Gelinda
Sehr aktives Mitglied
Da ihr beide schon "älter" seid, hätte eigentlich eine offenere Aussprache sein müssen, damit es nicht zu solchen Problemen führen kann, wie sie jetzt anstehen.Es lief nicht alles so super ab, er war noch in 1 Ehe verheiratet ich noch mit meinem Mann. Haben uns dann zeitnah beide scheiden lassen. Er wohnte dann mehr bei mir, als in seiner Wohnung. Mein Sohn lebte zu dem Zeitpunkt auch noch bei mir und sie haben sich super gut verstanden. Ich war so glücklich, endlich einen tollen Mann wieder in meinem Leben gefunden zu haben.
Nun gut, kennen gelernt, lieben gelernt mit allen schönen Seiten.
Inzwischen beide geschieden und seit fast einem Jahr zusammen verheiratet.
Gleich am Anfang unserer Beziehung sagte er mir, daß für ihn seine sexuelle Befriedigung sehr wichtig wäre. Was ich damals auch nicht so überbewertet habe, zumal ich total am Anfang verliebt war und es toll mit ihm fand.
Gleiche Bedürfnisse und ein toller Sex. Auch sonst war es eine Harmonie, eigentlich bist jetzt, bis auf den einen Punkt.
Ich habe festgestellt, das er extrem sexsüchtig ist und ich mittlerweile es nur noch als Pflichtübung ansehe.
Bin echt verzweifelt, Gespräche haben nix gebracht, er schottet ab und zieht sich wie immer dann total zurück. Ich weiss net, wie es weiter gehen soll.
Vor unseren Beziehung war es wohl auch in seinen anderen Partnerschaften ähnlich. Ich bin mir überhaupt nicht mehr sicher, ob ich so weiter leben möchte. Es war vielleicht doch alles zu schnell, mit dem zusammen ziehen und letztendlich auch mit der Heirat.
Ich bin so verzweifelt, meine Liebe zu ihm ist inzwischen ganz unten. Therapie in jeglicher Form lehnt er ab.
I weis net weiter...
danke fürs lesen
karin
Ich kann mich lebhaft in deine Gefühle versetzen, muß aber auch sagen, daß du bis zu einem gewissen Grad dazu bereit sein solltest, darauf einzugehen und den Umgang mit seiner Befriedigung akzeptierend steuern solltest.
Klartext: Du findest es abstoßend, daß er es sich selber macht: vor dir - da solltest du ganz bewußt mit ihm fühlen können! Denn, die andere Variante: es sich bei anderen Frauen zu holen, kannst du nicht mitgehen (was ich natürlich verstehe).
Denk mal daran, daß es mit seiner Manneskraft vielleicht nicht immer so bleibt - ab 50 setzen häufig Probleme damit ein. Vielleicht bist du dann diejenige, die häufiger Zärtlichkeiten braucht . Wie würdest du damit umgehen? Würdest du es dir dann durch die Rippen schwitzen wollen, wenn du einen so starken Drang zu 3 x Sex am Tage hättest (was bei ihm ja bestimmt auch schwankt?)? Man sage nie nie, das kann alles passieren.
Den Drang hat er durch seine Hormone, Begierde kann man sich nicht einreden! Wir werden nun mal chemisch gesteuert, (verstärkt durch die Medien mit der unverschämten Behandlung des Themas).
So wie ich das lese, ist sein starker Drang von ihm angekündigt worden und du fühlstest dich (erfreutlicherweise) begehrt und geliebt.
Ich will mal so sagen: was verbindet euch beide denn außer dem Sex?
Habt ihr denn andere, weitere körperliche Aktivitäten, gemeinsam oder auch jeder für sich? Als Frau könnte und sollte man doch immer irgendwelche Wünsche haben, die ihr gemeinsam entwickeln könntet. Damit wäre der Partner sinnvoll beschäftigt und könnte sich körperlich ausarbeiten.
Zum Beispiel am Grundstück oder in der Wohnung: Projekte oder gemeinsame Radtouren, stramme Wanderungen, Gymnastik und/oder, daß er in eine Sportgruppe geht?
Du mußt nicht unbedingt jedesmal hinhalten, das geht auch anders. Dafür müßtest du wohl etwas Scham abbauen?! Ausgehend davon, daß er liebevoll auf dich zukommt, würde ich es selber mit ihm nur machen, wenn ich selber dazu Lust hätte, deshalb würde ich ihn meist wohl "nur" unterstützen, mit meiner Hand oder wie auch immer. Dafür gibt es einige Varianten, auf die er auch eingehen sollte. Ansonsten wäre er wirklich rücksichtslos und sexsüchtig.
Wenns wirklich unpassend ist, würde ich auch zu einer Ablehnung stehen, das muß nicht toternst oder böse sein, eher mit einem Spaß oder ein liebvolles Vertrösten. Es gibt Frauen, die bringen Vertröstungen über J a h r e fertig! Kannst du hier im Forum lesen.
Es ist nun mal so, daß jeder Mensch sich die Kraft, den Elan aus verschiedenen Quellen zieht. Dein Gatte hat wohl ausschließlich den Sex als Quell - du scheinst ihn darin auch zu beflügeln. Ich nehme an äußerlich, sei stolz und versuche mit deinen Reizen verständnisvoll-lenkend umzugehen.
Ich plädiere nicht für eure Trennung, da ja, wie du schreibst, nur dieser eine Punkt ein Problem sei. Das kann man anders in den Griff kriegen, jedenfalls solltet ihr´s beide erst mal versuchen, anders in den Griff zu kriegen. Ich glaube auch nicht, daß er "dagegen"😉 Therapie einer anderen Person, außer der deinen, braucht.
Wenn ihr dann ein älteres Semester seid, werdet ihr lächeld daran zurückdenken.
Freundliche Grüße Gelinda
p.s. Ich möchte dir für Ideen für den Umgang evtl. noch Lektüre empfehlen: von Lou Paget : "der perfekte liebhaber".