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Studium abbrechen und wieder nach Hause ziehen????

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Gast

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Hallo ihr Lieben,

Mir geht es momentan nicht so gut und ich weiß grade nicht, was ich tun soll, also
bräuchte ich von euch mal eine objektive Sicht der Dinge. Ich erzähl erstmal was los ist:
Ich bin vor ca. einem Jahr 400 km von meinem zuHause, meinen Eltern, meinem Bruder, Freunden usw weggezogen um ein Studium anzufangen. Mittlerweile bin ich im dritten Semester. Vor 4 Monaten bin ich dann nochmal innerhalb meines Studienortes in eine andere Wohnung gezogen. Während diesem Jahr ging es immer bergauf und bergab, was vor allem mein Heimweh angeht, unter dem ich doch ziemlich leide.
Im Sommer lernte ich hier jemanden kenne, verliebte mich und dachte ich bin endlich angekommen, leider ging das ziemlich schnell wieder in die Brüche und auch das 2. Semester habe ich Prüfungstechnisch verhauen. Um die verhauenen Prüfungen wieder auszubügeln müsste ich sie dieses Semester nocheinmal schreiben, das Problem ist, dass ich dieses Semester schon regulär 10 Klausuren schreiben muss und ich nicht weiß wo mir der Kopf steht. Wenn ich die Klausuren aber nicht nochmal schreibe habe ich das Gefühl, dass ich gar nicht weiter zu studieren brauche, weil ich denke, dass ich mich mit einer 3,... gar nicht erst bewerben muss. Neulich habe ich dann im Internet gelesen, dass es die Möglichkeit gibt mit dem Grundstudium und 90 Credits die sogenannte fachgebundene Hochschulreife zu erlangen. Ich habe vor meinem Studium nur die Fachhochschulreife gemacht und ein FSJ an einer Grundschule. Seit dem Jahr an der Grundschule bin ich eigentlich hin und weg davon und jedes mal, wenn ich eine Grundschule sehe oder irgendwas was damit zu tun hat denke ich "ich will auch". Ohne Abi hätte ich das aber nicht sofort studieren können. aber evtl mit der fachgeb. Hochshulreife. Ich habe mich auch schon mit einer Studienberatung einer Uni in Verbindung gesetzt, auf Antwort warte ich aber noch. Naja jedenfalls bin ich im moment schon fast auf dem Trip zu sagen, egal was ich mit der fachgeb. Hochschulreife studieren kann, ich will nochmal neu anfangen und zwar wieder in meiner Heimat.
Und eigentlich klingt das ja schon nach einer Entscheidung aber ich trau mich nicht wirklich das zu tun und mein Studium abzubrechen. Ich habe auch etwas Angst das meine Eltern mich dann nicht mehr unterstützen (ohne würde ich es wohl nicht schaffen) aber eigentlich sind sie total verständnisvoll und stehen hinter mir.
Und ich fühl mich halt einfach nicht wohl in meiner Studienstadt, ich mein klar ist ne nette Stadt, gibt schöne Ecken hier aber ich fühl mich einfach nicht zu hause und so richtig Anschluss habe ich halt hier nicht gefunden.

Was würdet ihr an meiner Stelle tun?
Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir Ratschläge geben könntet!

Danke schonmal im voraus!
Lieben Gruß
 
Hallo,

Naja, ich glaube, es wäre ganz gut, die Antwort der Studienberatung abzuwarten. Ich würde mich wohl nicht nur was den Wechsel angeht, beraten lassen, sondern auch was die eventuelle Weiterführung des aktuellen Studiums angeht. Im Moment spricht ja auch einiges dafür, dass Dir einfach emotional die Decke auf den Kopf fällt und du deswegen vielleicht die Sache mit dem Studium etwas zu schwarz siehst.

Nach Hause zu fahren, zurück ins Vertraute - das ist fast immer verlockend. Es sollte aber eben kein Rückzug oder eine Art "Verstecken" sein, weil das Leben in der Fremde stressig ist. Sonst könnte es sein, du bereust die Entscheidung bald und ärgerst dich, am Studienort nicht durchgehalten zu haben. Ich finde auch, dass es nach drei Semestern nicht so furchtbar unnormal ist, noch nicht wirklich heimisch in einer anderen Stadt zu sein. Das braucht seine Zeit, grad wenn man zum ersten Mal auf eigenen Füßen steht.

Deshalb: lass dich beraten was die reellen Chancen bei beiden Möglichkeiten - Studium weiterführen oder heimfahren und neu starten - sind. Und entscheid dann möglichst mit Kopf und Bauch🙂
 
Ich habe Ähnliches durchgemacht. Ich studiere jetzt im 5. Sem. Angewandte Informatik und hatte Mathe und Elektrotechnik im Grundstudium. Bin damals auch dafür umgezogen. Meine ersten drei Semester liefen ähnlich ab wie bei Dir. Es kam sogar so weit, dass ich eine Klausur aus dem ersten (!) Semester im 3. Versuch schreiben musste. (Das bedeutet als Bachelor Student, dass man keine Chance mehr hat das Fach zu studieren in Deutschland) Meine Nerven lagen blank, und es kam eins zum anderen. Mein langjähriger Freund trennte sich von mir und ich musste in dieser Zeit hals-über-kopf ausziehen, weil ich mir die Wohnung allein nicht leisten konnte. Und das kurz vor meinem 3.Versuch.

Aber ich habe mir immer geschworen, das egal was kommt ich mein Ziel auf jeden Fall erreichen möchte - komme was wolle. Ich habe meine Hoffnungslosigkeit, Wut und Verzweiflung in Ehrgeiz umwandeln können und meine Klausur letztendlich mit einer 2.0 bestehen können. Es ist ein unglaublich befreiendes Gefühl, wenn man sich entgegen seiner (phasenweise) schlechten Laune nicht vom Ziel abbringen lässt und seinen Weg einfach geht. Irgendwann bist Du durch damit und Du kannst deine Abschlussarbeit in Deiner Heimatstadt schreiben (zb).

Ich würde Dir auch empfehlen erst mal die Beratung abzuwarten.
Viel Kraft für Dich!
 

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