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Sich selbst genug sein???

schnatti

Aktives Mitglied
Es gibt Tage, da komme ich sehr gut mit mir zurecht. Ich empfinde und mag dann gerne Ruhe, bin gelassen und das Alleinesein ist vollkommen in Ordnung.

Dann gibt es die Tage, an denen schleicht sich leichte Panik ein, wenn ich nur daran denke alleine zu sein. So z.B. wo das Wochenende vor der Tür steht.

Samstag kann ich mich von mir ablenken, in dem ich einkaufen fahre. Ich habe die Möglichkeit bis abends 24 Uhr in den Supermarkt zu fahren. Schon alleine der Gedanke reicht aus, dass ich klar komme. Sonntag aber ist ein Tag, an dem alle Welt in Familie ist und wenn du dann niemanden kennst, weil du erst umgezogen bist, ist es gleich noch einmal so ruhig.

Ich weiß, ich könnte in die Natur gehen, könnte in ein Museum gehen, in die Sauna etc, aber alleine der Gedanke löst Beklemmung in mir aus - ich stehe mir selber im Weg.

Andere Menschen wären froh, hätten sie diese Zeit für sich und mir macht es angst.

Mich interessiert, ob hier jemand ähnliches kennt, dass er sich selber nicht reicht und es mit sich häufig schwer alleine aushält. Dann interessiert mich natürlich auch, ob jemand den Weg gegangen ist und einen Ausgang gefunden hat und welchen.


 
Japp, Schnatti, kenne ich.

"Ausweg" hätte ich jetzt noch keinen gefunden, wobei ich zumindest mal gerne auch alleine spazieren gehe (aber auch nicht immer). Das mit dem "mir selbst im Weg stehen" kenne ich jedenfalls sehr, sehr gut!

Ist ja wohl auch immer die Frage, ob man "nur" alleine ist (was, je nach innerer Beschaffenheit des/der Einsamen ja schon schlimm genug sein kann), oder ob man "alleine und depri" ist. Oder "alleine und ohne Hobbies/Interessen". Oder "alleine und depri UND ohne Hobbies". Oder oder oder . . . .

Ich denke (und da predige ich gerade mal wieder mir selbst!), dass es von Zeit zu Zeit einfach mal gut ist, sich aufzuraffen und Routinen zu durchbrechen . . . das schlimmste, was passieren kann, ist, das eben nix passiert . . . aber wer weiss, vielleicht lernt man jemand kennen, der das Leben bereichert (und man das Seinige) . . . oder man erlebt was Schönes . . . whatever.

LG, P.O.G. 😎
 
Ich bin so gut wie immer alleine. Damit komme ich meist gar nicht schlecht klar. Aber nicht immer. Einsamkeitsgefühle kenne ich durchaus auch. Manchmal überwiegt die Einsamkeit, manchmal die Angst und die Unlust vor Menschen. Kommt auf den Tag, Stand des Mondes und des Weizens an. Ich halte von "sich selbst genug sein" trotzdem nicht allzuviel. Es entspricht unserer Natur, dass wir, wenn wir lange alleine sind, uns auch mal einsam fühlen. Das mag nicht für jeden gelten, im Großen und Ganzen ist es aber so. Sonst hätte keiner Bekannte, Freunde, Partner. Denn wenn wir das nicht irgendwo bräuchten, wer wäre so blöd, sich diese zusätzliche Mühe aufzuladen? Nee, der Mensch ist irgendwo schon ein Rudeltier und Einsamkeit kann ihn kaputt machen. Da bin ich mir ziemlich sicher.

Achso, du wolltest einen Ausweg. Wenn mir einer einfällt, bist du die erste, die ihn erfährt. Dumm bei den Auswegen ist nur, dass sie nicht bei jedem funktionieren. Was dir hilft, muss mir noch lange nicht helfen und vice versa.
 
...Achso, du wolltest einen Ausweg. Wenn mir einer einfällt, bist du die erste, die ihn erfährt. Dumm bei den Auswegen ist nur, dass sie nicht bei jedem funktionieren. Was dir hilft, muss mir noch lange nicht helfen und vice versa.

Darf ich dann wenigstens der Zweite sein, Mr. Spamburger? 😉

Aber recht haste - gibt wohl kein generell anwendbares "Geheimrezept" . . . und darum isses ja auch so toll, dass hier so viele ganz unterschiedliche Leuts rumhängen, bei der Fülle der Ideen, die da zusammenkommt, is schon ab und an was brauchbares dabei (selbst für so Sonderlinge wie mich).

Und auch mit dem "Herdendingens" schliesse ich mich Deiner Einschätzung an . . . bin ein ziemlicher Einzelgänger, aber es gibt dann ein Mass an Einsamkeit, das sogar mir Probs macht!

Greetz, Paddy 😎
 
Hm, hab ich das richtig rüber bringen können?

Es ist das Gefühl der Panik.... es ist, als liefe in mir ein kleines Kücken ganz aufgeregt flatternd umher und es schreit: "Bleib nur nicht stehn, bleib nur nicht stehn, ich halte das nicht aus, nein, immer bewegen. Wenn du anhälst, dann..... hälst du das nicht aus."

Ich komme dann nicht mal zur Ruhe, mich hinzusetzen und in Ruhe fern zu sehen, geschweige denn, dass ich mich konzentrieren könnte auf was anderes. Warm duschen wird mir oft "empfohlen". In mir aber ist es permanent unruhig und ich habe angst völlig abzudrehen.
 
Also ist es gar nicht dieses "einsam fühlen", sondern irgendwo schon eine richtige Angst? Hier wäre vielleicht ein Fachmann nicht verkehrt.
 
Hm, hab ich das richtig rüber bringen können?

Vielleicht so?

Du fühlst Dich unfertig. Das fehlende Teil ist zwar zum greifen nah, nur kann man es nicht greifen. So etwa?

Ist wirklich schwer so etwas passened zu formulieren. Zu schwammig. Ich glaube das liegt daran, dass man vielleicht zu wenig Feedback über sich bekommt. Das muß nicht mal gut sein. Nur Feedback. Wenn man welches bekommt, dann saugt man das auf wie ein Schwamm. Besonders wenn es einem länger so unerfüllt ging. Da fragt man sich gerne mal wozu denn noch? Ist echt schwierig aus solch einer eingeschliffenen Schiene herauszukommen.
Sich bei sich selber bedanken, bringt es nun auch nicht wirklich.😀

LG...
abendtau
 
Da kommt in mir gleich eine Stimme, die da meint, dass es so schlimm nun auch wieder nicht ist. Ist ja nicht jeden Tag, aber...... vielleicht ......

Ich habe so ein starkes starkes Ego. Ein selbstvernichtendes. Ich weiß doch, dass mir gar nichts passiert, dennoch ist es als sei ich in dem Moment eine Ertrinkende, die um ihr Leben strampelt.

Keine Ahnung was es genau ist.


 
hmmmm . . . ungewöhnliche Form von Panikattacken? Falls ja, wär ne diesbezügliche SHG vielleicht nich verkehrt.

Tritt das denn immer in bestimmten Situationen auf, bzw. nach bestimmten Erlebnissen?

*grübel*
 
Ich bin mir selbst mehr als genug.
das hat nichts mit Narzismus oder dergleichen zu tun, sondern mit meiner Vergangenheit.
Daher habe ich beschlossen in Zukunft und für den Rest meines Lebens irgendwo fern ab der Menschen zu leben.
Und wie es scheint so habe ich heute erfahren bin ich dem näher als ich gedacht habe.

Dies ist natürlich nicht der für gewöhnlich normale Weg,aber mein leben war auch nicht gewöhnlich und erst recht nicht normal.
Es stimmt aber wenn die meisten die Aussage machen das wir Menschen Herdentiere sind,aber eben nicht alle.
Selbst gewählte Einsamkeit kann wohltuend,ja befreiend sein,wogegen unfreiwillige Einsamkeit in der Lage ist einen Menschen auf langer Sicht umzubringen.
Es ist wie mit dem Wolf und dem Eisbären der eine kann nicht alleine und der andere nicht in der Gemeinschaft.
Ich bin wohl eine Mischung aus beidem ein Wolf der nicht in Gemeinschaft kann.
Mir machen die meisten Menschen Angst,war schon immer so allerdings muss ich betonen das ich mich nie wirklich einsam gefühlt habe.
Verstoßen,ungeliebt vielleicht aber nicht einsam.
 

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