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Soziale Krise

Grüße,

ich bin 15 Jahre alt, männlichen Geschlechtes.
Letztens habe ich bei einem Treffen mit Bekannten ein nettes Mädchen kennengelernt. Sie wirkt sehr attraktiv, ist allerdings beinahe schon 19 Jahre alt.

Mal sehen wie es laufen wird. Da bin ich zuversichtlich. ; )

Wie eventuell schon vermutet, ist das allerdings nicht mein großes Problem.

Ab und an erzählt sie selbstverständlich von ihren Erfahrungen und Erlebnissen aus ihrer Vergangenheit; sie hat das Abi fertig und ist so nicht mehr im Schulalltag.
Seither habe ich mir einmal ausführlicher Gedanken um mein soziales Leben gemacht und im Zuge dessen - war wahrscheinlich ein Fehler - angefangen zu vergleichen:
Mir ist aufgefallen, dass ich solche Erlebnisse (lustige Witze, ,,Insider" und Gewohnheiten; gemeinsame Ereignisse bzw. Events) bei mir nicht finden kann...

Ich habe praktisch Niemanden, mit dem ich so etwas hätte machen können oder mache. Zwar unternehme ich ab und zu mal was mit meinen Freunden aus meiner alten Grundschule; dabei handelt es sich aber nicht um mehr, als abends an der Konsole zusammen Online-Spiele zu spielen. Allgemein sind Videospiele nicht mehr mein Ding. Ich empfinde die meisten nur als frustrierend.

Mit meiner aktuellen Schule (Gymnasium) und Klasse sieht es noch aussichtsloser aus. In den Pausen gibt es nahezu keine Gesprächsthemen, an denen ich mich beteiligen wollte. Dort ist fast ausschließlich ,,die doofen Lehrer und Schulaufgaben", Spiele, Rap-Musik oder andere Prominenz das Thema. Mit dem infantilen Verhalten meiner Klassenmitglieder kann ich mich gar nicht identifizieren.
Hinzu kommt eine gewisse allgemeine Feindseligkeit gegenüber mir, die mir immer noch unbegründet ist. Mit 12/13 Jahren litt ich - vermutlich hierdurch bedingt - unter Depressionen. Diese habe ich aber überwunden und gelernt, mit dieser (Schul-)Situation umzugehen.

(Als Orientierungspunkt nehme ich hier persönlich die Bildung. Ich bin sehr interessiert an Naturwissenschaften und mit den Lehrern trete ich auch gerne in Kontakt.)

Des Weiteren erwäge ich einen Wechsel der Schule. An meiner Schule fühle ich mich stark unterfordert.

Leute, mit denen ich dann gut klarkomme sind Ältere: Beispielsweise mein Cousin (ca. 23 Jahre) oder eben das Mädchen (und ihre Schwester [21 Jahre]).


Und ich denke, dass man sich jetzt besser vorstellen kann, wie es sich anfühlt, wenn diese von deren markanten Erlebnissen aus deren Vergangenheit erzählen; von gruseligen Übernachtungen, Insidern und was nicht.
Da ich diesen Personen auf Augenhöhe begegne, ist es so, als würde etwas in meinem Leben fehlen. Ein Gefühl, als wäre ich zu spät geboren oder hätte etwas verpasst, beschreibt es am besten.

Das bringt mich in eine starke erdrückende depressive Stimmung. Am schlimmsten ist es in den Nächten; da komme ich kaum zur Ruhe.

Mit meiner Familie darüber zu sprechen ist im Übrigen keine Option für mich. Meine Eltern leben seit 9 Jahren getrennt. Drama mit befremdlichen Stief-,,Familienmitglierdern" und ein wöchentliches hin-und-her (von der Mutter zum Vater) haben mir jeglichen Bezug, Orientierung und Vertrauen in diese genommen.

Da frage ich mich:
Erwarte ich zu viel von meinem Leben bzw. Erlebnissen?
Ist etwas falsch mit mir? Ist es mein Verschulden?
Wie mache ich weiter?

Ich fühle mich, als wäre meine Jugend verloren...


LG
 
Zuletzt bearbeitet:

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_Alpha_

Aktives Mitglied
Hallo

Cooler name

Ich kann deine Problematik absolut nachvollziehen. Ich habe mich auch immer geistig reifer gefühlt als meine Altersgruppe, und das hat sich ebenfalls in Kontakt zu älteren (Ich war 14/15 aber hing hauptsächlich mit 18-22 jährigen rum) niedergeschlagen.

Ich denke nicht, dass mit dir etwas nicht stimmt. Klar ist es schade, wenn einem deswegen einige "jugenderlebnisse" fehlen, aber du wirst noch andere schöne Dinge im Leben erfahren, keine Sorge :)
 

Youshri

Aktives Mitglied
Ach wo! Deine Jugend ist bestimmt nicht verloren, Du fängst ja erst an!:) Ich finde Dich übrigens ganz richtig und mit Deinen nur 15 Jahren schon sehr reif.
Zweifel nicht so sehr an Dir, Du gehst ja schon auf Nummer Bekanntschaften, von daher wirst Du Deinen Weg schon machen. Versuch mehr in die Gesellschaft zu kommen, wo Du Leuten mit gleichen Interessen findest, z.B. im Gebiet der Naturwissenschaften. Das ist doch ein sehr spannendes Thema.
Bez. Deiner Familienverhältnisse, ja, da hast Du nicht viel Glück gehabt, das wirst Du aber sicher auch irgendwann hinbekommen. Hab Geduld mit Dir und .... den anderen.
Ich wünsche Dir viel Glück auf Deinem neuen Lebensweg! :)
 

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