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Studieren- Erfahrung oder Qual?

Verbalis

Mitglied
Hallo ihr Lieben,
ich hoffe sehr, dass ihr mir etwas helfen könnt. ich stehe jetzt vor der wichtigen Entscheidung: Was mache ich ,zur Hölle, mit meinem Leben?!
Für mich war bereits sehr früh klar, dass ich Psychologie studieren wollte. Ich wollte in die Beratung und Schülern bei ihren Schulproblemen helfen. Nun bin ich von diesem Weg aus verschiedenen Gründen abgekommen. Ich würde den NC nicht schaffen und ich zweifle, ob Studieren wirklich das richtige für mich ist.Viele lange Hausarbeiten viel Druck und viel Forschung. Ich bin mir sicher im Sozialen Bereich bleiben zu möchten und habe auch über ein Dales Studium der Soozialen Arbeit nachgedacht. habe aber darüber sehr viel schlechtes gelesen. Ausbildungen im sozalen Bereich sind meistens in der Pflege und man ist selten in der Beratung zuständig, bzw kann wirklich was Bewegen. Hat jemand irgendwelche interessanten Erfahrungen gemacht, aus welchen ich vielleicht profitieren könnte? Oder hättet irgendwelche Tipps für mich?
 

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Nero1990

Gast
Meine Empfehlung ist ganz klar nach dem Abi ein Jahr zur Orientierung zu nutzen. Manch einem mag das als verschwendetet Zeit erscheinen, aber das ist es nicht und kann einen vor voreiligen Fehlentscheidungen schützen.
Wenn du in den sozialen Bereich möchtest, dann lässt sich das doch sicher mit dem Bundesfreiwilligendienst koppeln. Da musst du mal schauen was die anbieten.

Duales Studium ist sicherlich eine gute Sache, bedeutet aber auch eine starke Belastung. Eventuell lieber nur normal studieren und Praktika einstreuen.

Allgemein kann Studieren der Schlüssel zu einem sehr erfüllten Leben sein, aber es bringt leider auch viele gescheiterte Existenzen hervor.
Im Zweifelsfall immer erst eine Ausbildung machen, damit man was "handfestes" hat. Wenn man dann ein Studium dranhängt hat man schon mal wertvolle Praxiserfahrung und kann mit dem Wissen noch nebenbei jobben.
 

inn3B

Aktives Mitglied
Viele lange Hausarbeiten viel Druck und viel Forschung.
Das hast Du sehr gut erkannt.

Ich studiere Maschinenbau.
Ich war auf dem Gymnsaium, mittelmäßiges Zeugnis. War nie so der Streber.
Ich war nicht zu schlecht um mein Abi zu machen, aber für ein gutes Abitur fehlte mir erstens die Motivation und zweitens lag e auch schlicht an meinen Fähigkeiten.

Was also tun, wenn man weder der typische Praktiker ist, noch Theoretiker, sondern irgendwo dazwischen ?
Das ist sehr schwierig.
Ich habe mich für ein Studium entschieden, da ich, wenn ich schon das Abitur geschafft habe, auch studieren wollte.

Fakt ist nun, dass mir das Studium zum einen Spaß macht, ich aber auch sehr viel zu beklagen habe, denn es ist nur und nöcher Theorie.
Pauken, pauken, pauken.
Ich würde so gerne auch mal mehr praktisch tätig, aber das ist nunmal jetzt so wie es ist.
Mir fehlt der praktische Bezug zu dem was ich mache.
Ich hoffe, dass sich das bis nach dem Sudium ändern wird, wenn man einem realen Projekt arbeitet und auch mal was zum "Anfassen" hat.

Hätte ich eine Lehre gemacht, dann wäre ich jedoch nicht richtig gefordert gewesen.
Habe ein halbes Jahr lang in einem Metallbetrieb gearbeitet. Ich fand pure Anwendung dann doch nicht anspruchsvoll genug.

Ideal wäre für mich die richtige Mischung gewesen.
Aber leider gibt es da keine wirkliche Alternative.

Du musst Dir sehr gut überlegen, welchen Weg Du diesbezüglich gehen willst.
Die richtige Dosis an Theorie und Praxis.
Ich halte das für fast das Wichtigste überhaupt bei seiner Berufswahl mittlerweile.

Ich kann Dir nicht sagen, ob meine Entscheidung die Richtige war. Noch nicht.
Für irgendetwas musste ich mich entscheiden.

Ich würde Dir hier raten auf Dein Bauchgefühl zu hören.
Wenn Du beim Gedanken an ein Studium ein unwohles Gefühl bekommst, dann würde ich mir das mit einem Studium sehr gut überlegen.
Denn man kann ein Studium nicht mit Gewalt durchprügeln. Macht man seine Sache nicht gerne und ist 100% motiviert, dann hat man keine Chance.
Ein Psychologiestudium dürfte sehr theoretisch sein und extrem hart.
Die Frage ist, ob Du so etwas machen willst. Denke drüber nach.
 

LadyTania

Aktives Mitglied
Studieren bedeutet viel Arbeit - Das stimmt ;) Ich denke, dass das Studium an sich nicht so anstrengend ist. Problematisch ist, dass man sich das Leben auch irgendwie finanzieren muss. Du musst eventuell noch jobben gehen. Also irgendwie Studium, Sozialeben, Arbeit, Hobby und Schlafen unter einen Hut bekommen :D Ich denke, dass ist für mich die größte Hürde. Ich studiere Jura, hatte ein Einser-Abi und bin sehr organisiert. Trotzdem bleibt immer was auf der Strecke.

Würde ich nochmal anfangen, würde ich mehr nach einem dualen Studium suchen. Die Verbindung von Studium und Arbeit muss finanziell eine große Entlastung, denke ich.

Psychologie müsste doch an einigen Unis NC-frei sein, oder? Ich habe eine nicht sehr bewanderte Bekannte, die das studiert. Sie hatte unter Garantie keine gute Note.

Von diesem Rumgetrödele im sozialen Jahr halte ich garnichts. Fällt einem später alles auf den Fuß. Da ist man noch am studieren und schon wird das Kindergeld gestrichen und mit dem Bafög wirds problematischer, weil man zu alt wird. In meinem Studiengang ärgern sich viele darüber, nicht gleich begonnen zu haben. Ein soziales Jahr würde ich nur machen, wenn du diesen Nachweis brauchst oder es dir Vorteile bietet.
 

susa33

Mitglied
Nero hat Recht: Orientier dich erst mal!

Neben dem sozialen Jahr gibts auch die Möglichkeit zu einem ökologischen (Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) - ijgd | Internationale Jugendgemeinschaftsdienste | Workcamps, FSJ, FÖJ, Freiwilligendienste) ... das kannst du auch mit Ausland verbinden ... unbedingt empfehlenswert ... schon allein wegen der Sprachkenntnisse, die dir IMMER einen Vorteil (auch in der Arbeitswelt) verschaffen! Gibt an manchen Unis auch die Möglichkeit, in mehrere Fächer reinzuschnuppern, H heißt glaube ich Studium Generale ... musste mal gucken...

Langes Rumtrödeln ist das zackige Durchforsten von möglichen späteren Arbeitsfeldern nicht!

Versuche schon in dieser Zeit Kontakte zu knüpfen: Kontakte zu möglichen Arbeitgebern, Praktikumsmöglichkeiten, Mitmenschen, die Dir was übers Studium/ die Ausbildung erzählen können!!!

Bloß nicht halbherzig studieren! Kostet viel Geld und bringt (unentschieden) nur verlorene Zeit und Frust! Psychologie schon mal gar nicht, hast du dir mal angesehen, wie viel Psychologenstellen es gibt, die Bewerber ohne psychotherapeutische Zusatzausbildung (Kosten zwischen 6000 - 30 000 Euro!) nehmen.... ?

Und Bauchgefühl ist immer wichtig: Drauf hören ... ist dein persönlicher Lebenskompass!!! ;)

Viel Erfolg und gutes Gelingen!!!!
LG
Susa
 

GrünerKater

Aktives Mitglied
Meine Empfehlung ist ganz klar nach dem Abi ein Jahr zur Orientierung zu nutzen. Manch einem mag das als verschwendetet Zeit erscheinen, aber das ist es nicht und kann einen vor voreiligen Fehlentscheidungen schützen.
Wenn du in den sozialen Bereich möchtest, dann lässt sich das doch sicher mit dem Bundesfreiwilligendienst koppeln. Da musst du mal schauen was die anbieten.
Da kann ich mich nur anschließen! Die Arbeit im sozialen Bereich ist nämlich nicht immer wie man sie sich vorstellt.

Duales Studium ist sicherlich eine gute Sache, bedeutet aber auch eine starke Belastung. Eventuell lieber nur normal studieren und Praktika einstreuen.
Ich studiere dual im sozialen Bereich. Der Lernstoff ist sehr komprimiert und bei mir bleibt relativ wenig hängen. Du hast nach 3 Monaten Theorie innerhalb von einer Woche sämtliche Prüfungen. Kann auch mal heißen, dass du in einer Woche 3 Klausuren schreiben und 2 Hausarbeiten abgeben musst. Bulimielernen. Und danach hast du keine Ferien, sondern darfst am nächsten Montag im Büro antanzen.
Und wenn du Pech hast, studierst du in einer anderen Stadt als du arbeitest. Musst also entweder pendeln oder alle 3 Monate umziehen und zwangsläufig in WGs leben, weil niemand eine Wohnung für passende Zeiten (unter)vermietet. Pendeln kann verdammt teuer werden und die Sache mit den Umzügen kann man nur guten Gewissens empfehlen, wenn du in einem Ort bei deinen Eltern wohnen kannst. Ansonsten zieht das einen Haufen Probleme nach sich! Schon alleine, weil du keine feste Meldeadresse hast und ständig Geld für ne Kaution brauchst und die alte evtl noch nicht zurück hast.

Allgemein kann Studieren der Schlüssel zu einem sehr erfüllten Leben sein, aber es bringt leider auch viele gescheiterte Existenzen hervor.
Im Zweifelsfall immer erst eine Ausbildung machen, damit man was "handfestes" hat. Wenn man dann ein Studium dranhängt hat man schon mal wertvolle Praxiserfahrung und kann mit dem Wissen noch nebenbei jobben.
Kann mich wieder einmal nur anschließen! Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich keinen meiner beiden Studiengänge nochmal machen. Dir muss das Lernen wirklich liegen und du musst bereit sein, dich über Monate mit sehr trockenen Themen zu beschäftigen und drüber zig Seiten nach strengen Kriterien zu schreiben. Ich finde das richtig grauenvoll!!!

Würde ich nochmal anfangen, würde ich mehr nach einem dualen Studium suchen. Die Verbindung von Studium und Arbeit muss finanziell eine große Entlastung, denke ich.
Nein, ist sie nicht. Jedenfalls nicht im sozialen Bereich. Ich verdiene weniger als ich in meinem ersten Studium Bafög bekommen habe. Zudem habe ich hohe Kosten für Hochschulgebühren und Fahrtkosten.
Wer nur das Gehalt hat und keine weiteren Leistungen bekommt (Kindergeld, Waisenrente, Unterhalt...), kann sich mit einem dualen Studium kaum finanzieren.
 
D

dove

Gast
Ich habe erst Jura studiert um etwas Zeit zu überbrücken, weil ich etwas machen wollte.
Dann Literatur/Philosophie und mir hat es wahnsinnig viel Spaß gebracht und ich fand es auch nicht schwer sondern sehr einfach.
Bei mir waren es Geldprobleme wegen denen ich abbrechen musste und eine ungewollte Schwangerschaft.
Von Noten, Motivation usw hat es mir persönlich sehr viel Spaß gebracht.
Jura weniger, aber da wollte ich eh nur ein Semester "reinschauen" das klappte schon.
Und ich habe viele Vorlesungen im Bereich Medien besucht und nebenbei noch Sprachkurse in Chinesisch/Japanisch.
Also was "Qual" dran soll weiß ich nicht.

Nur das Finanzielle...über 2000€ Schulden und mehr.
 
G

Gast

Gast
Sind ja immer sehr Persönliche Erfahrungen und Lebensläufe.
Und was man Schicksal oder Glück nennt spielt oft mit rein.
Direkt nach dem Abbi studieren wird für viele zur Belastungsprobe, wenn nicht die Materielle Seite geklärt nist.
Das lustige Studenten leben al la ( Feuerzangenbowle ) gibt es nicht genau so wenig wie die ( Seefahrer Romantik ):
Die Anforderungen und der Konkurrenzdruck nehmen ständig schneller zu.
Es ist ein Lebenslanges lernen nötig um am Ball zu bleiben.
Also ist ein Studium auch nur eine Art Grundausbildung geworden.
Es gibt zwei Arten von Absolventen, die Karrieristen, und alle anderen.
Oft …muß jeder klein anfangen.
Die Geschichte vom Tellerwäscher, der zum Millionär wurde ist kein Märchen.
Kaum jemand hat in dem Bereich angefangen, in dem er sich eigentlich immer sah, und trotzdem führen die Wege irgendwann zum eigentlich Ziel.
Aber bevor es soweit ist, muß sich (fast) jeder mal die Finger schmutzig machen.
Leider haben sich die Zeiten geändert, und deine Eltern haben gar keine Lust mehr, dich von vorne bis hinten zu bemuttern, sondern wollen, daß du auf eigenen Beinen stehst!
Denn wann das passieren soll, steht in keinem Lehrbuch.
Das mußt du schon selbst herausfinden.
https://www.jobmensa.de/studentenjobs/?link_source=magazine
 

GrünerKater

Aktives Mitglied
Ich habe erst Jura studiert um etwas Zeit zu überbrücken, weil ich etwas machen wollte.
Dann Literatur/Philosophie und mir hat es wahnsinnig viel Spaß gebracht und ich fand es auch nicht schwer sondern sehr einfach.
Philosophie hab ich auch mal studiert und abgebrochen. Und ich muss dir zustimmen: Ein Philosophiestudium ist sehr einfach! In einer Prüfung durchfallen, ist nahezu unmöglich, wenn man den entsprechenden Text und die Wikipedia-Zusammenfassung gelesen hat.
In anderen Studiengängen - die mit NC und einer beruflichen Perspektive - sieht das allerdings anders aus. In Philosophie wird nicht "ausgesiebt" und die Menge des Stoffs, den man auswendig lernen muss, hält sich in Grenzen.
 

Mustang

Aktives Mitglied
Wenn du dich fragst, was du mit deinem Leben machen sollst, ist "studieren" die falsche Antwort. Du willst kein Student werden sondern Psychologe oder Ingenieur. Während das Studium zwischen 3 und 5 Jahre dauert erwarten dich danach 40 Jahre Arbeitsleben. Konzentrier dich darauf und seh das Studium bzw die Ausbildung nur als Trittstufe dahin.

Hausaufgaben sind nervig, aber weisst du was wirklich nervig ist? Ein Gehalt von 2000€ Brutto, welches du als Geselle für Mechatronik bekommst, während Studienabgänger für Mechatronik bei 4000€ einsteigen (Link). Nervige arbeit wird dir so oder so blühen, du hast jetzt nur die Qual der Wahl, welcher nervige Arbeit du noch am ehesten was abgewinnen kannst.
 

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