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Selbstreflexion

Ivonne

Mitglied
Mich würde interessieren, wie jemand sich reflektiert. Ein Austausch an Erfahrung.
Meine Erfahrung ist sehr langwierig gewesen und auch erst vor einigen Jahren nach einer Trennung. Erst habe ich Phasen durchgemacht, wo ich mich überhaupt nicht als Ich Selbst wahrgenommen habe, dann habe ich angefangen mit Therapien, wo ich gar nicht erst annehmen wollte, auf mich und mein Verhalten zu schauen. Erst nach einiger Zeit und unter großer Anstrengung habe ich gelernt auf mich selbst zu achten. Mittlerweile erkenne ich einige Muster, manchmal rechtzeitig, manchmal erst nach einigen Wochen. Doch ich erkenne sie, kann sie reflektieren, vor allem kann ich ganz anders damit umgehen, dadurch das ich sie ob nun früher oder später erkenne.
Erst waren es die Therapien, jetzt sind es gute Gespräche mit Freunden und auch Menschen aus den Therapien, Videos die ich mir anschauen, Tagesreisen die mir helfen achtsam zu sein, Spaziergänge, auch mal alleine in einem Café sitzen, Podcasts hören und mittlerweile sogar Bücher lesen ( was ich sonst nicht kannte ).
 
Du bist nicht fix, du wandelst dich ständig. Es sind immer nur Momentaufnahmen, die du siehst, es kann in einem halben Jahr schon eine völlig andere Sicht da sein.

Bei mir ist es so, dass ich oft überrascht bin, "gestern" so, heute so. Da haben sich Synapsen verschoben, da hat sich etwas getan, wie im Schlaf, von gestern auf heute gelingt etwas, mir ist ein Knopf aufgegangen, wie von selber.
Ich glaub, das hat sehr wohl auch mit Selbstreflektion zu tun- weil, wenn dir auffällt, dass du etwas falsch machst, ergibt das doch schon automatisch ein Bewusstwerden- du hast kapiert, das ist falsch, ab da passt du auf, ab da regelt sich etwas in dir, manchmal ohne dein weiteres Zutun, Achtsamkeit genügt.
Mir helfen andere Leute- ich merke anhand anderer Fehlhaltungen erst, dass ich die auch habe, oder nicht habe.
Hier im Forum gibt es auch sehr, sehr gute Fallbeispiele- das ist ein tolles Lernfeld, wo mir so manche Sichtweise richtiger erscheint, als meine zb. - ein Umdenken findet statt.

Aber eigentlich und grundsätzlich sind das Nebenschauplätze, es ist kein Geschirr abgewaschen, kein Haus gebaut, kein Teppich sauber, kein Auto in Schuss, oder sonstige Aufgaben, die existenziell nun mal nötig sind, wenn man immer nur in sich selbst hineinhorcht, oder dauernd in Versenkung geht.
 
Danke, ich steh nun auf und mach, was die Virtuelle Welt wieder verhindert, dass ich es mach.

Bis nachher, ich geh jetzt ins Handeln über. Theorie beendet vorerst. Ist das nicht irgendwie Grübeln, wenn man dauernd nachdenkt? Grübeln bringt niemanden weiter. Es ist ein bequemes Ausweichen und Ablenken, statt endlich zuzupacken. Komm, grüble lieber, das ist leichter...
 
Du meinst wohl eher Selbstfindung, Selbstliebe und Selbstachtung, als Reflexion.
Reflektieren tust du dein Verhalten. Oder ist auch das sich Bewußt werden der eigenen Macken.
Welche Muster und Trigger man hat, die Art und Weise wie man mit Menschen, Konflikten und Beziehungen umgeht. Seine Fehler und Schwächen zu kennen....

Mal ein Buch zu lesen, spazieren gehen etc. ist Me Time und hat nichts mit sich refliktieren zu tun.
 
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