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Sind meine Eltern Schuld dass ich so bin?

In meiner Jugend fand ich auch einmal zig Gründe, um meine Eltern für meine Probleme verantwortlich zu machen.
Dankenswerter Weise aber änderte sich mein Urteil. Meine Eltern taten das, was sie tun konnten. Bis heute noch rechne ich beiden hoch an, dass sie wiederholt in der Schule Widerstand leisteten.
In der Volksschule ließ sie ein Lehrer wissen, er werde mich wegen meiner diversen Behinderungen nicht unterrichten. Da zog mein Vater alle Register und setzte meine Aufnahme durch.
Ich wäre ohne meine Eltern nie auf dem Gymnasium gelandet.
Wenn Eltern das tun, was ihnen möglich ist, haben sie richtig gehandelt.
Ich habe mir als Vater, in meiner Zeit als alleinerziehender Vater noch mehr, die Beine ausgerissen, bin von Pontius zu Pilatus gelaufen, um meinen Kindern die Situation so erträglich wie möglich zu gestalten.
Dennoch sahen sie das damals anders.
Ihren Weg machten sie alle, und wo sie mich ließen, gab ich, was ich geben konnte, tat, was ich tun konnte. Manchmal war`s wohl nicht genug, aber ein schlechtes Gewissen deswegen habe ich nicht.
Ja, auch Eltern machen Fehler, und auch das ist gut, merken Kinder doch, dass Papa und Mama keine Supermenschen sind, sondern Menschen die auch Fehler machen, versagen und die dennoch ihre Zöglinge lieben.
Deine Eltern, denke ich, gaben ihr Bestes, mehr war nicht möglich und heute hast Du das Heft in der Hand.

Burbacher
 
Sehe ich auch so...
Es ist heute egal wieviel deine Eltern in deiner Kindheit falsch gemacht haben. Denn wichtig ist, was DU jetzt daraus machst. Mit 28 ist es dringend an der Zeit, die Fehler in der Vergangenheit zu erkennen, und dann zu erkennen daß man ab jetzt "Schuld" daran ist wie es weiter geht.


Du hast eine soziale Phobie? Daran kannst du arbeiten. Wenn nicht allein, dann mach eine Therapie und treffe dich zunächst mit Gleichgesinnten. Harte Arbeit, aber es ist an DIR das zu ändern. Und du schaffst das wenn du es willst 🙂 Belohne dich für jeden Minischritt nach vorn.
 

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