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Sind Tiere anders als Menschen, wenn es um den Tod geht?

V

VampyGabrielle

Gast
Hallo..
Ich habe zwei Wellensittiche (Tweety und Sylvester).
Tweety habe ich seit April diesen Jahres und Sylvester seit zwei Monaten. Tweety leidet an einer Krankheit, die kein Tierarzt wirklich zu benennen weiß. Sie schläft den ganzen Tag und isst kaum. Sie hat zerrupftes Gefieder und kann nicht fliegen. Scheinbar geht es ihr von Tag zu Tag schlechter und ich habe schon überlegt, ob ich sie einschläfern lassen sollte.

Aber ist das nicht das gleiche, als wenn man bei einem sehr kranken Menschen, die lebensnotwendigen Geräte abstellen würde. Ich weiß nicht ob ich mit der Schuld leben könnte Tweety ermordet zu haben. Aber ich kann Tweety auch nicht leiden sehen. Das schlimmste ist, dass ich nicht weiß, wie sie sich fühlt. Ich kann nicht sagen, ob sie beispielsweise starke Schmerzen hat.

Ich wäre euch für jede Hilfe dankbar
Gabrielle
 
VampyGabrielle meinte:
Hallo..
Ich habe zwei Wellensittiche (Tweety und Sylvester).
Tweety habe ich seit April diesen Jahres und Sylvester seit zwei Monaten. Tweety leidet an einer Krankheit, die kein Tierarzt wirklich zu benennen weiß. Sie schläft den ganzen Tag und isst kaum. Sie hat zerrupftes Gefieder und kann nicht fliegen. Scheinbar geht es ihr von Tag zu Tag schlechter und ich habe schon überlegt, ob ich sie einschläfern lassen sollte.

Aber ist das nicht das gleiche, als wenn man bei einem sehr kranken Menschen, die lebensnotwendigen Geräte abstellen würde. Ich weiß nicht ob ich mit der Schuld leben könnte Tweety ermordet zu haben. Aber ich kann Tweety auch nicht leiden sehen. Das schlimmste ist, dass ich nicht weiß, wie sie sich fühlt. Ich kann nicht sagen, ob sie beispielsweise starke Schmerzen hat.

Ich wäre euch für jede Hilfe dankbar
Gabrielle

Hallo Gabrielle,

schwer zu sagen was in deiner Situation das Beste ist.
Also,mein Rüde war 8J alt und er konnte zum Schluß nicht mehr laufen,er hatte Lähmungen .....aber er nahm noch Futter zu sich....trotzdem hab ich mich entschlossen ihn einschläfern zu lassen.

Euthanasie ist kein Mord.....dieses Wort ist nur sehr negativ behaftet....es bedeutet sanfter Tod.
Bei Tieren haben wir die Möglichkeit ihr Sterben zu verkürzen,ihnen somit einen längeren Leidensweg zu ersparen....obwohl wir nicht genau nachvollziehen können inwieweit Tiere *leiden*.
Schmerzen verspüren alle Tiere so wie wir Menschen,das spreche ich keinem Tier ab.

Du alleine siehst wie es deinem Wellensittich geht,du siehst ob noch Lebensfreude da ist oder nicht.
Nur,wenn sie kaum mehr Nahrung zu sich nimmt,den ganzen Tag eher teilnahmslos ist und auch nicht mehr fliegen kann.......dann zeigt das nicht mehr von einer guten Lebensqualität.
Früher oder später wird sie verhungern und sterben.
Sprich mit deinem Tierarzt......besteht eine gute Prognose auf Heilung dann gib ihr die Chance.....besteht aber keine Aussicht auf Heilung dann entscheide für dich und für deinen Wellensittich.

Sie kann nicht entscheiden......
Bei Menschen ist es ebenfalls kein Mord....wenn Maschinen abgestellt werden,sehr oft steht dies in Patientenverfügungen ......es fällt unter passiver Sterbehilfe.
Passive Sterbehilfe ist auch wenn ich den Wunsch Sterbender respektiere was jetzt Nahrung und Flüssigkeitszufuhr betrifft.

Liebe Grüße
anny
 
VampyGabrielle meinte:
Ich weiß nicht ob ich mit der Schuld leben könnte Tweety ermordet zu haben. Aber ich kann Tweety auch nicht leiden sehen. Das schlimmste ist, dass ich nicht weiß, wie sie sich fühlt ...

Hallo Gabrielle,

die Einschläferung zu veranlassen - und damit schuld an dem Tod eines geliebten Lebewesens zu sein, ist ein ungeheuerlich schwerer Schritt. Ich bin diesen vor nun fast 15 Monaten bei meinem damals 8 Jahre alten Kater Thun gegangen und ich hatte viele Wochen und manchmal heute noch große Schuldgefühle ...

Das Katerchen war todkrank, nach über 3 Jahren Kampf nur noch Haut und Knochen ... Ich wollte "uns" das Ende ersparen, wenn alle Organe nacheinander versagt hätten und er elend gestorben wäre ...

Doch immer wieder habe ich mich gefragt: Habe ich das Recht dazu gehabt?

Als mir der TA mitgeteilt hat, dass es keine Hoffnung gibt, habe mit meinem Kater darüber gesprochen, ihm die Entscheidung ihn zu erlösen mitgeteilt ... zwei Tage vorher. Wir habens uns dann noch richtig schön gemacht und ich habe das Gefühl gehabt, er war einverstanden. Wir konnten in Ruhe Abschied voneinander nehmen und auch seine Mitkatzen haben dies getan und waren dabei, als er ging ... Die Tierärztin kam nach Hause.

Anny hat recht, du alleine kannst es beurteilen. Gabrielle es ist sehr schwer, doch du liebst deine Tweety und wirst deshalb das richtige entscheiden. Schau sie an, rede mit ihr ... frage sie ...

Ich wünsche dir Kraft
Rosarot
 
Hallo,
eine Bekannte von mir hat meiner Meinung nach sehr verantwortungslos gehandelt. Sie hat ihren damals 17 Jahre alten Hund NICHT erlöst, obwohl es der beste Weg gewesen wäre!! Der Hund konnte nichtmehr alleine stehen ist sofort umgekippt. Sie musste ihn, wenn er "pipi machen" musste, draussen hinstellen und festhalten und es war einfach nur eine Qual für das Tier. Er hat geschrien vor Schmerzen und seit ich das gesehen habe ist mir klar: SO soll es keinem meiner Tiere mal gehen. Die Entscheidung: Einschläfern ja oder nein, die kannst nur du allein treffen, weil du allein dein Tier so gut kennst!! Als Mord seh ich das nicht an. Mord wäre es für mich eher, wenn man das Tier so behandelt wie es meine Bekannte getan hat. Sie konnt einfach nicht loslassen und ich denke WIR Menschen haben nicht das Recht Tiere so zu quälen, nur weil WIR nicht mit dem Tod klarkommen würden.
Ich habe einen Text dazu gefunden, vielleicht liest du ihn mal. Er ist zwar ziemlich lang, aber "hilfreich":

Ein Haustier ist über Jahre hinweg ein vertrauter, enger Gefährte - ein Mitglied der Familie. Nach vielen glücklichen, gemeinsamen Jahren heißt es dann aber eines Tages Abschied nehmen von unserem Freund, wenn das Tier stirbt, altersschwach oder schwer krank wird. Der Tierbesitzer muss dann die schwere Entscheidung treffen, ob es nicht Zeit wird loszulassen und das Tier, damit es nicht weiter leiden muss, von seinem Leid erlöst werden soll.

Ob ein altes oder krankes Tier noch Freude am Leben hat oder ob es so sehr leidet, dass der Tod eine Erlösung ist, ist nicht immer einfach zu erkennen. Diese Frage sollte allein im Sinne des Tieres entschieden werden, unabhängig von den eigenen, persönlichen Ansichten und Ängsten. Ein Tier leiden zu lassen, nur um länger Freude an ihm zu haben, ist unverantwortlich.

Der Glaube, dass Tiere beim Einschläfern leiden oder den Tod bewusst erleben, lässt viele Tierbesitzer zögern, diesen Schritt zu gehen. Diese Sorge ist aber unbegründet. Wird ein Tier eingeschläfert, erhält es eine Spritze mit einem Narkotikum, genauso wie bei operativen Eingriffen. Das Tier wird so zunächst in eine tiefe Narkose (Schlaf) versetzt, Schmerzempfinden und Wahrnehmung werden vollkommen ausgeschaltet. Erst danach wird dem Tier eine Überdosis eines Nakosemittels nachgespritzt. In tiefer Narkose hört das Tier dann auf zu atmen, das Herz hört auf zu schlagen. Das Tier nimmt davon jedoch nichts mehr wahr.

Der Tierbesitzer sollte beim Einschläfern dabeibleiben.
Keine Ausreden, denn Du, den das Tier am meisten liebt, musst bei ihm sein!!!
Es erfordert natürlich viel Kraft dabeizubleiben, wenn der Tierarzt die letzte Spritze gibt. Aber denk daran: Dein Tier braucht Dich jetzt und diesen letzten Dienst bist Du ihm schuldig ...
Es ist der letzte Liebesbeweis, dem man seinem langjährigen Freund erweisen kann, ihn auf dem letzten Weg zu begleiten, ihn hinüberzustreicheln und beruhigend mit ihm zu sprechen.

Gute Tierärzte bieten an, das Tier zu Hause, in seiner gewohnten Umgebung zu erlösen, um ihm die Aufregung in der Tierarztpraxis zu ersparen. Soll sein letzer Gang voller Angst/Aufregung sein? Fragt Euren Tierarzt danach - es wäre für Euer Tier sicher die friedvollste Möglichkeit,
auf seinem Platz (in vertauter Umgebung) einzuschlummern.


Ich bin mir sicher, du wirst die richtige Entscheidung treffen. Mach dir bitte keine Vorwürfe, wenn du dich doch fürs Einschläfern entscheidest!!!
 
Also ich habe hätte auch gerne ein Haustier, eigentlich habe ich mich aus diesem Grund gegen ein haustier entschieden um so eine entscheidung nicht treffen zu müssen.
Ich laß niemanden Leiden Tiere können nicht selber enscheiden deswegen müssen wir das für uns und unseren Tierschen Patner tun auch wenn es Weh tut er wird immer bei dir sein in deinem Herzen !
 

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