Okay, wenn Du willst ...
Der Steuerfahnder ist letztlich ja mit der Polizei vergleichbar. Der Bearbeiter der Straf- und Bußgeldsachenstelle, welche grundsätzlich Herr des Verfahrens ist, ist dann der Staatsanwalt (in etwas kleiner). Der Fahnder ermittelt, der Bearbeiter bestraft - in begrenzter Höhe - selbst bzw. gibt an die Staatsanwaltschaft ab. Die Polzei begleitet bei einer Durchsuchung u.a. wenn das Strafregister des Stpfl. nicht ganz einladend aussieht und mit eventuellen Gefährdungen gerechnet werden muss. Das Finanzamt erledigt keine "Fälle" in denen Steuerhinterziehung vorliegt. Bei der Steuerverküzrung befindet man sich ja im OWiG-Verfahren.
Die Kontrollmitteilungen der Finanzämter werden ja gerade von diesen an die Steuerfahndung abgegeben. Und zwar damit diese letztlich prüft, ob "an der Sache" was dran ist.
Und wenn nichts mehr getrickst werden könnte, warum gibts dann z.B. Liechtenstein-Fälle? Und jetzt bitte nicht sagen, die wären ja jetzt alle aufgeflogen!
Hinterzogen wird auch bei vielen - will natürlich keinem zu nahe treten - Curry-Wurst-Buden. Gerade in der Lebensmittelbranche ist das nicht nur machbar - wenn auch oftmals verständlich -sondern wird auch gemacht. Du meinst doch nicht wirklich, dass der Fliesenleger, der sich einfach nur was nebenbei verdienen will, nicht schon mit Argwohn und Neid von seinen Nachbarn beäugt und wirklich mehr als oft - anonym - bei der STEUERFAHNDUNG angezeigt wird. Da bleibt keine Frisöse, keine Maler- und Anstreicher und auch kein "Geschäftsmann" verschont. Und jeder einzelnen Anzeige wird vom Steuerfahnder nachgegangen.
Ob sich der Aufwand lohnt, stellt sich ja natürlich erst nach Prüfung heraus.
Will nicht schon wieder vergessen zu grüßen 😱