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Sexleben als Single Frau. Songen wegen den schlechten Ruf.

Hi!

Ich lese deinen Thread erst jetzt und will nur zwei Dinge sagen.

Zu deiner Ausgangsfrage: Es ist nicht mehr die ganze Gesellschaft, die da so urteilt, dass der Mann, der jeden Samstag eine abschleppt der coole Checker ist und die Frau, die selbiges mit Männern tut, die böse Schlampe. Es wird weniger, aber es könnte noch viel weniger sein. Und natürlich kommt es darauf an, wo man lebt, Salopp gesagt gelten in Berlin-Mitte vermutlich andere Dinge als "normal" als in kleinen Dörfern mit überwiegend katholischen Einwohnern.

Wichtiger ist aber, dass du dir nichts einreden lässt. Sex ist cool, Sex soll Spaß machen und erfüllend für dich sein. Wenn das zutrifft, spielt es auch keine Rolle, was irgendwer sagt. Sex ist auch nichts Heiliges, nach dem Motto, oh, da warte ich auf denen, dem schenke ich mich dann - das ist Unsinn. Sex gehört zum Leben dazu, ist ein Grundbedürfnis und nichts, was mit Moral zutun hat, so lange alle volljährig sind und freiwillig dabei.

Alles Gute!
 
Ich hänge mich hier mal an diesen uralt-TH an, um keinen neuen eröffnen zu müssen.

Zu dem Thema Singles und Sex las ich letztens in einer seriösen Zeitung einen Artikel über eine 52-jährige Single-Frau mit Klarnamen und Bild.

Sie hat sehr viel Sex mit immer neuen Partnern, besonders gern und viel mit verheirateten Männern. Jetzt nach dem Urlaub kommen sie wieder in Massen zu ihr. Insgesamt hat sie schon mit über 1000 Partnern Sex gehabt. Warum sie dafür kein Geld nimmt, stand nicht dort.

Etwas ähnliches, wenn auch einige Nummern kleiner habe ich vor einigen Jahren erlebt:

Frau, Mitte 40, verheiratet, kein Sex mehr zu Hause – ich verheiratet, Anfang 50, wenig und nur schlechter Sex zu Hause. Wir lernen uns in einem Forum kennen, verabreden uns zu einem Treffen. Klare Ansage: Bei Sympathie – Sex.

Wir treffen uns in der Natur, sehen uns, fallen uns in die Arme, unsere Lippen berühren sich und die Zungen führen einen wilden Tanz auf. Zwei Stunden später in einem Hotelzimmer stöhnt sie immer wieder bei der Vereinigung: „Ach wie ist das schön“.

So weit, so gut. Wir haben uns in größeren Abständen noch dreimal zum Sex getroffen, zwischendurch aber viel geschrieben. Und was sie da schrieb! Sie hat alle drei, vier Tage Sex mit einem anderen Mann und genießt es, so begehrt zu sein. Mich hat das nicht gestört. Im Gegenteil – ich wurde immer schärfer auf sie.

Nun meine Frage: Was ist schlecht daran? Wem haben wir, wem hat sie geschadet?

Seit nicht mehr bei jedem Geschlechtsverkehr die „Gefahr“ besteht, dass ein Kind gezeugt wird, ist die ganze Moral von wegen Treue, Monogamie usw. überholt. Wer sich daran halten will, gern. Wer nicht – den sollte man nicht verteufeln.
 

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