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Ständig kommt alles hoch ....

Wenn du wüsstest, dass der Tod deines Sohnes alles andere als schrecklich für ihn ist, wäre dir das ein Trost? Wenn du wüsstest, dass alle Erinnerung an dieses Leben hier ausgelöscht ist, dass er gar nicht mehr weiß, dein Sohn gewesen zu sein, würde dir das helfen?
Mich hat man mal wiederbelebt nach einem Kollaps, das war ähnlich, als ob ich nur kurz sehen durfte, was mich erwartet. Wegen dieses kurzen Blickes in diese für mich unvorstellbar schöne Wahrnehmung gehe ich ohne zu zögern meinem letzten Tag mit Freude entgegen.
 
Einmal ist er nochmal qualvoll in meinen Armen gestorben und ich konnte nichts tun .
Ich kann mir nichts Schlimmeres und Traurigeres vorstellen, als mitansehen zu müssen, das mein Liebstes so leidet. Für diese grausame Zeit hast du mein größtes Mitgefühl, arme liebe Sina, was musstest du durchmachen und auch dein Bub.
Meine Zwillingsschwester war letztes Jahr so weit angegriffen von Krebs, so durch und durch voller Metastasen, als dann die Nachricht kam, war das für mich: du leidest nicht mehr, du hast es geschafft... irgendwie rechtzeitig, bevor es noch ärger wurde. Noch beruhigten die Beruhigungsmittel, noch wirkte das Morphium, noch brüllte sie nicht vor Weh, wie wir das bei unserer Mutter erlebt haben, sie durfte dem entkommen. Das hoffe ich bei mir selbst auch, dass Leidenszeit kurz ist und irgendwas da ist, das mich ablenkt und möglichst Schmerzfrei hält.
Liebe Sina, dein Sohn hat vielleicht Rettung erhalten, aus einem Zustand errettet, der für ihn untragbar schwer gewesen wär.
Ich reiste mal nach München zu meiner Schwester, wollte, als sie noch nicht in so einem argen Zustand war mithelfen, dass sie da wieder raus kommt, ich bot ihr etwas an, sie schaute her und deutete mir: ist okay, lass das, ich spürte regelrecht, dass sie insgeheim einverstanden war, so ähnlich wie bei unserer Mutter, die hatte auch vermittelt, lasst mich doch gehen, ich geh freiwillig. Als ob man spüren würde, eine Zugkraft zieht in diese Richtung...heimwärts.
Weil ihr erzählt habt, bei euch ist schlafen so ein starker Zug, da ist es doch ähnlich, angeblich huscht man während des Schlafes aus dieser Welt, wie eine heimliche Geliebte, die man aufsucht, um Kraft zu tanken für diese Welt, oder um sich zu betrinken von der süßen Umarmung des "Nichts", das sich anfühlt wie ein warmer Schoß, der einem Zuflucht gibt.
 
Ich kann mir nichts Schlimmeres und Traurigeres vorstellen, als mitansehen zu müssen, das mein Liebstes so leidet. Für diese grausame Zeit hast du mein größtes Mitgefühl, arme liebe Sina, was musstest du durchmachen und auch dein Bub.
Meine Zwillingsschwester war letztes Jahr so weit angegriffen von Krebs, so durch und durch voller Metastasen, als dann die Nachricht kam, war das für mich: du leidest nicht mehr, du hast es geschafft... irgendwie rechtzeitig, bevor es noch ärger wurde. Noch beruhigten die Beruhigungsmittel, noch wirkte das Morphium, noch brüllte sie nicht vor Weh, wie wir das bei unserer Mutter erlebt haben, sie durfte dem entkommen. Das hoffe ich bei mir selbst auch, dass Leidenszeit kurz ist und irgendwas da ist, das mich ablenkt und möglichst Schmerzfrei hält.
Liebe Sina, dein Sohn hat vielleicht Rettung erhalten, aus einem Zustand errettet, der für ihn untragbar schwer gewesen wär.
Ich reiste mal nach München zu meiner Schwester, wollte, als sie noch nicht in so einem argen Zustand war mithelfen, dass sie da wieder raus kommt, ich bot ihr etwas an, sie schaute her und deutete mir: ist okay, lass das, ich spürte regelrecht, dass sie insgeheim einverstanden war, so ähnlich wie bei unserer Mutter, die hatte auch vermittelt, lasst mich doch gehen, ich geh freiwillig. Als ob man spüren würde, eine Zugkraft zieht in diese Richtung...heimwärts.
Weil ihr erzählt habt, bei euch ist schlafen so ein starker Zug, da ist es doch ähnlich, angeblich huscht man während des Schlafes aus dieser Welt, wie eine heimliche Geliebte, die man aufsucht, um Kraft zu tanken für diese Welt, oder um sich zu betrinken von der süßen Umarmung des "Nichts", das sich anfühlt wie ein warmer Schoß, der einem Zuflucht gibt.
 

Hallo @Holunderzweig,

auch dir mein aufrichtiges Beileid, das tut mir wahnsinnig leid auch wenn es deiner Zwillingsschwester wohl jetzt besser geht ,genau wie mein Sohn ,beide jetzt auf ihrer Wolke und ohne Schmerzen und Qualen ist es dennoch ein großer Verlust.

Es tröstet mich das es ihm gut geht, dennoch fehlt er ,sein bezauberndes Lachen ,sein Humor ,seine frechen Sprüche ,sein "Mamaaaaa" ,einfach ER !!!!
Es ist soooooo leise geworden .......
 
Wenn du wüsstest, dass der Tod deines Sohnes alles andere als schrecklich für ihn ist, wäre dir das ein Trost? Wenn du wüsstest, dass alle Erinnerung an dieses Leben hier ausgelöscht ist, dass er gar nicht mehr weiß, dein Sohn gewesen zu sein, würde dir das helfen?
Mich hat man mal wiederbelebt nach einem Kollaps, das war ähnlich, als ob ich nur kurz sehen durfte, was mich erwartet. Wegen dieses kurzen Blickes in diese für mich unvorstellbar schöne Wahrnehmung gehe ich ohne zu zögern meinem letzten Tag mit Freude entgegen.
Es hilft mir ja zu wissen das es ihm jetzt gut geht, Angst vor dem Tod habe ich auch nicht, aber der Gedanke über seine letzten Gedanken sind unerträglich.....

Er war irgendwann an dem Punkt nicht mehr leben zu wollen.
Ich habe gedacht es war nur so ein Moment und konnte als Mama nicht drauf eingehen.
Ich habe gedacht "du hast dich über Monate lang wieder zurück gekämpft, gib doch jetzt nicht auf "....als Mama macht man dann die Augen zu und hofft es war einfach nur ein sehr schwacher Moment mit einem sehr schwachen Gedanke.....

Ich mache mir die ganze Zeit Sorgen darüber;wusste er es?
Hat er es wirklich gehofft und aufgegeben und deswegen auch nicht mehr essen wollen.....?
Hatte er Angst ?
Wie waren seine Gedanken?
Was hat er dabei empfunden???
Das quält mich soooooooo sehr !!!!

Ich habe sogar in seinem Google Verlauf nachgesehen ob er sich informiert hat ob man das merkt weil er ja davor noch ein schönes Wochenende hatte aber die letzte Nacht die er noch lebte nicht schlafen konnte ......

Ich habe nichts gefunden.....


Was du schreibst habe ich schon von vielen Menschen gehört .
Ich kann es auch ohne diese Erfahrung gemacht zu haben sehr gut nachempfinden!!
 
Hatte er Angst ?
Wie waren seine Gedanken?
Was hat er dabei empfunden???
Das quält mich soooooooo sehr !!!!
Kurze Frage, wie waren die Geburten bei euch? Wieso fragt man da nicht nach? Bei meiner Tochter, der Erstgeborenen war die Geburt so arg, mit Saugglocke, mit Zange, mit extremster Müh und Plag haben wir das hingekriegt, ihr Köpfchen war ganz schmal zugespitzt, sie war dunkelblau- was musste sie durchgemacht haben..
Ich möcht hoffen, dass der Körper in solchen Momenten Endorphine etc. ausschüttet, uns enthebt, wir das eher nicht mitkriegen, ich stelle mir vor, das könnte so sein wie bei meinem Bruder, der mit dem Paragleiter gegen eine Felswand geklatscht ist, er konnte sich an nichts erinnern, weder an den Unfallhergang, noch an den Rest, nur, dass er irgendwann im KH aufwachte. Ein anderer Bruder machte auf der Autobahn mal einen Salto mit dem Motorrad, auch da erzählte er, er spürte nichts, obwohl Zeugen dachten, wie arg müssen dessen Schmerzen sein..

Sina, mir fällt bei dir auf, dass du ganz viel tust, um deine Schmerzen zu hegen und zu pflegen, du versenkst dich regelrecht darin, Leid und Kummer zoomst du immerfort heran, das ist sicher mitbeteiligt, dass du so schwer aus diesem Kreislauf kommst. Dich scheint nichts anderes zu interessieren, es ist, wie wenn diese Beschau auf diese Themen den Blick versperrt auf all das andere.
Was könnte da helfen?
Man sagt, man sollte mehrmals am Tag bewusst danken, etwas suchen, wofür man dankbar ist, das hilft mit, seine Augen abzuwenden vom Kummerdenken, das Gehirn lernt dann, auf das zu achten, wofür man eben froh sein kann. Ich praktiziere das, tagtäglich merke ich, mir fällt so unvorstellbar viel auf, das gut ist. Offenbar deshalb, weil mich das mehr interessiert, ich gucke praktisch mit der Lupe gern auf Gutes. Daher sehe ich so viel Gutes.
Du hast noch zwei Engelchen, Geschenke an dich, wie dein anderes Engelchen, das dich besucht hat, um dich aufzuheitern für gute Jahre. Das Stillen meiner Babies war so unvorstellbar Inniglich, wie lange durfte ich das auskosten? Doch auch nur für eine kurze Zeit, aber für diese bin ich unvorstellbar dankbar und für viele andere Momente noch mit ihnen. Jetzt gucken sie mich an, sie wissen nichts von dieser Zeit.
Weißt du, was ich meine?
Raus aus diesem Eck!!! Viele gute Zeiten gabs, schau auf diese!!!
 
Kurze Frage, wie waren die Geburten bei euch? Wieso fragt man da nicht nach? Bei meiner Tochter, der Erstgeborenen war die Geburt so arg, mit Saugglocke, mit Zange, mit extremster Müh und Plag haben wir das hingekriegt, ihr Köpfchen war ganz schmal zugespitzt, sie war dunkelblau- was musste sie durchgemacht haben..
Ich möcht hoffen, dass der Körper in solchen Momenten Endorphine etc. ausschüttet, uns enthebt, wir das eher nicht mitkriegen, ich stelle mir vor, das könnte so sein wie bei meinem Bruder, der mit dem Paragleiter gegen eine Felswand geklatscht ist, er konnte sich an nichts erinnern, weder an den Unfallhergang, noch an den Rest, nur, dass er irgendwann im KH aufwachte. Ein anderer Bruder machte auf der Autobahn mal einen Salto mit dem Motorrad, auch da erzählte er, er spürte nichts, obwohl Zeugen dachten, wie arg müssen dessen Schmerzen sein..

Sina, mir fällt bei dir auf, dass du ganz viel tust, um deine Schmerzen zu hegen und zu pflegen, du versenkst dich regelrecht darin, Leid und Kummer zoomst du immerfort heran, das ist sicher mitbeteiligt, dass du so schwer aus diesem Kreislauf kommst. Dich scheint nichts anderes zu interessieren, es ist, wie wenn diese Beschau auf diese Themen den Blick versperrt auf all das andere.
Was könnte da helfen?
Man sagt, man sollte mehrmals am Tag bewusst danken, etwas suchen, wofür man dankbar ist, das hilft mit, seine Augen abzuwenden vom Kummerdenken, das Gehirn lernt dann, auf das zu achten, wofür man eben froh sein kann. Ich praktiziere das, tagtäglich merke ich, mir fällt so unvorstellbar viel auf, das gut ist. Offenbar deshalb, weil mich das mehr interessiert, ich gucke praktisch mit der Lupe gern auf Gutes. Daher sehe ich so viel Gutes.
Du hast noch zwei Engelchen, Geschenke an dich, wie dein anderes Engelchen, das dich besucht hat, um dich aufzuheitern für gute Jahre. Das Stillen meiner Babies war so unvorstellbar Inniglich, wie lange durfte ich das auskosten? Doch auch nur für eine kurze Zeit, aber für diese bin ich unvorstellbar dankbar und für viele andere Momente noch mit ihnen. Jetzt gucken sie mich an, sie wissen nichts von dieser Zeit.
Weißt du, was ich meine?
Raus aus diesem Eck!!! Viele gute Zeiten gabs, schau auf diese!!!
Ich verstehe deine Denkweise, natürlich!!

Ich bin jetzt aber auch nicht der Mensch der immer nur alles negativ sieht ,auch wenn das manchmal hier so rüber kommt.
Ich lache gerne, ich erfreue mich an schöne Dinge ,an den Frühling, den Sommer ,auch den bunten Herbst!!
Bin dankbar für jede Sekunde die ich mit meinen Kindern hatte und mit meinen Kindern noch haben werde !!!
Ich bin immer glücklich wenn ich liebe Menschen um mich habe die sich mit mir erfreuen!

Aber diese Gedanken sind trotzdem da ....

Die kann ich nicht abstellen..
Es macht mich manchmal wahnsinnig.....
 

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