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Ständiges Chaos in der Wohnung

Meine damalige Reitlehrerin sagte immer ich hab ein
Kreatives Zimmer! 😉
War auch nie Ordentlich.
Ewig lagen Zettel, leere Verpackungen etc rum.

Durch mein Partner (zu Ordentlich 🙂 ) hat sich das wunderbar ergänzt.
Ich bin Ordentlicher, er ist Unordentlicher als ursprünglich 😀
 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat von Gast :
" es ist deine wohnung. merk dir das. und egal was dir vor jahren widerfahren ist, forget it. du bist im hier und jetzt. tu das, was du jetzt meinst tun zu müssen. was sinn macht. für dich. jetzt und hier. dann tus. es gibt so viele dinge, die man tun möchte und nicht tun kann. ohne austronautenanzug durchs weltall fliegen. ohne atemflasche tiefseetauchen.. rumbeamen. es gibt so viel, wovon ich rumträume. bischen abwaschen kommt mir da praktisch rein. und ist in 15 minuten erledigt. "

Deinen ganzen Text fand ich super ! Aber die Zeilen oben sind himmlisch! Sowas hab ich gesucht! Habs mir auf meinen Rechner kopiert und lese es wenn ich wieder einen Durchhänger habe 😉
Vielen vielen Dank dafür, Gast!
 
Danke an alle für die Antworten.

Mit "zu nieder" hat das wenig zu tun, ich hatte auch schon einen Nebenjob als Putzfrau und komischerweise hat mich das wenig gestört. Es ist, weil es mein persönliches Chaos ist und weil mir davor irgendwie besonders graut. Aber vor den wichtigeren Dingen graut mir ja auch 😉

Wenn ich mir das jetzt vorstelle, das wär schon echt toll, wenn es hier deutlich leerer wäre. Wollte schon so lange mal entrümpeln...hier steht so viel Scheiß rum, rechts aufm Schrank liegt n altes Bastelprojekt von der Größe eines durchschnittlichen Kartons, das ich nie mehr weitermachen werde, darunter lehnt ein Schwert, das ich noch nie gebraucht hab und immer irgendwie so im Weg rumsteht, darunter türmt sich ein Wäscheberg von letztem Urlaub (*hust*), der sogar gewaschen ist, und aus dem ich mir ab und zu Zeug raussuche und wieder welches draufwerfe. Neben mir steht ein Tisch mit leeren Flaschen und Tassen und allen möglichen Karten, Krankenversicherungskarte, Führerschein usw., die ich dahingelegt hab, als ich zu einem Konzert ging, was auch schon wieder Wochen her ist. Seitdem vermisse ich die Karten unterwegs dauernd zu allen Gelegenheiten 😱

Aber ich kann jetzt ewig Ausreden finden, das dumpfe Überforderungs- und Kein-Bock-Gefühl ist ja weiterhin da.

Vielleicht mach ic heute ein bisschen was. Vielleicht lass ich es auch und mach mir ne Pizza, hab keine Gabeln mehr..

Kennt ihr das Gefühl, dass ihr Aufgaben nicht angehen wollt, die euren Geist in eine ganz bestimmte Richtung drängen? Also kein Ekel vor Aktivität allgemein sondern nur in eine gewisse Richtung, z.B. jetzt duschen, anziehen, raus - wäre halbwegs machbar. Hab ich auch keine Lust zu, aber würde gehen. Jetzt die Vorstellung in der Wohnung herumzuwuseln und mich stundenlang mit all diesem Kram zu beschäftigen, den ich überall hingeschmissen hab, ist dagegen echt ätzend. Ich frage mich, warum.
Genau das gleiche Phänomen ist es ja mit den besonders aufgeräumten Wohnungen zu Klausurzeiten - kenn ich auch. Man weicht dann auf andere Dinge aus. Gut, vor einer Klausur Angst zu haben, kann ich verstehen. Kann vieles sein. Angst vor Versagen, Angst vor Erfolg, blabla. Stumpf keine Lust auf Akitivität oder Faulheit wirds kaum sein, denn man macht ja die ganze Zeit was. Aber ich kann nicht behaupten, vor meinem Chaos Angst zu haben. Es ödet mich einfach nur an. Vielleicht schneidet aber auch jedes Stück, was ich wegräumen müsste, ein Thema an, das ich lieber wegschiebe.

Geschirr - oh, Pizzaflecken und Kaffeetassen, eigentlich wolltest du dich ja bewusster ernähren. Klamotten - naaaa, passt du da noch rein? Eigentlich wolltest du ja Sport machen.
die ganze Wohnung schreit: Eigentlich wolltest du doch mehr auf dich und deine Umgebung achten, eigentlich MÜSSTEST du dich jetzt mal um dieses und jenes kümmern, was schon ewig auf deiner To-do-Liste steht.

Ja, ich fürchte, das ist wirklich das Problem. Ich verdränge alles mögliche, indem ich meine Wohnung ignoriere. Chaos scheint einem alles zu erlauben, was man machen will, aber eigentlich nicht "darf". Sich ne Pizza in den Backofen schieben. Den ganzen Tag im Bett gammeln. Hässliche Klamotten tragen weil alles andere in der Wäsche ist. Sich um nichts kümmern und stundenlang rumgammeln. Dann schnell anziehen und raus da und verdrängen.

Schon ganz schön bekloppt, wenn ich drüber nachdenke. Und wenn das Chaos ein Symptom ist, dann wird es wahrscheinlich auch immer wiederkommen. Ok, und wie gesagt, es erstreckt sich ja auch wirklich auf alle Lebensbereiche..hm. Vielleicht räume ich heute doch einfach mal alles auf und versuche, mich von all den Verpflichtungsgedanken zu distanzieren.

Gruselig wenn man dauernd das Gefühl hat: An dem Punkt war ich doch schon mal...
 
Zuletzt bearbeitet:
das mit der angst ist ein gutes thema, finde ich. wenn man gewöhnt ist im chaos zu leben,hat man etwas was man als ausrede nutzen kann. man kann vieles nicht tun- chaos kann eventuell auch als schutz gesehen werden, schutz vorm eigentlichem leben...

nach dem motto-eigentlich würde ich ja gern....besuch haben oder dies oder jenes machen....aber bei meinem chaos geht das ja nicht.

ich würde da mal tiefer ergründen und schauen was dich aufhält. ein gewisses mass an chaos kann ja auch für einige menschen stimulierend sein, für mich persönlich auch, doch wenns schon so chaotisch ist...das man nichts mehr findet oder nicht kochen kann oder so, finde ichs arg.man verbaut sich selbst etwas damit.

ich kene es aus jungen jahren,habe mal zeitweilig in einer wg gewohnt und war mit punks zusammen, irgendwann hat mich deren lebensstil völlig genervt.weil man einfach nicht in ruhe und gemütlichkeit beisammen sein kann.

heute habe ich eminen grad an sauberkeit und geniesse ordnung,weil ich schnell etwas finde und es einfach für mich gemütlicher ist zu frühstücken,wenn ich alles greifbar habe,statt erst teller zu suchen.

man kann mit dem chaos vieles verwischen,was man da verwischt sollte man mal untersuchen...🙂😉


(anfangs wars bei mir auch seltsam,nach meinem chaos leben fühlte sich ordnung sehr seltsam an, irgendwie nicht wirklich zu mir gehörig, man war ja an chaos gewöhnt, doch mit der zeit lernte ordnung richtig zu geniessen,irgendwann wirds alltag.
wichtig finde ich noch, es wirklich für sich selbst zu machen, also wenns für andere ist, ists quatsch,das geht kaum. wenn du wirklich innerlich kein bock mehr auf das alles hast,wirst du automatisch aufstehen und machen....😉
verpflichtet bist du nur dir selbst gegenüber und wenn du selbst ordnung brauchst bist du auch der einzige der dafür sorgen kann....du machst es ja für dich und kannst dich dann drauf freuen wenn du fertig bist. es sei denn das prob ist eben , das du angst hast du bist irgendwann fertig und weisst dann nicht wirklcih etwas in der ordnung anzufangen....ging mir phasenweise auch so.
 
Hallo,
ich kenne dieses Problem extrem gut.
Was mir manchmal hilft ist, mich von aussen nach innen zu konzentrieren oder von grossen aufgaben zu kleinen.
nicht in details verlieren


Beispiel:
- nicht mit kompletter ablage beginnern. erstmal alle losen papiere auf einen stapel raeumen.
- nicht die ganze kueche sofort blitze blank schruppen wollen, sondern erstmal alles geschirr in die Spuelmaschiene raeumen.
- dreckige waesche von sauberer waesche trennen, dann waschen, in den schrank raumen.
Sachen, die man nochmal anziehen will wieder in den Schrank haengen. Klingt ungwohnt. Aber so eklig ist es auch wieder nicht und auf jeden Fall besser als es irgendwann nach wochen unter dem Bett hervorzuziehen.
- lauf alle zwei bis drei Tage mit ner Tuete durch die Wohnung und sammle jedlichen Muell ein!

Wenn du grob aufgeraeumt hast, kannst du dich langsam ins detail weiter arbeiten.

Fuer mich ist diese von gross zu klein eine der wichtigsten Regeln, wenn es ums aufraeumen geht, weil man da schon relativ schnell erfolge sieht und dadurch weiter motiviert bleibt.

Vergleich dich nicht mit extrem piniblen Menschen, bei dir muss man nicht vom Boden essen koennen.
Vielleicht kannst du es dir ja auch leisten einmal die Woche eine Putzfrau kommen zu lassen. Muss ja nur fuer zwei Stunden sein, und koennte einen enormen Unterschied fuer deine Lebensqualitaet ausmachen. Kannst ja auch mit der Putzfrau zusammen putzen, damit du lernst wie man das macht und immer schon bei einer Sache bleibt.

Erledige alles was weniger als fuenf Minuten dauert sofort.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie Du siehst, gibt es viele "Mitleidende" bei dem Thema😉 Ich gehöre auch dazu. Meine Toleranzschwelle bei Unordnung ist sehr hoch, die meines Freundes ist leider noch etwas höher....

Auch wir sind keine Messies, horten nichts, sammeln nichts, sind nur meist zu faul, aufzuräumen. Wir haben gute Ausreden - wir arbeiten beide viel. Und danach ist man eben kaputt bzw. will sich eher was Schönes gönnen als eine Aufräumsession.

Ich habe für mich rausgefunden, dass es mir leichter fällt, mal eine Hau-Ruck-Aktion zu machen, in der viel wird als jeden Tag ein kleines bisschen was. Bei letzterer Methode ist es über kurz oder lang so, dass ich denke, dass bisschen sieht eh keiner, da kann ichs auch gleich lassen. Aber das ist wirklich Geschmacksache - man muss schauen, was einem eher liegt.

Gut ist auch der Tipp mit der Mülltüte, mit der man einfach mal alle 2 Tage durch die Wohnung geht und allen Abfall reinschmeisst. Das kostet tatsächlich kaum Zeit und kann optisch schon mal ne gute Wirkung haben.

Der Anspruch sollte sein, dass man sich selber wohlfühlt. Leute ohne "Ordnungs-Gen" werden wahrscheinlich nie eine blitzende, staubfreie Wohnung haben. Die braucht man auch nicht. Man ist schließlich nicht auf der Welt, um die Ansprüche ANDERER Leute zu erfüllen.
 
Also seit Monaten herrscht in meiner Wohnung Ordnung. Keine sterile Ordnung, aber ich spüle jeden Tag, putze einmal die Woche den Boden, räume immer alles gleich weg, bringe regelmäßig den Müll raus, putze überall wo ich sehe gleich Dreck weg. Keine Ahnung, wieso. Auf einmal war das so. Ich hatte aufgeräumt wegen des Heizungsablesers und dann hab ich es so gehalten. Hab auch keinen festen Plan, mach das irgendwie nach Gutdünken. Hab oft nicht mal gute Laune, aber ich mache es dann einfach trotzdem bzw. denke gar nicht darüber nach, ist zur Routine geworden.

😱
 
So jemanden könnte ich gut gebrauchen, leider kenne ich da niemanden. Außerdem hätte ich Scheu, jemanden drum zu bitten, mit mir gemeinsam aufzuräumen.

Hey, ich hab das gleiche Problem! auch immer schon.. stimmt die Angabe "Baviera" ? dh Du bist aus Bayern?
Wenn Du aus M. bist, dann meld Dich, ich helf Dir.
 

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