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Hi,

ich weiss zwar nicht wie alt du bist..aber ich denke alt genug um dich auchmal durchzusetzen. Ein vernünftig erzogener Hund kann durchaus mal für einige Stunden alleine bleiben. Da es der Hund deiner Mutter ist sollte sie dafür sorgen, dass dem so ist, und sie kann auch nicht immer verlangen, dass du Hundesitter spielst. Wenn ja, dann jedenfalls gegen Cash würde ich sagen.

Andererseits kann man nen Hund auch an sich überall mit hinnehmen..kommt aber auch auf den Hund an...sehr junge Hunde können schonmal nerven..und man kann sie auch nicht so leicht irgendwo ablegen.

Ich finde es wird grundsätzlich Zeit für dich dich mal abzunabeln..eigenes Konto...eigene Wohnung. Es ist nicht dein Job deine Mutter zu erziehen..sie wird sich nicht so ohne weiteres ändern. Sie ist es gewohnt dich rumzukommandieren und diese Machtposition wird sie so leicht nicht aufgeben! Der beste Weg für alle Beteiligte wird Loslösung sein..ich schätze du bist eh bereits in dem Alter, in dem der Abgang aus dem Elternhaus so langsam initiiert werden sollte.
Es sollte dir klar sein, dass du alleine über dein Leben bestimmst..Eltern haben da zwar bis zur Volljährigkeit und abgeschlossener Berufsausbildung gewisse Mitspracherechte, aber gute Eltern halten ihre Kids nicht als bequeme Haussklaven und bestimmen über sie, sondern haben auch Achtung vor ihnen und dem was sie wollen.
Das mit dem Konto und Geldern ist im Grunde gar nicht kompliziert. Du solltest dir das ggf. mal von einer Beratungsstelle erklären lassen. Sowas wiene Lebensberatung kann dir auch dabei helfen die Dinge zu regeln, ggf. ne eigene Butze zu finden etc.
Das oder ne Familienberatung um mithilfe von Beratern oder eines Familienpsychologen da mal ein paar Änderungen bei euch klarzukriegen.

Gruß
Tyra
 
Hallo Hazel,

ich bin zwar schon älteren Semesters und könnte Dein Vater sein, was ja nicht unbedingt nachteilig sein muß. Ein jahrzehntelanger Erfahrungschatz steht mir zur Verfügung, und glaube mir eines, ich habe einige Wirren und Unwegsamkeiten hinter mir.
Über Deine Zeilen bin ich entsetzt! Sie sagen mir, daß Deine überdimensional dominante Mutter ein gesundes Reifen Deiner Persönlichkeit ausgebremst und unterdrückt hat. Somit hast Du im Grunde genommen wenig Möglichkeiten aus eigener Kraft aus dieser Misere herauszukommen. Das Durchsetzungsvermögen ihr gegenüber fehlt. Du stellst unter anderem die Frage, wer von euch spinnt. Ohne Dich verletzen zu wollen ist das ja wohl eindeutig: ihr beiden! Dein Mütterchen indem sie Dich ständig unterdrückt, und Du indem Du Dir das bieten läßt. Wenn ich mich recht entsinne bist Du 18 Jahre jung und wirst bald 19. Da sollte ein Abnabelungsprozeß langsam erfolgen, zumal Dir die Misere ja auch unerträglich wird. Dir wird nichts anderes übrig bleiben als Dich auf eigene Beine zu stellen. Da ich jedoch fast befürchte, daß Du das nicht alleine schaffst, so nimm doch einfach mal professionelle Hilfe in Anspruch. Laß Dich beraten, bevor Du unbedachte Schritte unternimmst. Erarbeite in der Beratungsstelle Möglichkeiten in ein selbstständiges Leben zu treten. Du wirst feststellen, daß es in unserer Republik reichlich davon gibt. Werde frei aus der Umklammerung Deiner Mutter.
Aus Deinem Text war zu erkennen, daß Du noch Kontakt zur restlichen family hast. Wenn sie Dich lieb haben und es gut mit Dir meinen wirst Du sicherlich Unterstützung in die von mir zuvor benannte Richtung finden.
Setze Deine Stärken, die Du zweifelsohne besitzt, ein. Ich wünsche Dir dafür die erforderliche Überwindung und den Mut.
 
Hallo,

ich habe mal gehört, dass es so etwas gibt, dass sich Eltern- und Kindrolle vertauschen. Das Kind wird zum Verantwortlichen dem Elternteil gegenüber, der Elternteil lässt sich "bemuttern".
Da musste ich gerade so dran denken, wenn ich lese, dass Hazel kein wirklich eigenes Konto hat, Verantwortung für die Rechnungen trägt und sich scheinbar mehr Gedanken um die Konsequenzen bei der Anschaffung eines Hundes (oder gar eines zweiten dazu) gemacht hat, während die Mutter davon ausgeht, dass ihr Kind diese Dinge bereitwillig für sie tut.
Aber das war nur so ein Spontangedanke, kenne mich damit nicht aus.

Auf der anderen Seite kennen wir hier im Forum nicht das Ganze. Nur die eine ausschnittsweise Sicht von Hazel. Ich finde, dass man auch von einer 18jährigen durchaus erwarten kann, dass sie - insbesonderer einen alleinerziehenden Elternteil - unterstützt, wenn es zum Gelingen der Lebenssituation beiträgt. Immerhin macht die Mutter eine Ausbildung, irgendwo habe ich auch was von Job gelesen, es ist ja nicht so, dass sie faul auf dem Sofa hängt und alles prima findet... äh, und welche 18jährige hat noch nie geschmummelt, wenn es darum geht, auszugehen? Für Kinder ist es schwer, zu erkennen, dass Eltern auch nur Menschen sind und sogar z.T. die gleichen Fehler machen wie sie selbst, Fakt ist aber, dass es so ist. Dass die Mutter deswegen eine notorische Lügnerin ist, liegt hier im Auge der Threaderöffnerin - über richtig und falsch können wir hier wohl kaum urteilen. Eine 18jährige ist eben kein Kind mehr und kann auch etwas mehr tun als nur Rechte in Anspruch nehmen. Ich meine, welche Mutter kennt das nicht, dass aus "räumst Du mal die Spülmaschine aus?" schnell ein "Immer muss ich die ganze Hausarbeit machen!" wird.

Ich möchte mich nicht auf den schmalen Ast setzen, hier nun Ratschäge zu geben. Es könnten beide Situationen zutreffen. Ich wollte nur einmal darauf aufmerksam machen, dass bei so geringer Information, wie sie hier gegeben ist, es auch mal ein falscher Lösungsansatz sein kann, zu sagen "Waaaas? Du sollst den Hund hüten? Bloß ausziehen, bloß ausziehen...!"

Doch, einen Ratschlag gebe ich: Versuch mit Deiner Mutter zu reden, ob ihr nicht mal gemeinsam zu einer Beratungsstelle gehen könnt. Dort werden BEIDE Positionen aufgegriffen.

Mücke
 
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