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Sexuelle Vorgeschichte des Partners belastend?

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Es ist schlicht und einfach immer wieder genial, welche Verläufe Threads dieser Art nehmen... Und zwar zu einhundert Prozent JEDES MAL die Gleichen: Irgendeine junge, sexuell etwas aufgeschlossenere Frau die schon mit mehr als nur drei Männern Sex hatte, fragt mal so in die Runde was andere davon halten...
Und dann kommen sie stets aus ihren Löchern gekrochen: Die absolut super-ober-korrekten Moralapostel, natürlich bereits mit erhobenem Zeigefinger!
Schande über sie! Verbrennt die Hexe! Schlampe! H***! Nutte!
Im Laufe des Threads kristallisiert sich dann immer das gleiche heraus: Die selbsternannten Moralapostel sind eigentlich unsichere, komplexbeladene Typen, denen irgendwann mal das Herz gebrochen wurde - oder die sowieso seit eh und je Mühe damit haben bei Frauen zu landen und auf bezahlten Sex zurück greifen müssen...
Aufgrund IHRER EIGENEN Probleme haben sie irgendwann eine totale Verachtung gegenüber Frauen entwickelt... Und zwar vor allem gegenüber jenen Frauen, die halt einfach jederzeit sexuelle Befriedigung kriegen können wenn sie es wollen - und sich dies auch selbstbewusst nehmen!

Ganz ehrlich: Ein selbstbewusster, erfahrenerer und starker Mann würde sich solche Gedanken wie "die tauscht mich doch gleich wieder aus!", oder "da kann ich doch eh nicht mithalten", gar nie machen...
Der hat so viel Selbstbewusstsein, dass er denkt: Tja, sie hatte vielleicht so einige Typen... Aber jetzt hat sie sich für mich entschieden und ich werde sie auch so "versorgen" können, dass sie kein Blick mehr auf andere Männer wirft!

Es ist einfach witzig... Weil es echt IMMER die gleiche Art von Leuten ist, die ein Problem mit sexuell aktiven Frauen hat!
Und zwar Leute die selber Probleme haben in diesem Bereich, unzufrieden sind, frustriert, was weiss ich...

Mir persönlich ist es eigentlich sch... egal, was für sexuelle Erfahrungen mein Partner vor mir gemacht hat!
Hauptsache wir liegen sexuell auf einer Wellenlänge, Hauptsache ich kann mir sicher sein, dass er nicht mit irgendwelchen anderen Leuten rumvögelt während wir zusammen Sex haben und Krankheiten einschleppt...
Und selbstverständlich gehts vor dem ersten Mal Sex gemeinsam zum Arzt und man lässt sich von A bis Z durchchecken und zwar bei JEDEM neuen Partner!

Das Problem, dass ein Mann "sexuell überreizt" war und ihn nichts mehr angetörnt hat... Ja, das hab ich mehrmals erlebt - allerdings waren das nicht diejenigen Männer die mit vielen Frauen geschlafen hatten, sondern diejenigen die einen exzessiven, täglichen Pornokonsum zu verzeichnen hatten (und sich dabei auch immer abartigeres Zeug reinziehen mussten, damit sie überhaupt noch einen hoch kriegten... ) und viel Selbstbefriedigung gemacht haben.
Das sind dann solche Männer die sich irgendwann überhaupt nicht mehr auf das "wir" beim Sex einlassen können, sondern die kriegen ihn überhaupt nur noch rauf wenn alles so ist, wie wenn sie sich einen runterholen...

Ich persönlich finde neun Männer mit 25 okay - unter der Voraussetzung, dass es für dich stimmt!
Wenn der Sex mit diesen Männern gut war... Und damit meine ich nicht mal, dass du jetzt in alle neun unsterblich verliebt sein musstest oder so... Aber einfach so, dass es sich gelohnt hat... Oder du dadurch zumindest rausgefunden hast, was du willst, oder eben NICHT willst - dann geht das doch völlig in Ordnung!
Nicht gut ist, wenn Frau sich jedes We einfach abschiesst und dann von irgendeinem Asozialen abschleppen lässt, den sie ansonsten nicht eines Blickes würdigen würde...
Wir Frauen laufen halt nunmal eher Gefahr uns sexuell zu "verlieren"... Und es ist schon so: Wir sind halt nunmal diejenigen die sich beim Sex "öffnen" müssen, wir sind verletzlicher, verwundbarer als die Männer.
Und insofern müssen wir sorgfältiger abwägen, wem gegenüber wir uns ausliefern.

Ich denke es gibt auch so gut wie keine Frau, die sich nicht an diejenigen Männer erinnert mit welchen sie Sex hatte... Egal, wie viele das waren!
Bei Männern kommt das ja total häufig vor: Dass sie sich noch nicht mal mehr an den Namen einer Frau erinnern, mit der sie ONS hatten.
Persönlich bin ich der Meinung: Wenn eine Frau mit mehr als fünf Männern geschlafen hat, sollte sie das den Typen nicht unbedingt auf die Nase binden.
Und zwar schlicht und einfach aus dem Grund, da es leider doch einige Männer gibt die eben nicht damit umgehen können... Komplexe, schlechtes Selbstwertgefühl, machohafte Vorstellungen, whatever.
Und wenn man merkt, dass ein Mann so drauf ist... Gibts auch keinen Grund, ihn damit aufzuregen: Was er nicht weiss, macht ihn nicht heiss!
So lange man "sauber" ist (also keine Krankheiten hat) und weiss, dass man sich in der Vergangenheit sexuell ausleben konnte und dem jetzigen Partner wirklich treu sein will, sollte Frau nett lächeln und sagen: "Also ich kann die Männer mit denen ich geschlafen habe an einer Hand abzählen!"

Realität ist dabei jener Satz aus "American Pie": Bei dem Mann kann man die angebliche Anzahl Sexualpartnerinnen durch drei dividieren - bei der Frau die Anzahl Sexualpartner mal drei multiplizieren! 🙂
Wie gesagt: Was er nicht weiss, macht ihn nicht heiss...

Und ganz zuletzt mein absoluter Lieblingsspruch zu dem Thema, gelesen in einem Thread wos um ein moslemisches Mädchen ging, das total Angst hatte "entehrt" zu sein weil sie keine Jungrau mehr war:

Ehre und Stolz trägt man im Herzen - und nicht zwischen den Beinen!
 
Im Laufe des Threads kristallisiert sich dann immer das gleiche heraus: Die selbsternannten Moralapostel sind eigentlich unsichere, komplexbeladene Typen, denen irgendwann mal das Herz gebrochen wurde - oder die sowieso seit eh und je Mühe damit haben bei Frauen zu landen und auf bezahlten Sex zurück greifen müssen...
Aufgrund IHRER EIGENEN Probleme haben sie irgendwann eine totale Verachtung gegenüber Frauen entwickelt... Und zwar vor allem gegenüber jenen Frauen, die halt einfach jederzeit sexuelle Befriedigung kriegen können wenn sie es wollen - und sich dies auch selbstbewusst nehmen!

Diese Männer sind nicht unbedingt komplexbeladen oder unsicher, nur haben sie halt wenig bis fast keine Chance bei Frauen, reissen sich vergebens immer wieder den A**** auf doch es kommt nichts dabei raus. Und dann müssen sie zuschauen (und lesen) wir Frauen nur mal mit dem Finger zu schnipsen brauchen um Sex haben zu können, während sie selbst immer nur abgelehnt werden und ihr Gehalt bei Prostituierten liegenlassen müssen um endlich mal Sex mit einer Frau haben zu können. Es ist doch absolut klar dass diese Männer aus diesen Tatsachen und dieser Ugerechtigkeit frustiert werden und eine Verachtung gegenüber Frauen entwickeln. Und dass Menschen die nur mal mit dem Finger zu schnippsen brauchen um Sex zu haben sowas nicht verstehen können, sich überhaupt nicht in so eine Lage versetzen können ist auch klar. Daraus resultieren dann Beiträge wie deiner hier.

Ganz ehrlich: Ein selbstbewusster, erfahrenerer und starker Mann würde sich solche Gedanken wie "die tauscht mich doch gleich wieder aus!", oder "da kann ich doch eh nicht mithalten", gar nie machen...
Der hat so viel Selbstbewusstsein, dass er denkt: Tja, sie hatte vielleicht so einige Typen... Aber jetzt hat sie sich für mich entschieden und ich werde sie auch so "versorgen" können, dass sie kein Blick mehr auf andere Männer wirft!

Selbstbewusstsein...war ja klar dass dieses Wort in diesem Kontext wieder mal fallen würde 🙄 Woher hat er dieses Selbstbewusstsein denn deiner Meinung nach? DAs hat er doch nur weil er ständig Erfolg bei Frauen hat.

Es ist einfach witzig... Weil es echt IMMER die gleiche Art von Leuten ist, die ein Problem mit sexuell aktiven Frauen hat!
Und zwar Leute die selber Probleme haben in diesem Bereich, unzufrieden sind, frustriert, was weiss ich...

Was ist daran denn so witzig? DAss eine Frau die nur mal zu wackeln braucht um Sex zu haben so was dann auch noch witzig findet finde ich ech daneben. Wenn du dein Gehalt bei Callboys liegenlassen müsstest würdest du wohl auch frustriert werden. Ich finde das überhaupt nicht witzig.


Das Problem, dass ein Mann "sexuell überreizt" war und ihn nichts mehr angetörnt hat... Ja, das hab ich mehrmals erlebt - allerdings waren das nicht diejenigen Männer die mit vielen Frauen geschlafen hatten, sondern diejenigen die einen exzessiven, täglichen Pornokonsum zu verzeichnen hatten (und sich dabei auch immer abartigeres Zeug reinziehen mussten, damit sie überhaupt noch einen hoch kriegten... ) und viel Selbstbefriedigung gemacht haben.
Das sind dann solche Männer die sich irgendwann überhaupt nicht mehr auf das "wir" beim Sex einlassen können, sondern die kriegen ihn überhaupt nur noch rauf wenn alles so ist, wie wenn sie sich einen runterholen...

Sowas kommt halt dabei raus wenn man anders keinen Sex bekommen kann. Traurig aber wahr. Jemand der bei Frauen ankommt und Sex haben kann wird dieses Problem nie haben.
 
Es ist schlicht und einfach immer wieder genial, welche Verläufe Threads dieser Art nehmen... Und zwar zu einhundert Prozent JEDES MAL die Gleichen: Irgendeine junge, sexuell etwas aufgeschlossenere Frau die schon mit mehr als nur drei Männern Sex hatte, fragt mal so in die Runde was andere davon halten...
Und dann kommen sie stets aus ihren Löchern gekrochen: Die absolut super-ober-korrekten Moralapostel, natürlich bereits mit erhobenem Zeigefinger!
Schande über sie! Verbrennt die Hexe! Schlampe! H***! Nutte!

Von welchem thread sprichst du?

Es ist einfach witzig... Weil es echt IMMER die gleiche Art von Leuten ist, die ein Problem mit sexuell aktiven Frauen hat!

Ja, es ist wirklich witzig wie wenig du von deinen eigenen Geschlechtsgenossinnen weisst. Diese möchten nämlich auch keinen Stadtbekannten Hengst haben. Umgekehrt, sieht das also ähnlich aus. Sind die auch frustriert?

Das Problem, dass ein Mann "sexuell überreizt" war und ihn nichts mehr angetörnt hat... Ja, das hab ich mehrmals erlebt

Also nach deinem statement hier kann ich mir lebhaft vorstellen, weshalb diese Männer lieber auf Selbstbefriedigung und Pornos zurückgegriffen hatten...

Ich persönlich finde neun Männer mit 25 okay

Ich auch, aber wer ist 25 ?

Realität ist dabei jener Satz aus "American Pie": Bei dem Mann kann man die angebliche Anzahl Sexualpartnerinnen durch drei dividieren - bei der Frau die Anzahl Sexualpartner mal drei multiplizieren! 🙂
Wie gesagt: Was er nicht weiss, macht ihn nicht heiss...

Du zitierst aus der Kinderkomödie "American Pie" ? LOL
Darf man mal erfahren wie alt du bist?

Im übrigen kommt es wohl auf den Mann an und diese Zahl kann von daher sehr variabel sein. Wie bei Frauen auch. Aber bei solchen Zitaten ( auch noch mit smiley ) zeigt sich deine fehlende, geistige Reife.
 
@ Portion Control: Jetzt sei mal nicht gleich so eingeschnappt... 🙂
Threads dieser Art hatten wir hier in diesem Forum schon zur Genüge... Alle Jahre wieder, kann man sagen.
American Pie ist ein ziemlich doofer Film - aber Realität ist nunmal, dass Frauen die Anzahl ihrer Sexpartner generell eher nach unten und Männer diejenige ihrer Sexpartnerinnen im Gegenzug tendenziell (kräftig) nach oben korrigieren...
Das soll jeder so handhaben wie er möchte - ich bleibe dabei: Was er (oder übrigens auch sie!) nicht weiss, macht ihn nicht heiss...
Übrigens ist dies mittlerweile auch das was moderne Paartherapeuten generell so empfehlen: Dass man seinem Partner eben nicht alles immer auf die Nase binden muss und man seinem Partner seine "geheimen Bereiche" zugestehen soll.

Tatsächlich hab ich mich verlesen, ich hab gedacht die TE sei bereits 25... Keine Ahnung, wie ich darauf gekommen bin.
Neun Männer mit Achtzehn (oder wie alt? Neunzehn jetzt?) ist... Nun ja, tendenziell sicher an der oberen Grenze, das will ich nicht bestreiten.
Aber grundsätzlich bleibe ich dabei: Falls sie durch diese sexuellen Erfahrungen rausfinden konnte was sie will, oder eben nicht will und kein Erlebnis dabei war, dass im Nachhinein ganz schlechte Gefühle in ihr ausgelöst hat... Falls sie also eigentlich mit einem guten Gefühl auf ihre sexuelle Vergangenheit zurück blicken kann und ihr lediglich die Sorge in ihrem Innern zu schaffen macht, wie ihr aktueller Partner auf das Ganze reagieren könnte... Dann würde ich mir da keinen grossen Stress machen.
Wer weiss: Viellicht lebt sie mit diesem Mann jetzt die nächsten zehn Jahre in einer festen Beziehung, hat genau nur mit ihm Sex und wenn sie Dreissig ist, hat sie immer noch lediglich mit neun Männer geschlafen - was dann so einigermassen Durchschnitt ist.

Dass Frauen keinen stadtbekannten Hengst haben möchten... Nun ja, da stellt sich die konkrete Frage: Wofür?
Frauen sind oftmals sehr dumm, wenns um Sexualität geht. Die Hormone, der primitive Urtrieb, was weiss ich.
Sie wollen für zu Hause einen liebevollen, umsorgenden und rücksichtsvollen Mann, der auf sie eingeht, ihnen treu ist, bei dem sie Beständigkeit, Sicherheit und Konstanz finden.
Aber - und jetzt kommt das aber: Dieses (übrigens ziemlich erbärmliche) Bad-Boy-Syndrom unter welchem ein nicht unbedeutender Anteil der weiblichen Menschheit "leidet"... Das Phänomen, dass sie fürs Bett dann eben genau den "stadtbekannten Hengst" wollen, das rücksichtslose, arrogante, asoziale "A*******-Gorilla-Alphamännchen"... Nun ja, dieses Phänomen ist einigermassen weit verbreitet und zieht sich durch sämtliche Altersgruppen und soziale Schichten bei den Frauen.

Dass dies auf jeden halbwegs intelligenten und einigermassen sensiblen Mann a) sehr befremdlich und b) relativ abstossend wirkt, kann ich nur zu gut nachvollziehen.

Und apropos, bzgl. der Pornogeschichte: NATÜRLICH war das meine Schuld, das hat selbst ein Blinder mit Krückstock geschnallt!
Meine unsensible Art und geistige Unreife hatten eine derart abtörnende Wirkung auf meine potentiellen Sexpartner (dessen mindestens 74 vorhanden waren in den vergangenen dreizehn Monaten, wohlgemerkt), dass sie sogleich mit hängendem Kopf und hängendem Schwänzchen die Flucht in Richtung nächster Internetanschluss ergriffen... Verzweifelt darum bemüht, sich die soeben erlebte Traumatisierung mithilfe irgendwelcher Hardcore-Pornografie von der Palme zu wedeln...

Aber jetzt mal noch schnell seriös: Für die Betroffenen ist diese Art Szenario einigermassen un-amüsant und tatsächlich weiss ich darüber nicht nur aus dem Grund relativ gut Bescheid, weil ich x dieser Fälle in meinem Bett angetroffen hätte (Hunderte! Just btw... ) - sondern auch, weil mir immer mehr Kollegen von genau dieser Art Problem erzählen.
Dass heute bereits Dreizehnjährige jederzeit problemlos zu Pornografie der abartigsten Sorte Zugang haben und viele Männer (und vermutlich auch so einige Frauen) Mühe haben mit der "Selbstregulierung" und sich dann auch wirklich alles reinziehen, was die heutigen Gratis-Pornoseiten an krankem Scheiss so hergeben, sind einfach immer mehr Leute total abgestumpft...
Geprägt von diesen Bildern im Kopf, die sich leider - einmal konsumiert - auch nicht mehr so einfach vergessen lassen.
Kommt dann noch das Problem einer sexuellen Durstrecke dazu... Und Mann konsumiert über einen Zeitraum von einigen Monaten täglich Pornografie... (Und dabei geschieht schliesslich bei fast allen Männern das Gleiche: Es tritt eine Art "Übersättigungseffekt" ein und man muss auf immer perverseren und abnormaleren Scheiss zurück greifen, damit man überhaupt noch irgendeine Art von Reiz empfindet... ) Vertreibt sich Mann also so seine Zeit und masturbiert dazu auch jeden Tag relativ intensiv - nun ja: In diesem Fall kann es unter Umständen sehr schwierig werden, wenn er das erste Mal wieder mit einem echten, lebendigen, fühlenden Wesen Sex hat und nicht mit seiner Hand und dem Monitor...
Ich weiss von fünf, oder sechs jungen Männern (noch keine Dreissig), dass sie aus genau diesem Grund sogar massive Erektionsstörungen haben: Entweder er kommt schon gar nicht erst richtig rauf, oder wenn er dann steht, dann ist das Gefühl einfach völlig weg beim Sex (unter anderem tatsächlich auch aus dem einfachen Grund, da sich der Penis an die rauere Struktur der eigenen Hand gewöhnt hat und an den exakten Rhythmus bei der Selbstbefriedigung) und der Orgasmus ist auch nach stundenlangen Rammeln und Abmühen in weiter Ferne...


...und @ Ein neuer Gast:

Ich glaube dir wirklich, dass deine konkrete Lage nicht einfach ist.
Und ja: Natürlich fehlt mir für deine Situation als junge, nicht vollständig beschi**en aussehende Frau ein gewisses Einfühlungsvermögen, zumindest sicher auch nur schon ein echtes Vorstellungsvermögen.
Dass du zu Prostituierten gehst finde ich übrigens völlig in Ordnung und ich wünsche dir wirklich, dass du zumindest dort auf einigermassen einfühlsame, attraktive Frauen triffst, die genügend Professionalität besitzen um dir einen Teil deiner Frustration und auch deiner Aggressionen abnehmen zu können... Eine gute Prostituierte sollte dazu eigentlich fähig sein und ansonsten lohnt es sich sicher, zumindest im professionellen Bereich das wirklich "Passende" zu suchen.
Natürlich ist bezahlter Sex nicht das Gleiche wie unbezahlter Sex... Aber meine persönliche Einstellung dazu ist weder gegenüber diesen Frauen, noch gegenüber den Männern die sie besuchen irgendwie abwertend, oder verurteilend.
Es ist halt eine Notlösung - aber das muss nicht heissen, dass es grundsätzlich ein schlechtes, oder unbefriedigendes Erlebnis sein muss.
Und ja: Ich kann verstehen, dass du frustriert bist... Wütend, was auch immer.
Aber dass du eine solche Verachtung gegenüber Frauen generell aufbaust... Sie verurteilst für etwas, das du in gewisser Weise eigentlich leben möchtest und kannst...
Das entfernt dich letztendlich nur noch mehr davon und frisst dich innerlich auf.
Ich glaube du solltest eine Therapie in Betracht ziehen (wenn du das nicht schon in Angriff genommen hast), denn ganz offensichtlich hat dich eine (oder mehrere?) Frauen mal ziemlich beschissen verarscht, betrogen, weh getan, dir nachhaltige und tiefe Wunden zugefügt (...)
 
Ich bin Psychologieprofessor und mit diesem Thema (in der Regel indirekt) im Rahmen von Therapien befasst.

Zwei oder drei Anmerkungen dazu:

1. Nach meiner Schätzung haben 2/3 aller Frauen mit sehr vielen Sexualpartnern psychische Störungen (kommen sehr verschiedene infrage, bei manchen weiß man nicht einmal immer, ob primär oder sekundär; Beispiel dafür: gehäufte Depressionen). Reden wir nachfolgend also nur mehr vom verbleibenden Drittel.

2. Es ist gut belegt, dass die Zahl der Sexualpartner eng mit der (anhaltenden) Zufriedenheit in späteren Partnerschaften zusammenhängt und sowohl mit Untreue als auch mit dem Scheitern von Beziehungen (inklusive Ehen) stark korreliert. Man kann sich das so vorstellen, dass die Wirkung von Bindungshormonen (Oxytocin, auch Vasopressin), die bei Sex ausgeschüttet werden, mit zunehmender Exposition abnimmt - ähnlich, wie ein Tesafilm, der oft abgezogen worden ist, irgendwann nicht mehr gut (oder gar nicht mehr) haftet.

3. Viele Studien zu diesem Thema sind methodisch schwach und angreifbar; generell sollte man besser den Median anstelle des arithmetischen Mittelwertes heranziehen für Vergleiche; denn die Verteilung ist ausgesprochen "schief".

Die häufig sehr starke Abneigung von vielen Männern, deutlich weniger ausgeprägt dagegen von Frauen, gegen einen Partner mit "viel einschlägiger Vorgeschichte" lässt sich evolutionspsychologisch (nicht: -biologisch!) gut erklären.

Kann man sich ändern, was die sogenannte "sozioxuelle Orientierung" angeht? Ja, aber gravierende Änderungen sind die ganz große Ausnahmen und dann fast immer das Resultat schwerer Lebenskrisen.

Zusammgefasst: es gibt keinen Grund für Vorurteile. Aber: auch ohne Moralisieren gibt es sehr wohl Gründe, bei der eigenen Partnerwahl (auch) auf diesen Punkt zu achten. Das gilt nb für beide Geschlechter gleichermaßen.

Das sind also ein paar gut dokumentierte Fakten, ohne Rücksicht auf vermeintlichen "Zeitgeist" und "Political Correctness" und nicht getrieben durch Vorurteile gegen Menschen mit weniger durchdachten ("hedonistischen") Lebensentwürfen. Nicht alles, was kurzfristig gut tut, ist auch langfristig gut. Warum sollte das ausgerechnet im Bereich der Sexualität anders sein?
 
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