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Selbstsabotage. Was kann ich tun?

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Meine Beziehungen sind geprägt von Selbstsabotage und ich weiß nicht, wie ich aus diesem ganzen Teufelskreis aussteigen soll.

Ich kann das jetzt so schwer beschreiben, was genau mein Problem ist, aber ich versuche es mit einem Auszug aus meinem Tagebuch:

"Wenn eine Beziehung beginnt, dann ist dies der Anfang vom Ende. Es ist wie ein Uhrwerk, welches ständig tickt - bis zum Beziehungsende. Ich sehe die Uhr, die mir ständig zeigt, wieviel Zeit mir bis zum Untergang der Liebe bleibt. Mal tickt die Uhr langsamer ( dann hält eine Beziehung etwas über 2 Jahre), mal schneller. Aber enden werden sie alle. Keine hat Bestand. Doch die Uhr wird gestellt, sobald ich eine Beziehung eingehe. Da beginnt schon der innerliche Druck in mir. Ich grübel wieviel Zeit mir bleibt, bevor sie zu Ende geht. Wieviel Glück mir noch erhalten bleibt. Will meine Bedürfnisse schnell abdecken, denn ich bin ausgehungert nach Liebe. So beginnt dann der Egoismus meine Bedürfnisse durch den anderen abzudecken. Es bleibt ja nicht viel Zeit , denn er wird unweigerlich gehen und mich verlassen.. So wie es bislang war

Also mehr reinpacken und noch mehr. Mehr und mehr. Der Partner keucht schon unter der Last, aber es gibt noch so viel was ich erleben und fühlen will, ich habe ja so viele Bedürfnisse und keine Zeit, denn die Uhr tickt bereits. Es wird um Gnade gebeten, doch das wird von mir überhört, denn er bleibt ja doch nicht bei mir. Also schnell noch mehr draufpacken. Hörst du denn nicht das Ticken? Es ist doch so laut und siehst du nicht wie schnell sie geht? Wir haben doch keine Zeit!...

...und so läuft es immer weiter bis die Liebe endet.

Ich habe Angst vor Beziehungen. Ich zerstöre Menschen. Und mich selbst.
Es wäre schön Sicherheit zu haben, dass genügend Zeit für beide Partner da ist um alle Bedürfnisse gegenseitig zu erfüllen. Ich weiß nicht wo das herkommt, dass diese Uhr gestellt wird.Vielleicht die Summe meiner Erfahrungen.
Ich weiß auch nicht wie eine Beziehung ohne Uhr aussieht und was man dafür tuen soll. Denn Sicherheit gibt es im Leben nicht und das verunsichert mich und lässt mich panikartig, gehetzt, verkrampft und unter Druck agieren..."

Kennt jemand von euch vielleicht eine ähnliche Situation oder geht es jemandem genauso wie mir?
Ich wäre wirklich dankbar für Ratschläge und Tipps, denn ich sehe bereits keine Lösung.
 
Hmmmm ... es wäre schon hilfreich zu wissen, welche Bedürfnisse von dir unbedingt gestillt werden müssen. Vermutungen bringen da wenig ...

Und ansonsten ...
"Sich selbst erfüllende Prophezeihungen" sind sprichwörtlich und gerade das, wovor man sich am meisten fürchtet, das ereilt einen irgendwann - wenn man die Furcht nicht bekämpft ...

Hilfreich wäre es noch, sich eine Uhr anzuschaffen, deren Batterie eine Lebensdauer von 50 Jahren hat ...
😉
 
...tickt nur die uhr?????

was willst du denn beschreiben???
suchst was festes oder abenteuer???
hast im bett eine uhr ticken???
wenn mach sabotage
schmeiss die uhren weg
ach es kommt bald sommerzeit dann hast 1stunde länger
wofür???
 
Ich will damit beschreiben, dass ich kaum glauben kann, dass eine Beziehung mit mir wirklich halten und gut gehen kann ( deshalb das Uhrbeispiel). Meine Bedürfnisse sind zum Beispiel, dass der Partner nur für mich da ist. Mich bei allem unterstützt, seine eigenen Bedürfnisse zurück stellt für mich, dass wir alles gemeinsam machen und, und und...
Ich setzte auch meinen Partner damit unter Druck. Will am liebsten auch schnell heiraten und Kinder kriegen, um eine Familie zu schaffen. Und das in kürzester Zeit. Bisher war meine längste Beziehung etwas über 2 Jahre.
 
Was mir spontan in den Sinn kommt...du klammerst und überschüttest ihn mit deinen Bedürfnissen, die er in möglichst kurzer Zeit befriedigen / erfüllen soll...weil du denkst, er wird sowieso schnell wieder abhauen.

Ich würde an dem Gedanken ansetzen, dass er "...sowieso bald wieder abhauen wird". Denn das klingt für mich, als würdest du unter ziemlichen Verlustängsten leiden und bevor das geschieht, soll er dir nach Möglichkeiten noch möglichst viel geben.

Selbsterfüllende Propezeihungen. Man weiss, was geschehen wird, steuert aber selbst darauf zu, weiß aber nicht bewusst, wie und wodurch.

Wie gesagt, wäre ich du, würde ich den Gedanken "Er haut schnell wieder ab" mal unter die Lupe nehmen und mir darüber Gedanken machen. Wie kommst du darauf? Schlechte Erfahrungen? Und wenn ja, sind diese Erfahrungen so eindeutig, eben WEIL du so klammerst..?!?!??!
 
Hallo,
ich habe jetzt gar nicht geschaut wann du den Beitrag geschrieben hast. Mir geht es ganz genauso. Heute habe ich eine Beziehung zerstört, die wirklich viel Potenzial hatte.
Ein wirklich lieber, gutmütiger und geduldiger Mann der sich wirklich bemüht und viel investiert hat. Und ich habe ihn von Anfang an so sehr unter Druck gesetzt, dass er es irgendwann nicht mehr ausgehalten hat. Der letzte Stand war der, dass er Zeit wollte, weil der Druck von mir und der ein oder andere Ausraster von mir einfach zuviele Spuren hinterlassen haben. Aber ich bin so ungeduldig und ätzend, dass ich ihm nicht einmal ein oder zwei Wochen gegönnt habe um zur Ruhe zu kommen. Dabei hatte ich doch eh nichts mehr zu verlieren. Aber ich halte diese Angst bzw. Gewissheit, dass es bald zu Ende sein wird dann einfach nicht aus. Also hab ich es beendet.
Dieses Muster begegnet mir in jeder Beziehung. Ich sabotiere und nerve und setze unter Druck. Und wenn der andere dann noch nicht geht, dann finde ich ihn plötzlich so blöd, dass ich ganz schnell viele Gründe finde ihn zu verlassen.
Z.B. den, dass er alles mit sich machen lässt.
Eigentlich verspüre ich dann anschließend Erleichterung. Denn dann weiß ich ja bescheid, muss nicht mehr auf das Ende warten, das ja mit Sicherheit kommen wird. Aber dieses Mal nicht. Ich leide wie noch nie zuvor. Ich will ihn nicht auf einen Sockel stellen, er hat auch Fehler. Manche waren auch für mich nicht einfach. Dennoch, ich wünschte ich könnte mein gestörtes Verhalten zurücknehmen. Ich leide wie ein Tier und weiß nicht was ich machen soll.
Ich nehme Antidepressiva und mache eine Analyse, aber bisher hilft das offensichtlich nicht. Mit 34 immer noch keinen Hafen, den ich mir so sehr wünsche. Trotzdem mache ich immer wieder das Gegenteil von dem was ich will. Es sind kaum ein paar Stunden vergangen und schon bereue ich jeden zweiten Satz. Warum, WARUM nur kann ich nicht in den wichtigen Situationen Ruhe bewahren und meine Klappe halten? Warum kann ich dieses Muster nicht durchbrechen? Ich hab alles kaputt gemacht. Er kommt nicht mehr zurück....

traurige Marie....
 

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