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"Selektives" Unwohlfühlen und Schüchternheit rauben mir Verstand...

Wow, ich bin dann wohl nicht die Einzige, die sich so fühlt und in solch einer Situation ist...
Danke für eure Worte, es ist schön zu sehen dass es noch Leute gibt denen es auch so geht wie mir!

Aber ich bin mit den Nerven und meinem Mut am Ende... Ich habe sogar schon an einen Uni Abbruch gedacht. Eine Arbeit zu suchen, da ist es dann noch anders, da stellt man sich den Leuten im Büro wenigstens vor. In der Uni kommt man ja in die Klasse rein und keiner stellt sich dem anderen vor... Bin da echt am Grübeln, ob ich nicht abbrechen soll, da das Studium mir eh nicht gefällt und ich schon einen Abschluss habe (anderes Thema, gehört nicht hierher...^^')

Aber nochmal zur Uni: ich weiß, wie ich in WIRKLICHKEIT bin, und ich sehe wie dumm und langweilig ich in der Uni wirke... das macht mich fertig!

Darf ich euch fragen, wie ihr persönlich damit umgeht? Wie ihr es schafft, nach vorne zu schauen, obwohl ihr so viele Stunden in eurem Leben nicht so sein könnt wie ihr WIRKLICH seid?

Danke!!
 
Ich habe jetzt auch kein Erfolgsrezept, aber vielleicht einen Vorschlag:
Wie wär's denn wenn du mit dir selbst einen kleinen "Vertrag" machst? Der Vertrag würde dann aus 2 Teilen bestehen. Der erste Teil wäre, dass du mit dir ausmachst, dass du versuchst an einem bestimmten Tag und in einer bestimmten Lehrveranstaltung so richtig offen zu sein, mal Leute anzusprechen und sie z.B. über Themen in der Uni mal zu fragen. Du könntest mit dir ausmachen, dass in bestimmten Zeitabständen zu machen, vielleicht einmal am Tag? Einmal in der Woche, oder einmal im Monat? Du bestimmst dir dann einfach die Abstände so, dass du dich nicht davon völlig erschöpfst, denn du hast ja gesagt, dass das in der Umgebung "Uni" anstrengend für dich ist.
Der zweite Teil des "Vertrages" wäre dann, dass du dich nicht mehr schlecht fühlen musst! Wenn du bei einem Versuch keinen Erfolg hast, ist es ja nicht schlimm. Immerhin probierst du es ja und da brauchst du dich dann auch nicht mehr mies zu fühlen. Mit jedem Versuch wird es ja vielleicht auch besser, du kannst da ja mal etwas rumexperementieren, man bekommt ja dann etwas ""Übung".
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab einfach keinen Bock, mir mein Traumstudium von sowieso dauernd wechselnden Leuten versauen zu lassen.

Am Anfang habe ich die Uni gemieden, weil ich mich dort so unwohl fühlte. Die Leute aus dem Jahrgang sind jetzt alle fertig, dafür muss ich das jetzt mit anderen nachholen, mit denen ich dieselben Probleme habe. Weils halt meine Probleme sind und die Leute völlig austauschbar (von ein paar besonderen A*geigen mal abgesehen, die es wohl überall hat).

Ist ja auch nicht das Schlechteste, zu lernen, die Zähne zusammenzubeißen.

Wenn ich zur Uni geh, ist mir oft kotzübel. Schon Stunden vorher. Oft wünschte ich mir, jemand würde mich in unseren lustigen, kleinen Gesprächsrunden einfach erschießen. Hinterher gehts dann trotzdem meist, oft wird es sogar auch ganz lustig. Es zu meiden wäre dumm, das ganze Leben besteht immerhin aus solchen Situationen. Wenn ich mich lasse, meide ich irgendwann sogar das Einkaufen und gehe nur noch nachts raus. Man muss halt damit leben, dass man so ist, und versuchen, sich irgendwie zu ändern.

Die Zeit vergeht jedenfalls trotzdem. Und noch mehr Jahre verschenk ich an den Mist nicht. Die Leute seh ich später eh nie wieder.

Ich weiß auch, wie dumm, langweilig und kindisch ich in der Uni wirke. Ist ja auch kein Wunder, wenn man einfach Angst davor hat und sich permanent unwohl fühlt. Sei doch nicht so hart mit dir. Die anderen müssen doch auch gar nicht erkennen, wie großartig du in Wirklichkeit bist (und bist dus denn, wenn du es dort nicht bist? Vielleicht bist du ja beides, vielleicht hast du ja gute und schlechte Momente in deinem Leben und musst das einfach so hinnehmen). Du gehst da hin und studierst, und dann gehst du nach Hause, und in vier Jahren kräht doch eh kein Hahn mehr danach.
 
Ich habe jetzt auch kein Erfolgsrezept, aber vielleicht einen Vorschlag:
Wie wär's denn wenn du mit dir selbst einen kleinen "Vertrag" machst? .

Ich weiß auch, wie dumm, langweilig und kindisch ich in der Uni wirke. Ist ja auch kein Wunder, wenn man einfach Angst davor hat und sich permanent unwohl fühlt. Sei doch nicht so hart mit dir. Die anderen müssen doch auch gar nicht erkennen, wie großartig du in Wirklichkeit bist (und bist dus denn, wenn du es dort nicht bist? Vielleicht bist du ja beides, vielleicht hast du ja gute und schlechte Momente in deinem Leben und musst das einfach so hinnehmen). Du gehst da hin und studierst, und dann gehst du nach Hause, und in vier Jahren kräht doch eh kein Hahn mehr danach.

Also irgendwie kommt das alles hin was ihr schreibt! Danke für eure Beiträge!!
Das mit dem "Vertrag" mit mir selbst klingt super! Nur leider ist es bei mir so (und bei vielen anderen Menschen wohl auch) dass ich weniger leisten kann oder weniger aus mir raus gehen kann, wenn ich viel darüber nachdenke. Wenn ich zB überlege, ob ich etwas sagen soll oder nicht dann tue ich es auch schlussendlich meistens nicht. Wenn ich aber spontan handle, geht das oft viel besser. Trotzdem werde ich versuchen, mir da Leute oder Gespräche "rauszupicken" und da irgendwie zu versuchen mich teilweise irgendwie zu integrieren. Und eben mir im Voraus Gedanken darüber zu machen

Was das mit den "guten und schlechten Momenten im Leben" betrifft, so macht es mich einfach fertig, dass ich NUR so bin wegen der Uni und vielleicht gar nicht mal wegen den Leuten! Ich denke mir immer, wenn ich die gleichen Leute in einem Café oder auf der Straße, oder durch gemeinsame Freunde, und in meiner Heimatstadt kennen lernen würde, dann währe ich wahrscheinlich viel offener und dann würde ich genau die gleichen Leute wie sie eben jetzt in meiner Uni sind und leider nicht auf der Straße oder im Café, viel besser leiden können und käme nicht "falsch" rüber. Daher macht es mich fertig, dass die Leute in der Uni nie sehen werden wie ich wirklich bin. Wenn ich immer schüchtern währe, dann würde ich halt akzeptieren müssen, dass ich bin wie ich bin.
Meine Freunde können das zB gar nicht nachvollziehen. Sie finden mich witzig und offen. Auch in der Disco schaffe ich es, mit jedem zu tanzen, ich schaffe es sofort nett und offen zu Freunden von Freunden zu sein und schließe sehr viele Bekanntschaften. Freunde habe ich eigentlich genug... Warum bin ich so in der Uni? Genau das ist es was ich halt nicht verstehe...
Aber ich werde es probieren. Das mit dem "Vertrag" werde ich wirklich mal probieren. Mich einfach mal ganz ganz kurz in den Mittelpunkt drängen und danach aufs Klo gehen und dort hyperventilieren oder so 😀

Danke!
 
Vermutlich hast du in der Uni, wo es um deine Leistungen geht, einfach einen Ruf zu wahren. Oder noch mehr zu ruinieren, so wie ich 😉 Ist natürlich schon stressig.
 

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