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Studium abbrechen?

T

Tai

Gast
Ich studiere im 1. Semester Wirtschaftsmathematik und überlege nach wenigen Wochen schon ob ich das Studium abbrechen soll. Ich hab dann im Internet nach Ratschlägen gesucht und bin so in diesem Forum gelandet. Zu dem Thema gibts ja auch schon einige Threads, die ich auch schon überflogen habe.

Es geht mir wie den meisten die dieses Thema hier angesprochen haben. Ich habe in den Vorlesungen das Gefühl nicht viel zu verstehen und wenn ich dann allein vor meinen Aufzeichnungen sitze, versteh ich auch nicht viel mehr. Natürlich nimmt der Unterricht darauf keine Rücksicht und so wird es immer mehr Stoff, den ich nicht verstanden habe. Wir müssen in Mathe jede Woche Aufgaben abgeben, diese überfordern mich aber auch schon und ich will sie nicht weiter irgendwo abschreiben, nur um sie abgeben zu können.

Im Gegensatz zu den meisten hier, fühl ich mich eigentlich gar nicht einsam. In meiner WG sind echt nette Leute, ich versteh mich mit den meisten auch recht gut. Aber wenns um den Unterrichtsstoff geht, kann mir auch keiner helfen, weil die meisten was Anderes studieren.

Ich hab einfach das Gefühl mich überfordert die gesamte Situation. Bei meinen Eltern habe ich das Thema auch schon angesprochen, dass es mir hier nicht so leicht fällt mit Mathe oder Informatik. Aber ich will sie nicht enttäuschen. Ich hab vor dem Studium lange nicht gewusst was ich machen soll und als es dann feststand, haben sie mich super unterstützt. Wir haben zusammen mein Zimmer eingerichtet, sie unterstützen mich finanziell und auch sonst bekomm ich in jeder Hinsicht Untersützung. Ich will einfach nicht als Versage dastehen, auch wenn ich weiss, dass sie es nicht so sehen würden. Aber ich fühl mich dann als Versagen.

Wenn ich mir die Aufgaben anschaue, die wir z.B. zu morgen abgeben müssen, könnte ich weinen. Und scheinbar geht es nur den wenigsten Leute so, dass sie damit nicht klarkommen. Ich kann doch nicht so viel dümmer sein als sie?

Irgendwo hier in einem Thread stand: "Ich bin kein Wissenschaftler - Uni ist nichts für mich." So fühl ich das auch grad. Aber die ganze Mühe, wäre dann umsonst gewesen. Aber vleicht ist es besser, es direkt im 1. Semester zu merken, als später? Wobei ich denke, dass ich das erste Semester sowieso nicht bestehe, weil ich dazu den Mathestoff ja verstehen müsste.

Ich weiss einfach nicht weiter ... was soll ich nur machen?

mfG Stefan
 
Hallo Stephan!

Ich hab in der Schule auch nicht gewusst was ich genau machen will, danach gleich das Studium,
Erstes Semester: Lief gut, viele neue Freunde gefunden, aber nen paar Lücken gehabt, egal das wird später nachgeholt
Zweites Semester: Motivation fiel rapide ab, neue Freunde hin oder her, man muss sich schon der Sache hingeben und viel leisten um vorran zu kommen, in der hinsicht hatte ich jedoch ein Tief, die Dinge die nachzuholen waren häuften sich, man motivierte sich trotzdem weiter.
Drittes Semester: Starker wille abzubrechen, aber aus ähnlichen Gründen wie du, Skrupel.
Viertes Semester, Arbeiten Arbeiten, Geld verdienen, immerhin etwas, nochmal einschreiben für das Fünfte um nicht arbeitslos zu sein,
Jetzt Vorbereitung für eine Bewerbung im Fachbereich für Kunst...
Also obwohl ich am Anfang schon gemerkt habe, dass es nicht so ganz meine Sache war, machte ich weiter, weil ich dachte, was wird wenn ich abbreche?? schlussendlich breche ich doch ab, und wünschte mir es früher getan zu haben.
Also wenn dir das Fach nicht zusagt, dann lautet meine Diagnose, such dir ganz schnell was, das zu dir passt, weil aufschieben bringt nur mehr Ärger. Da muss man halt durch.
 
Ich glaube ich kann das erste Semester ja gar nicht schaffen, insofern erübrigt sich bei mir ja fast schon die Option weiterzumachen. Ich blick hier wirklich im Stoff so gut wie nichts durch. Nur ist ja die Frage woran das liegt. Vleicht ist das Uniniveau ja auch einfach zu hoch für mich. Vleicht bin ich nicht schlau genug für ne Uni, wäre ja nicht der Weltuntergang. Aber wie kann ich das rausfinden ob ich nur den Studiengang hier anner Uni wechseln soll oder gleich die Uni oder sogar auf ne FH oder vleicht sogar Ausbildung?

Danke erstmal für deine Hilfe Architekturstudent.
 
In dem Fall solltest du mal zur Studienberatung gehen.
Die haben bestimmt Verständnis für deine Situation, und können dir sagen, was in der Situation zu machen ist.
Z.B könntest du jetzt noch im laufenden Semester Vorlesungen anderer Fächer besuchen.
Überleg dir einfach welche Fächer noch in Frage kommen könnten, mach dir ne Liste.
Und dann besuch einfach nen paar Vorlesungen dieser Fächer...Dann wirst du schon sehen ob da was für dich dabei ist.
Wenn du nix findest, dann wie gesagt wäre auch ne Studienberatung sinnvoll.
Und wenn das alles nichts hilft, kannst du ja nen Uralubssemester (im 2ten dann) nehmen und etwas anderes ausprobieren.
Ein unüberlegter Wechsel ist nicht empfehlenswert, da man meines Wissens im Drittstudium höhere Gebühren entrichten muss, kann mich da aber auch täuschen.
Auf jeden Fall ist noch nichts zu spät, und ein Wechsel nach dem 1ten bzw 2ten Semester (viele Studiengänge fangen halt erst zum Wintersemester an) gehört ja fast schon zum guten Ton!
In diesem Sinne, Alles Gute und baldige Einsicht 😛
Wünscht dir ARCHITEKTURSTUDENT 🙂 !
 
Wahrscheinlich werd ich es so machen. Aber dann steh ich erstmal wieder vor der Frage was ich jetz machen soll. Hier im Forum kam oft der Rat, man soll erst mit dem Alten abbrechen, wenn man was, was man Neues machen will. Nun geht das Überlegen wieder los 🙁
 
Klar geht die Suche von neuem los, etwas gefunden zu haben, ist sehr schwer. Eine Glücksfrage. Aber du weisst immerhin schon, dass dein Glück woanders als bei der Wirtschaftsinformatik liegt. Dh. wenn du dabei bleibst, wirst du definitiv unglücklich, das weißt du. Neuer Versuch, neue Chance, sorry, was besseres weiß ich auch nicht, bin auch sehr unzufrieden und auf der Suche. Viel Glück,
Architekturstudent
 
lieber tai,

die frage ist nicht so sehr, ob der stoff gerade zu schwer ist, sondern ob es dir noch spaß macht. wenn ja, dann such dir schleunigst nachhilfe und lerngruppen mit leuten, die die gleichen vorlesungen und seminare belegen! wenn es nur eine wissenslücke ist, dann kannst du die aufholen. oder diese fächer liegen dir wirklich nicht? du magst sie nicht sonderlich?

wie bist du zu diesem studium gekommen? waren mathe, informatik und politik/wirtschaft deine lieblingsfächer in der schule? - wenn dem nicht so war und du dir nur gute arbeitsmarktchancen damit ausgerechnet hast, dann solltest du dich nach einem fach umsehen, was dir spaß macht! denn nur da wirst du soviel energie reinstecken können, dass du erfolg hast!

welche fächer mochtest du in der schule besonders gern? welche hobbies hast du? was liebst du? mit diesen fragen kannst du rausfinden, was du machen solltest! 🙂 mit so gut wie jedem studium / ausbildung kann man geld verdienen, wenn man dahintersteht und dafür "brennt".

gruß, salome
 
hallo leute,

ich hab grad eure einträge gelesen und muss sagen.... bei mir im studium läufts auch echt... naja S****. ich bin jetzt auch im ersten semester. ich studiere psychologie und sollte eigentlich sehr glücklich darüber sein, dass ich überhaupt einen studienplatz bekommen hab, da ja der nc so hoch ist. das bin ich aber nicht. statistik ist für mich ein fremdwort und die anderen fäche entpuppten sich als ganz anders als ich es erwartet habe. ich verstehe kaum etwas. außerdem hab ich das problem, dass ich, wenn ich aus der uni komm, kaum mehr die kraft dazu habe mich noch mit meinen aufzeichnungen zu beschäftigen.
die anderen aus meinem studiengang sind zwar nett (naja einige) aber da gibt es eig niemanden mit dem ich richtig befreundet bin oder bei dem ich mir vorstellen könnte, dass sich eine freundschaft entwickeln könnte. die meisten aus meinem semester sind aber echt naja ich weis gar nicht, wie ich das beschreiben soll... es sind halt leute, die meinen das man alles nur aus büchern lernen kann und das entspricht mir einfach überhaupt nicht.
jeden tag komm ich nachhause und komme mir schrecklich dumm vor. alle anderen wirken so unheimlich klug. die sind wie maschienen sehen super aus, sind super intelligent und kriegen alles unter einen hut, so als, ob es ein kinderspiel wär uni, arbeit und freizeit unter einen hut bekommen.
das schlimmste ist die uni läuft jetzt 3 woche und ich muss jetzt am mittwoch einen vortrag halten. ich hab angst davor das meine "dummheit" dann zum vorschein kommt und ich mich da nie wieder blicken lassen kann.
die frage die ich mir stelle ist: will ich mich dar überhaupt noch blicken lassen? alles was ich weis ist, dass ich nicht versagen möchte. ich bin aber inzwischen an einem punkt angelangt andem ich mir nur wünsch einen stink normalen beamtenjob zu haben. ich will das alles einfach nicht mehr. das ganze studium ist für mich einen einzige enteuschung. ich mein mir war ja bewusst, dass die psychologie immer mehr als wissenschaft anerkannt wird aber ich bin trozdem immer davon ausgegangen das fähigkeiten, wie z. B. empathie oder die fähigkeit jeden menschen als individuum mit seinen stärken und schwächen anzuerkennen ebenfalls wichtig sind.... weit gefehlt!!
ich versuche jetzt, obwohl es eig schon zu spät für dieses jahr ist, einen ausbildungsplatz zu finden. ich will das einfach nicht mehr.
ich habe mit dem studium aber nicht nur wegen meinem großen interesse am fach begonnen sonder auch, weil ich gehofft hab, dass ich wirklich was damit erreichen kann. für andere wie für mich. natürlich spielte der status, den man, wenn man in i-einem psychologischen bereich arbeitet hat, auch eine rolle, da mache ich mir nichts vor. aber inzwischen ist mir das egal.
tut mir leid, wenn ich mich hier das ein oder andere mal wiederholt hab aber ich hab das einfach so runtergetippt.
achja mit meinem freund habe ich darüber geredet und zumindest habe ich siene unterstützung unabhängig davon wofür ich mich letztentlich entscheiden werde. ich würd mich fruene wenn mir der ein oder andere von euch ein paar tipps geben könnte, die mir helfen könnten eine entscheidung bezüglich dieser wirklich bescheiden situation zu treffen.
 
jo tai und gast mir gehts auch nicht anders.
es ist eben da alles S**** und der thread is von 2007.
Uni ist auch bei mir nur noch eine Qual und die Frage mit dem versagen kommt wirklich bei jeden.
auch bei mir beamtenjobs sind echt geschenkte jobs.
WE Frei feste arbeitszeiten, geregeltes einkommen ein krisensicherer Job. und trotzdem wird auf höchhsten niveau dort gemckert T_T
Es ist zwar vieles Monoton vermute ich mal, aber man wesentlich mehr vorteile als die die ich angeschrieben habe.
Aber wenn ich die Leute vom Finanzamt mit ihren Fressen anschaue obwohl die einen sicheren job haben die kennen sowas woe freundlichkeit nicht muss bei denen ein fremdwort sein udn freche antworten können die auch wie die weltmeister.

bis jetzt kann ich keine nachteile daran sehen als beamter.
 
Was für Vorstellungen habt Ihr eigentlich von einem "Beamtenjob"?
Meint Ihr, Ihr werdet jetzt nach einem abgebrochenen Studium direkt beim Staat eingestellt und könnt dann die Füße hochlegen?

Ich weiß ja nicht, was Ihr für Vorstellungen habt, aber wenn Ihr in der allgemeinen Verwaltung oder in der Finanzverwaltung der Länder/des Bundes in den gehobenen Dienst wollt (das wäre wohl der "Beamtenjob" den Ihr meint mit ca. 1500 € netto/Monat Eingangsgehalt), dann könnt Ihr Euch auf einen harten Auswahlprozess gefasst machen (zT kommen auf 10 Stellen 1000 Bewerber). Und gerade Leute, die ein Studium abgebrochen haben, können sich auf kritische Nachfragen einstellen. Natürlich könnt Ihr da eingestellt werden, aber dass man ganz easy an einen "Beamtenjob" kommt, das ist ein Trugschluss. Dass es immer noch die "klassischen alten Beamten" gibt, ist klar. Aber für den Nachwuchs haben sich die Zeiten geändert. Überhaupt reinzukommen ist heute schon nicht gerade einfach.
Ich würde mich auf jeden Fall noch für eine Ausbildung in der Privatwirtschaft bewerben, da gibt's mehr Stellen und die Auswahl ist größer.
 

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