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Sozialphobie?

Hey ihr lieben,
Ich bin momentan in der Psychiatrie und hatte gestern das Gefühl mich etwas mit mir auseinander setzen zu müssen.
Ich habe über Sozialphobie und schizoide Persönlichkeitsstörung gelesen und war erschrocken wie viele Dinge bei mir zutreffen.

Wenn ich mich und meine sozialen Kontakte betrachte gibt es außerhalb von online Kontakten, die ich auch nur immer solange aufrecht erhalte, wie sie gefühlt mir etwas bringen, nur meine Eltern.
Bei der Arbeit hätte ich am liebsten einen eigenen kleinen Raum wo meine Arbeit reingeschmissen wird und ich schmeiß sie fertig wieder raus 😅.
Jetzt hier auf der Station rede ich so gut wie mit niemandem. Im Raucherbereich bleibe ich stumm und abgewandt. Ich esse im Zimmer anstatt in der Küche bei den anderen und gefühlt empfinde ich nur Desinteresse an anderen Menschen. Außer ich habe den Eindruck z.B eine Beziehung eingehen zu können, weil mir sehr wichtig ist eine Partnerin zu haben. Freunde allerdings nicht.
Ich glaube dieses Desinteresse kommt mit der Gewissheit, sowieso nichts zu sagen zu haben, oder blöd rüberzukommen. Am Anfang war ich 2 Mahlzeiten bei den anderen und habe mir in einer Situation wo ich fragen wollte ob jemand die Brezel von mir möchte, ernsthaft erst 5 Minuten überlegt ob ich es tue und ob ich dabei seltsam wirke oder doof angeschaut werde.
Ich würde es nicht als Angst bezeichnen, sondern als permanentes Unwohlsein.
Meine Hölle auf Erden wäre ein Bier Zelt und ich bin immer derjenige gewesen der es Schaft selbst bei Familien feiern den ganzen Abend kein Wort zu sagen. Ebenso Bei Firmen feiern auf die ich nie Lust habe.
Jetzt bin ich hier, gehe zum rauchen raus und zurück ins Zimmer, hole mein essen und gehe zurück ins Zimmer.
Wenn jemand der mich interessiert auf mich zugeht schaffe ich es Kommunikation zu betreiben.
Was mir ebenso schwer fällt ist außer in extrem Situationen Gefühle zu zeigen bzw sie zuzulassen. Selbst wenn ich allein im Zimmer oder Zuhause war und etwas lustiges auf YouTube lief oder ähnliches, fühle ich mich schlecht dabei zu lachen. Durch das alles stellt sich natürlich Einsamkeit ein und eine depressive Stimmung, die fast zum Alltag geworden ist. Bei der Beerdigung meiner Oma als meine Mutter neben mir saß und ihre Arme um mich geschlungen hatte und weinte, habe ich z.b nichts gefühlt, außer ein Unwohlsein das ich nichts fühle.

Ich denke das einzige was ich als Ausgleich für die fehlenden sozialen Kontakte tue, ist online hier zu Chatten oder auf der Suche nach einer Beziehung Unterhaltungen zu führen.

So das war's denk ich.
 
Zuletzt bearbeitet:

Hallo StrangeSurvivor,

schau mal hier: Sozialphobie?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Du schreibst in einem anderen Faden, dass du pädophil bist.
Ich finde es ganz logisch, dass man sich dann eher bedeckt hält und wenig mit anderen Menschen spricht.
Es muss nicht alles ein Etikett bekommen.
 
Da ich mit dieser Neigung mehr als ein halbes Jahr nichts zu tun habe und mich, wenn ich mich zwinge daran zu denken sogar ekel, was gut ist, glaub ich nicht das es daran liegt. Wenn ich in solchen Situationen bin, denke ich nicht an meine Neigung, zumindest nicht in letzter Zeit. Könnte mir aber durchaus vorstellen, dass sich sowas durch die Neigung entwickeln kann.
 
Schroti hat es mit dem Etikett schon gut ausgedrückt.
Manchmal braucht das Kind aber einen Namen um es benennen zu können.

Du hinterfragst dich um...
Damit zu arbeiten?
Wenn du denkst es könnte eine Sozialphobie sein sprech doch mal deine Behandler an.
Die könnten mit dir schauen ob es in die Richtung geht.

Danach könntest du dagegen angehen wenn du das möchtest.
Einen Sozialkontakt nur innerhalb einer Liebesbeziehung eingehen zu wollen ist arg wenig und kann auch spätere Partnerinnen überfordern.
 

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