Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Studium Ja oder Nein?

  • Starter*in Starter*in Gastchip
  • Datum Start Datum Start
G

Gastchip

Gast
Hallo, hoffe hier auf ein par gute Ratschläge zu stoßen und deswegen schon vorab Danke!

Also, zunächst einige Worte zu mir,bevor ich meine Problematik schildere.
Ich bin 23 Jahre Alt und weiblich. Letztes Jahr habe ich mein Abi gemacht.Da ich die 12. Klasse wiederholen musste, bin ich erst so spät mit dem Abitur fertig geworden. In der Schule war ich immer mittelmäßig bis schlecht,was aber mitunter damit zu tun haben könnte,dass ich es nie geschaft habe kontinuirlich diszipliniert zu bleiben(wenn ich engen freunden glauben darf,dann lag das wohl an meiner ,,geistigen erkrankung,,). Aber oft habe ich auch vieles einfach nicht verstanden.Muss aber auch erwähnen,dass wenn ich mal sehr fleißig war, dann aber auch sehr gute noten bekam aber zufälligerweise waren es immer dann sehr einfache klausuren. Mein Traum war es schon immer zu studieren. Aber davon wurde mir zumindest von meinen Lehrern schnell abgeraten.Zumindest sollte ich eher an eine FH als an eine Uni gehen. Nun nach dem Abi habe ich zunächst keinen Ausbildungsplatz gefunden also bin ich an eine FH und habe angefangen Mathe zu studieren(warum mathe? weil ich Mathe liebe und es das einzige ist wofür ich mich sehr gut motivieren kann,was aber leider nichts daran geändert hat dass ich immer nur mittelmäßig in mathe war.In der abschlussprüfung bekam ich nur 4 punkte obwohl ich sehr viel gelernt hatte),zumindest hatte ich das vor. Die Angst dass ich nicht gut genug sei saß so tief in mir fest,dass ich mich nicht einmal getraut habe wirklich das Studium durchzuziehen.Irgendwie sitzt in mir der Gedanke fest dass nur sehr intelligente menschen für ein studium geeignet sind. Daher hab ich gleich nach einigen Monaten abgebrochen um eine Ausbildung zu suchen. Mein Plan war zunächst eine Ausbildung zu machen,um etwas in der Hand zu haben und disziplinierter zu werden, und dann eventuell es nochmal mit dem Studium zu versuchen(das ich dann erst mit 30 mit allem fertig sein würde,hatte mich bis dahin gar nicht so sehr gestört). Nun eine Ausbildung war schnell gefunden(Verwaltungsfachangestellte). Soweit so gut. Da fängt aber auch mein Dilemma an. Ich habe viel zu spät gemerkt, dass es mit solch einer Ausbildung zwar theoretisch gute übernahme und Aufstiegschanchen gibt aber praktisch sieht es in dem Bereich sehr schlecht aus.Zudem hat die Ausbildung sehr viel mit Gesetzen zu tun,ich aber hätte lieber etwas mehr mathematisches gemacht. Da ich große Angst hatte gar nichts zu finden, habe ich dummerweise einfach die nächstbeste ausbildung die sich anbot genommen. Jetzt weiß ich einfach nicht was ich tun soll. Freunde rieten mir die Ausbildung erst einmal zu beenden und dann weiter zu schauen aber was bringt mir eine Ausbildung mit der ich im nachhinein arbeitslos werde? Ich muss zugeben mein Ehrgeiz bezüglich des Studiums ist zwar geweckt und auch die Motivation ist da, nur bleibt immer noch die Angst dem Studium nicht nur bezüglich des fleißig seins sondern auch auf intelektueller ebene nicht gewachsen zu sein oder einfach nicht intelligent genug zu sein. Hab auch schon mit dem Gedanken gespielt mir eine andere Ausbildung zu suchen oder einfach aufs ganze zu gehen und doch zu studieren. Ich leide ja jetzt schon sehr darunter dass ich ,,bloß,, eine Ausbildung mache. Aber ich muss auch immer wieder daran denken,dass ich schon 23 bin. Habe große Angst am ende gar nichts in der Hand zu haben. Andereseits habe ich die Bedenken,dass wenn ich erst drei jahre nach meinem Abi anfange zu studieren, ich vieles einfach vergessen habe was relevant fürs studium sein könnte.

Momentan würde ich am liebsten mathe im Lehramt studieren. Aber ich denke interesse allein reicht da nicht aus,ich glaube man muss auch ein gewisses verständniss für mathe haben. und wie gesagt durch meine,,krankheit,, ändert sich bei mir immer alles von einem auf den anderen moment. ich weiß einfach nicht mehr weiter und verzweifele sehr an meiner situation 🙁
 
Grundsätzlich ist es bestimmt nicht verkehrt die Lehre erst fertig zu machen, wenn Du Dich da nicht durchquälen musst. So sammelst Du praktische Erfahrungen und lernst ein wenig was fürs Leben. Ich habe auch erst relativ spät mit meinem Studium angefangen (aber meinem Lebenslauf sollte man besser auch nicht nacheifern ;-)). Ich kann Dir sagen, dass man für ein Studium nicht übermäßig intelligent sein muss, Mathe allerdings benötigt schon eine gewisse Logik, die man sich aber aneignen kann (Meistens nur alles eine Frage der Zeit). Lasse Dich von mäßigen Noten zu Studienbeginn nicht abschrecken. Gerade in Mathematikforen liest man immer wieder, dass sich viele Studenten so in den ersten Klausuren schlagen, hinterher wird es dann meistens besser. Es gibt allerdings auch immer ein paar Überflieger, an denen solltest Du Dich dann aber nicht messen. Wenn Du spaß daran hast, solltest Du in jedem Fall noch einmal einen Versuch wagen (am besten nach der Lehre). Mathe kannst Du z. B. auch an der Fernuni Hagen studieren, falls Dir ein reines Studium finanziell nicht möglich ist. Mit einem Master dort, hättest Du sehr gute Karten als Seitensteiger in ein Lehramt zu rutschen, da es ja ein Mangelfach ist.

Edit: Viele Unis bieten auch vor Studienbeginn Repititorien in Mathe an. Da wiederholt man nochmal in kürze das wesentliche, damit Du das entsprechende Fundament hast. Aber Du kannst Dich natürlich auch mit einem Einführungsbuch selbst wieder mit der Thematik vertraut machen. Ich habe oft gelesen, dass für die lineare Algebra, die Bücher von Gerd Fischer zum Einstieg sehr gut sind. Für Analysis habe ich leider keinen guten Tipp für Dich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hast dich scheinbar so darauf eingeschossen, dass du diese "Krankheit" hast, dass du nicht mal irgendeinen Versuch zu unternehmen scheinst, anderen zu beweisen:

Nö, meine Krankheit behindert mich nicht!
 
Ich kann dir ein Studium nur wärmstens ans Herz legen. Nicht nur das es für unserer Wirtschaft wichtig ist, dass du mehr Steuern zahlen kannst, du zählst dann auch international als Fachkraft Plus Plus. Du hast eigentlich nur Vorteile. Klar, es kostet Geld und Zeit, die du aber durch gute Arbeitsverträge schnell wieder drinne hast. Letztendlich musst du wissen, ob dir ein Studium die Erfüllung bringt und du da Herzblut reinstecken möchtest, oder ob du einfach eine normale Ausbildung machst.
 
Hallo, hoffe hier auf ein par gute Ratschläge zu stoßen und deswegen schon vorab Danke!

Also, zunächst einige Worte zu mir,bevor ich meine Problematik schildere.
Ich bin 23 Jahre Alt und weiblich. Letztes Jahr habe ich mein Abi gemacht.Da ich die 12. Klasse wiederholen musste, bin ich erst so spät mit dem Abitur fertig geworden.
Das war wohl nicht nur die 12. Klasse, sonst wärst du noch nicht 23.

Aber davon wurde mir zumindest von meinen Lehrern schnell abgeraten.
Du solltest ihnen glauben.

habe angefangen Mathe zu studieren(warum mathe? weil ich Mathe liebe und es das einzige ist wofür ich mich sehr gut motivieren kann,was aber leider nichts daran geändert hat dass ich immer nur mittelmäßig in mathe war.In der abschlussprüfung bekam ich nur 4 punkte obwohl ich sehr viel gelernt hatte),
Nur 4 Punkte in der Abschlussprüfung schaffen und dann Mathe studieren wollen... ich werd nicht mehr...

zumindest hatte ich das vor. Die Angst dass ich nicht gut genug sei saß so tief in mir fest,dass ich mich nicht einmal getraut habe wirklich das Studium durchzuziehen.
Du hast es nicht einmal richtig angefangen. Sonst wüsstest du inzwischen genau, dass du das nicht schaffst.

Irgendwie sitzt in mir der Gedanke fest dass nur sehr intelligente menschen für ein studium geeignet sind.
Stimmt ja auch - zumindest für Mathematik.

Daher hab ich gleich nach einigen Monaten abgebrochen
Nach einigen Monaten? Nach einigen Monaten hast du dich vielleicht offiziell exmatrikuliert, aber dass du monatelang wirklich studiert hast, glaube ich dir nicht recht.

Freunde rieten mir die Ausbildung erst einmal zu beenden
also, wenn du jetzt direkt was neues findest (zB anderer Ausbildungsplatz in einem anderen Beruf) dann kannst du das vielleicht noch tun. Aber gib bloß nicht die Ausbildungsstelle auf, ohne was neues zu haben! Und damit meine ich nichts für dich unrealistisches wie ein Mathematikstudium.

Habe große Angst am ende gar nichts in der Hand zu haben.
eben.

Dazu erzähle ich dir mal eine Sache. Im Studium lernt man viel, viel theoretische Dinge, aber auch manch praktische Sache fürs Leben. Man reift dadurch.

In einem Chemiepraktikum (nein, das muss nicht jeder Mathematiker machen, aber ich habe es gemacht) sollten wir damals analysieren, welche Stoffe in einer uns unbekannten Mischung vorhanden sind. Dazu macht man einen sogenannten Trennungsgang (mit vielen vielen Einzelschritten). Manchmal sind aber bezüglich bestimmter Elemente sogenannte Vorproben nützlich. Ich machte meinen Trennungsgang, dann fiel mir aber zwischendurch ein, dass ich eine bestimmte Vorprobe erst hätte machen sollen und tat das... oder... hätt ich nicht eigentlich noch was anderes voher machen sollen? Dann also das...

Ich fing mir einen Rüffel vom Assistenten des Professors ein, er sagte (in etwa) folgendes: "Nun spring doch nicht dauernd zwischen verschiedenen Dingen hin und her! Wenn du einen Schritt im Trennungsgang machst, dann mach den fertig. Selbst wenn dir zwischendurch einfällt, dass du erst die Vorprobe hättest tun sollen, dann tu das halt notfalls hinterher, aber macht erstmal fertig, was du angefangen hast. Wenn du den Schritt im Trennungsgang angefangen hast, mach den fertig, wenn du dagegen erst die Vorprobe angefangen hast, dann mach erst die fertig. Dann hast du vielleicht nicht du optimale Reihenfolge, aber so gewinnst du Ergebnisse. Wenn du dagegen immer nur hin- und herspringst, erreichst du ja nie was!"

Recht hatte er. Und dieses banale Vorkommnis, dass der Assistent gewiss schon am nächsten Tag vergessen hat, hat mich geprägt fürs Leben. Was ich anfange, beende ich auch - wenns irgendwie möglich ist jedenfalls.

Nimm dir das auch zu Herzen. Spring nicht dauernd von einer Ausbildung zur nächsten, ohne die alte abgeschlossen zu haben. Diese Ausbildung hast du jetzt angefangen. Noch zwei Jahre, und du hast schon mal einen Berufsabschluss. Selbst wenn du jetzt meinst, dass die Entscheidung für diese Ausbildung nicht optimal war, naja, dann mach notfalls hinterher was anderes. Den optimalen Lebensweg wirst du eh nie finden. Aber wenn du jedesmal, wenn du meinst, ein anderer Weg wäre besser gewesen, die Ausbildung abbrichst und was neues machst, dann hast du nach einigen Jahren gar nichts. Das bringts nicht.

Momentan würde ich am liebsten mathe im Lehramt studieren.
das fehlt noch... 4 Punkte im Abi, und das dann unterrichten wollen.

Aber ich denke interesse allein reicht da nicht aus,ich glaube man muss auch ein gewisses verständniss für mathe haben.
weise Erkenntnis. Ja, ohne solches mathematisches Talent gehts nicht.

Und lass dir von dem Dr_Mario nichts einreden. Der ist weder Doktor noch hat er Universitätserfahrung, der muss selbst erstmal sein Abi schaffen. Wie schwer ein Studium sein kann, hat er nicht auf dem Schirm.
 
Hallo!

ich kann mich der grundsätzlichen Stoßrichtung hier im Forum anschließen und rate dir ebenfalls zur Ausbildung. Bevor du die dann auch noch wechselst, möchte ich dir wirklich raten, sie durchzuziehen, denn ich sitze gerade vor dem Bewerben und das Arbeitsamt sieht solche Abbrüche mit Schrecken, egal wieviel Selbstfindung und richtigen Weg sie dir bringen mögen in Gedanken. Von daher würde ich zur Disziplin raten, da du ja eh schon die Statistik mit einem Abbruch füllen kannst. Es geht ja auch um Durchhaltevermögen, das ein zukünftiger Arbeitgeber bei einem erneuten Wechsel bei dir in Zweifel ziehen könnte.

In der Theorie haben alle einen Job, in der Praxis manchmal noch nicht mal die Begabtesten. Zumindest muss jeder suchen und manchmal kann man auch Zukunftsträchtiges gemacht haben und gut sein und bekommt nix in der eigenen Branche, muss seine Vorstellungen relativieren sowie um die Ecke denken, um auch solche Berufszweige zu finden, die mit der eigenen Ausbildung eng verwandt sind und auch mit ihr absolviert werden können. Frage dich lieber nicht, wo der sichere Job ist. Der liegt nicht auf der Straße und Trends ändern sich auch.

Deine schulischen Leistungen waren wohl nicht der Knüller, wenn deine Lehrer schon so deutlich werden. Ich kenne zumeist nur Zuspruch bei Leuten, wenn das Thema Studium auftaucht, aber ich denke mal, der wurde dir bewusst vorenthalten, weil deine Lehrer dich nicht als besonders leistungsstark einstufen. Wenn schon einige das sagen, dann solltest du vielleicht mal dein Selbstbild prüfen. Vielleicht lag es ja nicht nur am Fleiß, vielleicht denkst du, du tust alles, wenn es eigentlich noch mehr sein müsste, um bestimmte Sachen zu bewältigen. Mir drängt sich das Bild einer sehr unsicheren Person auf, die am liebsten in etwas gut wäre, in dem sie es nun einmal nicht ist und vermutlich mit ihren 4 Punkten Abischnitt auch nie sein wird. Ich hab von Mathe null Plan und wäre auch gern besser, aber ich bin nun einmal so eine Mathelusche, egal was ich tu. Das muss ich akzeptieren und die meisten akzeptieren sowas Klares auch, weil sie gegen das Fach, in dem sie versagen, eigentlich auch ne Abneigung haben ;-). Du scheinst mit einer solchen Abneigung nicht gesegnet zu sein, so dass du immer wieder dich im Kreis drehst. Hör auf damit und besinne dich auf das, was du kannst. Das gilt es herauszufinden. Für ein Studium braucht man auch Nerven. Hast du die bei all deiner Unsicherheit trotzdem?
 
@ Gast

Das was du sagst macht schon Sinn und um ehrlich zu sein habe ich mir auch sehr viel Zeit genommen um mir darüber im klaren zu werden ob Mathe das Richtige für mich ist. Es stimmt,dass ich eine sehr große Leidenschaft für Mathe habe aber leider trotzdem nicht all zu gut darin bin. Mittlerweile habe ich mich umorientiert oder sollte besser sagen bin noch dabei. Die Ausbildung werde ich auf alle Fälle beenden,auch wenn sehr viele mir davon abgeraten haben. Jedoch ist der Wunsch ein Studium zu absolvieren immer noch stark vorhanden. Denke das wird auch nicht so schnell verschwinden.

Naja,trotzdem vielen Dank für die hilfreichen Ratschläge
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben