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Sorge um Papas Gesundheitszustand

Fenna

Mitglied
Hallo liebe Community Mitglieder,

ich mache mir riesen große Sorgen um den Gesundheitszustand meines Vaters. Er ist der wichtigste Mensch in meinem Leben und die einzige Person die wirklich für mich da ist.
Seit einigen Jahren (6-7) leidet mein Vater unter extrem starken Hustenattacken, welche mich nachts auch aus dem Schlaf holen. Er raucht wirklich extrem viel um die 3 Schachteln am Tag.
Jeden Tag lebe ich in Sorge dass er die Welt bald verlassen wird und ich glaube meine Gedanken kreisen sich rund um die Uhr um ihn und seine Gesundheit.
Er achtet überhaupt nicht auf sich, ernährt sich nur von fettigem Essen, treibt überhaupt keinen Sport, schläft seit Jahren auf einem sehr unbequemen Sofa und steht immer in Stress :(

Ich weiß einfach gar nicht mwjr was ich tun soll, seit Jahren versuche ich Gespräche mit ihm zu führen die verdeutlichen sollen wie wichtig er mir ist und dass ich möchte dass er nicht so gleichgültig mit seiner Gesundheit umgeht. Man hat auch eben nur das eine Leben und ich wünsche mir einfach nur dass er glücklich ist und es nicht hinwirft indem er sich überhaupt nicht achtet.

Es ist einfach extrem belastend. Auch belastend für mich weil ich in ständiger Panik lebe wenn er wieder Schmerzsymptome und extreme Hustenattacken bekommt.
Des öfteren habe ich manchmal komplett die Fassung verloren weil ich einfach so hilflos bin. Habe mehrere Male aus Panik einen Krankenwagen gerufen aber er möchte sich trotz seines schlechten Zustand gar nicht in Behandlung begeben. Zum Arzt geht er auch nicht.

Das letzte mal als er beim Arzt war haben Ärzte einen Krebstest durchgeführt der sehr kritische Werte angegeben hat. Die Ärzte haben empfohlen dass er seine Prostata entfernen lassen sollte. Jedenfalls hat er die Empfehlungen komplett abgewiesen und sich weiter nicht drum gekümmet.
Ich verstehe einfach nicht was los ist . Es macht mich einfach so fix und fertig. Jeden Tag bete ich zu Gott dass er ihn Gesundheit schenkt und ihm das Bewusstsein gibt sich zu achten und sich von ihm leiten zu lassen

Nicht nur ich sondern auch mein Bruder und meine Mutter leiden unter der Situation. Gestern hatte er so schlimme Schmerzen, sodass ich aus Verzweiflung meinen Bruder angerufen habe ich wusste einfach nicht weiter. Er hat ständig voller Schmerzen in der Brust und Rücken gestöhnt und ich hatte so Angst. Habe dann einen Krankenwagen gerufen und mein Vater hat wieder alle Hilfe abgelehnt und mir Ärger dafür gegeben.
Mein Bruder war auch total panisch und hat fast selber einen Herzinfarkt bekommen. Wir beide sind auch noch sehr jung (19,21) und wollen unseren Papa einfach nicht verlieren 😞

Was kann ich denn noch tun? Bin am Ende..
Ich bedanke mich sehr herzlich für das Lesen meiner Sorgen und Ratschläge..
Ich wünsche euch allen beste Gesundheit und viel Freude im Leben😥❤
 

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Schroti

Sehr aktives Mitglied
Hi Finna,
leider kannst du da gar nichts machen.
WAS du jedoch tun kannst: Dich gut um DICH kümmern.
Ich erinnere mich an deine anderen Fäden; du hast ja auch viele Baustellen unabhängig von deinem Vater.
Gehe die an und bemühe dich um zeitnahen Auszug.
Ändere das, was du ändern kannst und reibe dich nicht unnötig auf, wenn Intervention keinen Sinn macht.
Hast du mal über eine Ausbildung in einem Bildungswerk nachgedacht? Dort könntest du auch wohnen.
 

Lucifer

Mitglied
Hallo Fenna,

ja, das ist eine wirklich schlimme Ausgangslage, und ich kenne das ähnlich von meinem Vater. Nicht ganz so extrem, aber dennoch ähnlich.
Das Problem ist: Jeder Mensch, der noch im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist, hat das Recht, selbst zu entscheiden, was mit ihm passiert.
Was also heisst, auch wenn es total verrückt ist, immer die Hilfe abzulehnen, kann man es nicht verhindern.
Und Väter hören generell ungerne auf ihre Kinder. Weil: Sie sind ja die Erwachsenen, die Lebenserfahrenen, sie wissen schon, was richtig ist. (Denken sie). Kinder haben ja keine Ahnung...
Ich weiß nicht, ob es heute immer noch so ist, aber mein Vater (Baujahr 1942) ging nie zum Arzt. Das war einfach nicht sein Ding. Erst, wenn es ihn aus den Schlappen gehauen hat, und selbst dann wollte er wieder aus dem Krankenhaus, weil er ja auf der Arbeit nicht fehlen durfte. (Diese Jahrgänge waren extrem auf Arbeiten und Geld verdienen und sparen geprägt).
Es hat ihn letztlich seine Gesundheit gekostet. Seine Rente konnte er nicht genießen, er erlitt einen Schlaganfall. Auch durch absolut ungesunde Lebensweise und Ignorieren der Ärzte.

Oft ist es so, dass hinter dieser Verweigerung einfach schlichte Angst steckt.
Angst, die Wahrheit über den Gesundheitszustand zu erfahren. Sich mit der harten Realität konfrontiert sehen. Für viele Väter gleicht Krankenhaus oder ärztliche Betreuung oder Medikamente nehmen einem Versagen; man ist kein richtiger Mann mehr, man taugt nichts mehr. Deshalb sträuben sich viele dagegen, einen Teil seines Lebens in "fremde" Hände zu geben. Und das, obwohl sie eigentlich alles dafür tun, damit es genau so kommt. Das ist das Paradoxe daran.

Mein Vater hatte auch gesagt: Wenn ich mal bettlägerig oder schwer krank werde, will ich nicht mehr leben.
Total bescheuert und eigentlich auch rücksichtslos gegenüber der Familie, aber die Gedankengänge sind einfach so. Weil gerade Väter eine ungeheure Erwartungshaltung an sich selber haben. Und davon rücken sie einfach nicht ab.
Deshalb mussten wir Kinder auch mit ansehen, dass unser Vater seine Tabletten nicht nahm, alles total falsch einschätzte und letztlich einige Jahre nach dem Schlaganfall verstarb.

Ihr müsst immer im Hinterkopf behalten, dass hinter seinem Verhalten vermutlich schlichte Angst steckt. Er weiß ganz genau, wie schlecht es ihm geht, aber er will es nicht wahrhaben. Ich könnte mir gut vorstellen, dass er Angst hat, dass wenn er ins Krankenhaus kommt, er da dann vielleicht nicht mehr raus kommt. Deswegen auch das Theater, wenn ihr den RTW ruft. Und wenn ihr das als Kinder nicht stemmen könnt, dann holt euch Hilfe. Fragt bei seinem Hausarzt nach, vielleicht hat der noch andere Kontaktstellen, wo ihr euch melden könnt. Denn das ist auch eine enorme Belastung für euch. Nur rechtlich gesehen könnt ihr leider gar nichts machen, denn man kann ihn zu nichts zwingen.

Ich wünsche euch von Herzen alles Gute und dass ihr es vielleicht schafft, euren Vater zu bekehren, was uns als Kinder bei unserem Vater leider nicht gelungen ist. 🍀
 

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