Ja, das alles was hier geschrieben wird - zumindest das meiste - hat eine gewisse Komik. Hier wird von einer "sozialen Revolution" geschrieben und wenn man dann ernsthaft nachfragt, wird einem ganz ernsthaft der Tip gegeben, Nachbarschaftshilfe zu tun.
Spontan würde ich sagen, es ist eigentlich das dümmste was man tun kann. Wenn sich diese Nachbarschaftshilfe auf breiter Front durchsetzen würde, könnte der Staat dieses anschließend in Gesetzesform gießen und diejenigen die schon jetzt wenig haben, könnte man dann - mit Hinweis auf die Nachbarschaftshilfe - noch ein wenig mehr kürzen.
Wir reden von einer "solzialen Revolution"! Wir reden z.B. davon das Industriearbeit inzwischen immer weniger Menschen ernährt und immer weniger Menschen gut ernährt. Wir reden davon, daß ein guter und großer Teil Menschen in diesem reichen Land so ganz allmählich durch den Rost fällt und nicht mehr gebraucht wird. Wir reden davon, daß die Politik kaum noch was zu sagen hat und auch nichts mehr größeres verändern kann, und das Kapital und Manager der Großindustrie den Kurs bestimmt.
Wir könnten auch noch davon reden - und es hat auch noch damit zu tun - das wir, die Menschen, die Erde zu einem einzigen Produktions-und Verbrauchsbetrieb gemacht haben - mit beispiellosen Umweltschädigungen, mit nicht zu wiedergutmachenden Schädigungen der Pflanzen und Tierwelt.
Dafür braucht es Lösungen - die sind aber wohl kaum mit einer gewissen Nachbarschaftshilfe zu lösen und noch nicht mal mit einer 68er Revolution.
Dazu bedarf es mehr, nämlich eine Umstellung der ganzen Systeme. Oder wir gehen einfach unter.