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Starke Schuldgefühle und Schmerz nach Tod meiner lieben Mama

Am Tod selbst hätte ich nichts mehr ändern können, aber vielleicht hätte ich wenigstens zum Todeszeitpunkt da sein können. Ich hatte selbst zwar schon sehr viel Kraft verloren, aber warum konnte ich ihr diesen einen letzten Wunsch nicht mehr erfüllen....? Das macht mich fertig.
Lass dich mal virtuell umarmen, wenn du magst 💗
Ich verstehe dich wirklich.
Also wenn mein Mann mich davon abgehalten hätte, meine sterbende Mutter zu besuchen.....das ist echt....ohne Worte.
Nur es weiss ja keiner im vorraus, wann der genaue Zeitpunkt eintritt.
Auch du konntest das nicht wissen.
So wie du deine Mutter schilderst, hätte sie es sich wirklich gewünscht.
Nur wie ich dir schon sagte, sterben die meisten Menschen mit Krebs im Endstadium im Schlaf, da wird dann von den Ärzten das Morphium hoch dosiert. Sie hätte dich sicher garnicht mehr wahrgenommen.
Versuche dich damit zu trösten.
 
Lass dich mal virtuell umarmen, wenn du magst 💗
Ich verstehe dich wirklich.
Also wenn mein Mann mich davon abgehalten hätte, meine sterbende Mutter zu besuchen.....das ist echt....ohne Worte.
Nur es weiss ja keiner im vorraus, wann der genaue Zeitpunkt eintritt.
Auch du konntest das nicht wissen.
So wie du deine Mutter schilderst, hätte sie es sich wirklich gewünscht.
Nur wie ich dir schon sagte, sterben die meisten Menschen mit Krebs im Endstadium im Schlaf, da wird dann von den Ärzten das Morphium hoch dosiert. Sie hätte dich sicher garnicht mehr wahrgenommen.
Versuche dich damit zu trösten.

Ich danke Dir für die virtuelle Umarmung...
im Moment sauge ich alles auf, was Trost und gedankliche Erleichterung bringt...in meinem Kopf tobt ein Wirbelsturm.
Nein, ich konnte den Sterbemoment nicht erahnen. Ich hätte eigentlich jede Nacht an ihrem Bett sitzen können, ohne, dass etwas passiert wäre, außer, dass sie, wenn sie wach geworden wäre, ich da gewesen und ihre Panikattacken hätte irgendwie begleiten können, um alles erträglicher zu machen. Irgendwie dachte ich ja auch, dass sie am nächsten Morgen noch da wäre, denn da wollte ich wieder bei ihr sein, auch, um auch mit den Ärzten zu reden. Sie hatte noch Bestrahlungen bekommen und 1 Woche zuvor war auch noch mit einer Immuntherapie begonnen worden. Dass es keine Heilung mehr gab, war klar, aber es sollte die Beschwerden lindern und ihr vielleicht noch ein paar halbwegs gute Wochen oder sogar Monate geben...Ich hatte diesbezüglich Hoffnung und ein Ziel...aber meine Mama hat das einfach nicht mehr geschafft, und ich war blind zu sehen, dass man sich alles hätte sparen können. Der Plan war sogar noch sie in die Kurzzeitpflege in ein Pflegeheim zu bringen, die Immuntherapie weiterzuführen und je nachdem, wie es sich entwickelt, dort die letzte Zeit zu verbringen oder von dort ins Hospiz zu gehen, um ihr ein besseres Ende zu verschaffen. Ich hatte im Kopf all das, aber nicht, dass sie am nächsten Morgen nicht mehr aufwacht...und ich hätte es sehen und merken müssen...ihr Gesicht war schon nicht mehr dasselbe, ihre Atmung im Schlaf war ein großes Röcheln und im Nachhinein wurde mir bewusst, dass im Zimmer schon ihre Tabletten gar nicht mehr standen, keine Schnabeltasse mehr da stand, das Trinken war bereits eingestellt, essen war schon lange nicht mehr möglich, sie lag im Sterben und ich dachte trotzdem sie hält noch eine Weile durch.....aber wofür hätte sie das tun sollen? Nur für meinen Seelenfrieden? Die Auskunft der Ärzte am nächsten Morgen, dass sie am Nachmittag nachdem ich fort war und auch in der Nacht vor ihrem Tod nochmal schlimm unruhig war, geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich weiß nicht, ob ich mich deshalb damit beruhigen kann, dass sie schlafend in den Tod gekommen ist...??selbst, wenn sie am Schluss wirr gewesen ist und mich nicht mehr erkannt hätte - es hätte ihr die Panik nehmen können, dass überhaupt ein Mensch in ihrer Nähe gewesen wäre...😢am Morgen hat dann die Putzfrau festgestellt, dass "die Patienten wohl tot ist"....ich finde das so unwürdig für meine Mama...
 
Tut mir echt leid, und das mit der Putzfrau 😢😢
Aber leider ist das so in den Heimen mit dem Personalmangel, das da nicht ständig jemand am Bett ist und nachts gibts meist nur eine schwester für die ganze Station.
Bei meinem Vater war das auch so, das er morgens beim 1.Rundgang tot aufgefunden wurde.
Und das mit kurz vorm Tod unruhiig werden kommt oft vor.
Das nennt man dann letztes aufbäumen..... 😢
Bei meinem Onkel war das auch so kurz vorm Tod (er hatte ein Gehirntumor)
Er hat um sich geschlagen und das Bett zerwühlt, obwohl er ruhig gestellt war.
Sterben ist nicht immer friedlich, da wird auch viel schön geredet.
Ich weiss, das tröstet dich jetzt alles nicht.
Und du hast schon recht, das es unwürdig ist, für einen Menschen, den man liebt.
Versuche einfach, gedanklich Kontakt aufzunehmen mit deiner Mama, ich glaube da so bisschen dran, das die Seelen dort bleiben, wo sie gelebt haben und geliebt wurden. Darüber lässt sich streiten, aber ich glaube einfach daran und von Esoterikleuten und auch Gottgläubigen wird das ja immer wieder erwähnt, das man mit Verstorbenen sprechen kann.
 
Mein herzliches Beileid.

Ich denke, dass man rückblickend, immer das Gefühl hat, dass es nie genug Zeit war.
Ich bin mir sicher, dass sie weiß, wie sehr du sie geliebt hast.
 
Meine über alles geliebte Mama ist vor 2 Monaten verstorben. Und auch, wenn sie schon alt war, komme ich mit ihrem Tod nicht zurecht.

Mein herzliches Beileid! Es tut immer weh, den Menschen, der einen am längsten gekannt hat, zu verlieren. Ich wünsche dir viel Kraft, dies zu bewältigen.

Sie war gleichzeitig meine beste und einzige Freundin und hat immer alles für mich getan. Wir 2 gegen den Rest der Welt.. Besonders in den letzten Jahren habe ich versucht soviel Zeit wie möglich mir ihr zu verbringen, auch, als es ihr immer schlechter ging, aber es war schwer neben Beruf, Partnerschaft und eigenen gesundheitlichen Problemen ihr und ihrer Liebe immer so gerecht zu werden wie ich es mir gewünscht hätte.

Mich erschreckt ein wenig, wenn du schreibst, sie war deine "einzige Freundin" - was ist denn mit Menschen aus deiner Altersgruppe? Ist da niemand, der dir jetzt zur Seite stehen könnte?

Ich stand auch immer unter Druck mit meinem Partner, was mich innerlich zerrissen hat, weil er nicht mehr meine volle Aufmerksamkeit bekam, da ich diese lieber verstärkt in meine Mutter stecken wollte, um ihre lebenslange Liebe und Unterstützung in mich zurück zu geben. In der letzten Woche vor ihrem Tod als sie schon im Sterben lag im Krankenhaus auf der Palliativstation konnte ich mich zeitlich immer weniger gegen meinen Partner durchsetzen

Habt ihr darüber miteinander gesprochen?

Und konnte mich meiner sterbenden Mama nicht mehr so zuwenden, wie sie es gebraucht hätte und wie es für meinen Seelenfrieden gut und richtig gewesen wäre. Ich bereue, dass ich in ihren schwersten Stunden nicht da war, obwohl sie es für mich immer war und das alles nur, weil mein Partner aus den banalsten Gründen mich nicht nach meinen Wünschen bei ihr lassen wollte und ich zu schwach war, um mich durchzusetzen und meinem Herzen zu folgen und das zu tun, was mir am wichtigsten gewesen wäre.

Ich habe durch deine Zeilen den Eindruck, dass du mehr als genug für deine Mama da warst!
Was immer dein Partner dabei empfand - du warst im Herzen und offenbar auch real immer bei deiner Mutter. Aber hast du jemals deinen Mann mit einbezogen...?


Mit meinem Partner kann ich darüber nicht reden. Er ist emotional kalt wie ein Fisch und hat zu keinem Zeitpunkt getrauert. Im Gegenteil, ich habe das Gefühl, er ist froh, dass meine Mama nicht mehr lebt. Mit diesem grausamen Eindruck werde ich nun täglich konfrontiert,

Was verbindet dich noch mit deinem Mann? Denn von "Liebe" lese ich da nichts mehr. Bist du sicher, dass deine Mutter das gewollt hat - dass ihr Sterben und Tod eure Partnerschaft zerstört?

bin wütend auf den Menschen an meiner Seite und zerbreche innerlich obendrein an den Schuldgefühlen gegenüber meiner Mama, weil es sich anfühlt als hätte ich sie verraten und im Stich gelassen.

Wen du im Stich gelassen hast, das ist deinen Mann! Deine Mutter ganz sicher nicht.

Kennt jemand solche Gefühle und was kann man tun, um wieder zu innerem Frieden zu finden???? Ich versuche dankbar zu sein, dass sie so lange in meinem Leben war, und natürlich weiß ich auch, dass es nun einmal der Lauf der Dinge ist, versuche mich an schöne Erinnerungen zu klammern, wo sie glücklich war, denn war sie es, war ich es auch.

Nein, solche Gefühle kenne ich so nicht - und ich halte sie, sorry, auch für übersteigert. Du bist erwachsen, deine Mutter war alt, dein Partner ist da - aber alles ist in ein sehr ungutes Geleichgewicht geraten.


Ich wollte ihr so viel zurückgeben und das hat mir Sinn und Freude für mein eigenes Leben gegeben. Aber seit ihrem Krankenhausaufenthalt überschatten nur noch alles diese schrecklichen Schuldgefühle und ich muss jeden Tag weinen, weil es mir für meine Mama so leid tut, weil ich für sie nicht stark genug war und ich mich ohne sie wie amputiert fühle.

Letzte Frage: Warum kannst du als erwachsener Mensch deine Mutter nicht loslassen? Ich glaube, daran solltest du arbeiten - sonst hast nicht nur keine Mutter, sondern bald auch keinen Partner mehr.....

PS: Hast du auch nur ein einzigesmal daran gedacht, wie sich die Putzfrau, die deine Mutter als erstes gefunden hat, gefühlt haben muss...? Da lese ich nur verächtliche Worte - aber wie es in dieser Frau da ausgesehen haben muss - ich spüre null Verständnis bei dir....Krass.
 
Zuletzt bearbeitet:
Letzte Frage: Warum kannst du als erwachsener Mensch deine Mutter nicht loslassen? Ich glaube, daran solltest du arbeiten - sonst hast nicht nur keine Mutter, sondern bald auch keinen Partner mehr.....

PS: Hast du auch nur ein einzigesmal daran gedacht, wie sich die Putzfrau, die deine Mutter als erstes gefunden hat, gefühlt haben muss...? Da lese ich nur verächtliche Worte - aber wie es in dieser Frau da ausgesehen haben muss - ich spüre null Verständnis bei dir....Krass.

Danke für Deine Nachricht.
Aber ich denke, Du hast den Kern meiner Nachrichten nicht ganz verstanden.
Und da Du mich und mein Leben nicht kennst, sollte man mit Vorwürfen vorsichtig sein.
Ich habe Respekt vor jedem Lebewesen und jeder Berufsgruppe....Woher willst Du z.B.wissen, dass ich nicht selber im Reinigungsgewerbe tätig bin? Meine Aussage mit der Putzfrau zielte nur darauf ab, dass es mir unglaublich weh tut, dass niemand sie fand, der wirklich mit ihr zu tun hatte oder besser noch - bei ihr war....vorzugsweise ich als Tochter, die sich eh schon Vorwürfe genug macht! Oder ein behandelnder Arzt oder eine Krankenschwester. Es geht darum, dass es mir weh tut, dass ein "Fremder" sie finden musste. Selbst, wenn der Kaiser von China sie gefunden hätte, wäre das für mich "unwürdig" gewesen.
Trotzdem danke für Deine Gedanken dazu.
 
Tut mir echt leid, und das mit der Putzfrau 😢😢
Aber leider ist das so in den Heimen mit dem Personalmangel, das da nicht ständig jemand am Bett ist und nachts gibts meist nur eine schwester für die ganze Station.
Bei meinem Vater war das auch so, das er morgens beim 1.Rundgang tot aufgefunden wurde.
Und das mit kurz vorm Tod unruhiig werden kommt oft vor.
Das nennt man dann letztes aufbäumen..... 😢
Bei meinem Onkel war das auch so kurz vorm Tod (er hatte ein Gehirntumor)
Er hat um sich geschlagen und das Bett zerwühlt, obwohl er ruhig gestellt war.
Sterben ist nicht immer friedlich, da wird auch viel schön geredet.
Ich weiss, das tröstet dich jetzt alles nicht.
Und du hast schon recht, das es unwürdig ist, für einen Menschen, den man liebt.
Versuche einfach, gedanklich Kontakt aufzunehmen mit deiner Mama, ich glaube da so bisschen dran, das die Seelen dort bleiben, wo sie gelebt haben und geliebt wurden. Darüber lässt sich streiten, aber ich glaube einfach daran und von Esoterikleuten und auch Gottgläubigen wird das ja immer wieder erwähnt, das man mit Verstorbenen sprechen kann.

Meine Mama war ja auf der Palliativ im Krankenhaus, aber auch, wenn man sich dort etwas mehr Zeit nahm als auf einer "normalen" Station, kann es einem Sterbenden niemals gerecht werden. Ich habe da auch teilweise Verständnis für die Ärzte und Schwestern, die unter Druck stehen, aber für mich als Tochter tut es eben weh.
Das tut mir auch leid für Deinen Papa und Deinen Onkel....Dein Papa war aber im Heim, oder? Glaubst Du, dass er friedlich gestorben ist? War er krank oder ist er letztlich altersbedingt verstorben?
Kürzlich ist auch die Mutter eines Nachbarn in ihrer Wohnung verstorben. Sie saß friedlich in ihrem Sessel. Auch das wäre in dieser Form ein Schock für mich gewesen, aber letztlich doch die schönste Art zu sterben, oder? Ich wünschte, meiner Mama wäre das so vergönnt gewesen.
Ja, das mit dem letzten Aufbäumen hat mir auch eine Palliativschwester mal gesagt, allerdings hatte meine Mama schon etwa 1 Woche vorher solche "Momente". Da kam ich mittags in ihr Krankenzimmer und alles lag verteilt auf dem Boden....ein zerbrochenes Glasschälchen, mehrere geöffnete Schnabeltassen, inmitten von überall im Zimmer verteilten Mineralwasser und klebrigem Saft. Sie selber war wieder halb sediert und ich konnte nicht richtig mir ihr reden. Unter Tränen kroch ich auf dem Boden rum, sammelte alle z.Zt. zerbrochene Teile zusammen und wischte alle Getränke vom Boden auf.....Ich wollte den Schwestern diese zusätzliche Arbeit ersparen, aber die Tatsache, dass meine Mutter bevor ich kam alles umriss und auf den Boden warf, hat mich fertig gemacht. Was muss schlimmes in ihr vorgegangen sein? Und ich war mal wieder nicht rechtzeitig bei ihr. Später kam die behandelnde Schwester, sie meinte, sie hätte nichts mitbekommen und fand noch die letzten Glasscherben unter dem Bett meiner Mutter. Solche Momente haben sich in meinen Kopf gebrannt. Sterben wird wirklich oft verharmlost. Und meine Mama sagte auch immer zu uns, als sie noch halbwegs reden konnte: Ich wünsche Euch, dass Ihr dieses Siechtum niemals mitmachen müsst....Ich hatte mir wirklich etwas würdigeres für meine Mama vorgestellt und sie sagte auch selber, dass sie sich das alles so schlimm nicht vorgestellt hätte. Aber es tröstet mich etwas, dass z.B. Dein Onkel auch unruhig war am Schluss..Vor allem, dass die Seelen dort bleiben, wo sie geliebt wurden. Das ist ein wunderschöner Gedanke. Meine Mama lebt eh in meinem Herzen weiter, aber es tut gut zu wissen, dass andere auch so denken. Du schenkst mir wirklich Trost.
 
.Dein Papa war aber im Heim, oder? Glaubst Du, dass er friedlich gestorben ist? War er krank oder ist er letztlich altersbedingt verstorben?
Ja er war im Heim, aber nur seine letzten Wochen. Da lag er nur noch, kam nichtmal mehr auf den Toilettenstuhl. Die Beine machten nicht mehr mit, keine Kraft mehr.
Er hatte was mit dem Herzen, war kurzatmig und erwollte dann nicht mehr.
Hat ständig nur geschlafen und so ein aufbäumen gab es bei ihm nicht.
Also es war schon friedlich, er hat sich sogar 3 Tage vor seinem Tod von uns verabschiedet und wir sollten nicht nochmal kommen. Den Wunsch haben wir respektiert.
Er war sein Leben lang immer sehr rührig, hat ständig was gebastelt und repariert und als das nicht mehr ging, sah er keinen Sinn mehr. Mit 94 ist das dann auch verständlich.
 
Das mit deiner Mama, das sie so randaliert hat, muss nicht bewusst gewesen sein.
Also das sie Angst hatte oder sich einsam fühlte.
Das können einfach körperliche Reflexe gewesen sein.
Sowas haben sie jedenfalls damals bei meinem Onkel gesagt.
Deute da bitte nicht zuviel rein.
 

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