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Sollte ich noch mal studieren?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 78719
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G

Gelöscht 78719

Gast
Ich bin jetzt 37 und habe mit ca. 28 mein Biologiestudium kurz vor dem Diplom krankheitsbedingt abbrechen müssen. Habe danach noch eine Ausbildung zum Industriekaufmann gemacht. Aber gearbeitet habe ich eigentlich nie. Bekomme eine EU-Rente von über 2000 Euro. Macht es da eigentlich Sinn noch mal zu studieren oder eine Ausbildung zu machen? Wenn ja was? Naturwissenschaften waren früher eine große Stärke von mir. Sollte ich also vielleicht noch mal Chemie studieren? Vielleicht in Teilzeit, so dass ich meine Rente nicht verliere? Oder doch lieber eine Geisteswissenschaft? Z.B. Vergleichende Kultur- und Religionswissenschaft. Auch nur in Teilzeit? Oder wäre eine Ausbildung / Umschulung noch mal sinnvoll?
 
Möchtest du wirklich deine Lebenszielsetzung mit 37 und den Worten "hab eh Rente" abschließen?

Wenn es dich interessiert und du es dir leisten kannst, solltest du es auch tun. Jeder Mensch braucht Ziele und Herausforderungen. Sonst wäre das Leben doch ein einziges Warten.

Was für eine Studienrichtung genau? Dazu kann ich nicht viel sagen. Vielleicht hilft dir eine Pro/Contra-Liste, wenn du der Typ für extracerebrales Denken bist.

servus
 
Hallo! Ich glaube, dass Dir hierauf wohl kaum jemand eine Antwort geben kann.

Du kannst sie nur in Deinem eigenen Herzen finden. 🙂 Was willst DU SELBST denn wirklich, wirklich,wirklich???? Welche Träume und Wünsche begleiten Dich - was möchtest Du im Leben noch erLeben? ...

Es ist nie zu spät, noch einmal von vorne anzufangen.... Wir leben in einem Meer voller Möglichkeiten. Du wirst sicherlich auch eine Möglichkeit finden, wo eine finanzielle Sicherheit gewährleistet ist, neben dem Studium. Doch vorher solltest Du Dir wirklich im Klaren darüber sein, was Du im Leben noch erreichen möchtest. Ich wünsche Dir auf Deinem Selbstfindungsweg nur das Allerbeste! :daumen:

Ich bin jetzt 37 und habe mit ca. 28 mein Biologiestudium kurz vor dem Diplom krankheitsbedingt abbrechen müssen. Habe danach noch eine Ausbildung zum Industriekaufmann gemacht. Aber gearbeitet habe ich eigentlich nie. Bekomme eine EU-Rente von über 2000 Euro. Macht es da eigentlich Sinn noch mal zu studieren oder eine Ausbildung zu machen? Wenn ja was? Naturwissenschaften waren früher eine große Stärke von mir. Sollte ich also vielleicht noch mal Chemie studieren? Vielleicht in Teilzeit, so dass ich meine Rente nicht verliere? Oder doch lieber eine Geisteswissenschaft? Z.B. Vergleichende Kultur- und Religionswissenschaft. Auch nur in Teilzeit? Oder wäre eine Ausbildung / Umschulung noch mal sinnvoll?
 
Danke für die Antworten!

Möchtest du wirklich deine Lebenszielsetzung mit 37 und den Worten "hab eh Rente" abschließen?

Naja, ob ich mit meiner Erkrankung noch mal einen Abschluss schaffe steht in den Sternen und auf dem Arbeitsmarkt findet man in meinem Alter auch nur noch schwer etwas. Daher frage ich mich halt schon, ob mit dem Ziel noch mal richtig zu arbeiten etwas machen soll.
 
Ich würde ebenfalls - im Rahmen, dass dir deine Rente bleibt - ein Studium anfangen, wenn es dich interessiert. Denn entweder du kannst damit später doch wieder arbeiten. Oder du hast zumindest etwas gelernt, das dich interessiert. Was wäre denn sonst die Alternative? Daheim zu versauern und warten, bis Gevatter Tod dir irgendwann die Langeweile nimmt?

Ich weiß von einer Freundin, dass bei ihr in den Geisteswissenschaften viele Rentner nochmals die Vorlesungen besuchen. Sie interessieren sich dafür und sagen "jetzt habe ich endlich Zeit für die schönen Musen". Von daher... solange die Rente nicht weggeht... was hast du schon zu verlieren?
 
Hm, wo ist das Problem?
Wenn es dein Ziel ist, dich wieder beruflich in die Gesellschaft einbringen, ja in geregeltem Umfang etwas tun zu können, was dir liegt, dich interessiert, weshalb nicht? Meine Kurzrecherche hat ergeben, dass auch bei Erhalt einer EU-Rente studiert werden kann, auch an einer staatlichen Hochschule.
Lediglich nach dessen Abschluss bieten sich neue Optionen, was den Verlust der Rente bedeuten kann. Wenn es dich nicht stört, dass im Falle des Erwerbs eines brauchbaren Abschlusses dein Rentenanspruch verlorengehen kann, weil du dann eventuell die Aussicht hättest, auch mehr als 2000€ netto zu verdienen. Je nach Abschluss ja durchaus realistisch.
Vielleicht wäre da zu beachten, ob du deinen Anspruch für den Fall verlierst, dass du einige Jahre arbeiten kannst, die Erkrankung, die Grund für den aktuellen Rentenbezug ist, sich aber noch derart verschlimmert, dass du wieder arbeitsunfähig bist... und du dann ohne die Rente dastehst.
 

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