Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Seltsames beklemmendes Gefühl beim einschlafen - Hilfe

Noname0815

Mitglied
Hi Leute,
Ich (18 Jahre, männlich) habe an manchen Abenden kurz vorm einschlafen, in der Zeit wo man merkt dass man bald einschläft, ein merkwürdiges Gefühl, welches sich schwer beschreiben lässt..Es ist irgendwie beklemmend, beengend und ängstigend, als würde ich ganz alleine in einem riesigen Nichts sein, oder als würde ich mich an eine Situation erinnern, in der ich einmal war, welche total aussichts- und Hoffnungslos war, in der ich mich bis ins innerste gefürchtet habe. Ich kann mich aber nicht erinnern, je in so einer Situation gewesen zu sein, trotzdem ist das ganze so real, so nah..Wenn ich mich nicht schnell ablenke (augen auf machen oder bewusst an etwas denken), wird das ganze extrem beängstigend, jedoch habe ich nich direkt angst vor etwas, sondern ich fühle mich einfach so...hilflos und bedroht.
Das hört sich total komisch an denke ich, aber ich kann es nicht genauer beschreiben..Ich weis nur dass ich in so einer Situation durchaus weiß was passiert ( also dass ich wieder diesen "anfall" habe ), jedoch weis ich einfach keinen ausweg. Es ist jetzt 2:35 und ich habe einfach angst davor, die augen zuzumachen, wenn es wieder auftaucht das gefühl verkrampfe ich mich schon fast und ich wünsche mir dann nichts mehr, als dass mich jemand in den arm nimmt und mir Sicherheit und Geborgenheit gibt... Bitte ich versuche nicht zu übertreiben, ich suche nur Worte für das Gefühl..
Wie soll ich damit umgehen? Das macht mir echt Sorgen, ich habe sowas nur manchmal am abend, sonst nie..!
Liebe Grüße,
Noname

(entschuldigt bitte fehler in grammatik und rechtschreibung, ich bin total übermüdet..)
 
Du fühlst dich alleine.
Tagsüber kann man das noch überspielen und sich ablenken.
Aber in der Phase, die du beschreibst, wird man auf sich selbst zurückgeworfen und spürt seine Einsamkeit.
Natürlich ängstigt das.

Deine Aufgabe ist es, dein Leben (tagsüber und entspannt!) zu betrachten.

Was fehlt dir?

Woran hängt dein Herz?

Ich gebe dir jetzt einen merkwürdig anmutenden Rat: In der Zeit, in der es dir verstärkt "kalt ums Herz" wird, kümmere dich um ein Tier. Wenn du keinen Hund hast, werde Hundepate im Tierheim. Oder lass mal ein Katzenkind quer über deinen Bauch laufen. Klingt blöd, aber hilft.

Ich finde deine "Zustände" ganz verständlich; es sind hilfreiche Indikatoren.

Du wünschst dir Geborgenheit und Nähe. Das ist gut und gesund.
 
Hi ihr drei,
danke für die Antworten!

Ja ich meine diese Angstzustände. Wann die begannen, kann ich garnicht genau sagen, aber es ist schon ein par jahre her..genauer beschreiben kann ich das eigentlich garnicht, da ich auch wirklich keine Idee habe wodurch das ausgelöst wird..


Die Muskelentspannungsübungen...Wann soll man die denn machen? Wenn ich um..sagen wir mal 1:00 Uhr im Bett liege und einschlafen will, würde ich dadurch ja nur wieder wache werden :/


Monarose..nun ich denke das kann gut sein was du sagst..irgendwie..nun ist es jedoch so, dass ich, seit sich meine Eltern vor 1 Jahre getrennt haben, keinen Kontakt mehr zu meinem Hunde habe (11J) und da ich Momentan mein Abitur mache und mein Vater als Lehrer arbeitet, sind wir beide sehr beschäftigt, weshalb er kein Haustier will. Ich finde den Rat garnicht merkwürdig sondern verständlich, da ich 10 Jahre mit einem Hund zusammengelebt und seine Ausstrahlung durchaus noch in Erinnerung habe - gleichzeitig kann ich mir jedoch auch irgendwie nicht vorstellen, so "früh" ein anderes Tier zu übernehmen, da ich doch noch sehr an ihm hänge.
Was fehlt mir? Das ist eine verdammt schwierige Frage..eigentlich so viel..aber ich denke ich kann es mit "Vertrauen und das Gefühl, dass mir andere vertrauen" zusammenfassen, da ich mir durch die Schule und die angespannten Verhältnisse Zuhause in den letzten Jahren angewöhnt habe, ein grundlegendes Misstrauen gegen Menschen aufzubauen..Aber es ist verdammt schwer, das wieder aufzubauen glaub ich..

Liebe Grüße,
Noname
 
Kurz vor dem Einschlafen ist man immer an einem Punkt, wo man nicht mehr bewusst denken kann. Da können dann alle möglichen "komischen" Sachen plötzlich als wahr empfunden werden; z.B. dass man komplett alleine ist.
Dazu kommt noch, dass der Kreislauf runtergefahren wird. Und plötzlich ist es im Körper komplett still, und das kann einen auch irgendwie überraschen.

Was bei sowas hilft ist, Dinge aufzuschreiben auf ein Blatt Papier.
Versuche dir Tags darauf mögliche Ursachen für dieses Problem zu überlegen.
Wenn es nicht verschwindet, wäre der Gang zum Psychologen auch nicht abwägig.

Du kannst dir aus der Apotheke evtl. "Lasea" holen; das sind Kapseln mit hoch konzentriertem Lavendelöl. Nebenwirkungen gibt es wenig, und dafür hat es eine angenehm beruhigende Wirkung.
 
hallo noname,

Klingt nach Existenzangst. 18 Jahre... ein Zeitpunkt an dem sich vieles verändert, sich Weichen stellen
für die Zukunft. Man verlässt die Kindheit und tritt ein ins Erwachsenenleben. Job, Studium, wo ist die
Frau fürs Leben? Wo geht es hin, wie geht es weiter? Deine Eltern haben sich getrennt. Der Hund als
Kamerad auch nicht mehr verfügbar. Vieles was Sicherheit gab ist weg. Deine Name ist auch interessant:
Noname0815: ich bin niemand und 0815. Zum jetzigen Zeitpunkt ist vieles nicht kontrollierbar.
Wohin bringt Dich Dein Weg? Nicht abwägbar. Schlafen ist bewusstes loslassen, Kontrolle aufgeben.
Sich der Ruhe und dem Nichts überlassen, auch eine Art von Kontrollverlust. Kann da schon einen
Zusammenhang sehen zu Deiner Situation. Progressive Muskelentspannung oder autogenes Training
fände ich auch gut. Aber tagsüber würde ich es probieren. Da diese Übungen bewusst zur Entspannung
und Aufgabe von Kontrolle dienen könnte es zu ähnlichen Symptomen bei Dir kommen wie beim einschlafen.
In einer psychologisch gut geführten Gruppe, die diese Übungen macht, könntest Du eventuell
lernen damit umzugehen. Ist nur ein Gedanke, kann auch völlig falsch liegen.

LG
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben