Natürlich sind sie nicht per se "doof". Der Hauptschulabschluss ist halt der niedrigste allgemeinbildende Abschluss. Gibt mit Sicherheit Leute, die einen höheren tatsächlich intellektuell nicht bewältigen würden. Andere haben keinen Bock auf Schule und schaffen deshalb nicht mehr, obwohl sie mehr Potenzial hätten. Wieder andere haben eben so "tolle" Eltern, die ihren Kindern eine höhere Bildung quasi verwehren.
Jemand sprach es schon an: Es gibt immer weniger Berufe, für die ein Hauptschulabschluss als Voraussetzung ausreicht. Insofern erweisen Eltern, die meinen, "Hauptschule reicht" ihrem Nachwuchs halt einen Bärendienst.
Was sicher ein Problem ist: Hauptschulen haben einen miesen Ruf. Nicht zuletzt weil man meint, alle die am Gymnasium und der Realschule "nach unten aussortiert" wurden (z.B. auch wegen absoluter Lernunwilligkeit, Agressivität ect.) landen halt auf der Hauptschule, die ergo zum Sammelbecken aller "Schulversager" wird. Das war meines Wissens vor 30 Jahren mal anders. Da ging auf die Hauptschule, wer einen handwerklichen Beruf anstrebte. Das war damals tatsächlich ausreichend. Heute sieht es leider aus.
Fazit: Das Vorurteil "alle Hauptschüler sind doof" ist natürlich dumm. Fakt ist aber auch, dass man mit einer Hauptschullaufbahn keinen Blumentopf gewinnen kann, weswegen ich auch eher davon abraten würde. Lieber bissl mehr lernen und nen Realschulabschluss machen.