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Studium Problem

G

Gast

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Hallo,
hab hier schon mal reingeschrieben, weil ich darüber nachgedacht habe mein Studium abzubrechen für eine Ausbildung (http://www.hilferuf.de/forum/studium/81059-studium-abbrechen.html)
Jetzt ist es so dass ich doch keinen Ausbildungsplatz mehr für 2009 bekommen habe. Ich müsste jetzt noch 3 Semester studieren, dann wäre ich fertig und 25 Jahre alt.
Das Problem ist, dass ich nicht weiß, ob ich mir vorstellen kann in dem Beruf (Logopäde) später einmal zu arbeiten. Das letzte Praktikum (hatten ein Praxissemester) war sehr anstrengend und mir ging es währendessen auch gesundheitlich nicht so gut.
Jetzt ist es so, dass ich zur Beratung doch noch mal beim Arbeitsamt war (die Dame dort war auch sehr nett und hat sich viel Mühe gegeben, was man ja oft doch nicht hat beim Arbeitsamt ;-)) und man mir da empfohlen hat, weiterzustudieren mich aber gleichzeitig für 2010 zu bewerben. Ich sollte noch ein weiteres Praktikum (das nächste Semester ist Praxissemester) im Studium ausprobieren bzw. evt. auch noch das danach folgende Semester weiterstudieren und mich dann, auch je nach Bewerbungszusagen, entscheiden, was ich will.

Jetzt ist es so, dass ich den Vorschlag zwar gar nicht so schlecht finde, ich es aber auch blöd finden würde ein Jahr oder ein halbes Jahr vor Abbruch des Studiums aufzuhören und etwas Neues anzufangen.

Ich hab jetzt folgende Alternativen

a) doch zu Ende studieren und danach noch etwas anderes machen.
Vorteil: schonmal was in der Hand
Nachteil: wenn ich etwas Neues machen möchte bin ich 25/26 Jahre alt und weiß nicht ob ich noch Chancen für eine Ausbildung habe, ich weiß nicht ob mir der Berufsabschluss als Logopäde überhaupt etwas nützen würde wenn ich nicht in dem Beruf arbeiten möchte

b) weiterstudieren und mich gleichzeitig zu bewerben
Vorteil: falls mir das folgende Praktikum gar nicht zusagt, habe ich für das Jahr danach Alternativen; außerdem könnte ich ein weiteres Praktikum im Bereich Logopädie ausprobieren (vll ist es dieses Mal ja besser als da letzte?) und ich könnte auch immer noch Bewerbungen zurückziehen oder zusagen

Nachteil: eventuell würde ich das Studium dann ein Jahr bis ein halbes Jahr vor Ende schmeißen und ich müsste natürlich auch Studiengebühren weiterzahlen (das wären 400 Euro für das Jahr)

b)erstmal stoppen, Praktika machen und mich dann entscheiden, was ich machen möchte - Studium oder eine neue Ausbildung. Dann würde ich mich natürlich auch schonmal für 2010 bewerben müssen


Nachteil: weiß teilweise nicht wie ich die Praktika organisieren soll und ob ich dann Praktika bekommen würde. Es wäre, denke ich, auch schwierig noch mal ein logopädisches Praktikum dranzuhängen (weil wer nimmt mich dann schon, wenn ich sage ich hab das Studium gerade unterbrochen), obwohl ich nicht unbedingt noch mal ein logopädisches Praktikum machen muss, aber es wäre vll sinnvoll, da der misserfolg im letzten Praktikum auch mit der Praktikumsstelle zu tun haben könnte.

Vorteil: mir würde es nicht so schlimm vorkommen, dann evt. das Studium doch abzubrechen, weil ich dann 3 Semester vor Schluss abbrechen würde und erstmal auch keine Studiengebühren mehr umsonst zahlen müsste.

So das wars erstmal. Tut mir leid dass der Text so lang geworden ist, aber ist alles sehr kompliziert, Und ich bin mittlerweile so verwirrt, dass ich gar nicht mehr weiß, was ich machen soll. Was würdert ihr denn vielleicht in meiner Situation machen. Letzendlich muss ich zwar entscheiden, aber ich würde mal gerne Meinungen dazu hören.

Ach ja, dann hab ich noch das Problem, dass ich zwar Alternativen zum Studium im Kopf habe, aber mir hier auch nicht sicher bin, ob es echt etwas für mich ist.

Wäre sehr dankbar ein paar Meinungen zu hören 🙂
 
Sicherlich kannst nur du wissen, was das richtige für dich ist!
wenn du noch drei semester studieren musst und eh erst frühstens in einem jahr einen ausbildungsplatz kriegen würdest, dann würde ich dir reaten das jetzt aufjedenfall durchzuziehen! denn es fehlt dir ja sonst nur noch ien halbjes jahr. das wäre doch echt ärgerlich?
kann verstehen, dass es für dich bestimmt nicht leicht ist, das durchzuhiehen, ich an deiner stelle würde es aber echt machen, denn dann hast du schon was in der hand. und wer weiß, wie du in einem jahr darüber denkst, du wirst dir ja auch was dabei gedacht haben, als du das studium begonnen hast.
bitte schmeiß das jetzt nicht weg und zieh es durch, egal wie hart es ist!
danach kannst du ja sowieso noch was anderes machen. und b du jetzt mit 25, 26 oder 27 noch eine neue ausbildung anfängst, spielt doch dann auch keiner rolle mehr, oder?
naja es ist nur meine einstellung und mein rat. du selbst musst wissen, was für dich das beste ist!
liebe grüße und viel kraft!
endless
 
Hi du,

machst du logopädie in Deutschland? Meines Wissens gibt es diese Ausbildung in deutschland nur an Berufsfachschulen (fast nur) 3 jährig oder machst du es als Studium (4 jährig).

Ich habe selbst vor drei Jahren die Ausbildung zur Logopädin begonnen. Anfangs hat es mir überhaupt nicht zugesagt, bzw. ich hatte total Angst, dass ich zu doof und zu sehr soziallegastenisch bin, um das zu können.
Mich würde interesseren, da ich ja nun im selben Job bin (bin in sechs wochen fertig), was dir so schwer fällt, bzw. was dir am Beruf nicht passt? (Mir macht es mittlerweile total Spaß, auch wenn ich immer noch manchmal total schiss hab zu versagen)
Bei uns lief die Ausbildung etw. anders, klar wir hatten auch externe Praktika aber die meisten THerapien, also Praxisstunden liefen bei uns in der internen Praxis also in der Schule unter Supervision der Lehrkräfte.
Was ist denn konkret das Problem mit dem Job, was gefällt dir nicht, macht dir etw. angst? Was ist in der Ausbildung schief gelaufen?
Klar es ist ein sehr anspruchsvoller Beruf und ich muss auch sagen, grad während der Prüfungszeit jetzt, wusste ich teils nicht mehr wo der Kopf steht.
Bedenke, du bist schon ca. 26... jetzt 1,5 Jahre vor Schluss hinzuschmeißen und nochmal was neues anzufangen... ich weiß nicht.. ich würde es auf jeden FAll durchziehen.
Du musst als Logopäde auch nicht zwangsläufig therapeutisch tätig sein, du kannst z.B.
dich beim dbl VErband für Logopädie anstellen lassen... würd mich da mal erkundigen.
Du kannst in ein Beratungszentrum gehen und eine beratende Tätigkeit aufnehmen.
Wenn du das Logo-Studium hast und nicht die Berufsfachschule, hast du auch mehr chancen im Bereich Lehre, Wissenschaft und Forschung unterzukommen.
Manche Gemeinden stellen auch Logopäden als Sprachheilbeauftragte ein. Die Möglichkeiten sind doch so vielfältig in dem Beruf, es muss nicht immer die klassische Praxis oder die Klinik sein.
Was ist es konkret, das dir an dem Beruf zu schaffen macht? Diese Frage finde ich ganz wichtig, darüber hast du ja wenig erzählt. Bevor du abbrichst, falls du abbrichst, sollte dir erstmal super gut klar sein, WARUm du abbrichst. Ich selbst hab auch mehrere Abbruche im Lebenslauf, sehr gut macht sich das nicht... .

Unsere Lelos schimpfen immer über die Ausbildungsstätten, die ihre Praktikas nur extern haben und keinen Patienten in der Schule zu Gesicht bekommen. Ich muss ihnen da recht geben, hast du eine blöde Praktikumsstelle, naja....
In der Schule hast du immer mehrere LElos, die dich begleiten und du wirst auch viel engmaschiger und persönlicher betreut, als es in externen Praktika je möglich ist.
Bei uns wird jede in der Schule durchgeführte Therapie genau nachgesprochen, wir werden angeleitet, unser THerapeutenverhalten, unsere Methodik wird besprochen.
Es haben auch schon einige zu unserer SChule gewechselt, die von einer anderer kamen, in der die Praktika nur extern waren. Sind bei euch denn keinerlei Therapien iin eurer Lehranstalt?

Würde mich freuen, wenn du dich nochmal melden würdest

Gruß

Feli
 
Also erstmal danke für die Antworten!

@ Polux

Ja es kann schon sein, dass ich Probleme damit habe, (schwierige) Entscheidungen zu treffen, weiß ich leider auch von mir selbst, dass es so ist L. Und im Moment ist es so, dass ich mich halt nicht entscheiden kann, aber nicht weil ich nicht die Verantwortung für meine Entscheidungen übernehmen kann und dafür einen Sündenbock suche falls es schief läuft, sondern einfach weil ich Angst habe mich für das Falsche zu entscheiden und nachher aus dieser falschen Entscheidung nicht mehr herauszukommen bzw. in der Klemme zu sitzen und keine Alternative zu haben.
Wollte eigentlich auch mehr mal Meinungen von anderen zu meinem Problem hören.

Und ich hab schon irgendwie ein Problem auch mit dem Studium, weil wenn nicht irgendetwas auch schief laufen würde, würde ich ja auch nicht dran zweifeln abzubrechen. Wenn es irgendwie ginge würde ich mich wohl auch schnell entscheiden dazu, die 3 Semester noch weiterzumachen, auch wenn es nicht mein Traumjob wäre, aber ich im letzten Praktikum ging es mir halt nicht gut und ich habe Angst dass es dieses Praktikum genauso ist (wobei das nicht sein muss, weil es könnte ja auch an der Praktikumsstellen gelegen haben). Und dann wäre es vielleicht echt blöd weiterzumachen.

@ Felicitas

Mache Logopädie in Holland, und zwar ein vierjähriges Studium. Das was du mit der Ausbildung im Gegensatz zum Studium erzählt hast ist wirklich wahr und ich denke dass hierdurch zu einem Teil auch die Probleme, die ich habe, mit verursacht werden.
Es ist nämlich so, dass ich in meinem Studium ich nur die graue Theorie lerne und keine Praxiserfahrungen sammeln kann (wir haben keine Möglichkeit während des „reinen Studiums“ Patienten zu behandeln). Und theoretisch lernen wir leider auch nicht so viel: Das Studium besteht zum größten Teil aus der Arbeit an Fallbeispielen (meistens in Gruppenarbeit) und dafür müssen wir uns die Theorie selbst erarbeiten.

Was konkret das Problem an dem Job als Logopädin und dem Studium ist:


Zum einen bin ich doch etwas ruhiger von Person und bin leider auch oft unsicher in meinem Handeln, auch in Bezug auf Kontakt mit Menschen. Im letzten Praktikum habe ich mich z.B. während der Therapien auch größtenteils sehr unsicher gefühlt, wusste nicht, ob ich alles richtig mache, mich richtig verhalte dem Patienten über und so weiter.
Zum anderen hat mich der andauernde Kontakt mit Menschen, also dauernd den Entertainer spielen, motivieren etc. oft auch ausgelaugt, einfach weil ich eigentlich etwas ruhiger bin.
Es gab zwar auch Therapien, die mir auch Spaß gemacht haben, aber leider hat der größte Teil des Praktikums mir keinen Spaß gemacht.
Hier kam auch hinzu, dass ich mich durch die Praktikumsstelle nicht so gut begleitet gefühlt hab. Die waren zwar alle sehr nett, aber oft musste ich auch Therapien selbstständig durchführen ohne dass mir jemand Feedback gegeben hat, oder es war einfach keine Zeit da um mal in Ruhe über Fragen, Therapien etc. zu sprechen da. Auch hatte ich das Gefühl die Chefin hat total auf mich herabgeschaut: Die war oft ein bisschen unfreundlich und gestresst meinte nur immer, die Studenten aus Holland lernen zu wenig Theorie und können praktisch auch nicht viel…wobei sie dann bei mir auch meinte ich würde Fortschritte machen.
Und ich hab mich auch nicht so gut im Team integriert gefühlt.
Das andere Problem ist, denke ich, dass ich durch das Studium leider nur wenig Fachwissen mitbekommen habe. Es ist wirklich so wie du es beschrieben hast, bzw. die LElos es bei euch tun, man kann echt über Ausbildungsstätten schimpfen, die nur externe Praktikas haben. Leider ist mir diese Erkenntnis zu spät gekommen.
So war ich im Praktikum einfach nur total überfordert, da ich das Gefühl habe das mir zum einen theoretisches Wissen fehlt und zum anderen praktisches Wissen. Ich konnte auch nicht viel davon aufarbeiten, weil wenn man dann von halb sechs morgens bis abends um sechs/sieben Uhr unterwegs ist und dann noch lernen muss, dann geht das wirklich kaum, wenn man zwischendurch auch noch essen und schlafen muss. Auch bin ich jemand der sich das Wissen nicht irgendwie nur aus Büchern holen kann, ich brauch jemand der mir das erklärt (also entweder Unterricht dazu oder praktische Anleitung).

Ich hab das Gefühl, dass ich im Praktikum zwar einiges bezüglich Praxis und Theorie gelernt habe, aber dass das immer noch so viel ist, was ich praktisch so wie theoretisch lernen muss. Und ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie ich den Lernstoff noch bewältigen soll, so dass ich am Ende des Studium in der Lage bin, den Job als Logopädin gut zu machen und gesundheitlich auch in Ordnung zu sein.

Alles in allem habe ich mich während des letzten Praktikum auch total schlecht gefühlt, hatte Schlafprobleme und war depressiv und so weiter…das war dann der eigentliche Ausschlag um über einen Abbruch nachzudenken, wobei ich auch schon vorher Zweifel hatte, weil mir Simulationen von Therapien auch total schwer fielen.

Deshalb fällt mir das mit dem Durchziehen vom Studium auch so schwer…ich hab total Angst, dass das nächste Praktikum genauso schlecht sein wird und ich dann gezwungen bin echt noch ein Jahr weiter zu studieren, und wenn ich dann nix Neues finde an Ausbildung, die ich machen kann, verdammt bin, den Beruf auszuüben.
Hab aber auf der anderen Seite auch Hoffnung der Beruf könnte doch etwas sein, denn irgendwie mag ich Kinder doch schon und könnte mir vorstellen, (wenn sich diese Probleme mal lösen) dass es vielleicht doch Spaß machen könnte.

Bin jetzt echt am überlegen, ob ich noch ein Praxissemsester mitmache und mich parallel bewerbe…falls das Praktikum dann genauso wird, wie das letzte Praktikum, dann hätte ich für 2010 zumindest ein Alternative. Und na ja, das mit dem Abbrechen wäre jetzt vom Alter vll doch nicht so ein Problem, also ich bin jetzt 23 und nicht 26 Jahre alt (wäre aber 25/26 Jahre alt wenn ich das Studium durchziehen würde und danach etwas anderes machen würde)

Was waren denn deine Probleme, weshalb du überlegt hast abzubrechen wenn ich fragen darf? Und weit wann macht dir die Ausbildung, der Job wieder Spaß? Was hast du denn vorher gemacht?
 
Hi du,

in Deutschland kann man auch Logopäde werden mit Realschulabschluss. Ich hatte jedoch das Gymi angefangen, in der 11. abgebrochen, dann eine Lehre angefangen, abgebrochen... . Naja ich musste mich immer wieder erklären (Vorstellungsgespräche) , warum ich das gemacht habe, deswegen spar ich mir das mal an dieser STelle. Nach dem 2. Abbruch hab ich auch erstmal über ein halbes Jahr lang gar nix gemacht.

Ich hatte ähnliche Probleme wie du. Bin sehr schüchtern teilw., weiß nicht, wie ich auf Leute zugehen soll, ohne künstlich zu wirken und hatte totale Panik alles falsch zu machen und total schrecklich zu sein und dass die Patienten mich nicht mögen.
Da wir ja Therapien (3-5 Stück die Woche) in der Schule durchführen, gucken bei uns die Schüler und Lehrer zu und geben uns anschließend Feedback. Ich konnte vor den Therapien immer nicht schlafen, war total aufgeregt, hatte total Angst und habs dann auch prompt vergeigt und ein ganz schreckliches Feedback von den Schülern bekommen. Ich hab immer gedacht, oh gott ich kann das nicht, aber ich muss das durchziehen, da der "Spaß" monatlich 535 Euro kostet und ich schon eine 2 jährige Lücke im Lebenslauf habe... .
Irgendwann hatte ich halt eine Supervisorin mit der ich super klar gekommen bin und der Patient kam auch relativ spät nachmittags, da hatten die anderen keine Lust mehr zuzuschauen (Schüler). Bei uns ist das so, dass man halt eine gewisse Anzahl an Hospis brauch, aber die sich selber aussuchen und einteilen kann. Und von da an ging es auch dann super. Von jeder Therapie wurde ich besser und desto besser ich wurde, desto merh Spaß hat es mir gemacht. Besonders mit einer Lehrerin im dritten Jahr, ging es dann ganz toll, das hat mich echt aufgebaut und ich merk auch, dass ich mich total verändert habe und mich nur noch freue endlich mit dem Job anfangen zu können.

Also ich find das echt nicht gut, die praktische Ausbildung nur außerhalb zu machen. Du hast nicht die Anleitung und nicht das Feedback wie du es in einer Berufsfachschule hast, die interne Ausbildung anbietet.
Auch haben wir sehr viele pädagogische, psychologische, soziale usw. Fächer, wo wir echt noch viel lernen können an Methodik und Umgang mit Menschen. Auch nicht Logo relevante Praktikas in Kigas und Altenheimen um mit Leuten überhaupt in Kontakt zu kommen.

Wir haben auch ein paar Stille Schüler, die total schüchtern sind, ihre sache aber super machen.

Ich würde es mir noch einmal reichlich überlegen. ich will dir den job echt nicht schön reden, es gibt echt leute, für die ist das einfach nichts.
Viele Anleiter in den externen Praxen schauen auch auf schüler herab, weil die vergessen haben, dass sie selber mal schüler waren.

Wenn du wirklich aufhören möchtest, gebe ich dir den Tip, dass du versuchst möglichst nahtlos in etw. anderes überzugehen, also ohne Arbeitslosigkeit dazwischen und das du dir gute Gründe zurechtlegst, warum du es abbrichst, denn ich bin mir sicher, dass du das gefragt wirst.
Meine Abbrüche sind über 4 Jahre her und ich wurde bei Bewerbungen auczh nach vier Jahren, wo ich doch mit Logo schon fast fertig bin und mich für feste Stellen beworben habe immer noch nach dem Gymi und Lehrstellenabbruch gefragt. Also sich da wirklich gute und gründliche Gedanken machen!

Viele Schulen sind nicht ideal, auch in Deutschland nicht. Jede Logoschule hat ihre Probleme. Bei uns ist es z.B. total chaotisch, da fallen total viele Theoriestunden aus oder die Unterrichtszeiten sind total idiotisch organisisert. An anderen Schulen sind praktika extern an machen schulen die an Unis angebunden sind werden die SChüler in die Vorlesungen der Studenten reingesetzt und verstehen davon nix... Es gibt also überall Probleme und die ideale Logoausbildung, die gibt es nicht, da der Lehrplan gesetzlich nur sehr grob geregelt ist und die Umsetzung von allen SChulen intern geregelt wird.

Die größten Probs hatte ich mit den Kindern, mit den Erwachsenen ging es wunderbar, auf einmal dann auch mit den Kindern.

Es ist auch was anderes, wenn du mal Therapieren darfst, wenn keiner zuschaut, das find ich im Vergleich auch total angenehm, wenn nur der Patient und du im Raum seid. Das ist kein Vergleich, die Atmosphäre ist einfach entspannter und auch natürlicher.

Wie du dich schließlich entscheidest liegt bei dir, wie gesagt, würde ich auf jeden Fall schauen, dass du, wenn du aufhörst, nahtlos in etw. anderes übergehst und das dann aber auch durchziehst. Wenn du noch fragen hast, kannst du mir auch gerne per pn schreiben.

Bezüglich des "Entertainers" wie du es schreibst, würde ich, falls du in dem Job bleibst, versuchen eine andere Einstellung zu bekommen. Klar, du bist der Therapeut, aber der Patient, der will was von dir und muss auch was dafür tun. Du bist nicht der alleinunterhalter sondern eine Therapie besteht aus Gegenseitigkeit und sollte ein Anstoß zur Hilfe zur Selbsthilfe sein und nicht, der Patient kommt und Therapeut soll's richten. Du bist nicht der Entertainer, sondern derjenige kommt mit einem Problem, an dem gearbeitet werden soll, gemeinsam.
LG

Feli
 
Hey,


genauso wie du es beschreibst ist es bei mir auch. Bin halt auch schüchtern und weiß manchmal nicht wie ich auf Leute zugehen soll und konnte während meines Praktikums auch immer schlecht schlafen, einfach vor Aufregung vor den Therapien.Der Schlaf hat mir dann leider auch noch die letzte Kraft geraubt, so dass dann auch oft alles schief ging.


Ich hab eher Probleme mit Erwachsenen, mit Kindern komm ich rein kontaktmäßig gut klar, obwohl ich alles manchmal auch vom pädagogischen schwierig finde und nicht weiß wie ich reagieren soll. Ein großes Problem ist auch, dass mir Ideen für die Therapien fehlen oder ich einfach nicht weiß wie ich in der Behandlung vorgehen soll. Das liegt halt wahrscheinlich dann echt auch am Studium, weil wir dort so wenig vermittelt bekommen.
Ein weiteres Problem hab ich dann auch mit schwierigen Patienten, also z.B. Patienten mit Behinderungen, da würde ich mich aus Angst was falsch zu machen gar nicht rantrauen und wüsste auch gar nicht was ich da machen müsste.
Leider bekommen wir in unserer Ausbildung dann nicht so gute Begleitung, deshalb hab ich ein bisschen Angst, dass es bei mir gar nicht mehr besser wird mit dem Studium.

Welche Tätigkeiten hätte man denn wenn man beim dbl arbeiten würde? Hab schon auf der Homepage geguckt aber nix darüber gefunden.
Hast du dich damals mit deinen Problemen eigentlich deinen Lehrern auch anvertraut? Das habe ich nämlich bisher nicht gemacht.

Ja bin jetzt immer noch am überlegen, was ich machen soll. Ist halt echt schwierig, vor allen Dingen weil ich auch nicht weiß wie das nächste Praktikum werden wird, und wenn ich mich jetzt entschließe das durchzuziehen, muss ich auch durchs Praktikum durch, selbst wenn es total schlimm wird. Und ich wüsste dann natürlich auch nicht ob ich nach dem Studium noch etwas Neues finde, vielleicht bin ich dann auch überqualifiziert mit abgeschlossenem Studium.

Die Dame von der Agentur für Arbeit hat mir ja geraten mich parallel zu bewerben und gleichzeitig das Praktikum weiterzumachen. Aber eigentlich müsste ich ja sowieso ein Jahr bis zum Ausbildungsbeginn warten und wenn ich dann weiterstudieren würde in der Zeit, also dem einen Jahr, dann hätte ich ja auch innerhalb von einem halben Jahr den Abschluss und könnte mich dann noch bewerben.
Ach muss mir das noch mal durch den Kopf gehen lassen.

Danke auf jeden Fall für dein Interesse und deine Hilfe 🙂
 
Hallo Soleil,
Ich hab eher Probleme mit Erwachsenen, mit Kindern komm ich rein kontaktmäßig gut klar, obwohl ich alles manchmal auch vom pädagogischen schwierig finde und nicht weiß wie ich reagieren soll. Ein großes Problem ist auch, dass mir Ideen für die Therapien fehlen oder ich einfach nicht weiß wie ich in der Behandlung vorgehen soll. Das liegt halt wahrscheinlich dann echt auch am Studium, weil wir dort so wenig vermittelt bekommen.

Hierzu würde ich dir vorschlagen, mal ein Praktikum in einem Kiga zu machen, um einfach mal Kontakt mit Kindern außerhalb des therapeutischen Rahmens zu bekommen. Auch gibt es viele Bücher mit Spielideen für diverse Störungsbilder.

Logo ist sehr vielfältig, d.h. du kannst dich durchaus spezialisieren. Keiner verlangt von dir, dass du behinderte Menschen therapieren MUSST, wenn du es dir nicht zutraust.

Beim dbl könntest du Verbandsarbeit und Öffentlichkeitsarbeit etc machen. Manche "Spieleentwickler im Bereich Logo" stellen auch Logos ein - hab ich zumindest mal gehört.


Hast du dich damals mit deinen Problemen eigentlich deinen Lehrern auch anvertraut? Das habe ich nämlich bisher nicht gemacht.
Mit den Lehrern bin ich selbst anfangs nicht gut klargekommen, hatte zudem auch noch viele private Probleme, von denen ich fand, dass sie die Lehrer einfach nix angehen.
Mein Glück war, ich hab mich selbst logopädisch behandeln lassen und mit dieser Logo bin ich dann super klargekommen. Mit ihr konnte ich über meine Probleme reden, durfte bei ihr dann auch unter Supervision mal therapieren.
Es wäre natürlich für dich auch noch eine Option mit einem Lehrlogo zu reden oder mit einer Anleiterin in der Praxis.
Ich bin mit meinen Anleitern in den externen Praktika immer super ausgekommen.

Mach dir nicht zu viel Horros vor dem Praktikum. Selbsterfüllende Prophezeiung usw... .
Versuch irgendwie entspannt und kraftvoll in die Sache zu gehen und nicht solche Angst davor zu haben... . Ich hab leider gerade keinen Tip an der Hand, wie du das anstellen kannst.
Viellt. Kommst du gut in Kontakt mit den Leuten da und findest jemanden zum reden?
Ich hab auch schon einige Logos kennen gelernt, die auch wahnsinnige Probs in der Ausbildung hatten.

Wie auch immer du dich entscheidest, geh deinen Weg, wie du ihn für richtig hälst.

Viel Glück hierbei wünscht dir

Feli
 

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