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sexuelle Gewalt unter Kindern / Jugendlichen

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  • Stichworte (tags) Stichworte (tags)
    gewalt
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Gast

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hallo,

das thema sexuelle gewalt unter kindern und jungen jugendlichen wird meiner meinung nach von der gesellschaft leider grösstenteils immer noch ignoriert oder nicht genügend ernst genommen.
hier meine persönliche geschichte (triggert!!!):
ich hatte im alter von ungefähr sechs jahren dieses erlebnis.
es war im winter und da war dieser jugendliche (eigentlich noch ein kind), der mich fragte ob ich mit ihm spielen wolle.
ich bejahte freudig, ich freute mich dass ein "grosser" mit mir spielen wollte und mich überhaupt beachtete.
ich schätze dass er zu diesem zeitpunkt zwischen zehn und zwölf jahren alt war (wobei mir bewusst ist, dass zehn oder zwölf ein grosser unterschied ist).
er sagte wir würden "krank" spielen, er sei krank und ich sei die krankenschwester. ich spielte das spiel so, wie ich es vom spielen her sonst mit gleichaltrigen kannte.
aber dann würde er plötzlich sehr wütend und meinte, ich würde das völlig falsch machen. dann sagte er, wir würden jetzt mal auf seine art spielen.
was er darunter verstand, mag ich nicht in jedem detail ausführen, aber es kam schlussendlich dazu dass ich ihn mit der hand befriedigen musste und er über länger zeit versuchte, in mich einzudringen. dies gelang ihm jedoch nicht da er - nach meiner heutigen auffassung und zu meinem grossen glück - keine richtige erektion "hinbrachte" und ich mein körper ja auch überhaupt nicht dafür gemacht war. (das tönt jetzt etwas seltsam, natürlich ist KEIN körper dieser welt für eine vergewaltigung gemacht, aber der eines kindes grundsätzlich nicht für den geschlechtsverkehr).
während er auf mir drauflag, wiederholte er immer wieder den gleichen satz: wenn du es irgendjemandem erzählst, komme ich immer wieder und mache es noch viel schlimmer. dieser satz hat sich für die nächsten jahre in meinen kopf eingebrannt. ich lag auf dem boden und sagte kein wort. aber in meinem kopf dachte ich: warum sagst du ihm nicht, dass DU es allen erzählen wirst wenn er nicht sofort aufhört? aber mein mund blieb stumm.
irgendwann ist er dann aufgestanden und gegangen.
ich habe meinen eltern kein wort erzählt, meine mutter fragte mich warum meine kleider so schmutzig seien und ich sagte ihr, wir hätten einen hang runterrollen gespielt.
ich habe mich ihr auch in all den folgenden jahren nie anvertraut. ich hatte eigentlich ein sehr gutes verhältnis zu meiner mutter, sie war die liebevollste, fürsorglichste und besorgteste mutter die man sich vorstellen kann. aber ich konnte mit ihr einfach nicht darüber reden.
dann habe ich lange alles verdrängt.
erst als ich dreizehn war und mich das erste mal ein junge küsste und anfasste, kam alles wieder hoch. ich war völlig verwirrt, wusste nicht was da passiert war. als sich meine erinnerungsfetzen schliesslich zu einem bild zusammengesetzt hatten, war ich noch mehr verwirrt. "du übertreibst doch völlig" sagte eine stimme in mir. "das waren doktorspiele wie sie alle kinder machen und du denkst du seist missbraucht worden". und sehr schnell kam ich zu der überzeugung: das kann ich niemandem erzählen. man wird mich nicht ernst nehmen.
missbrauch unter kindern - das gibt es nicht. kinder berühren sich halt nun einmal gegenseitig und spielen dabei auch schon mal den geschlechtsakt nach, das ist nun mal so. das war es, was mir eine stimme in meinem kopf sagte.
aber mein herz empfand völlig anders. ich fing an zu kiffen wie wahnsinnige, nachts hatte ich grässliche alpträume, berührungen ekelten mich an und als ich einmal am boden sass und ein kollege stand vor mir und schnallte seinen gürtel enger, brach ich in völlig panik aus.
immer wieder schossen mir die bilder des erlebten durch den kopf und immer wieder dachte ich: aber ganz normal war das doch einfach doch nicht.
ich versuchte mich zu informieren, herauszufinden ob vielleicht irgendjemand änliches erlebt hatte. aber ich stiess nirgendwo auf etwas hilfreiches. und ich traute mich nach wie vor nicht, mich irgendwohin zu wenden. man wird mir das nicht abnehmen, dachte ich, man wird es herunterspielen. und das wäre für mich in diesem moment der endgültige todesstoss gewesen.
leider sprach man zu dieser zeit noch fast überhaupt nicht über dieses thema in der öffentlichkeit.
erst in den letzten jahren, als vermehrt solche fälle an die öffentlichkeit kamen, richtete sich das augenmerk der gesellschaft mehr auf diese art von vorkomnissen.
es gab in der schweiz innerhalb kurzer zeit zwei sehr schwere fälle dieser art. ein sechsjähriges mädchen wurde von einem elf- und einem zwölfjährigen vergewaltigt, ein anderes mädchen das auch ungefähr in diesem alter war, von einem dreizehnjährigen schwer missbraucht.
auch was sexuelle gewalt unter jugendlichen betraf, kamen jetzt immer mehr solche fälle ans tageslicht. es gab diesen grauenhaften fall von diesem dreizehnjährigen mädchen, dass von insgesamt ca. fünfzehn Gleichaltrigen und wenig älteren herumgereicht worden war, "gang bang", sie wurde über längere zeit hinweg von der ganzen gruppe vergewaltigt. und dann gab es da noch den fall von diesem zwölfjährigen mädchen, die ebenfalls von gleichaltrigen und ein, zwei jahre älteren vergewaltigt worden war.
jetzt wurde in der öffentlichkeit viel darüber diskutiert - und bei mir kamen hundert erinnerungen hoch.
plötzlich sprach man davon, dass man vorsichtig sein müsse, dass es definitiv einen grossen unterschied zwischen so genannten "doktorspielen" gebe - und eben den fällen, wo es definitiv darüber hinausgeht.
man kam zum schluss, dass die sexuelle gewalt unter jugendlichen um einen grossen prozentsatz zugenommen hatte in den letzten jahren.

für mich selber empfinde ich es als zu spät, ich habe während meiner ganzen jugend extrem mit diesen erinnerungen gekämpft und es hat mein leben in extrem negativer art geprägt.
aber ich empfindes es als enorm wichtig, dass man vermehrt über dieses thema aufklärt. und dass eltern das auch nicht einfach auf die leichte schulter nehmen. gerade bei sogenannten "doktorspielen" kommt es häufig zu grenzüberschreitungen, es passieren dinge, die sich für eines der kinder nicht richtig anfühlen.
und das ist wohl auch der punkt: sobald eine situation entsteht, wo es für ein kind nicht mehr gut anfühlt, wo es eigentlich spürt dass es das nicht möchte, muss es nein sagen.
aber das problem ist halt einfach, dass man halt auch einfach nicht damit rechnet, sein kind jetzt auch noch vor anderen kindern beschützen zu müssen.
ich für mich selber habe noch immer nicht ganz abschliessen können mit diesem erlebnis. ich habe nach wie vor nie wirklich mit jemandem darüber gesprochen.
ich war bei vielen verschiedenen therapeuten, aber ich habe es nie geschafft, über dieses thema wirklich zu sprechen.
ein einziges mal hat mich ein männlicher therapeut stark unter druck gesetzt und gedrängt, bis ich schliesslich in tränen aufgelöst den raum verlassen habe. er hatte mich über eine halbe stunde lang immer wieder gefragt: "hat er es geschafft in sie einzu***?* und ich hatte das gefühl, dass er sich sogar irgendwie noch aufgeilt an dem ganzen.
ich für mich fühle mich nach wie vor so, dass ich irgendwie nicht das recht habe, mich als opfer eines erlebten missbrauchs zu fühlen.
das es nicht "zählt" weil der täter selber noch ein kind war.
dass man jetzt in der öffentlichkeit mehr darüber gesprochen hat und es auch ernster nimmt, hilft mir zwar ein wenig, aber ich kann meinen gefühlen und empfindungen einfach nicht trauen.
auch wenn ich weiss, dass das nicht einfach nur doktorspiele gewesen sein können, so kann ich es doch nicht als wirklichen missbrauch sehen.
vor allem weil ich auch immer denke: der war doch gar noch nicht zurechnungsfähig, einem kind kann man keinen vorwurf machen.
laut gesetz ist man zwar ab dem zehnten lebensjahr an strafmündig, aber wer kann vom moralischen standpunkt her denn tatsächlich schon ein elfjähriges kind verurteilen?
immer wieder sagt mein kopf: der hat doch gar nicht gewusst, was er da macht. und dann ist da die andere stimme die sagt: er hat es doch gewusst, denn sonst hätte er dir nicht gedroht, nicht versucht dich zu manipulieren.
ich weiss mittlerweile, dass der junge höchstwahrscheinlich selber missbraucht wurde zu hause, dass er sicher regelmässig auf sehr brutale art geschlagen wurde.
und das ist dann eben auch wieder so ein punkt, dass ich denke selbst wenn er es mehr oder weniger "bewusst" gemacht hat, so war er doch selber opfer, hat nur das weitergegeben, was er erleiden musste.
ja, für mich hat dieses erlebnis mein ganzes leben geprägt. ich hatte von meiner jugend an immer nur gewalttätige, prügelnde männer als freunde. mit achtzehn wurde ich dann noch vergewaltigt und dieses erlebnis habe ich schon gar nicht verarbeitet.
ich möchte dieses erlebnis meiner kindheit eigentlich einfach endlich abschliessen, ich möchte mich eigentlich nicht mehr damit befassen, es gar nicht mehr hervorholen.
aber es ist mir wichtig, dass andere kinder vor übergriffen verübt von gleichaltrigen geschützt werden können und vielleicht kann ich mit dem erzählen meiner geschichte dazu beitragen.

eure cathy
 
hallo,

das thema sexuelle gewalt unter kindern und jungen jugendlichen wird meiner meinung nach von der gesellschaft leider grösstenteils immer noch ignoriert oder nicht genügend ernst genommen.
hier meine persönliche geschichte (triggert!!!):
ich hatte im alter von ungefähr sechs jahren dieses erlebnis.
es war im winter und da war dieser jugendliche (eigentlich noch ein kind), der mich fragte ob ich mit ihm spielen wolle.
ich bejahte freudig, ich freute mich dass ein "grosser" mit mir spielen wollte und mich überhaupt beachtete.
ich schätze dass er zu diesem zeitpunkt zwischen zehn und zwölf jahren alt war (wobei mir bewusst ist, dass zehn oder zwölf ein grosser unterschied ist).
er sagte wir würden "krank" spielen, er sei krank und ich sei die krankenschwester. ich spielte das spiel so, wie ich es vom spielen her sonst mit gleichaltrigen kannte.
aber dann würde er plötzlich sehr wütend und meinte, ich würde das völlig falsch machen. dann sagte er, wir würden jetzt mal auf seine art spielen.
was er darunter verstand, mag ich nicht in jedem detail ausführen, aber es kam schlussendlich dazu dass ich ihn mit der hand befriedigen musste und er über länger zeit versuchte, in mich einzudringen. dies gelang ihm jedoch nicht da er - nach meiner heutigen auffassung und zu meinem grossen glück - keine richtige erektion "hinbrachte" und ich mein körper ja auch überhaupt nicht dafür gemacht war. (das tönt jetzt etwas seltsam, natürlich ist KEIN körper dieser welt für eine vergewaltigung gemacht, aber der eines kindes grundsätzlich nicht für den geschlechtsverkehr).
während er auf mir drauflag, wiederholte er immer wieder den gleichen satz: wenn du es irgendjemandem erzählst, komme ich immer wieder und mache es noch viel schlimmer. dieser satz hat sich für die nächsten jahre in meinen kopf eingebrannt. ich lag auf dem boden und sagte kein wort. aber in meinem kopf dachte ich: warum sagst du ihm nicht, dass DU es allen erzählen wirst wenn er nicht sofort aufhört? aber mein mund blieb stumm.
irgendwann ist er dann aufgestanden und gegangen.
ich habe meinen eltern kein wort erzählt, meine mutter fragte mich warum meine kleider so schmutzig seien und ich sagte ihr, wir hätten einen hang runterrollen gespielt.
ich habe mich ihr auch in all den folgenden jahren nie anvertraut. ich hatte eigentlich ein sehr gutes verhältnis zu meiner mutter, sie war die liebevollste, fürsorglichste und besorgteste mutter die man sich vorstellen kann. aber ich konnte mit ihr einfach nicht darüber reden.
dann habe ich lange alles verdrängt.
erst als ich dreizehn war und mich das erste mal ein junge küsste und anfasste, kam alles wieder hoch. ich war völlig verwirrt, wusste nicht was da passiert war. als sich meine erinnerungsfetzen schliesslich zu einem bild zusammengesetzt hatten, war ich noch mehr verwirrt. "du übertreibst doch völlig" sagte eine stimme in mir. "das waren doktorspiele wie sie alle kinder machen und du denkst du seist missbraucht worden". und sehr schnell kam ich zu der überzeugung: das kann ich niemandem erzählen. man wird mich nicht ernst nehmen.
missbrauch unter kindern - das gibt es nicht. kinder berühren sich halt nun einmal gegenseitig und spielen dabei auch schon mal den geschlechtsakt nach, das ist nun mal so. das war es, was mir eine stimme in meinem kopf sagte.
aber mein herz empfand völlig anders. ich fing an zu kiffen wie wahnsinnige, nachts hatte ich grässliche alpträume, berührungen ekelten mich an und als ich einmal am boden sass und ein kollege stand vor mir und schnallte seinen gürtel enger, brach ich in völlig panik aus.
immer wieder schossen mir die bilder des erlebten durch den kopf und immer wieder dachte ich: aber ganz normal war das doch einfach doch nicht.
ich versuchte mich zu informieren, herauszufinden ob vielleicht irgendjemand änliches erlebt hatte. aber ich stiess nirgendwo auf etwas hilfreiches. und ich traute mich nach wie vor nicht, mich irgendwohin zu wenden. man wird mir das nicht abnehmen, dachte ich, man wird es herunterspielen. und das wäre für mich in diesem moment der endgültige todesstoss gewesen.
leider sprach man zu dieser zeit noch fast überhaupt nicht über dieses thema in der öffentlichkeit.
erst in den letzten jahren, als vermehrt solche fälle an die öffentlichkeit kamen, richtete sich das augenmerk der gesellschaft mehr auf diese art von vorkomnissen.
es gab in der schweiz innerhalb kurzer zeit zwei sehr schwere fälle dieser art. ein sechsjähriges mädchen wurde von einem elf- und einem zwölfjährigen vergewaltigt, ein anderes mädchen das auch ungefähr in diesem alter war, von einem dreizehnjährigen schwer missbraucht.
auch was sexuelle gewalt unter jugendlichen betraf, kamen jetzt immer mehr solche fälle ans tageslicht. es gab diesen grauenhaften fall von diesem dreizehnjährigen mädchen, dass von insgesamt ca. fünfzehn Gleichaltrigen und wenig älteren herumgereicht worden war, "gang bang", sie wurde über längere zeit hinweg von der ganzen gruppe vergewaltigt. und dann gab es da noch den fall von diesem zwölfjährigen mädchen, die ebenfalls von gleichaltrigen und ein, zwei jahre älteren vergewaltigt worden war.
jetzt wurde in der öffentlichkeit viel darüber diskutiert - und bei mir kamen hundert erinnerungen hoch.
plötzlich sprach man davon, dass man vorsichtig sein müsse, dass es definitiv einen grossen unterschied zwischen so genannten "doktorspielen" gebe - und eben den fällen, wo es definitiv darüber hinausgeht.
man kam zum schluss, dass die sexuelle gewalt unter jugendlichen um einen grossen prozentsatz zugenommen hatte in den letzten jahren.

für mich selber empfinde ich es als zu spät, ich habe während meiner ganzen jugend extrem mit diesen erinnerungen gekämpft und es hat mein leben in extrem negativer art geprägt.
aber ich empfindes es als enorm wichtig, dass man vermehrt über dieses thema aufklärt. und dass eltern das auch nicht einfach auf die leichte schulter nehmen. gerade bei sogenannten "doktorspielen" kommt es häufig zu grenzüberschreitungen, es passieren dinge, die sich für eines der kinder nicht richtig anfühlen.
und das ist wohl auch der punkt: sobald eine situation entsteht, wo es für ein kind nicht mehr gut anfühlt, wo es eigentlich spürt dass es das nicht möchte, muss es nein sagen.
aber das problem ist halt einfach, dass man halt auch einfach nicht damit rechnet, sein kind jetzt auch noch vor anderen kindern beschützen zu müssen.
ich für mich selber habe noch immer nicht ganz abschliessen können mit diesem erlebnis. ich habe nach wie vor nie wirklich mit jemandem darüber gesprochen.
ich war bei vielen verschiedenen therapeuten, aber ich habe es nie geschafft, über dieses thema wirklich zu sprechen.
ein einziges mal hat mich ein männlicher therapeut stark unter druck gesetzt und gedrängt, bis ich schliesslich in tränen aufgelöst den raum verlassen habe. er hatte mich über eine halbe stunde lang immer wieder gefragt: "hat er es geschafft in sie einzu***?* und ich hatte das gefühl, dass er sich sogar irgendwie noch aufgeilt an dem ganzen.
ich für mich fühle mich nach wie vor so, dass ich irgendwie nicht das recht habe, mich als opfer eines erlebten missbrauchs zu fühlen.
das es nicht "zählt" weil der täter selber noch ein kind war.
dass man jetzt in der öffentlichkeit mehr darüber gesprochen hat und es auch ernster nimmt, hilft mir zwar ein wenig, aber ich kann meinen gefühlen und empfindungen einfach nicht trauen.
auch wenn ich weiss, dass das nicht einfach nur doktorspiele gewesen sein können, so kann ich es doch nicht als wirklichen missbrauch sehen.
vor allem weil ich auch immer denke: der war doch gar noch nicht zurechnungsfähig, einem kind kann man keinen vorwurf machen.
laut gesetz ist man zwar ab dem zehnten lebensjahr an strafmündig, aber wer kann vom moralischen standpunkt her denn tatsächlich schon ein elfjähriges kind verurteilen?
immer wieder sagt mein kopf: der hat doch gar nicht gewusst, was er da macht. und dann ist da die andere stimme die sagt: er hat es doch gewusst, denn sonst hätte er dir nicht gedroht, nicht versucht dich zu manipulieren.
ich weiss mittlerweile, dass der junge höchstwahrscheinlich selber missbraucht wurde zu hause, dass er sicher regelmässig auf sehr brutale art geschlagen wurde.
und das ist dann eben auch wieder so ein punkt, dass ich denke selbst wenn er es mehr oder weniger "bewusst" gemacht hat, so war er doch selber opfer, hat nur das weitergegeben, was er erleiden musste.
ja, für mich hat dieses erlebnis mein ganzes leben geprägt. ich hatte von meiner jugend an immer nur gewalttätige, prügelnde männer als freunde. mit achtzehn wurde ich dann noch vergewaltigt und dieses erlebnis habe ich schon gar nicht verarbeitet.
ich möchte dieses erlebnis meiner kindheit eigentlich einfach endlich abschliessen, ich möchte mich eigentlich nicht mehr damit befassen, es gar nicht mehr hervorholen.
aber es ist mir wichtig, dass andere kinder vor übergriffen verübt von gleichaltrigen geschützt werden können und vielleicht kann ich mit dem erzählen meiner geschichte dazu beitragen.

eure cathy

Du hast ein schweres Trauma erlitten und dann mit niemanden darüber gesprochen. Das war (ist) dein Problem. Wenn du fähig wärst mit mir darüber zu komunizieren (allerdings nicht im Thread) lies dir vorher meine Beiträge durch und wenn du glaubst mir Vertrauen zu können, schick mir eine pers. e.-mail. Ich verspreche dir, ich werde alles versuchen dir zu helfen. Ich wünsche mir, DIR zu helfen!!! Mit ganz lieben Gruß "die Lebenserfahrene"
 
hallo,

das thema sexuelle gewalt unter kindern und jungen jugendlichen wird meiner meinung nach von der gesellschaft leider grösstenteils immer noch ignoriert oder nicht genügend ernst genommen.
hier meine persönliche geschichte (triggert!!!):
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ich hatte von meiner jugend an immer nur gewalttätige, prügelnde männer als freunde. mit achtzehn wurde ich dann noch vergewaltigt und dieses erlebnis habe ich schon gar nicht verarbeitet.
ich möchte dieses erlebnis meiner kindheit eigentlich einfach endlich abschliessen, ich möchte mich eigentlich nicht mehr damit befassen, es gar nicht mehr hervorholen.
aber es ist mir wichtig, dass andere kinder vor übergriffen verübt von gleichaltrigen geschützt werden können und vielleicht kann ich mit dem erzählen meiner geschichte dazu beitragen.

eure cathy

Hallo cathy,

erstmal danke für Deine Triggerwarnung.
Das was in Zitat steht habe ich lesen können. Die Bruchstücke dazwischen reichten zum Triggern aus. Aber das wußte ich vorher. Danke

Der Kindesmissbrauch ist ein Tabuthema. Alle wissen es und vergleichsweise wenige tun etwas dagegen.
So wie bei Dir, von Kind zu Kind, dass ist (ich kann das garnicht in Worte fassen) noch grausamer. Daher empfehle ich Dir bewusst, dass Angebot von lebenserfahrene zu prüfen bzw. anzunehmen.

Langfristig wirst Du nicht um eine Thera herumkommen. Kurzfristig allemal.

Da es Dir sehr wichtig ist die Menschen über Deine Geschichte wach zu rütteln, kann ich Dir auch ein Angebot machen. Wenn Du möchtest kann ich Deine Geschichte veröffentlichen. So wie sie ist und Anonym, oder wie auch immer Du das möchtest.

Ich bin sehr beeindruckt, dass Du all das aufschreiben konntest. 😎

Zu Deiner späteren Partner "Wahl" kann ich nur eines sagen, dass ist rein statistisch eher Typisch. sfz...

Ich hoffe für Dich, dass Du eine für Dich richtige Möglichkeit findest das alles zu verarbeiten.

Liebe Grüße
der ruhelose Knut
 
ok was ich hier aufschreiben werde hab ich bis jetzt niemandem erzählt, aus angst falsch verstanden oder nicht ernst genommen zu werden

um die schwierigen stellen werde ich
TRIGGER
-warnungen setzen, da ich mich selber lange selbstverlezt hab und niemanden triggern möchte

ich bin weiblich und 17 jahre alt
und hab mich entschlossen einen teil meiner geschichte oder besser gesagt ein erlebniss nun endlich einmal "auszusprechen" und loszuwerden, da es mich nun seit 1 1/2 jahren belastet und mich daran hindert mein leben so zu führen wie ich es möchte



damals war ich knappe 16 jahre alt und war schon in einem psychisch sehr labilen zustand(svv, depressionen) da ich große probleme mit meinen eltern, vor allem meinem vater, hatte.

ich hab damals auf einer party in dem internat auf dem ich war einen jungen, kevin (19), kennengelernt, der offensichtlich auf mich stand. an diesem abend konnte ich ihn abwimmeln,
aber am nächten morgen ist mir mein handyladekabel geklaut worden und ich hab ihn gebeten mir seins auszuleihen, weshalb ich mit ihm auf sein zimmer gehen musste




TRIGGER TRIGGER TRIGGER TRIGGER TRIGGER TRIGGER
hier bei svv-gefahr bitte nicht mehr weiterlesen






es war ca 14 uhr, das zimmer war in ein rötliches licht getaucht, da er eine decke vor das fenster gehängt hatte und auf dem boden vor dem hochbett lagen überall kissen und decken herum.
er hat musik an gemacht und meinte das ich mich doch hinlegen sollte, was ich nicht gemacht hab, da ich nur dieses verfickte ( entschuldigt meine wortwahl) ladekabel haben wollte und wusste auf was das hinauslaufen sollte

er hat angefangen mich zu küssen, und hat nicht aufgehört, auch als ich ihn weggestoßen hab
dann hat er sich ausgezogen und mich runtergedrückt, um ihm einen zu blasen, wo ich schon weniger wiederstand leistete, ich glaube einfach weil er auf meine ersten, heftigeren wiederstandsversuche nicht reagiert bzw sie einfach übergangen hatte und ich viel zu große angst davor hatte was passierte wenn ich mich ernsthaft gewährt hätte.

dann hab ich erstmal eine lücke

kann mich erst wieder erinnern als ich auch nackt war und er auf bzw in mir.
ich weiß nurnoch das mein ganzer körper taub war, ich meine beine z.b. nicht mehr bewegen konnte und auch meine arme und hände mir nicht mehr gehorchten... ich hab versucht sie zu heben, um ihn wegzudrücken aber sie haben sich einfach nicht gerührt.
Mein kopf ist immer gegen die wand hinter mir geknallt aber das habe ich auch nicht körperlich empfunden, ich glaub aber mich zu erinnern das es weh tat, da ich zu diesem zeitpunkt noch jungfrau war.

um nicht zu heueln hab ich mir wie ein mantra die ganze zeit
"das hast du verdient du dumme schlampe "
gesagt... immer und immer wieder und ich habe mir die wangen von innen wundgebissen immer wenn die tränen doch wieder gekommen sind. weil er das aus irgendeinem grund nicht wissen durfte

als er fertig war lag er noch eine zeit auf mir, und hat sich dann das kondom mit den worten " billy boy ist doch besser" wieder herunter gezogen.
ich hab mich dann wieder angezogen und das ladekabel genommen bevor er mir noch gesagt hat das ich das keinem sagen sollte...













TRIGGER TRIGGER TRIGGER TRIGGER TRIGGER TRIGGER
ab hier könnt ihr wieder weiterlesen


ich weiß das wenn ich mich mehr gewährt hätte es nicht dazu gekommen wäre, weshalb ich die schuld an diesem so belastenden ereigniss trage

fakt ist das ich es nicht wollte
fakt ist das er es gewacht hat
und
fakt ist das ich ihn daran hätte hindern können wenn ich es ausführlicher versucht hätte

weshalb ich es nicht als vergewaltigung beschreiben kann auch wenn es die gleichen auswirkungen wie eine auf mich gehabt hat


ich weiß nicht was ich mir von diesem beitrag erhoffe,
weiß nicht was ich als antwort erwarte bin aber sehr gespannt darauf...


liebe grüße
PippiLangstrumpf
 
ok was ich hier aufschreiben werde hab ich bis jetzt niemandem erzählt, aus angst falsch verstanden oder nicht ernst genommen zu werden

um die schwierigen stellen werde ich
TRIGGER
-warnungen setzen, da ich mich selber lange selbstverlezt hab und niemanden triggern möchte

ich bin weiblich und 17 jahre alt
und hab mich entschlossen einen teil meiner geschichte oder besser gesagt ein erlebniss nun endlich einmal "auszusprechen" und loszuwerden, da es mich nun seit 1 1/2 jahren belastet und mich daran hindert mein leben so zu führen wie ich es möchte



damals war ich knappe 16 jahre alt und war schon in einem psychisch sehr labilen zustand(svv, depressionen) da ich große probleme mit meinen eltern, vor allem meinem vater, hatte.

ich hab damals auf einer party in dem internat auf dem ich war einen jungen, kevin (19), kennengelernt, der offensichtlich auf mich stand. an diesem abend konnte ich ihn abwimmeln,
aber am nächten morgen ist mir mein handyladekabel geklaut worden und ich hab ihn gebeten mir seins auszuleihen, weshalb ich mit ihm auf sein zimmer gehen musste




TRIGGER TRIGGER TRIGGER TRIGGER TRIGGER TRIGGER
hier bei svv-gefahr bitte nicht mehr weiterlesen






es war ca 14 uhr, das zimmer war in ein rötliches licht getaucht, da er eine decke vor das fenster gehängt hatte und auf dem boden vor dem hochbett lagen überall kissen und decken herum.
er hat musik an gemacht und meinte das ich mich doch hinlegen sollte, was ich nicht gemacht hab, da ich nur dieses verfickte ( entschuldigt meine wortwahl) ladekabel haben wollte und wusste auf was das hinauslaufen sollte

er hat angefangen mich zu küssen, und hat nicht aufgehört, auch als ich ihn weggestoßen hab
dann hat er sich ausgezogen und mich runtergedrückt, um ihm einen zu blasen, wo ich schon weniger wiederstand leistete, ich glaube einfach weil er auf meine ersten, heftigeren wiederstandsversuche nicht reagiert bzw sie einfach übergangen hatte und ich viel zu große angst davor hatte was passierte wenn ich mich ernsthaft gewährt hätte.

dann hab ich erstmal eine lücke

kann mich erst wieder erinnern als ich auch nackt war und er auf bzw in mir.
ich weiß nurnoch das mein ganzer körper taub war, ich meine beine z.b. nicht mehr bewegen konnte und auch meine arme und hände mir nicht mehr gehorchten... ich hab versucht sie zu heben, um ihn wegzudrücken aber sie haben sich einfach nicht gerührt.
Mein kopf ist immer gegen die wand hinter mir geknallt aber das habe ich auch nicht körperlich empfunden, ich glaub aber mich zu erinnern das es weh tat, da ich zu diesem zeitpunkt noch jungfrau war.

um nicht zu heueln hab ich mir wie ein mantra die ganze zeit
"das hast du verdient du dumme schlampe "
gesagt... immer und immer wieder und ich habe mir die wangen von innen wundgebissen immer wenn die tränen doch wieder gekommen sind. weil er das aus irgendeinem grund nicht wissen durfte

als er fertig war lag er noch eine zeit auf mir, und hat sich dann das kondom mit den worten " billy boy ist doch besser" wieder herunter gezogen.
ich hab mich dann wieder angezogen und das ladekabel genommen bevor er mir noch gesagt hat das ich das keinem sagen sollte...













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ab hier könnt ihr wieder weiterlesen


ich weiß das wenn ich mich mehr gewährt hätte es nicht dazu gekommen wäre, weshalb ich die schuld an diesem so belastenden ereigniss trage

fakt ist das ich es nicht wollte
fakt ist das er es gewacht hat
und
fakt ist das ich ihn daran hätte hindern können wenn ich es ausführlicher versucht hätte

weshalb ich es nicht als vergewaltigung beschreiben kann auch wenn es die gleichen auswirkungen wie eine auf mich gehabt hat


ich weiß nicht was ich mir von diesem beitrag erhoffe,
weiß nicht was ich als antwort erwarte bin aber sehr gespannt darauf...


liebe grüße
PippiLangstrumpf

Pippi xD

Das selbe ist mir ebenfals passiert nur da war ich 12 und ehm bin jetz 14..
er war 21...Naja er hatte i-wie meine e-mail und sagte jedes mal das er ein freund meines bruder wäre *hab ja auch einen der 17 ist* und er sagte er wäre 13...
Er hat mich halt gefragt wo mein **bruder** nochmal wohnte dabei wollte er eig nur mich sehen...Er ging rein (war alleine) .....ja dann nahm er mich und sagte das ich kommen sollte weil angeblich mein bruder verletz war und ich zu ihm gehen sollte... Dann kam die gleiche geschichte wie deine kissen,licht...
Ich war fast schwanger...zum glück kam dann der hausmeister*der besitzer des mieter haus) und sah wie ich gefesselt war...Ich war so froh das alles vorbei war.......*puh* bin natürlich ausgezogen mit meiner familie weil er hat ja auch ein video gemacht und wollte als ''porno'' verkaufen!meine eltern ''mutter war ja nackt''
sie sah das video und ja er wurde verhaftet ka was jetz mit ihm ist aber goffe das er seine lexion gelernt hatt und ihr anderen nutzer...Ihr sollt euch das nicht gefallen lassen sagt einfach nein will das net wenn ihr aber so wie ich 12 wart und er 21 ist es klar keine schornce..! Aber wenn ihr die gelegenheit habt dann nutz sie auch!
 
hallo zusammen,
es tut mir sehr Leid was hier geschildert wurde.
Ich bin Mutter zweier Töchter.Meine Tochter hat im Alter von 3 Jahren einen sexuellen Übergriff durch einen älteren Vorschuljungen erlebt.
Wir haben dadurch erfahren, wie wenig Aufmerksamkeit das Thema nach wie vor hat.
Aus diesem Grund haben wir eine Initiative gegründet, die betroffenen Eltern helfen möchte.
Denn der Weg zu einer Behörde fällt oftmals schwer und als erstes brauchen Eltern Verständnis und Grundinfos, wie sie ihren Kindern helfen können.

Wir helfen auch gerne bei der Suche nach Fachkundigen Ansprechpartnern

Augen-auf-2011

das Problem

alles gute
 
Als ich ein Kind war, haben meine Eltern sich mit ihren Freunden getroffen, die auch Kinder in meinem Alter hatten.
Wir Kinder haben dann immer zusammen gespielt.
Einmal hat ein Junge mich auf sich herauf gezogen und gesagt, ich solle ihn küssen. Ein anderes Mal wollten die anderen Kinder eine Filmszene nachspielen und befahlen mir mich auf den Jungen drauf zu legen und ihn zu küssen. Sie haben mich unter Druck gesetzt und ich habe mich dann auf ihn gelegt und mich von ihm küssen lassen, hatte meine Lippen zusammengepresst.
Das Gelächter um mich herum war sehr demütigend und danach habe ich mich geschämt.
 
Dieser Beitrag war mein erster Thread überhaupt, den ich im Hilferuf-Forum eröffnet habe.
Vier Jahre sind seither vergangen und vor einigen Tagen habe ich nun den Beitrag "Warum ich geschwiegen habe" verfasst, welcher so etwas wie eine Reflektion meiner Vergangenheit ist.
Die Geschichte ist die Selbe geblieben - und wird es auch immer bleiben, die Vergangenheit lässt sich weder auslöschen, noch verändern, auch wenn wir uns dies manchmal wünschen würden.
Doch was sich verändern lässt, ist die Art unseres Empfindens und die Weise, wie wir mit unserer ganz persönlichen Geschichte umgehen.
Diesen Thread heute zu lesen, berührt mich - und es berührt mich zu sehen, wie sich die Dinge verändert und entwickelt haben in der Zeit, die zwischen den zwei Beiträgen liegt, wie ich mich verändert und entwickelt habe.
Wie es mir in diesen vier Jahren gelungen ist, Abstand zu nehmen von den belastenden Ereignissen meiner Vergangenheit, wie sie zwar immer noch "da", immer noch präsent sind, aber wie ich es geschafft habe, sie klarer einzuordnen, ihnen einen Platz in meinen Gedanken und meiner Gefühlswelt einzuräumen, der eben nicht mehr so direkt unter der Oberfläche liegt und wie mich diese Erlebnisse dadurch nicht mehr permanent beeinträchtigen und einschränken in meinem Lebensalltag und meine gesamte Denk- und Fühlweise dominieren.

Dies verdanke ich zu einem nicht unbedeutenden Teil dem Forum, durch das Lesen der Beiträge von anderen Betroffenen hatte ich die Möglichkeit, mich mit dem Erlebten auseinander zu setzen, es mehr von "aussen" zu betrachten und es wurde dadurch einen Prozess in meinem Innern in Gang gesetzt, welcher eine sehr heilende Wirkung hatte.
Am Anfang habe ich das Forum ganz stark gebraucht, fast jeden Tag habe ich mich in die Beiträge vertieft, teilweise stundenlang an dem Geschriebenen herum studiert.
Mit der Zeit nahm ich dann, Schritt für Schritt, immer mehr Abstand davon, meine Rolle veränderte sich, ich brach nicht mehr ständig fast in Tränen aus, wenn ich etwas Belastendes las, oder hatte beinahe einen emotionalen Zusammenbrauch, sondern es gelang mir, immer mehr Distanz zu nehmen zu einer persönlichen Involviertheit - und damit auch immer mehr Distanz zu nehmen, von den traumatischen Anteilen meiner eigenen Geschichte.
Am Anfang schaute ich kaum je andere Beiträge als diejenigen in der Rubrik "Gewalt" an, mit der Zeit interessierte ich mich immer mehr für die anderen Rubriken des Forums und aus meinen sehr häufigen Besuchen des Forums wurden sporadische.

Als ich dann schliesslich vergangene Woche den Text für den Thread "Warum ich geschwiegen habe" zu Ende geschrieben hatte, war ich stolz und erleichtert - stolz darauf, dass ich es geschafft hatte, bis an diesen Punkt zu kommen, erleichtert darüber, dass es mir gelungen war, das Chaos meiner Vergangenheit so aufzuräumen, dass es mir heute möglich ist, einen Überblick darüber zu haben, es so weit verarbeitet zu haben, dass es mich nicht mehr ständig völlig verschlingt.

Ich bin dankbar dafür, dass es dieses Forum gibt.
Es hat mich bei dem Prozess, mich mit mir selber und meiner Vergangenheit auseinander zu setzen, sehr unterstützt und mir geholfen.
Ich hoffe, dass auch andere Menschen hier die Hilfe finden, nach welcher sie suchen.
Manchmal dauert es halt länger als nur ein, zwei Wochen, bis man wirkliche "Resultate" sieht, bis echte Veränderungen eintreten - aber dieses Forum kann eine grosse Hilfe dabei sein, um die Fortschritte eben auch zu sehen, die man gemacht hat und wenn man dann auf den Weg zurück blicken kann und realisiert, dass es vorwärts gegangen ist, ist dies ein sehr schönes Gefühl!
 
hallo !
ich habe ein problem.vor einer woche habe ich in der schule einen film über
kindesmissbrauch gesehen.plötzlich habe ich angefangen zu weinen und konnte
einfach nicht mehr aufhören ! das war so PEINLICH ! seit dem habe ich
schreckliche albträume.ich träume von meinem früheren ballettlehrer.ich
träume,dass er mich missbraucht.ich habe mit 6 jahren
angefangen,ballettstunden zu nehmen.mit 13 hab ich aufgehört.ich weiß nicht
mehr warum.eig. weiß ich so gut wie nichts mehr aus dieser zeit,ich kann
mich weder an ihn noch an die stunden erinnern.aber ich träume so real davon
! ich hab angst ! ich will ,dass das aufhört ! jede nacht geht der traum ein
stückchen weiter,ich erfahre immer mehr details... aber scham,angst und ekel
sind die sachen,die ich immer fühle.warum ? woher kommt das ?ich wurde nie
missbraucht.ich habe mittlerweile angst vorm schlafen.ich bin seit 3 tagen
wach,kann mich nicht mehr konzentrieren und habe auch keinen hunger mehr. was
ist nur los mit mir ?die träume sind so unglaublich real,ich weine jedesmal
nach dem aufwachen.ich kann nicht mehr.in meinen träumen bin ich wieder ein
kleines mädchen und genauso hilflos... ich komm damit nicht klar !
bitte helft mir !!!
 
Du solltest ein eigenes Thema verfassen, damit dein Hilferuf schneller gefunden wird.

Du solltest mit deinen Eltern darüber reden. Vielleicht wissen die mehr. Möglicherweise wurdest du missbraucht. Dann können dir deine Eltern helfen bzw. einen Kinderpsychologen einschalten.

Vielleicht aber empfindest du einfach viel Mitgefühl mit den Kindern, denen das passiert ist. Vielleicht hast du zum ersten mal von diesen Dingen gehört und es war für deine Kinderseele zuviel. Ich erinnere mich an ein Geschichtsbuch vom einem älteren Schulkind, darin waren Bilder von abgemagerten Juden. Diese Bilder sah ich damals zum ersten mal und es hat mich damals sehr erschüttert.

Auf jedenfall solltest du die Hilfe deiner Eltern nicht unterschätzen.
 

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