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sterbebegleitung

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hallo, um meinem langweiligen berufs-und alltagsleben einen neuen sinn zu geben, möchte ich gerne eine ausbildung oder kurse zur sterbebegleiterin machen. weiß jemand, wie man so etwas anstellt, beginnt, erlernt? danke für antworten.
 
hallo, um meinem langweiligen berufs-und alltagsleben einen neuen sinn zu geben, möchte ich gerne eine ausbildung oder kurse zur sterbebegleiterin machen. weiß jemand, wie man so etwas anstellt, beginnt, erlernt? danke für antworten.

Hallo,

so etwas kann man nicht lernen wie Brötchen oder Autos verkaufen.
Da muss man als Person sehr viel ertragen können und auch geben können.

Das will ich dir grundsätzlich nicht absprechen.
Doch deine knappen Sätze lassen vermuten, dass du etwas "blauäugig“ daran gehst.
Denn man muss dem Menschen nahe sein und auch nahe kommen können.

Mein Rat wäre, informiere dich in einem Hospiz in deiner Nähe und schaue erst einmal, ob du diesem schwierigen Thema gewachsen bist.

Viel Glück und Einsicht, das Richtige zu tun...
 
Tag,

ich sehe das genauso wie Rhenos. Du kannst ja mal ein Praktikum im Altenheim im Bereich 'Sozial-Begleitung' machen. Vielleicht gefällt es dir.

Ich habe selber schon in einem Altenheim gearbeitet, zwar als Pflegerin aber ich konnte trotzdem gewisse Beziehungen zu den Bewohnern aufbauen. Die Sozial-Pädagogen/Begleiter haben natürlich einen stärkeren Draht zu ihnen.
Im Altenheim gibt es auch im Sterben liegende Personen, die du auf ihrem letzten Weg noch Begleiten kannst.
Du kannst dann gleich mal ein paar Eindrücke und Erfahrungen sammeln, wer weiß, vielleicht ist es für dich ja schon schwer genug die Bewohner, die nicht im Sterben liegen, zu unterhalten.
Irgendwie habe ich das Gefühl das du dir das ein bisschen zu locker und einfach vorstellst.
Es geht einem ziemlich auf die Psyche sich um solche Menschen zu kümmern.
Das Gefühl, zu wissen das man nicht mehr lange zu Leben hat kann man selber glaube ich gar nicht richtig nachvollziehen. Jeder Mensch möchte dabei natürlich auch anders Behandelt werden, manche wollen gar nicht das du sie bemitleidest oder ihnen alles recht machst, andere hingegen freuen sich über solche Dinge.

Überleg es dir gut, und mach ein Praktikum bevor du dich Hals über Kopf in eine Sache stürzt die dir am Ende gar nicht mehr so gut gefällt wie du vielleicht am Anfang gedacht hattest.

Liebe Grüße
Whiskas
 
habe schon im Altenheim und auch in der privaten pflege gearbeitet, auch meine Eltern habe ich mitgetragen, bis zum ende. leider dauert es so lange, bis "gast-berichte" veröffentlicht werden...
 
habe schon im Altenheim und auch in der privaten pflege gearbeitet, auch meine Eltern habe ich mitgetragen, bis zum ende. leider dauert es so lange, bis "gast-berichte" veröffentlicht werden...

Dann melde dich doch hier an.

Meinst du nicht, dass etwas anderes ist, die eigenen Eltern zu begleiten und dann eben fremde Menschen?
Man muss doch einen Bezug zu den Leuten haben oder finden.
Also verstehe mich bitte richtig, ich kann deine Eignung, so etwas zu tun, nicht beurteilen.

Man muss eine starke Persönlichkeit sein, um das überhaupt länger tun zu können.
 
Viele finden den Weg zu so einer Tätigkeit über eigene Betroffenheit. Daran ist nichts Schlechtes, wobei man aber klären muss, was die Motive wirklich sind. Man kann das zum beispiel nicht nutzen um Eigenes aufzuarbeiten.

Hier wurde immer wieder betont, dass man doch eine Beziehung zu den Sterbenden aufbauen muss. Das ist richtig, aber warum soll der tE das nicht gelingen? Andere Sterbebegleiter müssen das doch auch?

Der Tipp mit dem Hospiz ist nicht schlecht. Vll. mal nach einem Praktikum fragen und sich über die Ausbildungswege informieren.

Und man muss kein besonderer Mensch sein um das machen zu können. Voraussetzung ist allerdings, sich auch mit dem eigenen Sterben auseinander zu setzen. Ansonsten kann die Tätigkeit sehr bereichernd, erfüllend sein udn auch viel Freude bringen.
 
Viele finden den Weg zu so einer Tätigkeit über eigene Betroffenheit. Daran ist nichts Schlechtes, wobei man aber klären muss, was die Motive wirklich sind. Man kann das zum beispiel nicht nutzen um Eigenes aufzuarbeiten.

Hier wurde immer wieder betont, dass man doch eine Beziehung zu den Sterbenden aufbauen muss. Das ist richtig, aber warum soll der tE das nicht gelingen? Andere Sterbebegleiter müssen das doch auch?

Der Tipp mit dem Hospiz ist nicht schlecht. Vll. mal nach einem Praktikum fragen und sich über die Ausbildungswege informieren.

Und man muss kein besonderer Mensch sein um das machen zu können. Voraussetzung ist allerdings, sich auch mit dem eigenen Sterben auseinander zu setzen. Ansonsten kann die Tätigkeit sehr bereichernd, erfüllend sein udn auch viel Freude bringen.

Ich glaube wir verstehen jeweils verschiedene Aufgabenstellungen und Qualitätsmerkmale unter dem Begriff Sterbebegleitung.

Natürlich muss man eine besondere Persönlichkeit mitbringen. Man muss Nähe zum Sterbenden zulassen, das ertragen können, dass sie sterben.
Das ist selbst für viele Pflegedienstkräfte, die z. B. in einer Dialyse arbeiten, schwer, diese Patienten zu verlieren. Und einige müssen wechseln.

Wir sprechen doch nicht etwa von Altenverwahranstalten und von Leuten, die da normal in der Pflege und Bedienung ihren Dienst tun...
Diese Leute, die ich meine, sollten meiner Meinung nach, ein Studium in Theologie und Psychologie haben, um Rede und Antwort stehen zu können, was man im Jenseits erwartet.
Sie müssen Ängste abbauen können. Sorgen und Nöte aufnehmen.
Schmerzen mit ansehen können.
Nicht jeder Tod ist still...
Man muss es ertragen können, Menschen verhungern zu sehen, mit ihren Gerüchen klar zu kommen.

Es geht nicht um Selbstverwirklichung, sondern um das Wohl der Sterbenden.

"Viel Freude"? Na ja...
 
Und ich meine, dass all diese Schwere, die Du da rein bringst, eben gerade nicht das ist, was diesen Job ausmacht. Man muss als Sterbebegleiter keine philosophischen Antworten auf all diese existentiellen Fragen haben. sterbebegleiter sind eben keine Theologen oder seelsorger im spirituellen Sinn.

Sie sind tatsächlich Pfleger für eine spezielle Phase unseres Lebens. Natürlich mit all den begleiterscheinungen, aber das ist in allen "Pflege"berufen so.

Und wenn die TE ihre Eltern begleitet hat, wird sie darum wissen.

Und wer seinen beruf nicht mit Freude ausübt und auch die positiven und lustigen Seiten nicht sieht, der ist sowieso falsch.

Sterben ist nicht nur Trauer, Schmerz, Tränen und schrecklich.
 
Und ich meine, dass all diese Schwere, die Du da rein bringst, eben gerade nicht das ist, was diesen Job ausmacht. Man muss als Sterbebegleiter keine philosophischen Antworten auf all diese existentiellen Fragen haben. sterbebegleiter sind eben keine Theologen oder seelsorger im spirituellen Sinn.

Sie sind tatsächlich Pfleger für eine spezielle Phase unseres Lebens. Natürlich mit all den begleiterscheinungen, aber das ist in allen "Pflege"berufen so.

Und wenn die TE ihre Eltern begleitet hat, wird sie darum wissen.

Und wer seinen beruf nicht mit Freude ausübt und auch die positiven und lustigen Seiten nicht sieht, der ist sowieso falsch.

Sterben ist nicht nur Trauer, Schmerz, Tränen und schrecklich.

Verstehe Spaß.... und eine Arbeit wie jede andere auch... 🙄
Nochmals, du sprichst von Betreuung, ich von Begleitung!
 

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