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Studium abbrechen? Ich trau mich nicht

Hast du schon mal über Urlaubssemester nachgedacht?
Dann hast Du Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II (wenn Du alleine lebst!!!) und kannst in aller Ruhe nachdenken, was Du wirklich willst.
Hast erstmal ein halbes Zeit und Ruhe.
Alternativ kannst Du in dieser Zeit den Lernstoff nachholen, wenn Du das willst.
Oder ein Buch schreiben.

Der ASTA Deiner Uni wird Dich beraten können zu Urlaubssemestern.
Zu meinen Studienzeiten waren 3 möglich ohne Angaben von Gründen. Für das 4. hätte man einen ärztlichen Attest gebraucht.
Ich habe sie mir damals alle gegönnt ... - anderthalb Jahre gar nichts tun. Ich fand das toll ...

Und vor allem: der Staat zahlt ... (wenn Du alleine wohnst, und nicht in einer Bedarfsgemeinschaft), dann hast Du auch Ruhe mit Deinen Eltern.
 
Also ich habe einen Vollzeitjob und ein Studium in kürzest möglicher Zeit gleichzeitig durchgezogen vor etlichen Jahren. Zugegebenermaßen waren die Arbeitszeiten studienfreundlich. 😉 Aber ein Studium + Nebenjob ist in jedem Fall für jeden machbar.
 
Ich finde übrigens dass Leute, die nicht im Bachelor-System studiert haben, da wenig mitreden können.
Wer auf Diplom oder Magister studiert hatte, hatte ein ganz anderes System.
Nur mal so.
Nur zu diesen Selbstschulterbeklopfungs-Beiträgen à la: "Ich habe ja auch und bla und bla".
Abgesehen davon dass die Situationen evtl ohnehin nicht vergleichbar sind (allein einen Job finden der nicht mit den Studienzeiten kollidiert ist schwer genug..wenn man jeden Tag über den Tag verteilt Kurse und Tutorien hat bei denen man nicht fehlen darf sondern wo Anwesenheitspflicht herrscht täglich und zusätzlich Hausaufgaben und Essays jede Woche schreiben etc...ich sage nicht dass es nicht möglich ist, aber eben nicht so easy-peasy leicht einen Vollzeitjob neben einem Bachelorstudium mit zwei Fächern zu haben - Das kann mir keiner erzählen, sorry!) - selbst wenn:
Ihr seid andere Menschen als ich.
Da hilft mir ein "Ich konnte das auch" wenig.

Zumal es hier ja nicht einmal darum geht ob das nun einfach ist oder nicht...ich finde nach wie vor dass es zumindest nicht einfach und nicht ganz ohne sonstige Einbußen der Lebensqualität möglich ist ein Bachelor-Studium zu machen wenn man kein Bafög und keine sonstige Unterstützung bekommt und gleichzeitig eine eigene Wohnung in einer Großstadt und Lebensunterhalt zu finanzieren - allein Bücher oder Material für die Uni kostet manchmal total viel.
Wie gesagt ich will nicht abstreiten dass es natürlich möglich ist...aber viel Zeit für sonstige Kurse, sonstiges Engagement, auch mal für sich sein und sich ausruhen/Freizeit, Sozialisieren und Freude finden, demonstrieren und sich Gedanken über die Welt machen usw bleibt da nicht...
Das sollte jetzt auch einfach eher eine Kritik sein an dem System und keine Vorwürfe oder Ausflüchte.

Aber: Darum geht es in diesem Thread nicht.

Hier geht es erst einmal darum, dass ich mich nicht ganz von meinem Studium trennen mag :/
 
Hier geht es erst einmal darum, dass ich mich nicht ganz von meinem Studium trennen mag :/
manchmal ist Loslassen das Beste.
"Heute beginnt der Rest Deines Lebens, wenn nicht jetzt, wann dann?"
Bitte mache nicht den Fehler und verharre aus Angst zulange in einem Studium, das vermutlich ohnehin zu nichts führen wird. Diesen Fehler habe ich selber gemacht und kann nur jedem davon abraten. Die Uni ist kein Sicherheitsnetz (nicht mehr). Personalchefs wollen Leute, die ihr Studium schnell durchgezogen haben. Also, mein Rat: geh.
Lebe Dein Leben. Sicherheit ist eh eine Illusion. Du hast einen Traum. Viele haben keinen.
Und ein Traum will verfolgt werden.
 
ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen!
Was liegt dir an deinem Studium so sehr, dass du es irgendwie trotzdem weitermachen willst. Die Angst, nach einem Abbruch nichts zu haben?
Ich bin nun im 6. Semester und habe viel zu lange etwas studiert, dass ich gar nicht will. Der Druck, Karriere zu machen ist groß, bzw man bekommt es doch regelrecht aufgezwungen, etwas werden zu müssen. Ich möchte das nicht (mehr). Wie jung warst du, als du zum Studium bist? Ich war gerade 19, schließe mit Anfang 22 nun den Bachelor ab. Ich hasse dieses System. Es zwingt uns zu Leistungen, die wir wie Maschinen erbringen sollen. Manch einer mag das verkraften, andere nicht - die brechen schnell ab. Dann gibt es noch die, die warten und hoffen, dass es besser wird. Ich habe gewartet, gehofft - Hoffnung verloren - jetzt warte ich. Es trennen mich noch 6 Monate vom Ende aber meine Geduld und Kraft reicht auch nicht mehr. Ich will den Abschluss nicht, will aber auch nicht von vorn anfangen. Ich will irgendwie gar nichts, außer meinen Platz in der behüteten Kindheit zurück. Leider wird es den nicht mehr geben und es führt kein Weg dran vorbei.

Welche die dich hier hart kritisieren, können schon deshalb nicht mitreden, weil sie nicht den Weg solcher Entscheidungen gegangen sind. Dann könnten sie vielleicht dein jetziges Verhalten nachvollziehen. Nicht jeder tickt gleich und dass viele vor Angst handlungsunfähig werden, liegt wohl in der Natur des Menschen. Wie sollte man auch anders? Es gehört ein sehr langer Prozess dazu, sich seiner Fehler, seinem Jetzt und dergleichen bewusst zu werden. Das man handelt, ist etwas völliges Andres. Viele unterschätzen diese Problematik wahrscheinlich, weil sie als Außenstehender sehr lapidar sagen können: Brich doch ab, du warst ja eh nie an der Uni und blablabla. Warum begreifen die nicht, dass solche Aussagen noch mehr verletzen und das letzte Stückchen Selbstbewusstsein endgültig zerstören. Man definiert sich leider mit einem Abschluss - genau das ist allerdings der Fehler, der uns von Geburt an in die Wiege gelegt wird. Nicht jeder wird daher sein Glück auf Anhieb finden können.

Ich wünsche es dir jedenfalls sehr - mir persönlich auch.
 
@lumineux Danke danke danke!! Die Worte könnten echt von mir stammen, denn ich bin momentan genau in der selben Situation. Jedoch erst im 4. Semester (wobei das letzte Semester noch nicht ganz abgeschlossen ist 🙁 ) Die ganze Problematik macht, obwohl es für Aussenstehende total banal ist (Motto: "Ist doch nur ein Studium"), depressiv. 🙁

Zum TE. Da ich mich in einer ähnlichen Lage befinde und selber keine Lösung habe, kann ich dazu leider nicht helfen. Ich wollte aber sagen, dass ich deine Lage gut nachvollziehen kann und ich dir alles Gute wünschen! 🙂
 
Moin

zur Info: Die TE hat ihr Studium abgebrochen und besucht derzeit eine Schauspielschule
(Aussage der TE in einem anderen Thread)
 

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