Viele finden den Weg zu so einer Tätigkeit über eigene Betroffenheit. Daran ist nichts Schlechtes, wobei man aber klären muss, was die Motive wirklich sind. Man kann das zum beispiel nicht nutzen um Eigenes aufzuarbeiten.
Hier wurde immer wieder betont, dass man doch eine Beziehung zu den Sterbenden aufbauen muss. Das ist richtig, aber warum soll der tE das nicht gelingen? Andere Sterbebegleiter müssen das doch auch?
Der Tipp mit dem Hospiz ist nicht schlecht. Vll. mal nach einem Praktikum fragen und sich über die Ausbildungswege informieren.
Und man muss kein besonderer Mensch sein um das machen zu können. Voraussetzung ist allerdings, sich auch mit dem eigenen Sterben auseinander zu setzen. Ansonsten kann die Tätigkeit sehr bereichernd, erfüllend sein udn auch viel Freude bringen.
Ich glaube wir verstehen jeweils verschiedene Aufgabenstellungen und Qualitätsmerkmale unter dem Begriff Sterbebegleitung.
Natürlich muss man eine besondere Persönlichkeit mitbringen. Man muss Nähe zum Sterbenden zulassen, das ertragen können, dass sie sterben.
Das ist selbst für viele Pflegedienstkräfte, die z. B. in einer Dialyse arbeiten, schwer, diese Patienten zu verlieren. Und einige müssen wechseln.
Wir sprechen doch nicht etwa von Altenverwahranstalten und von Leuten, die da normal in der Pflege und Bedienung ihren Dienst tun...
Diese Leute, die ich meine, sollten meiner Meinung nach, ein Studium in Theologie und Psychologie haben, um Rede und Antwort stehen zu können, was man im Jenseits erwartet.
Sie müssen Ängste abbauen können. Sorgen und Nöte aufnehmen.
Schmerzen mit ansehen können.
Nicht jeder Tod ist still...
Man muss es ertragen können, Menschen verhungern zu sehen, mit ihren Gerüchen klar zu kommen.
Es geht nicht um Selbstverwirklichung, sondern um das Wohl der Sterbenden.
"Viel Freude"? Na ja...