detroit293
Neues Mitglied
Hallo zusammen
habe hier gerade nen ähnlichen Beitrag von wem gelesen und dachte ich versuchs hier Mal.
Vorab bitte ich drum maßvoll zu kommentieren, ich bin in einer schwierigen Lage und Kritik kann für mich ausschlaggebend wirken.
Ich bin jetzt anderthalb Jahre arbeitslos, habe davor anderthalb Jahre Zeitfirma - Produktionsjobs der niedrigsten Sorte - hinter mir. Ausbildung vor ca 5. Jahren abgebrochen (Vermesser) wegen Augenproblemen (welche erst vor 3 Jahren diagnostiziert wurden) die seitdem aber wieder besser geworden sind. Studiengänge habe ich auch schon zwei abgebrochen. Den ersten wegen Depressionen, den zweiten wiederum wegen den Augenproblemen. Das war beides vor der Ausbildung.
Viel mehr findet sich im Lebenslauf auch nicht. Außer mein relativ gutes Abi (guter einser) und ab und zu ein Mini/Teilzeitjob.
Ich spiele mit dem Gedanken etwas zu studieren, das mir gefällt. Da die Aussichten dafür nicht rosig sind (Literatur, Anglistik, PoWi, vielleicht Geschichte) würde ich in Richtung Wirtschaft gehen und nen 2Fach Bachelor anpeilen. So denke ich mir, kann ich wenigstens irgendwo Excel Tabellen bearbeiten und wenn ich Glück hab doch noch mal in einen Verlag oder so reinkommen. Wenigstens aber habe ich ETWAS - und muss keine Kartons mehr zusammenfalten zur Wechselschicht.
Nun - wie schätzt ihr meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt überhaupt ein? Wenn ich fertig bin, selbst mit BAFÖG, wäre ich 36. Bachelor. Ohne BAFÖG halt wahlweise länger. Ende dreißig.
Ne Ausbildung will ich nicht machen, weil es mir zu speziell ist. Kaufmann für, Spedition, Fachwirt bei LIDL, Industrie, oder Steuerangestellter, Rechtspfleger - all das empfinde ich als einengend weil ich dann in der Branche bleiben muss. Ich will aber Freiheit haben zu wechseln, nicht für immer festgelegt sein. Mit einem Studium denk ich, würde ich mich breiter bewerben können, überall wo ein Bachelor in BWL eben gefragt ist.
Daneben spiele ich mit dem Gedanken, komplett rational zu werden und Data Science als 1 Fach Bachelor zu machen. Vergleichsweise (zu Literatur, Anglistik oÄ) weniger Interesse daran, aber an allem anderen extrem viel weniger - und dann dafür ein sauberes Studium ohne Orchideen. Wäre das vielleicht sinnvoller?
Ich gehe im Moment oft in die BIB einer naheliegenden Uni um dort zu lesen. Es klappt wieder, nicht wie früher - jahrelang hatte ich durch Augenleiden Probleme mit Informationsverarbeitung. Das hat mir mein liebstes Hobby genommen, das Lesen. Das war vor 7 Jahren. Langsam kehrt meine Fähigkeit aber zurück.
Ständig falle ich wieder herunter und zweifele, und scrolle den Ausbildungsmarkt durch. Nur um nach 10 Minuten entnervt wieder diese Suche aufzugeben, die mich quasi seit 16 Jahren plagt. Es zieht mich immer zurück zum studieren.
Ich denke es ist, weil ich mir Freiheit davon verspreche. Die Freiheit, hauptsächlich, nicht an eine Branche gebunden zu sein. Oder die Freiheit, per Vitamin B im Studium in irgendeiner Firma als Werkstudent hängen zu bleiben, Leute im Semester kennenzulernen, zu networken, unvorhergesehene Chancen zu ergattern. Dies alles gäbe es mit einer Ausbildung nicht.
Ich wusste nie was ich werden wollte, hatte immer nur Interesse an Literatur und gewissen Künsten. Ich kann clever sein, und wenn ich mich auf was einschieße krieg ichs auch hin.
Nun, was meint ihr? Angenommen ich mache den Bachelor mit guten Noten, mache nebenher Praktika und alles was nötig ist, um mein CV auszubauen. Gibt es überhaupt Hoffnung? Würde ich überhaupt Praktika bekommen im Studium, mit so einem schlechten Lebenslauf? Oder ist es das beste, einfach eine ähnliche Richtung als Ausbildung einzuschlagen?
Vielen Dank für eure Hilfe.
habe hier gerade nen ähnlichen Beitrag von wem gelesen und dachte ich versuchs hier Mal.
Vorab bitte ich drum maßvoll zu kommentieren, ich bin in einer schwierigen Lage und Kritik kann für mich ausschlaggebend wirken.
Ich bin jetzt anderthalb Jahre arbeitslos, habe davor anderthalb Jahre Zeitfirma - Produktionsjobs der niedrigsten Sorte - hinter mir. Ausbildung vor ca 5. Jahren abgebrochen (Vermesser) wegen Augenproblemen (welche erst vor 3 Jahren diagnostiziert wurden) die seitdem aber wieder besser geworden sind. Studiengänge habe ich auch schon zwei abgebrochen. Den ersten wegen Depressionen, den zweiten wiederum wegen den Augenproblemen. Das war beides vor der Ausbildung.
Viel mehr findet sich im Lebenslauf auch nicht. Außer mein relativ gutes Abi (guter einser) und ab und zu ein Mini/Teilzeitjob.
Ich spiele mit dem Gedanken etwas zu studieren, das mir gefällt. Da die Aussichten dafür nicht rosig sind (Literatur, Anglistik, PoWi, vielleicht Geschichte) würde ich in Richtung Wirtschaft gehen und nen 2Fach Bachelor anpeilen. So denke ich mir, kann ich wenigstens irgendwo Excel Tabellen bearbeiten und wenn ich Glück hab doch noch mal in einen Verlag oder so reinkommen. Wenigstens aber habe ich ETWAS - und muss keine Kartons mehr zusammenfalten zur Wechselschicht.
Nun - wie schätzt ihr meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt überhaupt ein? Wenn ich fertig bin, selbst mit BAFÖG, wäre ich 36. Bachelor. Ohne BAFÖG halt wahlweise länger. Ende dreißig.
Ne Ausbildung will ich nicht machen, weil es mir zu speziell ist. Kaufmann für, Spedition, Fachwirt bei LIDL, Industrie, oder Steuerangestellter, Rechtspfleger - all das empfinde ich als einengend weil ich dann in der Branche bleiben muss. Ich will aber Freiheit haben zu wechseln, nicht für immer festgelegt sein. Mit einem Studium denk ich, würde ich mich breiter bewerben können, überall wo ein Bachelor in BWL eben gefragt ist.
Daneben spiele ich mit dem Gedanken, komplett rational zu werden und Data Science als 1 Fach Bachelor zu machen. Vergleichsweise (zu Literatur, Anglistik oÄ) weniger Interesse daran, aber an allem anderen extrem viel weniger - und dann dafür ein sauberes Studium ohne Orchideen. Wäre das vielleicht sinnvoller?
Ich gehe im Moment oft in die BIB einer naheliegenden Uni um dort zu lesen. Es klappt wieder, nicht wie früher - jahrelang hatte ich durch Augenleiden Probleme mit Informationsverarbeitung. Das hat mir mein liebstes Hobby genommen, das Lesen. Das war vor 7 Jahren. Langsam kehrt meine Fähigkeit aber zurück.
Ständig falle ich wieder herunter und zweifele, und scrolle den Ausbildungsmarkt durch. Nur um nach 10 Minuten entnervt wieder diese Suche aufzugeben, die mich quasi seit 16 Jahren plagt. Es zieht mich immer zurück zum studieren.
Ich denke es ist, weil ich mir Freiheit davon verspreche. Die Freiheit, hauptsächlich, nicht an eine Branche gebunden zu sein. Oder die Freiheit, per Vitamin B im Studium in irgendeiner Firma als Werkstudent hängen zu bleiben, Leute im Semester kennenzulernen, zu networken, unvorhergesehene Chancen zu ergattern. Dies alles gäbe es mit einer Ausbildung nicht.
Ich wusste nie was ich werden wollte, hatte immer nur Interesse an Literatur und gewissen Künsten. Ich kann clever sein, und wenn ich mich auf was einschieße krieg ichs auch hin.
Nun, was meint ihr? Angenommen ich mache den Bachelor mit guten Noten, mache nebenher Praktika und alles was nötig ist, um mein CV auszubauen. Gibt es überhaupt Hoffnung? Würde ich überhaupt Praktika bekommen im Studium, mit so einem schlechten Lebenslauf? Oder ist es das beste, einfach eine ähnliche Richtung als Ausbildung einzuschlagen?
Vielen Dank für eure Hilfe.