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Streit mit bester Freundin

Paris0006

Neues Mitglied
Hey,
Ich hatte mal eine beste Freundin mit der ich durch dick und dünn ging. Wir haben uns alles erzählt und auch viele zusammen gemacht, halt das was man als beste Freunde macht. Von einem Tag auf den Anderen jedoch verstanden wir uns nicht mehr so gut und wir stritten uns wegen einem eigentlich lächerlichen Thema. Das war im Mai uns seitdem haben wir fast jeden Tag gestritten. Während der Zeit kamen immer mehr Sachen ans Tageslicht und sie log mich immer mehr an. Also wir standen in der U Bahn und sie erlaubte es sich mir in mein Gesucht zu lügen. Ich sprach sie total oft darauf an und sie meinte immer sie änderte sich, aber es kam nie was. Wenn für eine Woche und dann verfiel sie wieder in alte Muster. Irgendwann habe ich gesagt, dass ich darauf keine Lust mehr habe und das unsere Freundschaft keinen Sinn hat und hab sie am Angang des Jahres überall blockiert. Seitdem reden wir nicht mehr miteinander bzw schauen uns nicht wirklich an. Sie hat mich sehr schnell ersetzt und kommt mir einen anderen Mädchen in der gleichen Kleidung zur Schule und so weiter halt. Sie unternehmen Sachen, die wir früher gemacht haben und das tut am meisten weh. Ich sehe sie jeden Tag in der Schule und bekomme ihre krassen Veränderungen mit. Seitdem wir keinen Kontakt mehr haben raucht sie, trinkt Alkohol, schreibt schlechte Noten und gibt sich mit den komischen Typen ab, die sie nur ausnutzen, während ich eben mich in der Schule verbessert habe usw. Ich weis nicht wie ich diesen Streit sehen soll, weil er eigentlich total unnötig war, aber es eben so passiert ist. Es tut eben total weh, sie jeden Tag mit den anderen Mädchen zu sehen und so weiter... Ich weis nicht was ich machen soll, weil ich eigentlich schon ein offener Mensch bin, aber nicht mit den Schmerz klarkomme.

Danke für bis hier lesen ☺
 

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Quarks

Mitglied
hallo Paris,

Freunde sind Wegbegleiter im Leben. Manche begleiten uns für einige Monate, andere für Jahre oder sogar für Jahrzehnte. Aber festhalten können wir keinen Menschen. Manchmal trennen sich die Lebenswege, manchmal ist es ein gravierendes Ereignis, welches zur Trennung führt.

Wir haben keinen Anspruch darauf, dass unsere Freunde immer unsere Freunde bleiben und uns in jedem Lebensabschnitt begleiten.

Meine Empfehlung: Akzeptiere die Realität und sei rückschauend einfach nur dankbar für die gute Zeit, die ihr zusammen hattet. "Erlaube" ihr, ihr eigenes Leben zu führen, zu welchem auch negative Entscheidungen und Verhaltensweisen gehören, die Du für Dich aus gutem Grund ablehnst. Ich denke, Du hast Dich richtig entschieden, Dich von ihr zu trennen.

Wenn Du nach vorne schaust, Dich auf Deine Ziele konzentrierst, wird es Dir auch leichter fallen eine neue Freundin zu finden, die zu Deinem Lebensabschnitt passt.
 

Sarnade

Aktives Mitglied
Freunde sind Wegbegleiter im Leben. Manche begleiten uns für einige Monate, andere für Jahre oder sogar für Jahrzehnte. Aber festhalten können wir keinen Menschen. Manchmal trennen sich die Lebenswege, manchmal ist es ein gravierendes Ereignis, welches zur Trennung führt.

Wir haben keinen Anspruch darauf, dass unsere Freunde immer unsere Freunde bleiben und uns in jedem Lebensabschnitt begleiten.
Ich finde es auch schade, dass Freunde meist nur "Lebensabschnittsgefährten" sind. Aber auch ich habe die Erfahrung machen müssen, dass keine Freundschaft ewig hält. Meist driftet es früher oder später auseinander. Rückblickend stellt man dann oft sogar fest, dass es im Grunde nie richtig gepasst hat. Wenn man nicht dieselbe soziale Herkunft hat oder später nicht in ähnlichen Lebensverhältnissen lebt, ist eine dauerhafte Freundschaft meist zum Scheitern verurteilt. Alleinstehende, eher bescheidene und zurückhaltende Menschen haben es hierbei oft besonders schwer. Zumal die meisten Menschen nach meiner Erfahrung keine wahre Freundschaft, sondern eher Renommierbekanntschaften zu einflussreichen, selbstbewusst auftretenden, erfolgreichen, extravertierten Leuten anstreben, von denen sie sich Vorteile versprechen können. Eignet man sich dafür nicht, hat man z.B. irgendwelche Probleme, für die man gar nichts kann, und ist deshalb eher ernst, wird man aussortiert und links liegen gelassen. Es reicht oft schon, wenn man unverheiratet und partnerlos ist bzw. mit seinem Partner bestenfalls eine Wochenendbeziehung führt und keine Kinder hat. Dann passt man nicht in die üblichen sozialen Gemeinschaften und Erfolgskategorien, selbst wenn man ansonsten in geordneten Verhältnissen lebt, einen akademischen Beruf ausübt und keine finanziellen Sorgen hat. Ob man einen guten Charakter und sich um die Freundschaft bemüht hat, uneigennützig und hilfsbereit ist oder nicht, ist dabei völlig irrelevant.

Ich wünschte manchmal, meine Eltern hätten mich auf dieses Phänomen besser vorbereitet. Im Grunde hätte ich es mir aber auch selbst denken können; denn sie hatten auch keine Freunde aus der Jugendzeit und im Grunde nur die sozialen Kontakte, die sich aus Verwandtschaft (und da auch nur zu bestimmten Personen), Nachbarschaft und bei meinem Vater noch aus der Mitgliedschaft in verschiedenen Vereinen ergaben. Sie lebten sehr zurückgezogen, hatten kaum mal Besuch und wurden auch nur selten eingeladen. Vielleicht am ehesten noch zu runden Geburtstagen oder dergleichen in der Nachbarschaft. Bei uns wurde auch nicht groß gefeiert. Bei entsprechenden Anlässen, wie z.B. Silberhochzeit, entzogen sich meine Eltern einer Feier, indem sie verreisten. Es war ihnen zu teuer und sie waren auch nicht gesellig genug dazu. Auch ich bin solche Festivitäten nicht gewöhnt und fühle mich dabei bis heute nicht wirklich wohl. Meine Schwester und ich durften zu unseren Geburtstagen früher zwar immerhin ein paar Kinder bzw. Jugendliche einladen, aber als ich die 30 überschritten hatte, spielte sich in der Hinsicht auch kaum noch etwas ab. Die letzte größere Geburtstagsfeier hatte ich zu meinem 31. Geburtstag. Ein paar Jahre später habe ich dann noch ein- oder zweimal wenige (drei) Bekannte eingeladen. Danach habe ich meinen Geburtstag nie wieder wirklich gefeiert. Heute reicht es mir vollkommen, wenn ein paar Leute Karten schicken, per WhatsApp gratulieren oder anrufen. Ich werde auch nicht mehr zu Geburtstagsfeiern bei anderen Menschen eingeladen.

Ich kenne zwar auch Menschen, die eine sehr langjährige Freundschaft haben. Das liegt aber oft auch daran, dass sie sich nicht groß verändert haben, immer am Heimatort oder gar im Elternhaus wohnen geblieben sind. Das geht dann oft auf Kosten der persönlichen Weiterentwicklung und des Horizonts. Muss aber auch nicht sein. Manche Leute, die es so handhaben, bereisen ja dennoch die ganze Welt und kommen viel herum.

Was kann ich dir empfehlen? Im Grunde nur, dass du frühzeitig akzeptierst, dass die wenigsten Freundschaften über Jahrzehnte halten, selbst wenn man sie phasenweise als noch so intensiv empfunden hat. Ich möchte diese Nähe mittlerweile auch gar nicht mehr. Aber ein paar Sozialkontakte, mit denen man ab und zu unverbindlich plaudern kann, halte ich für das seelische Wohlbefinden schon für wichtig. Dazu muss ich aber nicht befreundet sein.

Ich würde auch die Schuld nicht ausschließlich bei mir suchen, wenn ich keine Freunde habe. Es gibt Rahmenbedingungen, die die Chancen, mit anderen Menschen befreundet sein zu können, deutlich verringern. Lebensverläufe, die einen ohne eigene Schuld zum Außenseiter oder jedenfalls (in den Augen der meisten Menschen) eher zur unbedeutenden Randfigur machen. Das ist dann eben so.

Außerdem ist es bei dir ja gar nicht so, dass du keine Freunde hast. Diese eine Freundschaft ist zerbrochen. Das heißt noch lange nicht, dass du nie wieder eine andere gute Freundin finden wirst. Deine frühere Freundin hat sich eben sehr zu ihrem Nachteil verändert, aber dafür kannst du nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:

Yado_cat

Aktives Mitglied
Irgendwann passt es halt einfach nicht mehr, eure Streitereien zeigen das ja deutlich.
Du hast dich verändert und weiterentwickelt und sie genauso.

Manchmal versteht man nicht weshalb es so ist und eigentlich ist es ja auch traurig, das eine jahrelange Freundschaft zerbricht. Aber alles hat ein Ablaufdatum, auch manche Freundschaften.

Ich hatte auch schon Freundinnen, mit denen ich mich gestritten haben und es dann auseinander ging, man hat sich zwar irgendwann wieder vertragen, aber es wurde nie mehr so eng und vertraut wie vorher.
Das muss man akzeptieren und annehmen.
Dafür treten dann andere Menschen in dein Leben, die wichtig werden und sind.

Je älter du wirst umso mehr Freunde kommen und gehen, manche bleiben und um andere ist es nicht schade, wenn sie wieder gehen (besser für die Nerven ;)).

Aus diesen Erfahrungen lernt man für die Zukunft. Ich selbst habe nur 3-4 gute Freunde auf die ich mich wirklich verlassen kann und denen gegenüber ich Verpflichtungen habe.
Den Rest würde ich nur als Bekannte bezeichnen.
 

Unauffindbar

Mitglied
Was kann ich dir empfehlen? Im Grunde nur, dass du frühzeitig akzeptierst, dass die wenigsten Freundschaften über Jahrzehnte halten, selbst wenn man sie phasenweise als noch so intensiv empfunden hat. Ich möchte diese Nähe mittlerweile auch gar nicht mehr. Aber ein paar Sozialkontakte, mit denen man ab und zu unverbindlich plaudern kann, halte ich für das seelische Wohlbefinden schon für wichtig. Dazu muss ich aber nicht befreundet sein.

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ich finde es sehr schade, dass du so negative Erfahrungen gemacht hast und wünsche dir von Herzen, dass dir nochzmal eine Seelenfreundin begegnet.

@ TE:
Tatsächlich halten viele Freundschaften nicht ein Leben lang. Das ist nur bei den wenigsten Fällen so. Sei nicht traurig. Du wirst schneller als du denkst neue Freunde kennenlernen, die gut zu passen werden
 

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