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soziale revolution

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Nächste Frage: Wer hat die Macht eine große Öffentlichkeit zu erreichen? Eigentlich die, die kein Interesse daran haben, dass es an die Öffenlichkeit gelangt.

Mücke

Hallo Mücke!

Es ist interessant zu sehen, wie häufig aus einer Kleinigkeit, einer einzelnen Handlung z. B. durch eine Art DominoSteinEffekt etwas Grosses entsteht.

mit herzlichen Grüßen
 
Ja, das alles was hier geschrieben wird - zumindest das meiste - hat eine gewisse Komik. Hier wird von einer "sozialen Revolution" geschrieben und wenn man dann ernsthaft nachfragt, wird einem ganz ernsthaft der Tip gegeben, Nachbarschaftshilfe zu tun.
Spontan würde ich sagen, es ist eigentlich das dümmste was man tun kann. Wenn sich diese Nachbarschaftshilfe auf breiter Front durchsetzen würde, könnte der Staat dieses anschließend in Gesetzesform gießen und diejenigen die schon jetzt wenig haben, könnte man dann - mit Hinweis auf die Nachbarschaftshilfe - noch ein wenig mehr kürzen.
Wir reden von einer "solzialen Revolution"! Wir reden z.B. davon das Industriearbeit inzwischen immer weniger Menschen ernährt und immer weniger Menschen gut ernährt. Wir reden davon, daß ein guter und großer Teil Menschen in diesem reichen Land so ganz allmählich durch den Rost fällt und nicht mehr gebraucht wird. Wir reden davon, daß die Politik kaum noch was zu sagen hat und auch nichts mehr größeres verändern kann, und das Kapital und Manager der Großindustrie den Kurs bestimmt.
Wir könnten auch noch davon reden - und es hat auch noch damit zu tun - das wir, die Menschen, die Erde zu einem einzigen Produktions-und Verbrauchsbetrieb gemacht haben - mit beispiellosen Umweltschädigungen, mit nicht zu wiedergutmachenden Schädigungen der Pflanzen und Tierwelt.
Dafür braucht es Lösungen - die sind aber wohl kaum mit einer gewissen Nachbarschaftshilfe zu lösen und noch nicht mal mit einer 68er Revolution.
Dazu bedarf es mehr, nämlich eine Umstellung der ganzen Systeme. Oder wir gehen einfach unter.
 
danke mikenull!

du sprichst mir aus dem herzen, und du hast den durchblick. wenn du es noch nicht kennst, möchte ich dir ein buch empfelen:
"die eiserne ferse," von jak london.
ist nicht die übliche abenteuergeschichte, sondern eine auseinandersetzung mit der sozialen ungerechtigkeit. leider nur noch antiquarisch zu bekommen.

liebe grüße
klaus
 
Eine soziale Revolution beinhaltet extrem viele Bereiche. Es langt sicherlich nicht aus auf andere zuzugehen, beileibe nicht, aber es ist ein Dominostein in einer Reihe der die Vereinsamung und Isolation sehr vieler Menschen lösen kann. Zu einer sozialen Revolution gehört die Bevölkerung, was nützt es wenn es da kein Miteinander gibt?
Dieses "Miteinander etwas verändern wollen" fordert alle auf etwas in Gang zu setzen.
Was nützt denn eine soziale Revolution wenn den meisten Menschen die soziale Integrität fehlt?
(Ich schreibe hier ohne Ausrufungszeichen weil das auf mich immer recht negativ wirkt)
Lieben Gruß
Beate




Einige von Euch denken eventuell, Beate ist ganz schön "blauäugig", aber ich muß Euch sagen das viele kleine Schritte beachtliches bewältigen können.
 
Hallo, liebe Teilnehmer!

Nicht alle sind fähig, Grosses zu tun, um die Missstände zu ändern. Manche können nur ganz kleine Schritte tun. Wenn jeder "nur" Nachbarschaftshilfe leisten würde, dann wäre ich schon froh - und unser Land würde wahrscheinlich aufblühen.

Der entscheidende Schritt besteht vielleicht in einer neuen Gesinnung. Damit ist noch nichts getan, aber zunächst einmal steht der gute Wille am Beginn einer Handlung. Und so ein guter Wille ist schon einmal über jeden Wert erhaben.

Aus der inneren Haltung eines guten Willens, gepaart mit einem hohen Einsatz, diesem Willen auch zu entsprechen (also nicht nur ein frommes Wünschen) kann sehr viel Gutes entstehen.

mit herzlichen Grüßen
 
Sicher, alles richtig. Unter "sozialer Revolution" kann man halt verschiedens verstehen. Für mich ist aber das was hier geschrieben wird, nichts weiter als "soziale Träumerei" die nicht das geringste bewegen wird. Und ich bin mir auch sicher, daß diejenigen die die Lage verursacht haben ( und weiter verursachen ) über diese kindlichen Vorstellungen lachen.
 
Hallo,

nun, "Nachbarschaftshilfe" ist sicher keine "soziale Revolution", aber auch wichtig. Sollten wir deshalb auch nicht negativ bewerten.

Beides erfordert eine neue Gesinnung. Wie im Grossen, so im Kleinen.
Da schliesse ich mich EuFrank an.

Peter
 
Solange es freiwillig geschieht, ist ja auch nichts dagegen einzuwenden. Nur - die Entwicklung ist seit Kohls geistig-moralischer Wende gegenläufig. Nun kann man natürlich glauben - und einige scheinen das ja zu tun - wir könnten diese Gegenläufigkeit umkehren in dem wir uns an den Händen nehmen und einen Kreis bilden. Das hat aber mit der Wirklichkeit nichts zu tun.
Wenn sich die Menschen heute nicht mehr um den Nachbarn kümmern, dann wird man das nicht durch Appelle ändern können; ja man wird es überhaupt nicht ändern können. Eben weil die Systeme so sind, wie sie sind und weil wir in einer Ellenbogen-Gesellschaft leben.
Ich weigere mich lediglich zu sehen, wie dieses Land beginnt mit Suppenküchen die Bevölkerung zu versorgen - neben all dem anderen,was ich in meinem ersten Beitrag dazu, schon geschrieben habe.
 
Ja, das alles was hier geschrieben wird - zumindest das meiste - hat eine gewisse Komik. Hier wird von einer "sozialen Revolution" geschrieben und wenn man dann ernsthaft nachfragt, wird einem ganz ernsthaft der Tip gegeben, Nachbarschaftshilfe zu tun.
Spontan würde ich sagen, es ist eigentlich das dümmste was man tun kann. Wenn sich diese Nachbarschaftshilfe auf breiter Front durchsetzen würde, könnte der Staat dieses anschließend in Gesetzesform gießen und diejenigen die schon jetzt wenig haben, könnte man dann - mit Hinweis auf die Nachbarschaftshilfe - noch ein wenig mehr kürzen.
Wir reden von einer "solzialen Revolution"! Wir reden z.B. davon das Industriearbeit inzwischen immer weniger Menschen ernährt und immer weniger Menschen gut ernährt. Wir reden davon, daß ein guter und großer Teil Menschen in diesem reichen Land so ganz allmählich durch den Rost fällt und nicht mehr gebraucht wird. Wir reden davon, daß die Politik kaum noch was zu sagen hat und auch nichts mehr größeres verändern kann, und das Kapital und Manager der Großindustrie den Kurs bestimmt.
Wir könnten auch noch davon reden - und es hat auch noch damit zu tun - das wir, die Menschen, die Erde zu einem einzigen Produktions-und Verbrauchsbetrieb gemacht haben - mit beispiellosen Umweltschädigungen, mit nicht zu wiedergutmachenden Schädigungen der Pflanzen und Tierwelt.
Dafür braucht es Lösungen - die sind aber wohl kaum mit einer gewissen Nachbarschaftshilfe zu lösen und noch nicht mal mit einer 68er Revolution.
Dazu bedarf es mehr, nämlich eine Umstellung der ganzen Systeme. Oder wir gehen einfach unter.

Ja über all das reden wir.
Wir reden aber nicht davon das Deutschland immer noch der Staat in der Welt ist mit dem am engsten gestrickten sozialen Netz.
Wir reden auch nicht über die Milliarden Spenden die jedes Jahr per Gießkanne über Afrika und Teilen Asiens ausgeschüttet werden.
Wir reden eigentlich immer nur über das was uns nicht passt. Wir klagen an, und schieben denen die Schuld in die Schuhe die sich durch harte Arbeit einen gehobenen Lebensstandard erarbeitet haben.
Die sind schuld. An dem Klimawandel, an Hungersnöten und an der sozialen Ungerechtigkeit.
Das was der Menschheit irgendwann zum Verhängniss werden wird, ist nur von ganz wenigen verursacht worden.
Und meist sind es diejenigen die stets am meisten gestänckert haben.

Soziale Revolution!?😱 Das ich nicht lache.....


Cheney
 
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