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Studium Politikwissenschaften, BWL und Deutsch-Lehramt

john29

Mitglied
Hallo,

ich habe jetzt mit ende 20 angefangen BWL zu studieren und bin auch noch eingeschrieben für Politikwissenschaften.
Für BWL habe ich mich entschieden, weil man mit BWL viel machen kann, mathe ist aber nicht so meines.
Bin am überlegen zu wechseln, für Politik wäre das auch nicht schwierig, eingeschrieben bin ich ja nur für Lehramt schon, müsste ein Aufnahmeverfahren teilnehmen, bei dem man nicht durchfallen kann.(Österreich)
Die Bezahlung als Lehrer ist nicht schlecht und man hat fast eine Job Garantie, weil es einfach einen Mangel gibt, man könnte auch als Sozialarbeiter arbeiten, auch in Privaten Sprachschulen.

Hat jemand Erfahrung mit Politik, scheint wohl ein sehr brotloses Studium zu sein, aber sehr interessant, auf einer Behörde zu arbeiten bin ich jetzt auch nicht so scharf.

Im Moment konzentriere ich mich nur auf BWL, damit kann ja sehr viel machen, ich weiß nicht ob mir das so liegt. Sollte ich mit dem Bachl. nichts finden, könnte ich Wirtschaftspädagogik studieren, dann ist man auch wieder Lehrer.
Lehrer ist halt sicher während Studium ist auch kein Problem in einer Sprachschule Teilzeit zu arbeiten.

Nur BWL ist wirklich sehr trocken. Meine Interessen sind eher im Geisteswissenschaftlichen Bereich.
Hat jemand Tipps für mich oder Erfahrung mit BWL und Politikwissenschaften?

Mfg
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Politikwissenschaft ist keine Geistes- sondern eine Sozialwissenschaft. Im Unterschied zu geisteswissenschaftlichen Fächer wie z.B. der Philosophie arbeitet die moderne Politikwissenschaft stark empirisch (was den Besuch einer bis mehrerer Statistikvorlesungen im Studium miteinschließt). Wenn Mathe also gar nicht geht, ist das Studium der Politikwissenschaft nicht zu empfehlen.

Die Berufschancen von Absolventen der Politikwissenschaft sind tendenziell eher durchwachsen. Der Grund dafür ist, dass Politikwissenschaftler keinen Beruf im herkömmlichen Sinne darstellt und daher nur für eine wie auch immer geartete "Gelehrtentätigkeit" qualifiziert. Du findest dich also zusammen mit Soziologen, Verwaltungswissenschaftlern etc. in einem eher diffusen Arbeitsfeld wieder. Arbeitslos werden muss dennoch niemand. Von meinen damaligen Studienkollegen haben fast alle einen akzeptablen Job erhalten, auch wenn gesagt werden muss, dass der Einstieg ins Berufsleben oft mühselig ist.

Die in der Praxis häufigsten Tätigkeitsfelder für Politikwissenschaftler sind Beratungsagenturen, Meinungsforschung, Journalismus, Mitarbeit bei Abgeordneten...
Zumindest in DE arbeiten Politologen aufgrund des faktischen Juristenmonopols nur selten in Verwaltungen.

Insgesamt kann man sagen, dass dein beruflicher Erfolg in der Politikwissenschaft, genau so wie in allen anderen Fächern auch, abhängig ist von deinen Noten, der Anzahl relevanter Praktika und geknüpfter Kontakte.

Einen guten Kompromiss könnte ein Lehramtsstudium mit den Fach Politikwissenschaft bilden. Allerdings ist auch hier zu sagen, dass PolWi nicht zu den gesuchtesten Lehramtskombinationen gehört. Hast du aber gute Noten, dann wird dir auch ein Einstieg gelingen...
 
Es ist mir schon klar, was Powi keine Geisteswissenschaft ist, ein interessantes und leichtes Studium, was man halt damit macht, ist mir nicht klar, so wie du schreibst, hast du eine Sozialwissenschaft studiert, was machst du damit, oder deine Kollegen? Also wenn ich 20. Jahre alt wäre, würde ich wahrscheinlich Psychologie oder Powi nehmen, aus interess und mit 23. vielleicht drauf kommen, dass man mit Powi nichts machen kann, oder kann was damit machen?

Der Masterstudiengang für Powi ist ziemlich leer, dass sollte einen zum Nachdenken anregen.
Ein sem. habe ich Powi studiert, Prüfungsaltfragen lernen zu Prüfung gehen und das wars.

Powi sehen bei und in Wien viele als Zweitstudium oder als Hobby, neben Jus (Jura) oder VWL.



Ich hatte mal einen Mitbewohner, der hat Powi studiert, und Geschichte, hatte einen Magister i

Bei uns in Österreich kann man nicht auf Lehramt Powi studieren, BWL ist halt deutlich schwieriger für mich und auch umfangreicher.

Würde mich freuen, etwas von Powiabsolventen zu hören. Ich glaube nicht, dass mathe bei einem Powi studium schwer ist, gibts ja auch gar nicht, vielleicht eine Statistik Prüfung, da sind glaube die Prüfungen auf der Wu deutlich umfangreicher.

Ich hatte mal einen Mitbewohner, der hat Powi studiert und Geschichte, hatte einen Magister in Geschichte, einen Master in Powi und noch Europäische Studien studiert.
Der hat im Haus der Europäischen Union in Wien gearbeitet und jetzt arbeitet im Bildungsministerium, würde mich jetzt weniger reizen sowas zu machen, da ist mir Lehrer lieber.
Mit BWL kann man halt sehr viel machen.




Mfg

Mfg
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt für Politikwissenschaftler eben nicht den einen Beruf. Deinen Beruf musst du dir, so merkwürdig das klingen mag, im Grunde selbst schaffen. PoWi ist ein Studium für entschlossene und engagierte Studenten. Ein solches Studium einfach nur ohne sonstiges Engagement abzuschließen führt vermutlich tatsächlich in die Arbeitslosigkeit.

Du hast schon recht, dass PoWi kein besonders mathematisches Studium ist. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass je nach Universität der Statistikanteil (von 5 bis 30 CP ist da alles dabei) und dessen Schwierigkeit stark schwankt.

Ich habe mein PoWi-Studium vor 2 Jahren abgeschlossen und arbeite jetzt als Berater bei einer Stiftung bzw. könnte man das Ganze auch als Thinktank bezeichnen. Das war aber auch nur möglich, weil ich vorher in derselben Stiftung mehrere Praktika absolviert habe und besonders viele Stellen gibt es hier sicherlich auch nicht.

Man muss zugeben, dass Stellen für Politikwissenschaftler rar sind. Wer ein starkes Bedürfnis nach beruflicher Sicherheit hat, ist vielleicht mit Fächern wie BWL besser beraten.

Wenn du mehr über den beruflichen Verbleib von Absolventen wissen möchtest, musst du dich im Internet nach Verbleibsstudien umsehen. Da dürften einige frei verfügbar sein.
 
Hallo,

ich habe einige Bekannte die Powi studiert haben, kenne ich aber nicht so gut, jedenfalls arbeiten davon drei in der Privatwirtschaft als HR. Einer war zwei Jahre arbeitslos ein anderer wurde Rezeptionist in einem Hostel, ein anderer wurde Koch (macht eine Kochausbildung) und ging nach Australien

Was machen deine Kollegen? Würdest du noch mal Powi studieren?


Mfg
 

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