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Sind Tiere die besseren Menschen ?

Also das stimmt doch nun wirklich nicht, dass Tiere "immer da sind für einen". Auch Tiere geben mal offen kund, "Nein, es passt mir nicht." indem sie das signalisieren. Versteht man die Signale nicht hat man schnell mal eine gewischt bekommen. Tiere bilden da keine "Heiligen", die alles über sich erdulden und von Engelschören heruntergesungen zu Fuße treten. Sind halt manchmal auch wirklich große Pappenheimer. Was doch total normal ist. Man juckst ja nicht vor Freude, wenn der Hund mal wieder der Meinung war der Müll gehöre jetzt nun wirklich nicht in die Mülltüte sondern habe an Ort und Stelle auf dem Boden verteilt zu liegen. Und wer da nicht signalisiert "Ich Chef" (also nicht mit Gewalt, sondern mit Führung) hat dann irgendwann einen verzogenen Hund der tut und lässt was er will.
 
...
Wenn man auch sagt "bessere Menschen" sieht man das glaube ich eher aus den Augen eines Kritikers der menschlichen Moral oder Ethik. Menschen führen Krieg und schaden einander, töten, reißen schadenfreundend Tieren Beine aus und andere bestialische Dinge. Aus der Position kommt man schnell zum Gefühl "Ein Tier könnte das doch niemals tun, sie sind viel reiner als wir." - nun, die Frage ist eigentlich mehr wie wir uns als Menschen identifizieren, als "tierische Spezies", und somit vergleicht man sich mit den anderen Spezien. wir sehen in Tieren eine Art "Reinheit", eine Abwesenheit von willentlichem Schaden. Die Frage ist dann aber, wieso eine Katze eine Maus fängt, ihr ein Bein abkaut und dann noch eine Stunde mit der Maus spielt während die Maus um ihr Leben ringt? Macht das der Katze Spaß? Hat sie davon irgendwas? Ist es nur ein Spiel? Wir gehen nicht davon aus, dass eine Katze die Welt so wahrnimmt wie wir Menschen, reflektiert und selbstkritisch. Ein Mensch kann das. Somit sehen wir den Menschen als böse, der sowas einem Hundewelpen antut, und die Katze als Räuber, das mit seinem Essen spielt, und das ganze einfach nur ziemlich eklig ist.

Diese Frage können wir dir aufgrund unser langjährigen wiederholten Beobachtung von Katzen und von halbwilden Katzen in der Aufzucht ihrer Jungen erklären. Katzen, die sich gerade auf dem Lande noch oft selbst versorgen müssen, müssen ihren Jungen das Jagen beibringen. Dies tun sie häufig indem sie ihren Jungen Beute fangen und diese anfangs ihnen tot vorlegen, später dann aber lebend anbringen, diese aber nicht mehr verlieren wollen und sie deshalb in Schacht halten. D.h. sie selbst müssen dieses in Schacht halten erst einmal erlernen.
Dies ist auch häufiger bei weiblichen Tieren zu beobachten als bei Katern, sicher weil diese die Haupftversorger der Jungtiere sind, selbst wenn Katzen im Familienverband leben, was auch vor kommt, oft aber nicht bekannt ist. Dann werden die Familie auch durch die Kater dieser Gruppe vor fremden, nicht zur Familie gehörenden Katern verteidigt.
 
Diese Frage können wir dir aufgrund unser langjährigen wiederholten Beobachtung von Katzen und von halbwilden Katzen in der Aufzucht ihrer Jungen erklären. Katzen, die sich gerade auf dem Lande noch oft selbst versorgen müssen, müssen ihren Jungen das Jagen beibringen. Dies tun sie häufig indem sie ihren Jungen Beute fangen und diese anfangs ihnen tot vorlegen, später dann aber lebend anbringen, diese aber nicht mehr verlieren wollen und sie deshalb in Schacht halten. D.h. sie selbst müssen dieses in Schacht halten erst einmal erlernen.
Dies ist auch häufiger bei weiblichen Tieren zu beobachten als bei Katern, sicher weil diese die Haupftversorger der Jungtiere sind, selbst wenn Katzen im Familienverband leben, was auch vor kommt, oft aber nicht bekannt ist. Dann werden die Familie auch durch die Kater dieser Gruppe vor fremden, nicht zur Familie gehörenden Katern verteidigt.

Das wusste ich auch, aber es war mehr eine Analogie zur "menschlichen Reaktion" darauf.
 
Es gibt den spruch von ebner-eschenbach
"Unter hundert Menschen Liebe ich einen, unter hundert Hunden neunundneunzig".

Genauso ist das bei mir. Ich hab einfach sofort einen Draht zu dem meisten Tieren die mir begegnen. Bei Menschen hab Ich sehr selten sofort einen Draht.
 
selma, meine katze, habe ich mit 16 aus dem Tierheim geholt-
da sie eine vif-katze ist, wollte sie niemand. sie ist meine treueste Freundin und hat mich schon oft gerettet, wenn ich beim eintreten (WOLLEN) in meine Wohnung einfach umgefallen bin. sie schreit dann soooooooooo laut, bis die Nachbarn kommen, um mich in die Wohnung zu schleppen---
 
Danke der Antworten.
das Thema hat sich in die falsche Richtung entwickelt 😉.

Was ich nicht verstehe, sind diese Aussagen:

Das Tier ist mir immer treu.
Das Tier verzeiht mir alles.
Das Tier versteht mich.
Das Tier ist ein Familienmitglied.
Das Tier ist mein Kind.

... daß Tiere die besseren Menschen sind


Haben diese Menschen mit anderen Menschen schlechte Erfahrungen gemacht ?
oder
warum trifft jemand so eine Aussage ?

Meine Partnerin ist mir schon viele Jahre treu,
ich habe langjährige Freunde,

Ich wurde in der Jugend geschlagen und gehänselt...

Ist es zu anstrenegd sich mit Menschen auseinander zu setzen ?

Gruß Hajooo

Aus meiner Sicht können Tiere gar nicht die besseren Menschen sein, eben weil sie Tiere sind und keine Menschen.

Ich stimme auch den obigen Aussagen nicht zu. Da reden sich Menschen einiges schön, wie ich finde. Und projezieren auf die Tiere Eigenschaften, die ihrer eigenen Sehnsucht und ihrem Mangel entspringen. Und vielleicht auch ihrer Enttäuschung mit Menschen.

Eine Katze z.B. ist nicht unbedingt treu. Es gibt sehr viele Katzen, die sich eine neue oder eine Zweitfamilie suchen. Und die Mär, ein Hund trauere ewig um sein Herrchen ist zum Glück auch nicht immer wahr. Sonst könnten Hunde ja nie aus dem Tierheim wieder vermittelt werden und in einem neuen Zuhause ein neues zufriedenes Hundeleben haben.

Tiere verzeihen auch nicht alles. Ich glaube nicht, daß Tiere in moralischen Kategorien wie Verzeihen oder auch Dankbarkeit denken. Gerade, die Tatsache, daß Tiere nach schlechter Haltung sehr verängstigt sind und auch daraus resultierend aggressiv auf bestimmte Schlüsselreize reagieren, zeigt doch, daß sie nicht alles demütig verzeihend hinnehmen. Aber ich bin auch immer wieder erstaunt, wie auch schwer mißhandelte Tiere in der Lage und bereit sind wieder Vertrauen in Menschen aufzubauen und Nähe zuzulassen.

Inwieweit Tiere einen verstehen? Sicher können Tiere, die viel Zeit mit uns verbringen und uns gut kennen, unsere Stimmungen lesen. Ich glaube auch, daß sie sehr gute Beobachter sind und über gutes Einfühlungsvermögen verfügen. Es ist auch nachgewiesen, daß Tiere Gefühle haben und Gefühle bei anderen Tieren und auch Menschen erkennen und einordnen können. Aber ich bezweifle, daß mein Hund tatsächlich meine Beweggründe für bestimmte Entscheidungen versteht. Oder daß er wirklich versteht, was ich auf der Arbeit mache, wenn er neben mir liegt.

Für mich sind meine Tiere tatsächlich Familienmitglieder. Oder vielmehr bezeichne ich uns als Rudel. Und als solches leben wir zusammen. Sie sind sicher Mitglieder meines Haushaltes. Sie stehen mir nahe und ich empfinde für sie, wie andere Menschen wohl für Familienmitglieder empfinden. Jedenfalls fühle ich mehr Nähe und Zuneigung zu meinem Hund, der mich seit 11 Jahren im Leben begleitet, als zu einem Onkel oder einer Cousine, die man ja unzweifelhaft als Familienmitglieder bezeichnen würde.

Meine Tiere sind keine Kinder. Sie sind erwachsene Tiere. Beides inzwischen Senioren. Und schon gar nicht sind sie meine Kinder. Ich finde es sehr irritierend, wenn mein Hund vor einem Geschäft auf mich wartet und eine Passantin zu ihm sagt "Deine Mama kommt gleich wieder. Die ist nur eben einkaufen". Dann stelle ich regelmäßig klar, daß ich keinen Hund geboren habe, nicht seine Mama bin und es sich um ein Tier handelt. Gleichwohl ähnelt sich aber natürlich, daß sowohl Kinder als auch Haustiere auf Versorgung und Fürsorge angewiesen sind. Und daß ein Tier wie ein Kind nicht nur materielle Grundversorgung, sondern auch liebevoller Zuwendung bedarf.

Ich genieße das Zusammenleben mit Hund und Katze und bin sicher, daß auch ihnen die Sicherheit unserer Zugehörigkeit wichtig ist, ein verläßliches Zuhause mit all dem, was dazugehört. Ich bin ein Hunde- Katzen- und Menschenmensch. Ich mag Hunde, Katzen, Menschen und anderes Getier. Ich genieße es mit den Tieren einfach nur im Jetzt dazusein. Das ist nämlich einer der großen Unterschiede wie ich finde. Die Tiere leben immer in der Jetztzeit. Während wir Menschen allzu oft in Vergangenheit oder Zukunft sind. Meine Tiere sind mir da große Lehrmeister.

Allerdings meine ich auch, daß nicht immer mehr Haustiere aus wirtschaftlichen Gründen gezüchtet werden sollten. Es sollte vielmehr sichergestellt werden, daß alle bereits lebenden Tiere in Tierheimen, Tötungsstationen, Streuner und aus nicht artgerechter Haltung gut vermittelt werden, anstatt immer mehr und mehr Haustiere zu züchten.
 
Zuletzt bearbeitet:
und mich interessiert was in einem Menschen vorgeht, der sich NICHT mit einem Tier identifizieren kann....der keinerlei oder wenig Bezug zu Tieren hat bzw keine Bindung zu einem Tier aufbauen kann. Das finde ich einfach nur sehr traurig und schade.
Das ist eine gute Idee... machst du dazu bitte einen Thread auf 🙂

Gruß Hajooo
 
Wie oft im Leben wird man von Menschen enttäuscht..und wie oft von einem Tier?
Es ist einfach die Gewissheit, dass einen das tier nicht enttäuscht.
Bei einem Menschen gibt es keine Sicherheit. Man kann nach 40 Jahren Ehe betrogen/ verlassen werden. Jede noch so gute Freundschaft kann von heute auf Morgen zu Ende sein.
Und! Ein Tier ist eben immer für einen da. Das sagt nicht 'ich hab jetzt keine zeit', 'jetzt passt es mir nicht', 'ich habe wichtigeres zu tun' oder ähnliches.
Das was du da beschreibst ist einfach "nur" Leben.
Das Leben ist eine Herausforderung.
Miteinander reden, streiten, sich lieben, zornig sein, etc.

Für mich hat es ein wenig den Eindruck, das Tier muß auf Knopfdruck funktionieren.

Gruß Hajooo
 
Es gibt den spruch von ebner-eschenbach
"Unter hundert Menschen Liebe ich einen, unter hundert Hunden neunundneunzig".

Genauso ist das bei mir. Ich hab einfach sofort einen Draht zu dem meisten Tieren die mir begegnen. Bei Menschen hab Ich sehr selten sofort einen Draht.
Das ist vielleicht der Punkt.

Ich habe meist sofort einen Draht zu Menschen. Ich mag sie. Und mir geben Menschen mehr als Tiere.

Was nicht bedeutet , dass ich keine Tiere mag.

Mir sind die Menschen nur lieber. Und sie enttäuschen mich ebenfalls sehr selten. Und falls doch , kann ich das getrost verkraften.
 

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