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Studium abbrechen

G

Gast

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Hallo,

ich studiere Germanistik und komme bald ins 5. Semester. An sich finde ich mein Studium interessant. Aber mich plagen Zukunftsängste. Ich weiß einfach nicht, was ich mal später damit anfangen soll. Ich bin auch eine introvertiere Person, die nicht unbedingt vor Lebensenergie und Lebensfreude strozt. Die Jobaussichten sind sowieso nicht sonderlich gut. Nur wer sich reinhängt, d. h. genügend Praktika und Nebenjobs macht, hat eine Chance. Man kann mir sicherlich vorwerfen, warum ich nicht vorher daran gedacht habe. Schließlich haben mir 3 Lehrer davon abegeraten. Ständig höre ich auch von anderen Geisteswissenschaftlern, dass sie echt Probleme haben einen Job zu finde. Ich habe sogar von einem promovierten Geisteswissenschaftler gehört, dem man im Alter von ca. fünfzig Jahren den Vertrag an der Uni einfach nicht verlängert hat. Ich habe einfach gedacht, dass sich etwas finden lassen wird. Mit viel Geld habe ich nicht gerechnet. Und ich dachte ebenfalls, naiv wie ich bin, dass gute Noten und ein abgeschlossenes Studium allgemein etwas Wert wären. Aber dies ist in den Geisteswissenschaften nicht der Fall. Gute Noten hat dort jeder irgendwie. Ich verliere dadurch auch echt meine Motivation, mich in mein Studium voll reinzuhängen. Ich bin aber eigentlich der Typ, der am liebsten sich nur mit seinem Studium beschäftigen würde. Für ein Germanistkstudium muss mann aber nicht so viel Aufwand betreiben. Ich leide echt darunter, dass es keine Anerkennung für gute Leistungen in einem geisteswissenschaftlichen Fach gibt.

Ich bekomme es aber noch nicht einmal auf die Rheie einen Nebenjob zu finden, geschweige denn auch mal von zu Hause auszuziehen. Eventuell leide ich auch an Depression (ein Familienmitglied von mir ist deswegen auch in Behandlung), weswegen ich auch schon einen Termin gemacht habe. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob das durch meine aktuelle Situation nicht auch beeinflusst wird. Dennoch war ich schon immer eher der introvertierte Typ. Meine Familie wird jedenfalls schon hibbelig, wann ich endlich ausziehe. Sie erwarten, dass ich wohl wenigstens nach dem Master (sofort) einen Job finde.

Ich höre aber auch von Arbeitgebern aus eigener Erfahrung, z. B. in Vorstellungsgesprächen für Nebenjobs. dass die Geistenwissenschaftler es sehr schwer haben. Mir wurde auch schon geraten etwas anderes zu machen.

Ich bin mittlerweile echt unsicher und depremiert. Das Problem ist ja auch, dass die meisten Bereiche, in denen Geisteswissenschaftler landen, dann auch sehr zeitintensiv sind. Die Werbebranche sucht zwar nach Nachwuchs, allerdings sind 60/70 Stunden in der Woche normal. Außerdem weiß ich nicht, ob ich dafür kommunikativ und motiviert genug bin. Ich wirke leider auf Menschen oft unmotiviert und monton, selbst wenn ich gut gelaunt bin und ich gerade denke, dass ich einen postiven Eindruck hinterlasse.

Ich könnte mein Studium abbrechen, was mich ja eigentlich schon interessiert, und was anderes machen. Allerdings brauch ich nur noch ein Jahr bis ich fertig bin. Und wenn ich danach noch länger Zeit vertrödel, wird es noch schwerer, meinen Eltern und dem Arbeitgeber zu erklären, was ich eigentlich machen will. Wenn ich abbreche, würde ich vielleicht irgendwas im IT-Bereich (Ausbildung) interessieren. Vielleicht auch ein Informatik Studium. Ich würde dies nur wahrscheinlich nicht in Regelstudiumzeit schaffen, da ich doch etwas länger brauche, um den Stoff dort zu verstehen. Es wäre aber auch blöd, wenn ich nach ein, zwei Semestern merke, dass ich das nicht kann oder will und dannach zwei abgebrochene Studiums hätte. Außerdem ist es natürlich auch eine Kapitulation. Dann wird mir jeder reinwürgen "Ich hab dir doch gesagt, dass du mit Germanistik nichts anfangen" kannst. Gut, dass sollte mir dann natürlich egal sein, solange es mit meinem neuen Studium klappt.

Ich bin echt ratlos.
 

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Himola

Mitglied
Frag dich was du willst und was dir Spass macht. Dann handel danach. Nen Job, der Spass macht und wenig Geld abwirft ist viel besser, als ein Job, der reich macht und dich nervt!
 

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