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Single-Börse für Psychisch Kranke?

Lieber Gast,

ich stimme mit dem überein, was Du schreibst, und ja, ich teile Dein Problem..ich danke BarbaraF für den guten Tip, und auch Weidebirke ( im Hilferuf hatte ich schon mal ein entsprechendes Inserat lanciert, hatte aber weitgehend das Pech wirklich an zu schwierige "Fälle" zu geraten. Das nehme ich jedoch nicht übel, denn auch ich war und bin nicht immer leicht🙂 ).

Generell finde ich auch, dass man schwer zwischen "Normalität" ( ev. besser psychische Gesundheit..) und Abnormem ( Kranken) unterscheiden kann, zumal sich die Grenzen je mehr man weiss ( ua. von der Pathologie der diversen Störungen ) verwischen. Aufmunternd ( zum Schmunzeln) empfehle ich hier allen die dazu Lust haben, das youtube-Video "Switzerland Second" ( dem tausend andere Länder folgen...echt, sehr sehr gut !)...nur so zu was ok ist und was nicht.

Es gibt auch tausend Arten von gestörtem Verhalten. Was ja auch nicht wundert, wenn man so das rasante Weltgeschehen betrachtet usw. Trotzdem spielen natürlich die prägende Kindheit ( inklusive Institutionen neben dem Elternhaus !) wichtige Rollen was unsere Entwicklungen betrifft. Und natürlich auch die Lebenserfahrungen die wir machen ( müssen)..und wie wir damit umgehen.

Ich bin dankbar, dass hier jemand wieder darauf aufmerksam gemacht hat, dass man "auf der Hut" und kritisch sein muss bei den Mitmenschen, die sich anbieten. Obwohl ich inzwischen lernen musste, ein "gesundes Misstrauen" zu entwickeln ( war eher euphorisch und naiv die Schattenseiten des Menschen betreffend..), bin ich auch tolerant geworden. Vor allem, wie hier auch geschrieben wurde, kann man in keine Richtung die Menschen mehr in einen Topf werfen, man muss mehr denn je differenzieren. Hörte auch schon in Sachen Partnerschaft: weniger wichtig sei, ob man gemeinsame Vergnügen etc. teilt, als dass man nie für einen negativen Charakterzüge des anderen verträgt.
Das ist nun vielleicht etwas krass ausgedrückt, aber etwas Wahres scheint mir daran zu sein...??

Ich sende Euch allen liebe Grüsse aus der Schweiz, Judith
 
Es gibt hier den Bereich Sie sucht, Frau sucht Mann, Frau sucht Frau. bzw. Er sucht, Mann sucht Frau, Mann sucht Mann..

Das ist jetzt nicht speziell für psychsich Kranke, aber ich denke, dass hier in diesem Forum doch eine höhere Akzeptanz herrscht.

Allerdings müsstest Du Dich dafür anmelden.

Hi Weidebirke!

Ich meinte nicht bezogen auf die Singlebörse, sondern zum Thema "Psyche".
Trotzdem danke für die Info, ich schau mir den Bereich mal an. 🙂
 
Hallo, ich wollte mal fragen, ob es sowas gibt?

Ich habe selbst eine chronische psych. Erkrankung und kann mir nur schwer vorstellen, bei einem gesunden Menschen auf Verständnis zu stoßen oder dass das lange gut geht, weil die Differenzen einfach zu groß wären. Ich kann und könnte so vieles nicht.

Dann ist es auch noch so eine Sache, das mitzuteilen. Gibt es eigentlich "den richtigen Zeitpunkt" dafür? Es kann immer zu spät oder zu früh sein, sowas anzubringen, besonders, wenn es bereits länger größere Ausmaße hat und eine Besserung (aus ärztl. Sicht) nicht mehr oder nicht in absehbarer Zeit zu erwarten ist.
Da fände ich es einfacher, wenn ich weiß, dass ich unter Leuten bin, denen es ähnlich geht und die auch immer wieder im Alltag an ihre Grenzen stoßen.

Mit ein bisschen Acht Rücksicht und Respekt dem jeweils anderen gegenüber, ließe sich das meiner Meinung nach leichter vereinbaren, als erst mal einem gesunden Partner, der vielleicht nie mit sowas zu tun hatte, beibringen zu müssen, wie das ist.
Der Erfahrung nach stoßen solche Leute dann immer wieder an die Grenze, dass es für sie doch unvorstellbar ist und sie ab einem gewissen Punkt der Meinung sind "der Partner ziere sich nur" oder "nutze sie aus", wenn er öfters nicht so kann, wie gewünscht.

Also ist nicht nur bei mir so, ich hab solche Threads auch schon in vielen Internetforen gefunden, wenn ich über Google zB Symptom- oder Therapiesuchen gemacht habe, um mich zu informieren oder rauszufinden, was mit mir gerade los ist und was ich tun könnte, dass es besser geht.

Der eigenen Erfahrung nach denken auch viele Leute immer wieder, man müsse einfach Pillen schlucken und zum Psychologen gehen, dann hat sich das innerhalb kurzer Zeit und wenn nicht, dann müsse man einfach mehr von beidem nehmen.



Aber um diese Erfahrungen soll es jetzt nicht gehen, das ist sehr individuell.

Ich persönlich komme mit anderen Leuten, die ebenfalls Probleme haben, auf lange und tiefgründige Sicht besser aus, weil ich mich besser öffnen kann und besser verstanden fühle.
Das sind aus meiner Sicht zwei wichtige Grundlagen, um eine gesunde, vielleicht sogar etwas heilsame Beziehung aufzubauen.


Also kennt jemand sowas?
Oder eine Seite, die nicht in erster Linie als Börse dient, sondern zum Austausch Betroffener, aber eine Börse beinhaltet?

Vielen Dank!

Hallo Gast!

Ja, so was kenne ich. Es handelt sich um eine Singlebörse für Menschen mit psychischen Problemen / Erkrankungen und für solche mit Verständnis und Toleranz. Sie ist vor allem für Deutschland, Österreich und die Schweiz gedacht: http://myspecialdarling.com
 
Habe hier auch noch eine. Laut einem persönlichen Feedback mir gegenüber, soll die Plattform ganz gut sein. Hat auch ein Forum.

 
Hallo, ich hab grad gesehen, dass dieses recht alte Thema wieder aus der Versenkung gekommen ist. Ich möchte eine kleine Warnung da lassen. Mir ist klar, dass diese Plattformen nicht dazu gedacht sind, dass sich unbedingt Leute finden, die ein spezielles Problem haben und jemanden suchen, der es ebenfalls hat. Kann auch verstehen, dass sich das erstmal wie eine gute Idee anhört, sich als Betroffener jemanden zu suchen, der Verständnis hat, weil er auch nicht gesund ist. Ich möchte auch nur darauf aufmerksam machen, dass so eine Idee nach hinten losgehen kann. Wenn beide Seiten betroffen sind, kann das ganz schnell die Hölle sein und die Krankheit verschlimmern. Auch ist der Partner ja ein großer Fixpunkt und man verliert vielleicht mit einem Betroffenen völlig den Boden unter den Füssen im Sinne von ein Gefühl dafür, dass man sich nicht mehr normal verhält.

Bitte keinesfalls negativ auffassen, ich wollte nur die Kehrseite zeigen, es ist bestimmt ne gute Sache!
 
Ich bin dem Thema gegenüber etwas gespalten eingestellt.

Einerseits kann ich den Wunsch nach Gleichheit und Verständnis bei potentiellen Partnern*innen sehr gut nachvollziehen.

Aber, ich sehe auch einige Probleme, die sich ergeben, wenn speziell nach Partnern*innen, die ebenfalls psychische Erkrankungen haben, gesucht wird:

  • Das Verständnis kann höher sein, es kann aber auch genau das Gegenteil sein. Die andere Person hat womöglich durch die Erkrankung noch weniger Kapazität, Verständnis aufzubringen. Z.B. eine Person, die selber geordnete und klare Abläufe braucht, um Ordnung im Leben zu halten, kann womöglich weniger Verständnis und Entgegenkommen aufbringen für eine andere Person, die im Moment kein geordnetes Leben führen kann.
  • Es kann zu "Enabling" führen. Das heisst, dass man sich gegenseitig runterzieht und bei schädlichen Handlungen unterstützt. Sie es z.B. ständige, negativ betonte Gespräche, eine gemeinsame "Ausnahme" beim Genuss von Suchtmitteln.
  • Es kann zur kompletten sozialen Isolation führen, einem Gefühl von "wir"(die sogenannten "kranken") gegen die Anderen (die sogenannt "Gesunden").
  • Oder wie Ah_naja erwähnt hat, eine Verschlechterung oder sogar der Tod eines partners ist mein einem höheren Risiko belastet.
 
Skilldate und Gleichklang hatte ich vor einem Jahr mal ausprobiert mit wenig bzw. kein Erfolgserlebnis.
Skilldate ist kostenlos, aber dort findet sich nicht wirklich was für nichtheten. Dort ist auch nicht besonders viel los gewesen an Auswahl.
Und Gleichklang ist zwar sehr vielfältig, jedoch mit Kosten verbunden, daher soziale Schwache können das für sich gar nicht nutzen.

@Klyptaimestra
"Es kann zur kompletten sozialen Isolation führen, einem Gefühl von "wir"(die sogenannten "kranken") gegen die Anderen (die sogenannt "Gesunden")."

Das ist keine Isolation. Ausgegrenzt und am Leben gehindert sind "Asoziale" sowieso. Aber wenn sie sich bündeln, dann kann sich eine Trennung von dem schädigendem/was aufrisst entwickeln - hin zu eigenen Lebensräumen, die gewoben werden. Das Wir brauch eigene Lebensräume und wenn es endlich welche hat, ist es demzufolge auch das Zentrum und nicht mehr die Abnorm.
Die Schaffung eigener Lebensräume für die die bis heute keine haben, müsste generell gefördert werden. Solche Datingseiten, sind da schon mal eine nette Idee, aber auch ein Witz.
 

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