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Sterbende Sterne

Nachtwolf

Aktives Mitglied
Gerade ging ich hinaus auf die Terasse, hoch über den Häusern des Dorfes, sah hinauf zum tiefen Dunkel der Nacht. Über mir das Band der Milchstraße, hell leuchtend, umrahmt von Milliarden von Sternen, Galaxien, tiefe Ruhe umgab Alles. Und einer dieser Sterne zerschnitt die Stille über mir, hell leuchtend raste er in seinen Untergang, selbst in der Nacht war eine Spur aus Rauch zu ahnen, die der zu Boden rasende Feuerball hinterließ, bevor er in einem Lichtblitz verging. Es sollte nicht der Einzige bleiben in dieser Nacht. Aber der Eindrucksvollste.

'Ich sollte mir jetzt etwas wünschen', schoß es mir durch den Kopf. Eine so helle Sternschnuppe erfüllt einen großen Wunsch. Kurzes Überlegen. Gesundheit? Eine stärkere Beziehung? Einen neuen Job? Nein. Das alles schien so banal. Es gibt nur einen großen Wunsch, der in mir ist... ich möchte ein Leben. Ein normales Leben. Ohne ständige Angst. Ohne immerwährende Zweifel. Ich möchte einfach nur die simplen Dinge tun, die 'normale' Menschen jeden Tag tun. Telefonieren. Mit Menschen reden. Nicht ständig befürchten, Andere zu verletzen. Nicht ständig den Menschen weh tun, die ich am meisten liebe, weil ich einfach nicht das kann, was 'normale' Menschen können. Kannst Du mir diesen Wunsch erfüllen, sterbender Stern?

Ich denke, keine Sternschnuppe, nicht einmal eine aus dem Himmel stürzende Supernova hätte die Macht, das zu vollbringen, was ich mir wünsche. Dass ich einfach ein Leben habe. Ein normales Leben. Aber ich danke Dir, sterbender Stern... Du gabst Dein Leben, damit ich für kurze Zeit träumen durfte... und das ist auch ein bisschen, als ob ein Wunsch in Erfüllung geht. Der Traum von einer besseren Zeit.

Liebe sterbende Sterne, in einer Nacht wie dieser gebt ihr Euer Leben, damit wir Menschen wünschen können, damit wir träumen können. Und dafür danke ich Euch.
 

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