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ß oder ss

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N

noo-name

Gast
Über Schreibschriften in Deutschland gibt es allerhand zu berichten.

Zunächst schrieb man die nach ihrem Erfinder so genannte „Sütterlin (Suetterlin)-Schrift, - auch genannt „Deutsche Schrift“ - die dann im September 1941 von A.H., der doch sonst alles deutsch haben wollte, verboten. Ab 1942 lehrte man in den Schulen die „Lateinische Schrift“.

Mit dieser schreiben wir also heute.
Das Andersartige gegenüber der Sütterlinschrift, die nur ein rundes und ein eckiges s hatte, war hier jetzt das ß.

Seit der letzten Rechtschreibreform 1996 hat sich nun für die Nutzung des ß etwas geändert:
Jetzt steht ß nur noch nach einem langen Vokal und nach einem Diphthong.
Nach einem kurzen betonten Vokal steht ss, wenn ein weiterer Vokal folgt, und auch vor Konsonanten und am Silbenende, wo in traditioneller Schreibung ein ß stand.

Nun ja, das ist alles recht wissenschaftlich formuliert (bzw. von mir irgendwo abgeschrieben).
Aber weswegen ich mich mit diesem Thema befasse:

ß ist ein Buchstabe, den keine andere Schrift hat.
Weshalb sollten wir ihn nicht „bewahren“?

Ich habe jedes Mal beim Schreiben und Tippen Schwierigkeiten, ß durch ss zu ersetzen.
Persönlich möchte ich einfach bei diesem ß bleiben.


Und Ihr? Wie seht Ihr das?
 

Hallo noo-name,

schau mal hier: ß oder ss. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Den Buchstaben gibt es doch immer noch in vielen Wörtern.

...Seit der letzten Rechtschreibreform 1996 hat sich nun für die Nutzung des ß etwas geändert:
Jetzt steht ß nur noch nach einem langen Vokal und nach einem Diphthong.
Nach einem kurzen betonten Vokal steht ss, wenn ein weiterer Vokal folgt, und auch vor Konsonanten und am Silbenende, wo in traditioneller Schreibung ein ß stand.

q.e.d.
 
Vielleicht habe ich mich etwas miß(ss)verständlich ausgedrückt.

Mit “ ß bewahren“ meinte ich: einfach es dort weiter so nutzen wie vor dieser letzten Rechtschreibreform.

Ich finde keine Erklärung dafür, weshalb da etwas geändert werden muß(ss)te.
 
Das geht und ging einem Haufen Leute so.

Es ist , wie es ist.

Im Endeffekt schreibt doch mittlerweile sowieso jeder , wie er will.
 
Die Rechtschreibreform war dilettantisch und hat mehr Chaos als Hilfe gebracht. Es sollte eine Vereinfachung stattfinden, stattdessen sind in vielen Fällen zusätzliche Varianten entstanden. Und mehr Logik hat die Reform auch nicht in die deutsche Sprache bringen können. Was abzusehen war.

Nun habe einige Verlage eine Hausorthografie entwickelt. Der Gedanke ist nachvollziebar, verstärkt aber nur das Chaos.

Solange wir nichts Besseres haben, würde ich mich vorwiegend an der amtlichen Regelung orientieren. Schon das ist kompliziert genug.


Rechtschreibreform: ß oder ss?
 
Für mich ist es eine logische und schlüssige Konsequenz, bereits bestehender Rechtschreibregeln.

Eine Regel lautet:

- langer Vokal ~> ein Konsonant (Floß)

- kurzer Vokal ~> doppelter Konsonant (Fluss)

Ausnahmen bestätigen die Regel.

Also, ich finde es auch ziemlich logisch. Musste ja auch vor Jahrzehnten umlernen. Aber ist das denn nicht eigentlich egal? Soll doch jeder schreiben, wie er will, es versteht doch jeder, so oder so.

Was ist denn eigentlich jetzt das Problem?
 
... Was ist denn eigentlich jetzt das Problem?

Es ist kein „Problem“.

Die ‚Fragestellung‘ ist in etwa:
Weshalb immer wieder Rechtschreibreformen, die nur ändern, aber doch nichts verbessern.

Oder seht Ihr die Anwendungs-Änderungen ‚ß oder ss‘ als eine (notwendige) Verbesserung?

Solche Änderungen bringen doch nur Schwierigkeiten für Schulkinder, die eben NICHT schreiben dürfen „wie sie wollen“.
 
Hm, aber die jetztigen Schulkinder wissen doch gar nicht, wie es früher war. Die müssen sich nicht umgewöhnen. Glaube nicht, dass jetzt ß oder ss für die Kinder ein Problem ist, wenn Rechtschreibung nicht sowieso ein Problem ist.

Ich empfand die Rechtschreibreform damals auch als völlig unnötig. Aber is nunmal geschehen.

Die Diskussion darüber ist jetzt einige Jahre bzw. ein Jahrzehnt zu spät.
 

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