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Sex nach Vergewaltigung

EineAndereUserin

Neues Mitglied
Ich wurde vor zwei Jahren mehrfach vergewaltigt. Ich war zwar davor schon jemand, der beim Sex nicht BDSM-ähnlichen Themen abgeneigt war, aber ich habe das Gefühl, dass sich das Ganze ziemlich extrem entwickelt hat, seit meiner sexuellen Übergriffe. Ich erschrecke dabei häufig vor mir selbst und beobachte, dass ich nach wie vor viele Trigger habe, die sich in Form einer Posttraumatischen Belastungsstörung äußern, auch, wenn ich in Filmen dominante oder übergriffige Männer sehe. Aber, und das ist der für mich abstoßende Teil - ich finde es teilweise auch erregend.
Kennt das jemand, dass sich Sex und Sexfantasien nach sexuellen Übergriffen in extreme Richtungen verändern? Wie kann ich dem entgegenwirken?
 

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SamuelBlack

Mitglied
Hallo EineAndereUserin,

kannst Du ausschließen, dass beides vielleicht gar nicht miteinander im Zusammenhang steht?

Als Hauptproblem sehe ich hier keinesfalls den sexuellen Reiz, sondern vielmehr die Erfahrungen, die Du in Deiner Vergangenheit machen musstest. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Mensch alleine mit so etwas klar kommen kann.

Viel Erfolg
Samuel
 

TomTurbo

Aktives Mitglied
Ich wurde vor zwei Jahren mehrfach vergewaltigt. Ich war zwar davor schon jemand, der beim Sex nicht BDSM-ähnlichen Themen abgeneigt war, aber ich habe das Gefühl, dass sich das Ganze ziemlich extrem entwickelt hat, seit meiner sexuellen Übergriffe. Ich erschrecke dabei häufig vor mir selbst und beobachte, dass ich nach wie vor viele Trigger habe, die sich in Form einer Posttraumatischen Belastungsstörung äußern, auch, wenn ich in Filmen dominante oder übergriffige Männer sehe. Aber, und das ist der für mich abstoßende Teil - ich finde es teilweise auch erregend.
Kennt das jemand, dass sich Sex und Sexfantasien nach sexuellen Übergriffen in extreme Richtungen verändern? Wie kann ich dem entgegenwirken?
Wie du dem entgegenwirken kannst, weiß ich nicht.

Ich weiß aber, dass das eine recht häufige Reaktion ist. Ich habe einmal gelesen, dass das Unterbewusstsein die Sache auf diese Art aufarbeiten will. Der Unterschied ist der: In der echten Gewaltsituation hast du keine Kontrolle über die Situation, du bist machtlos. In der Phantasie passiert ähnliches, aber du hast Kontrolle über die Situation. Weil du ja steuern kannst, wie sich die Phantasie entwickelt.
 

EineAndereUserin

Neues Mitglied
Mir ist halt aufgefallen, dass es ziemlich extrem ist. Normaler Sex lässt mich kalt. Erst, wenn es brutal wird, oder wenn ich bei Filmen sehe, wie ein Mann eine Frau sehr, sehr grob behandelt, ihr wehtut, oder wenn mein Freund mir wirklich stark wehtut, verspüre ich Lust. So extrem war das im Vorhinein nicht und ich finde das ganz furchtbar.

Also nein, ob ein Zusammenhang besteht oder nicht, kann ich leider nicht sicher sagen, aber ich wollte unbedingt mal hören, ob andere das kennen /davon gehört haben
 

HalliGalliSuperstar

Aktives Mitglied
Ich habe selber keine solchen Erfahrungen gemacht.

Es gibt einen großen (deutschen) BDSM-Verband und eine große (deutsche) BDSM-Internet-Community. Da könntest du mal nach BDSM-erfahrenen (bzw. selber BDSM praktizierenden) Therapeuten fragen. Oder hier: SM-Outing: Professionelle Hilfe

Entweder Psychotherapeut/in oder Sexualtherapeut/in. Vielleicht mal eine oder zwei Stunden selber bezahlen, und wenn du das Gefühl hättest, dort besser aufgehoben zu sein, könntest du vielleicht sogar dorthin wechseln und die Kasse bezahlt es weiter. (Weiss ich nicht, ob das geht, hab aber mal so was gehört.) Die Frage ist, ob es Sinn macht, die beiden Dinge zu trennen.

Wäre es denn denkbar, von deiner Reaktion auf die Trigger die negativen Teile (PTSD) zu reduzieren und dich mehr auf die positiven (Erregung) zu konzentrieren? Vielleicht ist das zu naiv gedacht von mir, aber es gibt ja alles Mögliche und jeder muss individuell schauen, wie er etwas verarbeitet.

Was ist dein größeres Problem? Die PTSD oder die Extremisierung deiner sexuellen Ansprechbarkeit? Hast du mal versucht, letztere irgendwie wieder umzukonditionieren?

Ein amerikanischer Forscher namens Norman Doidge hat mal was in einem seiner Bücher darüber geschrieben, wie die BDSM-Neigung entsteht. Vielleicht findest du dort wichtige Informationen.
 

TomTurbo

Aktives Mitglied
Also nein, ob ein Zusammenhang besteht oder nicht, kann ich leider nicht sicher sagen, aber ich wollte unbedingt mal hören, ob andere das kennen /davon gehört haben
Ich habe einmal eine Frau kennengelernt, die ähnlich gestrickt war: Blümchensex gab ihr gar nichts. Zärtlichkeit und nette Worte haben sie nur abgeturnt. Sie war süchtig nach ganz anderen Dingen, die ich ihr nicht schreiben möchte.

Sie hat als Kind schweren sexuellen Missbrauch erlebt.
 
Zuletzt bearbeitet:

SamuelBlack

Mitglied
Ich bin der Andeutung, dass die Neigung, die Zügel aus der Hand zu geben und in verantwortlichem Rahmen härter angefasst zu werden, nicht immer einer traumatischen oder zumindest schwierigen Erfahrungen entsprungen sein muss.

Der eine hasst Schokoladeneis, der andere liebt es. Beides ist völlig legitim.
 

leo70nrw

Mitglied
Ich hatte auch Missbrauchserlebnisse, und ja, danach sind meine Vorlieben / Fantasien auch extremer geworden. Bei mir geht es in meinen Fantasien jetzt oft darum, dass ich gegen meinen Willen zum Sex gezwungen werde. Und das ist eigentlich etwas, was ich überhaupt nicht in Ordnung finde...
 

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