Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Studienbeginn katastrophal gelaufen

Hey...

Ich kann mich mit dem, was Du geschrieben hast, gut identifizieren...
Geht mir fast genauso...
Man stellt sich eingentlich immer selbst ein Bein, als würde mans darauf anlegen, dass es schief geht... und es geht schief!

Ich hab mich mit solchen "Verhaltensweisen" im Rahmen meines Studiums auseinandergesetzt -allerdings in Bezug auf Schule- das nennt man dann "Schulverweigerung".

Ich nenne solche Verhaltensweisen, die einem das "ordentliche Studieren" ganz schön schwierig machen, äquivalent zu obigem Beispiel "Univerweigerung"...

Ist dieses Studium dein Erstes?
Wenn ja, dann hast Du noch mehr Möglichkeiten, etwas dafür zu tun, dass sich diese dysfunktionalen Verhaltensweisen nicht zur Gewohnheit entwickeln...!

Hast Du Kontakte zu Leuten in deinem Studiengang?
Ich hab herausgefunden, dass das einer der wesentlichen Punkte ist, die einem dabei helfen können, diesen Negativkreislauf zu durchbrechen. Wenn Du mit Leuten was ausgemacht hast, musst Du hin, selbst wenn Du zu spät kommst, Du bist dann wenigstens da!!! Soziale Verpflichtungen können einen dann durchweg motivieren, alles zu tun, um an die Uni zu kommen. Und dann spielen auch so Sachen, wie ich hab mich jetzt nicht hübsch gemacht oder so keine so große Rolle mehr.

Wie Du ja selbst schon bemerkt hast, besitzt Du ja die Kompetenz, dich so zu organisieren, dass du rechtzeitig an der Uni bist. Und wenn man mal da ist, geht man so schnell auch nicht mehr, oder? (So ist es bei mir zumindest mal)

Hilfreich kann auch sein, wenn Du dich in der Fachschaft oder so engagierst. Da du ja in dem Ort deiner Hochschule wohnst -wenn ich das richtig verstanden habe- kannst du an deren Treffen teilnehmen.
Du brauchst schlussendlich nur einen Grund, an der Uni AUF JEDEN FALL aufzutauchen. Den musst Du für dich finden. Wie gesagt, am besten klappts über Beziehungen zu anderen. Und bitte keine Selbstabwertungen mehr, dass macht es meistens nur noch schlimmer. Wenn Du dich schlecht fühlst, wird es Dir noch weniger gelingen, etwas zum Positiven hin zu ändern. Fixier Dich auf die Situationen, in denen Du es geschafft hast, dort zu sein. Vielleicht war da nicht alles perfekt, aber Du warst DA und das sollte dein wichtigstes Ziel sein...

Dein letzter Beitrag ist ja schon ein paar Wochen her... Wie gehts Dir aktuell? Gehst Du hin?
Vielleicht könnten wir uns gegenseitig helfen...
Wünsch Dir gutes Gelingen!
LG Rala
 
Hallo,

danke für deinen Beitrag.

Eine Schulschwänzerin war ich auch, teilweise ganz extrem. Es war diese Perspektivlosigkeit. Auf dem Gymnasium nicht zu wissen, wo man landen wird, das Abi in weiter Ferne...später kamen Depressionen dazu...

In der Fachoberschule hab ich mich irgendwann sehr zusammengerissen, weil ich endlich ein gutes Zeugnis haben wollte. Aber mir ist der Unterricht auch nie besonders schwer gefallen. Auf dem Gym, ja, in Mathe. Aber danach irgendwie nie mehr, ich hab es immer nicht fassen können, dass die da wochenlang in den Unterricht gingen um DAS zu lernen, was ich mir an einem Nachmittag angelesen hatte.

Aber mittlerweile ist das nicht mehr so. Ich bin ja kein Superhirn. Ist logisch, dass man, wenn man vom Gym kommt, höheres Niveau gewohnt ist, als dann in der Realschule vorherrscht.

Also ich hab jetzt mit ein paar Leuten geredet und denen sozusagen versprochen, jetzt immer aufzutauchen. Natürlich ist es irgendwo albern, man macht das immerhin für sich und nicht, weil man es anderen verspricht. Aber es funktioniert bisher. Einmal kam ich eine halbe Stunde zu spät, normalerweise wär ich nicht mehr hingefahren, bin ich aber dann trotzdem.

Auch an die Wohnung usw. hab ich mich jetzt ganz gut gewöhnt. Geht mir nicht mehr alles so auf die Nerven wie vorher. Ich glaube, ich bin auf nem ganz guten Weg.

Ach ja, ich hatte auch einem Kommilitonen manchmal versprochen, mit ihm zusammenzuarbeiten oder ihm was mitzubringen, was wir im Unterricht brauchen, usw...und das hat mich auch dazu gebracht, hinzufahren.

Sag mal, verweigerst du denn momentan noch? Oder hast du es im Griff?

Erzähl doch mal ein bisschen von dir, würd mich freuen, zu lesen!

Viele Grüße!
 
Huhu,

es freut mich sehr, dass es bei dir besser klappt, als zu Beginn deines Threads!

Mmhhh, also bei mir funktioniert es bei bestimmten Veranstaltungen ganz gut, bei anderen weniger. Da ich weiter weg wohne, versuche ich meist erst Veranstaltungen ab 10Uhr zu belegen, und es klappt, wenn ich wirklich dort hin will und muss.

Bei anderen Veranstaltungen läuft das nicht immer so gut, und ich muss echt noch daran arbeiten. Leider sind einige liebe Kommilitonen mittlerweile nicht mehr an der Uni und auch wenn ich wieder andere getroffen habe, ist das offenbar für mich manchmal nicht verpflichtend genug.

Trotzdem habe ich beschlossen, dass ich dieses Studium egal wie positiv beenden werde, und das gibt mir die Kraft, mich entsprechend weiter darum zu bemühen. Schließlich habe ich auch mein Abi bestanden, trotz horrender Fehlzeiten😉

Ich suche mir auch gezielt Veranstaltungen von Dozenten, die mir etwas bringen und in deren Seminare ich gerne gehe, um mir das Ganze etwas leichter zu machen.
Allerdings hab ich auch schon viel schleifen lassen und musste dadurch schwere Konsequenzen tragen.
Aber das überzeugt mich umso mehr davon, dass ich es zu Ende bringen will, auch wenn das wohl noch ein bisschen dauert.

Ich hege große Hoffnungen auf das kommende Semester und werde mir weiterhin Mühe geben, mich nicht vollkommen von der Uni zu distanzieren und die erforderlichen Leistungen zu bringen.

Wie ist dein Resümee für das WS 09/10?

LG Rala
 
Hallo Rala!

Ob dieser Gast sich nochmal meldet, ist fraglich. Sein letzter Beitrag ist ca. vier Monate alt!
 
Hallo EuFrank,

Danke für deinen Hinweis, das habe ich bereits gesehen, aber da Gast danach gefragt hat, wie es bei mir läuft und ich den Thread erst gestern wieder gefunden habe, wollte ich antworten.
Ausserdem denke ich, dass dieses Thema unter Umständen für diejenigen nützlich sein kann, denen es aktuell ähnlich geht und hier vielleicht vorbeischauen.

LG Rala
 
Hallo.

Doch, dieser Gast meldet sich noch mal 🙂

Hab mich die letzten 2 Monate zusammengerissen, aber so richtig hat es nicht geklappt. Hab auch gute Vorsätze fürs neue Semester...

Grade siehts aber mau aus, hab keine Lust mehr auf gar nichts. Bin momentan bei Verwandten zu Besuch, hab kein bisschen Lust, an den Studienort zurückzukehren, dort wieder über dem Stoff zu brüten alleine in meiner Wohnung und ach, überhaupt auf alles, wird mir allmählich zu viel. Die Klausuren, die ich geschrieben habe, habe ich überraschend gut bestanden, aber ich muss noch ein paar wiederholen und dann kommt erstmal Ostern und dann geht das Semester los, aber jetzt würd ich das Studium grade am liebsten abbrechen, in die Wüste ziehen und nie mehr eine Menschenseele sehen müssen.

Ist nicht so, dass ich konkreten Anlass hätte, mehr so eine Dauergenervtheit von der Abgeschiedenheit der Wohnung (nein, ich mag in keine WG ziehen), dem öden Stoff, dem Verhalten einiger Kommilitonen und jeden Tag der ewig selbe Mist, und jetzt schneits auch schon wieder.

Überleg beinahe, mir eine Ausbildung zu suchen, um mir eine vernünftige Wohnung irgendwo ganz anders finanzieren zu können und nicht mehr in der grässlichen Großstadt, lieber in der Nähe der Verwandten, wo ich jetzt bin...aber eigentlich kann ich das vergessen. Damit wäre ich dann auch wieder nicht zufrieden.

Wahrscheinlich werd ichs auch nie mehr.

Was solls.

Viele Grüße
Threadersteller
 
Mal eine Frage :

Kann es sein, dass du das was du da studierst garnicht wirklich willst ?
Kann es sein, dass du einer Vorstellung folgst, die dich in einem Licht zeigt, dem du garnicht standhalten kannst ?

Also so war es zumindest zu Studienbeginn bei mir. Ich habe einige Semester gebraucht, um mich mir, meinen Wünschen und Möglichkeiten bewußt zu werden. Ich würde es als normal einstufen.

Zu dem zu oft zu spät kommen kann ich sagen, dass du damit richtig liegst wenn du vermutest, dass dies merkwürdig bei den Kommilitonen ankommt. Du zeigst damit schon recht deutlich, dass du niemand bist, auf den man sich verlassen sollte bzw. der alles im Griff hat. Zwar wird es dir sicher trotzdem gelingen in einen Beruf zu finden, aber dir sollte auch bewußt sein, dass man dir diese Art auch sonst anmerkt.
 
Hey!

Danke für deine Worte.

Da triffst du schon ein wenig den Nagel auf den Kopf (was fürn paradoxer Satz) 😉

Also ich weiß nicht, was ich von meiner beruflichen Zukunft zu erwarten habe. Das Studium garantiert mir keinen Arbeitsplatz. Und ich bin mir nicht sicher, ob ich das packen werde, was ich mir vorgenommen habe und wie genau das dann ist, wenn ich arbeite. Ich weiß, dass ich nen Job finden kann, wenn ich mich reinhänge, aber bin mir nicht sicher, obwohl es mich interessiert und mir Spaß macht und ich auch irgendwo stolz auf den Studienplatz bin, ob ich später da reinpassen werde und der Bereich meine Erwartungen erfüllen wird.

Momentan glaube ich, das sagen viele, dass das einfach das typische Grundstudium ist, wo man viele öde Fächer hat, die man gar nicht so mag und wenn die Wahlfächer kommen, wirds besser. Aber eigentlich könnte ich ohne viel Aufwand besser sein (und hab auch vor, das zu werden, weil ich kein Horrorsemesterende mehr haben will).

Und ja, ich weiß, dass ich nicht der zuverlässige, verantwortungsbewusste Mensch bin, der ich sein will. Ich bin in den Augen der anderen noch niemand, auf den man sich verlassen kann. Das tut weh, aber ich bin ja selber schuld. Zu spät kommen viele...und ich sag dazu auch gar nix mehr. Worte helfen nicht, und nicht erfüllte Versprechungen machen es nicht besser.

Will den anderen im nächsten Semester zeigen, was ich kann und dass auf mich durchaus Verlass ist. Hab mich ja auch echt reingehängt teilweise...

Ich hoffe, mir wird dann auch klarer werden, was ich will und kann etc...

Danke noch mal und viele Grüße
Threadersteller

PS: Beschreib doch mal, wie es bei dir hinsichtlich der Erwartungen usw. war.

PPS: Und ich weiß, dass man nen leichten Schlendrian mir anmerkt, dabei bin ich eigentlich absolut perfektionistisch veranlagt...ich kämpfe nur dauernd mit mir selber rum, weiß aber, dass ich recht einfach sehr gute Leistungen bringen könnte. Das tut weh. Es tut so weh, dass es maßgeblich zu einer Veränderung, die ja bereits stattfindet, beitragen wird.
 
Huhu,

schön, dass Du noch hier bist🙂

Ja, was soll ich dir zu deinen letzten 2 Postings sagen, mir gehts da sehr ähnlich...mmhhh

Also, ich weiß ja nicht, was du studierst und wie deine Berufsaussichten aussehen, aber ich glaube, ein abgeschlossenes Studium ist schon mal was und bringt einen immer weiter...

Wenn dein Fach dich nicht total annervt, würde ich sagen, mach weiter... Ausbildung ist auch nicht immer nur einfach... Der einzige Vorteil, den eine Ausbildung wohl hat, ist, dass man da hin MUSS, sonst fliegt man... Kann gut sein für so Leute wie wir😀 Ein Praktikum kann einen ähnlichen Effekt haben, musst du in deinem Studium eines machen?

Noch ein Tipp am Rande: Ja, das Grundstudium ist meist Themenmäßig nicht sooo der Hammer... sind halt die Grundlagen... Aber bei uns kann man auch in manche Seminare fürs Hauptstudium, wenn man sich da zurückhält und nicht blöd auffällt, hat da niemand ein Problem damit, wenn man da mal "reinschnuppert"... Für mich waren diese Veranstaltungen der "Motor", mein Studium weiterzumachen, auch wenn mich so manches echt genervt hat, denn ich weiß, da will ich hin...🙂

Vielleicht gibts bei dir diese Möglichkeit ja auch?

Und ich weiß, dass man nen leichten Schlendrian mir anmerkt, dabei bin ich eigentlich absolut perfektionistisch veranlagt...ich kämpfe nur dauernd mit mir selber rum, weiß aber, dass ich recht einfach sehr gute Leistungen bringen könnte. Das tut weh. Es tut so weh, dass es maßgeblich zu einer Veränderung, die ja bereits stattfindet, beitragen wird.
Das kenn ich nur zu gut...
Ich versuche, mir immer die positiven Seiten ins Bewusstsein zu rufen, dass ichs bis hier hin durchgehalten habe, dass ich mich echt bemühe und das ich auch was leisten kann, wenn ich will... Jede gute Note und alles, was ich geschafft habe halte ich mir vor... und das ich es letztendlich für mich mache...

Mmhhh, ich glaube, ich kann Dir da gerade nicht so behilflich sein, bei mir siehts ja ähnlich aus, vielleicht nur ´ne Nummer verschärft...
Lass Dich nicht unterkriegen, du kannst es schaffen, da bin ich mir sicher!

LG Rala
 

Anzeige (6)

Thema gelesen (Total: 2) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben