C
Curfew
Gast
Hi zusammen,
ich bin 54 Jahre alt, weiblich, prinzipiell ein netter Mensch, der anderen nix Böses will. Das Problem ist, ich will alleine gelassen werden - aber das ich nicht das was mein Ich will.
Ich bin den meisten auf Anhieb sympathisch, vor allem auch, weil ich sehr gerade heraus und natürlich bin. Ich hätte die Chance auf einen großen Freundeskreis. Fängt aber jemand an, mir zu nahe zu kommen, schalte ich auf Eiseskälte und verhalte mich entweder total distanziert oder stelle jeglichen Kontakt ein. Klar, dass unter diesen Umständen keiner mit mir aushält.
Ich habe immer alles mit mir selber ausgemacht, bin prima damit klar gekommen. Ich habe auch keine Probleme in Gesellschaft, im Gegenteil, oft bin ich im Mittelpunkt und immer diejenige, die Gespräche in Gang bringt. Die Gesellschaft suche ich allerdings nicht (ist halt beruflich oder ähnlich).
Nun hat sich mein Mann getrennt (9 Jahre Partnerschaft, davon 6 Monate verheiratet), kurz bevor wir ein Reihenhaus beziehen wollten. Mein Traum von einem Garten ist dahin, meine Psyche auf dem Nullpunkt und nun habe ich wirklich Niemanden mit dem ich von Angesicht zu Angesicht reden könnte, weil ich mich total auf meinen (Ex-)Mann fixiert hatte, der des Deutschen erst jetzt so langsam mächtig wird (Engländer). Selbst wenn ich jemand hätte, würde ich mir sagen: "Wieso soll ich den mit meinem Kram belasten. Der hat selber genug an der Backe. Ich kann mich nicht aufdrängen, usw.
Warum tue ich das? Ich bin jetzt an einer kreuzung angekommen und möchte die richtige Richtung nehmen. Mein Mann und ich trennen uns im Guten (wir bleiben echte Freunde, die wir immer waren) und ich sehe, dass ich mehr für mich tun muss, u.a. einen Freundeskreis aufbauen. Es ist nicht normal, keine Freunde zu haben (ich bin sehr gerne mit mir allein, lese, grüble, bin online u.ä.)
Ich war vor Jahren mal in einer Gesprächstherapie (für meine Kids aus 1. Ehe). Da musste ich ein Seil vor die Füsse legen, wie nahe ich jemand ranlassen würde und ich legte es ca. 30cm davor. Ich fragte dann die (betroffen wirkende) Therapeutin, wie nahe "normal" wäre und sie sagte, direkt um die Füße. Nur bei dem Gedanken schnürt es mir alles zu.
Genug gequatscht. Wie schaffe ich es, potentielle Freunde nicht wegzustoßen. (Anrufen ist auch schwierig, weil ich immer denke, ich rufe zur falschen Zeit an, oder fall dem/derjenigen auf den Wecker).
Ich brauche jetzt wirklich einen Freundeskreis!
Danke.
ich bin 54 Jahre alt, weiblich, prinzipiell ein netter Mensch, der anderen nix Böses will. Das Problem ist, ich will alleine gelassen werden - aber das ich nicht das was mein Ich will.
Ich bin den meisten auf Anhieb sympathisch, vor allem auch, weil ich sehr gerade heraus und natürlich bin. Ich hätte die Chance auf einen großen Freundeskreis. Fängt aber jemand an, mir zu nahe zu kommen, schalte ich auf Eiseskälte und verhalte mich entweder total distanziert oder stelle jeglichen Kontakt ein. Klar, dass unter diesen Umständen keiner mit mir aushält.
Ich habe immer alles mit mir selber ausgemacht, bin prima damit klar gekommen. Ich habe auch keine Probleme in Gesellschaft, im Gegenteil, oft bin ich im Mittelpunkt und immer diejenige, die Gespräche in Gang bringt. Die Gesellschaft suche ich allerdings nicht (ist halt beruflich oder ähnlich).
Nun hat sich mein Mann getrennt (9 Jahre Partnerschaft, davon 6 Monate verheiratet), kurz bevor wir ein Reihenhaus beziehen wollten. Mein Traum von einem Garten ist dahin, meine Psyche auf dem Nullpunkt und nun habe ich wirklich Niemanden mit dem ich von Angesicht zu Angesicht reden könnte, weil ich mich total auf meinen (Ex-)Mann fixiert hatte, der des Deutschen erst jetzt so langsam mächtig wird (Engländer). Selbst wenn ich jemand hätte, würde ich mir sagen: "Wieso soll ich den mit meinem Kram belasten. Der hat selber genug an der Backe. Ich kann mich nicht aufdrängen, usw.
Warum tue ich das? Ich bin jetzt an einer kreuzung angekommen und möchte die richtige Richtung nehmen. Mein Mann und ich trennen uns im Guten (wir bleiben echte Freunde, die wir immer waren) und ich sehe, dass ich mehr für mich tun muss, u.a. einen Freundeskreis aufbauen. Es ist nicht normal, keine Freunde zu haben (ich bin sehr gerne mit mir allein, lese, grüble, bin online u.ä.)
Ich war vor Jahren mal in einer Gesprächstherapie (für meine Kids aus 1. Ehe). Da musste ich ein Seil vor die Füsse legen, wie nahe ich jemand ranlassen würde und ich legte es ca. 30cm davor. Ich fragte dann die (betroffen wirkende) Therapeutin, wie nahe "normal" wäre und sie sagte, direkt um die Füße. Nur bei dem Gedanken schnürt es mir alles zu.
Genug gequatscht. Wie schaffe ich es, potentielle Freunde nicht wegzustoßen. (Anrufen ist auch schwierig, weil ich immer denke, ich rufe zur falschen Zeit an, oder fall dem/derjenigen auf den Wecker).
Ich brauche jetzt wirklich einen Freundeskreis!
Danke.