Man muss nicht "kaltblütig" (eher kaltschnäuzig mmn) sein, um eine Affäre zu haben. Es reicht schon aus, wenn man zeitweise emotional verwirrt ist. Das kann theoretisch jedem passieren, dessen Emotionen manchmal die Ratio überflügeln. Man mag den anderen irgendwie, liebt jedoch seinen Partner, und möchte diesen auch nicht wirklich verlassen. Das ist zwar für den Partner nicht schön, aber in eine solche Lage kann man einfach hinein schlittern. Die statistischen Zahlen zu Seitensprüngen und Affären sprechen Bände (obwohl bestimmt noch viele nie irgendwo auftauchen oder erkannt werden). Das ist der Grund, warum ich derartige Pauschalisierungen nicht mag.
In diesem speziellen Fall sieht es jedoch etwas anders aus, da die Freundin offensichtlich beim TE geblieben ist, so lange "der Neue" keine echte Beziehung mit ihr eingegangen ist. Ich glaube wenn das der Fall gewesen wäre, dann wäre sie schneller weg gewesen, als der TE hätte gucken können. Es handelt sich also um das klassische Hangeln von einer Beziehung in die Nächste. Solche Menschen wollen einfach nicht alleine sein und behalten den alten Partner, bis sich etwas vermeintlich besseres findet. Dergleichen ist natürlich absolut untragbar, da diesen Menschen die Gefühle der anderen vollkommen egal sind.