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Stationäre Einweisung

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Gast

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Hallo liebe Community,

ich (w/22) habe gestern endlich den Schritt gewagt und mich bei einem Klinikum angemeldet zum Vorgespräch da es mir schon viele Monate nicht so gut geht und jeder sagt, dass ich mir Hilfe suchen soll.

Grundloses weinen, Suizidgedanken, das Leben ist vollkommen gleichgültig geworden, mein Umfeld weiß nicht mit mir umzugehen, ich scheine jedem eine Last zu sein etc.

Eigentlich dachte ich, eine Therapie würde reichen. Nun kommen die schon mit einer stationären Einweisung, die möglich sein könnte.

Da habe ich so und an sich nichts gegen aber...

Geht das denn? Kann man das bei dem Gespräch, das nur eine Stunde geht, feststellen ob ich eingewiesen werden sollte oder nicht?

Ich bin etwas skeptisch, muss ich ehrlich zugeben. Ich dachte, sowas braucht mehrere Sitzungen.

Zudem wollte ich wissen, was auf mich zukommt, solle ich mich einweisen lassen. Kann da jemand aus seinen Erfahrungen berichten?

Ich bedanke mich herzlich im Voraus für die Antworten. Vielleicht bringt das etwas Licht ins Dunkel!

Viele Grüße und einen schönen Donnerstag!
 
Hallo,

ich kann dir aus Erfahrung berichten, allerdings sind das nicht meine eigenen. Ich finde aber auch, dass das nicht soo wichtig ist. Meiner Meinung nach ist entscheidend, was du möchtest.

Ok, du schreibst "Grundloses weinen, Suizidgedanken, das Leben ist vollkommen gleichgültig geworden" aber sonst klingt dein Beitrag echt normal. Ich kann vor allem nicht erkennen, was du möchtest. Was sind also deine Wünsche? Wie soll es mit dir weitergehen? Was möchtest du erleben?

LG
 
Man muss erstmal unterscheiden, ob es hier darum geht, dass man dir einen Klinikaufenthalt nahe legt (empfiehlt) oder ob es tatsächlich um eine Unterbringung nach dem PsychKG (auch gern mal Zwangseinweisung genannt) geht. Ich kenne jetzt nicht jedes einzelne PsychKG, da jedes Bundesland sein eigenes hat. Was aber die Unterbringung betrifft, so dürften die sich nicht signifikant unterscheiden. Zunächst ist es so, dass dich die Klinik selber nur für 24 Stunden gegen deinen Willen behalten darf, danach muss ein Richter die Unterbringung anordnen. Und zwar immer dann, wenn erhebliche Anhaltspunkte einer Eigen- oder Fremdgefährdung bestehen. Ich habe aus berufenem Munde gehört, dass Suizidgedanken allein nicht reichen. Jedoch reicht ein konkreter Plan zur Ausführung des Suizids. Ich denke, dass man gerade beim Erwähnen von Suizidgedanken hinzufügen sollte, dass man zwar diese Gedanken hat, aber sie nicht zur Ausführung bringen wird. Da würde ich aufpassen. Wenn man in eine Klinik geht, sollte man dafür sorgen, dass man es freiwillig tut. Denn wer freiwillig kommt, kann jederzeit gehen.

Was passiert jetzt, wenn du freiwillig gehst? Wenn in der PIA noch nichts abgesprochen ist, auf welche Station es gehen sollte (was ich aber empfehlen würde, solltest du diesen Schritt gehen), kann es passieren, dass du erstmal auf eine geschlossene oder halboffene Station kommst. Dort sollte sich dann zeitnah ein Arzt mit dir unterhalten, der dir dann eigentlich, wenn du ihm nicht gerade sagst, dass du dich umbringen willst, Ausgang im Klinikgelände gewähren sollte. Die Tür ist dann zwar zu, aber du meldest dich beim Pflegepersonal und die machen auf. Zudem wird man dir mit Sicherheit ein oder mehrere Medikamente verordnen. Hier würde ich auf jeden Fall auf eine umfassende Aufklärung bestehen. Das wird in psychiatrischen Kliniken nämlich gern mal unterlassen. Überhaupt würde ich den Arzt Löcher in den Bauch fragen. Unter anderem auch zu Alternativen zur Pharmakotherapie (nicht dass ich mir davon erwarten würde, dass da was sinnvolles kommt, aber es zeigt zumindest, dass dir wichtig ist, was mit dir geschieht und du nicht ganz blöd bist und man mit dir machen kann, was man will). Welche Therapien oder sonstige Bespaßungen in der Klinik im Einzelnen vorkommen, ist mir im Detail natürlich nicht bekannt. Irgendeine Art Bastelei ist recht beliebt, nennt sich dann Ergotherapie. Eventuell Sport- , Schwimm-, Klettertherapie, je nach Ausstattung der Klinik, Musiktherapie und betreutes Rumhampeln und was weiss der Kuckuck. Durchaus möglich sind auch gruppentherapeutische Angebote (wie z.B. die Angstgruppe oder Skillstraining für Borderliner, SKT) und mindestens eine Entspannungsmethode (PMR oder AT). Hast also gut zu tun.
 
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ich (w/22) habe gestern endlich den Schritt gewagt und mich bei einem Klinikum angemeldet zum Vorgespräch da es mir schon viele Monate nicht so gut geht und jeder sagt, dass ich mir Hilfe suchen soll.

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Bei suizidgedanken wird es schon empfohlen.
Wenn du dir nicht sicher bist und du eine ambulante Threapie möchtest,würde ich einen neuen Therapeuten aufsuchen. Man kann sich ja ,wie bei Ärzten mehrere Meinungen holen.
 

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G Stationäre Behandlung/ Ruhe / Einzelzimmer Therapie 40

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