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studieren?

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Gast

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Habe heute noch eine Zulassung für den Master bekommen und bin frustriert. Seit langer Zeit bin ich arbeitslos und könnte einen Master eigentlich gut gebrauchen. Allerdings schaffe ich es nichtmal einen Job zu finden, Lernen wäre auch nicht so einfach. Ich leide untern Ängsten, Zweifeln, Scham, etc. Ich möchte mich nirgends zeigen und nichts ausprobieren, weil ich das Gefühl habe, es geht wieder schief. Wenn ich aber jetzt wieder zu Hause bleibe, dann erwartet mich noch mehr Frust. Gehe ich, dann passieren vielleicht wieder so viele schlechte Dinge. Ich weiß einfach nicht weiter. Ich bin wie ein Kind.
 

Hallo Gast,

schau mal hier: studieren?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Für welchen Master hast du die Zustimmung bekommen?
Hast du schon einen Bachelor gemacht? Vielleicht ist es für dich besser kleine Schritte zu machen und parallel eine Therapie in Erwägung zu ziehen?

Ohne zu lernen kannst du kein Studium bewältigen. Je nach der Art des Studiums wirst du auch Neues ausprobieren und raus gehen müssen.
Ein Studium muss dich an erster Stelle interessierten. Nur wenn du gut bist wirst du später auch einen Job finden.
Und gut bist du nur, wenn dir das was du machst Spaß macht.
Erfolg
 
Ohne Bachelor keinen Master.

Diese Zulassung ist ja nicht vom Himmel gefallen, Du musst Dich drum beworben haben.

Hast Du nicht erwartet, auch genommen zu werden und bist nun überfordert? Wie war es beim Bachelor mit dem Lernen?
 
Ich habe einen Bachelor gemacht, in einem anderen Fach. So einen Kombibachelor. Es war nicht gut. Ich war unreif und bekam so viele Probleme, dass ich am Ende depressiv wurde. Seitdem dümpelt alles vor sich hin. Ich habe auch eine Therapie begonnen, aber irgendwie können mir die Therapeuten nicht so richtig helfen. Ich versuche immer unter Zwang voranzukommen. Den Abschluss habe ich unter größter Anstrengung geschafft. Es war wie essen, wenn man nicht mehr essen kann und sich ständig übergibt. Ich war so müde und am Ende beherrsche ich den Stoff nicht einmal richtig. Im normalen Alltag komme ich auch nur bedingt zurecht, weiß aber nicht ob es auch an der Arbeitslosigkeit und sozialen Isolation liegt.

Ich habe jedenfalls Angst, dass ich mit dem Master wieder solche Probleme kriege und danach wieder Probleme habe, ins Berufsleben einzusteigen. Ich weiß, ich soll mich nicht so fertig machen. Allerdings weiß ich auch nicht, ob ich nicht tatsächlich den falschen Weg gehe. Spaß kommt mal mehr oder weniger. Ich habe mich noch nie richtig für irgendwas begeistern können. Bei mir weiß man nie so richtig, wie etwas ausgehen wird.
 
Was würde dir denn helfen?

Wie gesagt, ich bin (momentan) wie ein Kind. Ich brauche irgendwen, der mich leitet und auf mich aufpasst. Meine Familie kann mir nicht mehr helfen. Die sind völlig überfordert damit. Meine sog. Freunde interessieren sich nicht sonderlich. Aber auch sie wissen nicht weiter. Wenn nicht dieser Wankelmut wäre, dann hätte sich vielleicht schon vieles getan. Vielleicht bin ich Perfektionist, aber ich habe auch schon so viele um mich herum eingehen sehen, weil sie einen falschen Weg gegangen sind. Es ist vielleicht nicht ein "falscher", aber sehr ungünstig. Ich fürchte mich davor.
 
"I've missed more than 9000 shots in my career. I've lost almost 300 games. 26 times, I've been trusted to take the game winning shot and missed. I've failed over and over and over again in my life. And that is why I succeed."
- Michael Jordan
 
Wie gesagt, ich bin (momentan) wie ein Kind. Ich brauche irgendwen, der mich leitet und auf mich aufpasst. Meine Familie kann mir nicht mehr helfen.
Gut verständlich. Du bist 28 - das ist 'erwachsen' - aber nicht 'alt'. Von deiner Familie würdest du Hilfe wahrscheinlich auch gar nicht annehmen wollen/können.

Meine sog. Freunde interessieren sich nicht sonderlich. Aber auch sie wissen nicht weiter.
Was sollen sie auch TUN?
Wenn nicht dieser Wankelmut wäre, dann hätte sich vielleicht schon vieles getan.
Du gleitest in den Irrealis ab - der Konjunktiv II ist nur eine Verschleppungstaktik.
...einen falschen Weg gegangen sind. ..
Keinen Weg zu gehen ist auch einen Weg gehen. Klar, immer kann was schief gehen, man kann Fehler machen, andere können Fehler machen - schlimmer noch man macht Fehler, andere werden Fehler machen. So what?

Wovor fürchtest du dich?
 

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