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Sohn drogenabhängig, arbeitslos und obdachlos

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Hallo Pitato,

Du kannst gar nicht alles richtig machen.

Ich habe durch meine Partnerin selber mit einem Junkie zu tun. Er muss nur „Hilfe“ sagen, dann springt seine Mutter sofort, egal was er vorher gemacht hat. Ich habe das Gefühl, dass es falsch ist, ihm immer zu helfen. Eigentlich ist diese Hilfe eher nachteilig, weil sie leider nichts bringt. Leider ist er überhaupt nicht bereit zu kämpfen, um aus diesem Sumpf herauszukommen. Das ist meine negative Erfahrung. Hoffentlich sieht es bei Dir ein wenig besser aus.
 
Halli hallo Pitato,

beim Lesen deiner Zeilen musste ich gerade einige Male schwer schlucken!
Ich muss gestehen ich habe selber Jahrelang Drogen genommen. Begonnen mit Cannabis und dann später noch härtere Sachen. Über die Jahre habe ich gedacht ich schade nur mir selbst…SCHWACHSINN!! Ich habe gerade den Menschen weh getan die immer zu mir gestanden haben!! Gerade meiner Familie wo ich es immer geleugnet habe Drogen zu nehmen etc.
Mittlerweile bin ich 36, habe einige Dinge erleben dürfen wie das dahinraffen meines Vaters weil er Krebs hatte.
Lange Rede kurzer Sinn…
Meine Mutter wusste eigentlich immer als ich Drogen genommen habe, hat es nie tolleriert, mit jedoch auch nie einen Vorwurf gemacht wegen der ganzen Drogengeschichten.
Meine Mutter hatte für mich das richtige Rezept…SIE HAT MIR EINEN BRIEF GESCHRIEBEN.
Darin hat sie klare Worte gefunden für ihre Situation.
Sie hat mir jedoch auch in jedem Brief (welcher zum Beispiel nach dem Tot meines Vaters an Heiligabend unter dem Baum lag) gezeigt das es Grenzen gibt, jedoch auch das sie immer wenn ich den Drogenfreien Weg gehen möchte sie für mich da ist (das war sie sowieso immer, habe es damals auf Droge nicht gemerkt).
Als ich dann wirklich mal „Zeit für mich“ gefunden habe und es gerade nicht so lief konnte ich mir den Brief nehmen welcher mir KRAFT UND MOTIVATION GESCHENKT HAT.
Mir hat das viel gebracht um aus Zitronen die mir das Leben gegeben hat Limonade zu machen…

Ich schicke dir ganz viel Kraft auf diesem Wege!!!
 
Hallo, ich habe nicht alle Beiträge gelesen. Werde mich deshalb nur allgemein äußern. "Sohn drogenabhängig, arbeitslos und obdachlos".... Tja, das konnte glatt auch ich schreiben. Bestimmt hast du viele sehr gute und ermutigende Antworten bekommen, doch wenige von den Teilnehmer, wenn überhaupt, das erlebt haben. ich schon. Immer noch. seit schon 8 Jahren. er ist jetzt 27.
ich kenne die Zweifel, ich kenne die Suche nach eigener Schuld, ich kenne den Schmerz, ich kenne den Wut, ich kenne die Gedanken, ihn einfach fallen lassen zu wollen, Kontakt abbrechen, weil es einfach nicht mehr geht, weil man selbst am Ende steht. ich kenne Depressionen und Nervenzusammenbrüche. ich kenne auch das Gefühl,nicht mehr leben zu wollen- nicht mehr so leben zu wollen.

Mein Sohn erkennt nicht, was er mit meinem Leben macht. Da hilft Kein Brief. Da gibt es kein Ende...
 
Hallo,
der Thread ist schon älter. Ich will einfach mal einen Filmtip dalassen - für Betroffene.

"Beautiful Boy" - Der Film kam 2019 in den Kinos und hatte mich sehr bewegt (ich bin selber nicht in solcher Situation). Der Film betrachtet nämlich auch schwerpunktmäßig die Situation der Angehörigen. Das ist selten, bei Drogenfilmen.

https://www.kinofenster.de/filme/archiv-film-des-monats/kf1901/kf1901-beautiful-boy-film/
https://www.zeit.de/kultur/film/2019-01/drogensucht-usa-ben-is-back-beautiful-boy-film/seite-2
 
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