzudenken akzeptiert. Das haben auch meine Freunde gespürt. Der Kontakt brach langsam ab.
Sie drängte mich, aus "Kostengründen" mein Auto zu verkaufen. Das war bis dato noch der einzige Zufluchtspunkt. Wenn es mir schlecht ging, stieg ich in mein Auto und fuhr einfach. Damit konnte ich mich abreagieren, natürlich ohne den Straßenverkehr zu gefährden. Das fehlt mir heute immer noch so sehr.
Kurz vor dem Ende der Schule stand die Frage nach der "richtigen" Studienwahl. Ich entschied mich. Meine damalige Freundin hingegen wusste nicht so recht was sie machen sollte und nach einem Streit und ihr Fernbleiben für eine Woche kam sie mit der Idee, sie wolle einen Auslandsaufenthalt machen, work and travel. Zunächst wusste ich nicht damit umzugehen. Aber nach einigen Gespräche konnte sie mich überzeugen, auch von der Tatsache, dass während dieser Zeit (knappe 6 Monate) die Wohnung allein hätte. Natürlich konnte ich selbige nicht allein halten, ein Auszug kam auch nicht in Frage da sie ja zurück kommen wollte. So zog ein Student bei mir ein, der sein Praktikumssemster hier machte. Ich unterstützte meine Exfreundin in finanziellen Belangen und lieh ihr Geld und materielle Dinge damit sie diesen Auslandsaufenthalt machen konnte. Nach ca. einem Monat, das Studium hatte seit ca. 8 Wochen angefangen, bestätigte sich mein Verdacht: sie trennte sich von mir.
Weiterhin sagte sie gleich, dass sie nicht die gedachte Dauer dort bleiben will, sondern noch viel länger. Heute vor einer Woche erfuhr ich, dass sie seit anderthalb Monaten schwanger ist.
Anfänglich waren meine Leistungen und meine Aufmerksamkeit in der FH durchaus ok, aber ich merkte wie sich etwas veränderte. Nebenbei ging und gehe ich arbeiten, da ich ansonsten nicht die Miete zahlen könnte, was sich natürlich auch auf die freie Zeit zum lernen etc bemerkbar macht. Die Wohnung wurde gekündigt, mein Untermieter zog wie ich Ende März aus. Ich hatte die ganze Wohnung am Hals, musste renovieren, Geld ausgeben und viel Zeit investieren. Ich lehnte Hilfe ab, ich wollte nicht das meine Freunde dabei sind. Das Studium litt und leidet nach wie vor darunter. Ich schaffe den Stoff nicht mehr.
Kommilitionen sind sehr eigen, Einzelgänger bishin zu verrückten Partytypen die ständig in den Vorlesungen stören. Ein Mädel jedoch war ganz ok, ich kam mit ihr gut aus bis zu dem Tag, andem sie mir auf meine normale Frage "ob ich ihre Unterlagen aus der letzten Veranstaltung mal kurz haben könne" ein klares "Nein." gab. Seitdem hab ich keinen Kontakt mehr zu ihr, sprich, ich bin auch einer von diesen Einzelgänger, völlig im Gegenteil wie ich noch vor zwei Jahren war.
Ich suchte Rat bei meiner Mutter (die selber Schwierigkeiten in ihrer Beziehung und mit der Arbeit hat), bei meinen Großeltern, bei "noch"-Freunden. Die häufigste Antwort war "Zieh das einfach durch.". Meine Mutter ging sogar soweit, dass sie mir ins Gesicht sagte, dass sie nicht stolz auf mich sei und das ich (obwohl sie nur mich als Kind hat) ihr Sorgenkind bin. Alles andere als ermutigend.
Mein Vater lebt mit seiner neuen Frau weiter weg, bekommt davon nichts mit. Zweimal haben wir im Jahr 2009 telefoniert. Er war und ist gegen das Studium, ich solle doch endlich Geld verdienen.
Vor zwei Wochen konnte ich einfach nicht mehr. Die neue Wohnung fällt mir auf den Kopf. Ich hatte einen Termin bei einem Psychologen vom Studentenwerk, anschließend bei meinem sehr guten Hausarzt, die sich beide meine Probleme anhörten. Ich wurde krank geschrieben und verpasse nur noch mehr Stoff in der FH.
Ich denke ernsthaft über den Abbruch des Studiums nach. Nur weiß ich nicht was dann machen soll.
Etwas anderes studieren? Da hab ich Angst dass es genauso wird.
Eine neue Ausbildung? Mit 25 sicherlich nicht einfach und aus meiner Erfahrung heraus, hab ich auch hierbei Angst, die Ausbildung nur für den Zweck des Betriebes zu machen und danach nicht übernommen zu werden.
Arbeit suchen? Zahlreiche Bewerbung verliefen im Sande. Der erlernte Beruf scheint keinem zu gefallen. Daher hab ich auch hier Angst am Ende wieder von Staat abhängig zu sein.
Bei der Agentur für Arbeit wollte ich gern einen Termin zur Beratung erhalten, leider wird dies nichts vor dem 31.5., der Tag an dem die Bewerbungsfristen für Altabiturienten an FH's endet. Nun steh ich da, weiß nicht was ich machen soll. Mein Kopf ist leer, ich kann mich nicht motivieren zu lernen, aufzuräumen oder sonst irgendwas zu machen. Mir fehlt mein Leben von früher. Und mir fehlen meine Eltern.