Also das was Ausnahmsweise auf der ersten Seite in Bezug auf Energie und Tantra verlinkt hatte, finde ich bedeutend schlüssiger als mein Link im Eröffnungsbeitrag, der alles total ins negative zieht.
Also, schlüssig finde ich die Argumentation auf der Seite, was
@Ausnahmsweise auf der ersten Seite verlinkt hat, auch nicht.
Die Kernaussage ist hedonistisch: Lust ist gut. Und Sexualität ist für Menschen lustvoll.
Dem würde ich zustimmen.
Der Rest drumherum ist Garnitur und die Argumente teils einfach falsch, z B.
'Die Sexualenergie ist eine universale Kraft, die jedem Lebewesen innewohnt. '
Da möchte ich vorsichtig darauf hinweisen, dass es reichlich Lebewesen gibt, die sich asexuell vermehren können. Also kann die Aussage so, wie sie da steht, nicht so ganz stimmen.
'Dem Menschen, dem höchst entwickelten Wesen auf diesem Planeten, scheint diese Energie in ganz besonderem Maß zuteil geworden zu sein, denn es gibt kein Individuum, das derart sexuell ist: rund um die Uhr, zu jeder Jahreszeit.'
Na, ich weiß nicht: was ist zum Beispiel mit Pflanzen in Gebieten, in denen es immer gleichmäßig warm und feucht ist (z B Tropen)? Bienchen und Blümchen sind da doch wahrscheinlich auch die ganze Zeit aktiv? Und ob z B Fische in den warmen Meeren dort so richtige Brunftzeiten haben - bezweifle ich gerade.
Das entscheidende dafür, dass sich ein Lebewesen an den Jahreszyklus anpasst, dürfte ein Jahreszyklus in der Umgebung sein, in der es lebt.
'Das wäre zum reinen Zweck der Reproduktion und Arterhaltung aber gar nicht nötig – die sexuelle Bereitschaft könnte sich dann beispielsweise auf bestimmte Jahreszeiten wie Frühling oder Sommer konzentrieren, in denen die Voraussetzungen optimal sind für Nachkommen.'
Könnte schon. Menschen könnten auch Eier legen, wenn wir keine Säugetiere wären...
Also, von Evolutionsbiologen wird dazu vermutet, dass ein Zweck für diesen weiblichen Menstruationszyklus, der das ganze Jahr abläuft, die Paarbindung ist.
Das halte auch für schlüssiger. Ein Kind aufzuziehen ist auch in einer modernen, von Menschen gemachten Umwelt, eine unglaublich große Arbeit. In der Steppe oder anderen lebensfeindlichen Umgebungen steigt die Überlebenswahrscheinlichkeit des Kindes sehr stark an, wenn sich nicht nur Mutter kümmert, sondern auch der Vater und die Gruppe/ Großfamilie, die sich mit kümmern.
Eine Form der Paarbindung / Paarbeziehungen gibt es in jeder menschlichen Kultur, von der ich bisher gehört habe. Darum nehme ich an, dass da was Biologisches zugrunde liegt.
Wie das im Einzelnen ausgestaltet ist, kann unterschiedlich sein: meist ist serielle Monogamie die Regel , manchmal ist auch Polyandrie oder Polygamie erlaubt.
'Darüber hinaus schenkt sie uns die intensivsten Glücksgefühle, die ein Mensch haben kann. Es stellt sich also die Frage nach dem WARUM – es muss also unabhängig der reinen Fortpflanzung noch einen weiteren Grund für diese enorme Sexualität geben, denn die Natur produziert nichts Überflüssiges. Die Antwort liegt auf der Hand: es ist der spirituelle Faktor, Sexualenergie wird in Liebesenergie transformiert!'
Jupp. Oder es brauchte evolutionär gesehen einen wirklich guten Grund, dass auch das Lebewesen, das sich selbst Homo sapiens sapiens nennt, bereit ist zu Sex, obwohl Kinderaufzucht echt mühsam ist und Geburten sehr, sehr weh tun ohne Narkose und mit Narkose auch heute noch kein Zuckerschlecken sind...
Also, wie gesagt, das was da drin steht, finde ich ziemlich unsinnig. Außer halt:
Die Kernaussage ist hedonistisch: Lust ist gut. Und Sexualität ist für Menschen lustvoll.
Dem würde ich auch zustimmen. Braucht man aber nicht so seltsam garnieren, finde ich.