Nach wie vor halte ich die Art des Fetischs für unwichtig; wichtig ist nur, dass es für dich kaum bis keine Umsetzungsmöglichkeiten gibt.
Du siehst den Sinn einer Psychotherapie nicht. Die Belastungen durch deine Situation nimmst du aber doch wahr, die sind nicht weniger und werden nicht weniger werden.
Dazu kommen weitere Punkte, du bist insgesamt unzufrieden, unglücklich, du hast Kontaktschwierigkeiten.
Wieso sollte ein Dienstleister - nichts anderes ist ein Psychotherapeut letztlich, er stellt seine Dienste gegen Geld zur Verfügung, ob nun direkt oder über KK - dir nicht mit seinen erlernten Fähigkeiten helfen können, dass du für dich Wege findest, zufriedener zu werden?
Klar, das ist etwas anstrengend, er kann nur unterstützen, tun musst du es selbst.
Dachte so an ein halbes Jahr und reise dann weiter.
Und warum soll es mit dem Kassenjob kein Erfolgserlebnis werden? Überall fehlen die Leute, das wird in anderen Städten nicht anders sein.
Ist es diesen Arbeitgebern wirklich egal, wenn aus deinem Lebenslauf hervorgeht, dass du alle paar Monate Job und Wohnort wechselst?
Könnte das die Jobsuche nicht erschweren?
Andere Fähigkeiten hab ich nicht. Ich kann doch nicht noch eine Ausbildung zum it Fachmann oder Fliesenleger machen.
Weshalb solltest du nichts Neues mehr lernen können?
Oft sagt man "Ich kann nicht" wenn in Wahrheit gemeint ist "Ich will nicht". Der Gedanke kommt bei mir auf; du suchst nach bequemen Wegen, möchtest dich nicht anstrengen.
Das ist ok, nur solltest du zu dir selbst dann ehrlich sein und bereit sein, die Konsequenzen daraus zu tragen.
Ich kann nichts anderes und bin im Kassenjob gut, für was anderes bin ich nicht zu gebrauchen. Wenn ich reichhaltige Möglichkeiten hätte aus den ich schöpfen könnte, wäre ich glaube nicht in der Situation im Auto leben zu wollen.
Das klingt wie vorher schon danach, dass du nicht der abenteuerlustige, freiheitsliebende Mesch bist, der genau diese Lebensweise bevorzugt und ein paar Unannehmlichkeiten gerne in Kauf nimmt, um so leben zu können.
Es klingt nach einer Notlösung, die schnell umgesetzt werden soll. Flucht.
Vor deinem Leben, vor dir selbst.
Deine "Ich kann nicht"-Haltung wird etwas sehr gut können: Dir im Weg stehen.
Was machst du, wenn das mit den Kassenjobs nach einer Weile weniger gut klappt als von dir gedacht?
Was ist dein Plan B?
Den sollte man immer haben.
Grundsätzlich halte ich es für schwierig, über längere Zeit ein Nomadenleben führen zu wollen mit Jobs im Angestelltenverhältnis auf diesem Niveau. Ich kann mich natürlich täuschen und die Personalnot ist so groß, dass man in dieser Branche bereit ist, ständig neue Leute einzustellen, auch wenn bereits vorher ersichtlich ist, dass sie nach wenigen Monaten verschwinden werden.
Und personallose Kassen sind nicht die sich rasant mehr und mehr ausbreitende Zukunft.
Wenn sollte man lieber an alternative Tätigkeiten denken was man ungelernt machen kann.
Daher nochmal:
Was kannst du?
Was machst du gerne?
Worin wärst du gerne gut?
Man kann vieles ausbauen, dazulernen, kann Kurse belegen, Fernstudiengänge absolvieren, es gibt Unmengen an Möglichkeiten, sich selbst neue Wege zu eröffnen.
Wenn man etwas anstrengungsbereut ist und will, in seine Zukunft investieren will.
Warum traust du dir so wenig zu?
Seit wann ist das so?
Wie kam das?
Ihr sagt immer ich soll zufrieden mit meinem Leben werden. Will ich aber was ändern, haltet ihr mich jedoch zurück und wollt mich in meiner jetzigen Lebenslage halten. Ziemlich paradox.
Niemand will dich in deiner jetzigen Lebenslage halten. Niemand hier kennt dich, es dürfte für wahrscheinlich alle also egal sein, was du tust.
Du hast einen Thread eröffnet, du möchtest Meinungen, Erfahrungen. Die bekommst du. Was du mitnimmst, was du daraus machst oder auch nicht, ist deine Sache.
Für mich sieht es nicht danach aus, als würdest du einen Lebenstraum umsetzen wollen, dich dafür anstrengen wollen, einen Plan dafür finden wollen, der funktionieren kann, samt Plan B, falls es doch nicht klappt.
Was tust du, wenn die Jobsuche nicht so gut verlaufen sollte wie gedacht?
Für mich sieht es nach weglaufen aus.
Und das wird nicht funktionieren.
Du nimmst dich schließlich mit.
Selbe Probleme, nur dann unterwegs, und möglicherweise neue Probleme obendrauf, weil ein Plan B fehlt.